Hallo Zusammen,

es gibt zwar schon Achillessehnen-Threads hier, aber ich wollte meine Frage jetzt nicht in einem anderen älteren Thread stellen, deshalb hab ich trotzdem einen neuen aufgemacht, ich hoffe das ist ok :).

Meine Achillessehne zickt. Es ist noch nicht schlimm. Primär habe ich morgens nach dem Aufstehen die klassischen Anlaufschmerzen die in der Symptomatik ja auch so beschrieben sind. Außer diesen Anlaufschwierigkeiten geht es eigentlich - zumindest bis zum letzten Lauf am Samstag. Da hatte ich nämlich das erste Mal auch während des Laufens Probleme. Bisher war es so, dass ich eben nur die Anlaufschwierigkeiten morgens nach dem Aufstehen hatte, und ansonsten komplett schmerzfrei war, sowohl während als auch nach des Laufens.

Da ich während dem Laufen beim letzten Mal leichte Schmerzen hatte sollte ich wohl Pause machen, nun meine Frage, wie lange??
Ich habe wie schon beschrieben noch keine große Symptomatik, die Schmerzen sind nicht schlimm, also eigentlich alles halb so wild. Ich möchte aber auf keinen Fall, dass es schlimmer wird, ich möchte Anfang Oktober einen HM laufen, also lieber setze ich jetzt noch ein paar Tage mit dem Training aus als in 1,5 Monaten nicht mehr laufen zu können.

Hat jemand von euch da Erfahrungen? Hatte schon jemand ganz leichte Probleme mit der Sehne und hat es quasi im Keim ersticken können? Wie lange hat das gedauert? Könnten Entzündungshemmer (Ibu oder Diclo) auch eine Alternative sein um das Auszukurieren (natürlich keine Belastung während der Medikation)?

Vielen Dank schonmal!

Wenns noch so früh ist,

finde ich Ursachen-Forschung immer wichtiger als Symptome.
Wie sieht es mit deinen Schuhen aus?
Viel Sprengung ist ein Klassiker.
Oder von viel Sprengung auf einen absolut flachen Schuh umsteigen der nächste.

Ansonsten hoch mit der Haxe, Kühlen (vor allem nach dem Laufen gleich hoch), Voltaren.

Wenn nicht besser, zum Doc. Eventuell zum Lauf-erfahrnen orthopädischen Schuhmacher mit Lauf Analyse.

Gute Besserung!
r.

Danke

für deine Antwort.
Die Ursache sehe ich ganz klar in der steigenden Belastung. Ich habe vermutlich meine Umfänge zu schnell gesteigert und auch mein Tempo zu schnell erhöht, da kam die Sehne wohl nicht mehr mit. In meinem Training sind Intervalle mehr oder weniger neu dazugekommen und da hab ich es wohl etwas zu gut gemeint für den Anfang...

Die Achillis Sehne

hat halt leider auch eine ziemlich lange Regenerationszeit...

Wenn's noch nicht schlimm ist

Hallo HeKa,

bis vor Kurzem hatte ich auch damit zu tun. Ich habe etwa zwei Monate daran herumlaboriert, was im Durchschnitt noch ganz unten in der Skala angesiedelt sein dürfte. Zum Arzt zu gehen war's noch zu früh, weil ich mir die Laufpause auch ohne lange Warterei genausogut selbst verordnen kann und die Schmerzen zwar spürbar, aber nicht himmelschreiend dramatisch waren. Geholfen hatte mir das:

wenn es akut ist, immer wieder den Sehnenbereich mit Arnikasalbe (o.a. Salbe - Hauptsache schmerzlindernd und entzündungshemmend) einreiben

danach regelmäßiges (mehrmals täglich!!) Stretching und Kräftigung der Wade (die berühmte Treppenübung!) sowie Stretching des Soleusmuskels, der an der Achillessehne ansetzt

gegen den morgendlichen Anlaufschmerz hilft es, vor dem Aufstehen die Füße einige Male in beide Richtungen kreisen, Füße anziehen und strecken im Wechsel sowie die Füße im Wechsel nach rechts/links drehen. Dabei werden nicht nur die kleinen Fußmuskeln, sondern auch die Gegenspieler (Antagonisten) der Waden, nämlich die Schienbeine gekräftigt. Wo wir schon mal bei muskulären Dysbalancen sind, hilfreich war bei mir vor allem auch das hier sowie die darin beschriebene Rückenübung
Auch gut: immer wieder die angespannte Achillessehne mit einer Nagelbürste massieren. Das regt die Durchblutung an und dadurch wird der Anlaufschmerz, den man ja auch nach längerem Sitzen haben kann, geringer und geht sogar ganz weg. Auch hier gilt, je öfter, je besser!

Wenn es weh tut, Laufpause, aber nicht zu lange. Danach reduziertes Training, d.h. weniger km/pro Einheit. Locker laufen, kein Tempotraining. Ein leichtes Meckern kann man tolerieren, doch wenn's richtig weh tut, dann stop! Wenn du leichtere Hüpfsprünge ohne großartige Schmerzen (leichtes Zwicken ist o.k.) machen kannst, kannst du ein Läufchen riskieren. Immer wieder ausprobieren, denn so entwickelt man ein Gefühl, was vertretbar ist. Nach dem Lauf sofort die Stelle mit Eis kühlen. Am besten mit einer wassergefüllten PET-Flasche aus dem Gefrierfach. Das ist sozusagen meine Blackroll! ;-)
Stretching/Kräftigung zwischendurch nicht vergessen!

Wichtig ist vor allem, dass du auf Ursachensuche gehst - sei es das Schuhwerk, eine zu schnelle Steigerung des Trainingsumfangs, eine orthopädische Fehlstellung, muskuläre Dysbalancen etc.

Gute Besserung!
:-)

Niemals den Schmerz ignorieren

Mein Achillesproblem dauerte ca. 4 Monate, ich hatte kaum Probleme und habe nur trainiert, wenn meine Sehne morgens nicht gemeckert hat. Nach 3-4 Tagen Pause konnte ich immer wieder loslegen, dann habe ich darauf geachtet, dass immer ein lauffreier Tag zwischen den Trainingstagen lag. Mein wöchentlicher Trainingsumfang ist in der akuten Phase auf 20-30 km/Woche geschrumpft. Da ich meist morgens vor der Arbeit laufe, habe ich meine Wadenmuskulatur durch Einreiben und Massage mit einer wärmenden Creme vorbereitet. Und danach immer konsequent gekühlt, auch noch nach 4 symptomfreien Wochen.
Ein paar relativ neue Schuhe mussten ausgemustert werden, auch konsequentes Dehnen war wichtig. Trotz aller Vorsicht kam das Problem 3mal nach einer 4wöchigen Schmerzpause durch minimale Trainingssteigerung wieder zurück.

Also viel Geduld und gute Besserung!

Aquajoggen

Ich kann auch Aquajoggen sehr empfehlen: Belastet die Sehne nicht stark, kühlt und erhält doch einiges an Kondition/Muskeln. Ich empfinde das als aktive regeneration. Ist allerdings recht langweilig.

Vielen Dank für eure

Vielen Dank für eure Ratschläge und Erfahrungen, das hilft mir auf jeden Fall schon einmal weiter. Übungen auf der Treppenstufe mache ich eh schon, werde ich jetzt noch etwas ausweiten. Laufen werde ich soweit es halt geht, aber wenn nicht setze ich mich auf´s Rad um zumindest nicht zu viel Kondition zu verlieren, dann sollte das hoffentlich mit dem HM im Oktober trotzdem klappen.

ein weiterer Ansatz....

könnte auch Tapen sein. Habe seit ca. 2 Jahren immer wieder Probleme
mit der rechten Achillessehne. Lasse das Tape für ca. 1 Woche
dran - hilft bei mir immer. Bei meinem Physio zahle ich 12 EUR
für die Behandlung. Ansonsten kann ich meinen Vorrednern nur
zustimmen.

Wehret den Anfängen

Hallo Heka,
ich kann dir nur raten, sei vorsichtig. Lieber ein paar Tage Pause zur rechten Zeit, als risieren, dass es schlimmer wird. Mich hat es im letzten Jahr ereilt und ich habe nahezu das ganze Jahr daran herumlaboriert.

Als Soforthilfe nach dem lauf Bein hochlegen und kühlen mit Eis. Hilfreich ist auch die Treppenübung, dauert aber einige Zeit bis sie zur Wirkung kommt und man muss es konsequent machen. Nützlich können auch sogenannte Friktionsmassagen sein, denn oft ist die Ursache eine Verklebung der Sehne mit dem umliegenden Gewebe.

Gute Besserung.

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