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Hallo ihr Lieben,

ich brauche mal wieder die Einschätzung von euch erfahrenen Läufern: :)

Bei meinem langen, langsamen Lauf laufe ich derzeit 13 km. In flachem Gelände (insgsamt laut Jogmap ca 90 hm) laufe ich die mit einer Pace von ca 6:35.
Zurzeit befinde ich mich allerdings in etwas hügeligerer Landschaft und bin nun hier schon zwei mal (in 2 Wochen) die 13 km mit insgesamt einmal 230 und einmal 240 hm gelaufen.
Beim ersten Mal gings mir schon nicht gut, bin zwischendurch gaanz kurz ein Hügelchen hoch gegangen und war einfach kraftloser und deutlich langsamer als sonst (7 er Pace). Ich dachte mir, naja, ein schlechter Tag, macht nix.
Jetzt bin hier heute wieder die 13 km gelaufen und es war einfach wieder sooo dermaßen anstrengend! Ich war nachher total KO, mir war schwummrig und musste mich kurz hinsetzten. (Kaum hab ich mich hingesetzt, musste ich ganz komisch nach Luft schnappen, obwohl ich vorher überhaupt nicht den Eindruck hatte, dass mir die Puste ausgeht). Aber mein Puls kam mir (außer wenns länger bergauf ging) gar nicht so hoch vor, normal halt. Mir wurde sogar nach dem Laufen gesagt, ich wäre total blass. Und dass obwohl ich wieder so langsam war... Wenn ich die flache Strecke gelaufen bin, war das überhaupt nicht so.
Das kann doch nicht nur an den paar Höhenmetern liegen? Ich mach öfter Bergwanderungen und geh da ohne große Probleme 1200 hm.
Aber seit ich hier (hügelige Landschaft ^^) bin, läufts beim Laufen (auch bei den anderen Läufen, aber da merk ichs nicht soo sehr) einfach nicht mehr rund. Ich hab langsam Angst, dass ich irgendwie krank werd oder mir sonst was eingefangen hab.
Daher die Frage, hatten Höhenmeter bei euch am Anfang auch solche Wirkung? Muss man sich da irgendwie erst dran gewöhnen? Oder muss ich mir Sorgen machen?

Danke erstmal fürs Lesen :D Ich hoffe, jmd weiß Rat.
Lg, Tinaa

Ich würde mir da nicht so große Sorgen machen

Hi Tinaa,

einerseits ist es derzeit teilweise ganz schön heiß und allein das erklärt schon, das es nicht so gut läuft und andererseits läuft man hügelige Strecken nun mal zwangsläufig langsamer als ebene - selbst nach Eingewöhnung.

Als ungefähre Faustregel kannst Du auf Deine Streckenlänge pro positivem (bergauf) Höhenmeter 5-6m hinzu rechnen und für jeden negativen (bergab) Höhenmeter 2m wieder subtrahieren.

Dass heißt bei einer Strecke von 13km und +/-240hm:
Zuschlag für positive Hm: 240x5=1200m
Abschlag für negative Hm: 240x2=480m
Bleibt ein Zuschlag von 1200m-480m=720m
Das heißt, Du kannst Deine gelaufenen Strecke tatsächlich mit 13720m veranschlagen und dafür mal die Durchschnitts-Pace mit der gelaufenen Zeit ausrechnen. Dann hast Du einen halbwegs brauchbaren Vergleich.

Aber vielleicht hat ja "Hominessapientes" noch etwas kreatives dazu beizutragen ...

P.S.:
Hier kannst Du das auch berechnen lassen.
Ich selbst habe so einen eigenen Rechner auch schon mal online gestellt - aber leider ist die Webseite unseres Lauftreffs derzeit offline und der Rechner somit auch. Ich hab ihn aber noch auf meinem PC und da kommt er auf 13,74km für Deine Angaben und, dass einem Lauf mit 6:32/km in der Ebene ein Lauf mit 6:55/km unter diesen Bedingen entspreche - passt doch. Außerdem kann man noch berücksichtigen, wie denn die Streckenbeschaffenheit ist. Falls Du bisher meist Asphalt oder ähnlich "gute" Beläge gelaufen bist und nun "durch die Pampa" rennst, macht das auch noch mal einiges aus.

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

Eine Frage wäre auch noch

die generelle Höhenlage der Strecken. Wenn Du z.B. sonst immer auf sagen wir 400müNN trainierst und jetzt auf sagen wir 1000müNN, dann macht das auch noch einen Unterschied.

Ich hab zwar keine Ahnung wie man den Unterschied berechnet, habe aber von 30 auf 1560 müNN schon einen Unterschied gemerkt. Nach einer Weile passt sich der Organismus an.

Rein statistisch scheint die Zeit der besten Anpassung zwischen dem 4. und 8. Tag zu liegen (es gab dort einen einschlägigen Bericht eines Mediziners zu dem Thema). Danach sind die Anpassungsvorgänge nur noch minimal.

Hinzu kommt noch extreme Hitze, zu wenig Flüssigkeitsaufnahme und was der Dinge mehr sind, die man in die Ursachenforschung mit einbeziehen kann.

Keine Angst,...

am Anfang haben se mich auch umgehaun, die Höhenmeter.
In Kombination mit Sommerhitze wirds dann schon mal haarig.

Wenn man Hügel mit ins Training einbaut, verändert sich der Atem- und Laufrhythmus total und den entsprechend richtigen Umgang damit muss man erst mal finden und lernen.
Wie beim Laufbeginn an sich, sollte man Höhenmeter auch langsam und dosiert ins Training einstreuen und nicht sofort Wunder erwarten.

1200hm wandern oder im Laufschritt, das ist ein riesen Unterschied.

Gewöhnen ist gut, aber effektiv und sinnvoll Trainieren macht es noch besser und dann irgendwann macht es richtig Spaß!!!;o)
(vorausgesetzt natürlich, man ist gesund!)

Lieben Gruß Carla-Santana

:)

Danke für die hilfreichen Antworten!! :)
Die Berechnungen von DonCarracho find ich ja sehr interessant, danke dafür!! Dann passts ja ziemlich gut, wegen den Geschwindigkeiten und ich bin ja dann quasi schon 14 km im flachen gelaufen. xD
Von der Höhe über NN der Orte ist kein großer Unterschied, daran kanns nicht liegen.
@waxl: Ich erinner mich grad dran, dass ich mich beim Berggehn am Anfang auch schwer getan hab und da auch erst meinen Rythmus finden musste. Ist wahrscheinlich beim "Berglaufen" einfach ähnlich. Aber ich bleib dran, wird bestimmt immer besser mit der Zeit. :)
Ich hoff trotzdem, dass ich bald mal wieder auf flachem Gelände laufen kann, dann werd ich ja sehen, wie/ob sich meine Leistung verändert hat...
Also danke für die Beiträge, dann mach ich mir mal keine Sorgen um meine Gesundheit sonder warte ab. Dass war gestern nur echt ein Schock, dass es so schlecht lief. Schon wieder. :/

Liebe Grüße und schöne Läufe,
Tinaa

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