hier mal ein (Werbe-) Bericht aus dem hohen Norden. Der Kiel-Triathlon war am vergangenen Sonntag. Olympisch, Staffeln, Sprint, Volksdistanz, alles dabei. Start und Ziel ist auf der Kiellinie, das ist die Promenade direkt an der Förde. Geschwommen wird von der Seebadeanstalt Düsternbrook aus. Eine wirklich hippe und zugleich altehrwürdige Location. Abgeklatscht von "Hein Daddel", dem Maskottchen des Deutschen Handballmeisters, geht der erste Schwung, die Alten und Schwachen (ach nein, die Frauen und älteren Männer) schon um 8.50 in das erfrischende Wasser der Kieler Förde (17,4 Grad). Ein Rechteckkurs, der zweimal zu schwimmen ist. Auf der zweiten langen Seite ganz gut Gegenströmung und QUALLEN. Aber wir Triathlethen schrecken ja vor nichts zurück. Wir gehen barfuss aufs Dixi und gabeln halt in der Gleitphase Quallen auf. Das macht Freude auf die zweite Runde. Was ich sehr schön finde: Die 2. Startgruppe (jüngere Männer und Staffeln) starten erst nach 25 Minuten. So wird man nicht "überschwommen" - tut meiner angeknacksten Schwimmerseele gut. Die Wechselzone ist relativ lang, es gibt nummerierte Platze, die noch enger sind als in Hamburg. Aber für mich kein Problem. Wenn ich vom Schwimmen komme, sind die meisten Räder eh weg, außerdem ist der Platz neben meinem nicht belegt.
Der Radkurs ist eine Wendepunktstrecke über die Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal, die 2 mal zu fahren ist. Die Rampe hat es in sich, allerdings heißt die Brücke ja auch Hochbrücke und nicht Niedrigbrücke. Oben auf der Hochbrücke gibt es einen sagenhaften Blick über den Nord-Ostsee-Kanal, die großen Pötte, die Schleusenanlagen, die Kieler Förde. Zum Glück war ich schon vom letzten Jahr darauf eingestellt, dass die Radstrecke wirklich schwierig ist. Mehrere 90 Grad Kurven, Fahrbahnverengungen, Übergänge von Straße auf Radweg, eine mit Matten entschärfte Schwelle, die Dehnungsfugen/ Metallschienen im Straßenbelag der Brücke, teilweise recht holperige Straßen. Keine Radstrecke für Schisser. An wirklich allen Gefahrenpunkten stehen aber sehr sehr nette Helfer. Wenn man sich darauf einstellt, dass bei dieser Strecke keine Bestzeit herauskommt, ist alles gut. Auf dem ersten Rückweg über die Hochbrücke klingt mein Reifen komisch, ich schau herunter, und knalle mit dem Arm gegen ein Geländer, komme ins Trudeln und falle NICHT hin. Kann man mehr Glück haben?
Gelaufen wird potteben auf einer kurzen Wendepunktstrecke direkt an der Förde (4*). Die Strecke ist abgesperrt, man hat immer an einer Seite direkt das Wasser und Zuschauer sind nun auch da. Eine super Atmosphäre!!!! Wunderbar kann man die anderen Läufer beobachten (scheint irgendwie kein Einzelschicksal zu sein, dass mir heiß und heiß und nochmal heiß ist....), überholen, überholt werden. Ein reges Treiben. Es gefällt mir wunderbar. 4 Rundenbänder gesammelt, unter 3 Stunden ins Ziel gelaufen, was will Frau mehr. OK, wenn ich mich nicht hinterm Ziel bereits festgelabert hätte, dann wäre der Transponder wohl bei meiner Zielzeit stehen geblieben und nicht 1-2 Minuten später (versteh ich nicht - aber gemessen wird das letzte Mal, dass der Transponder auslöst).

Ganz fein Nr.1: ein super Früchte Buffett vom Feinsten.
Ganz fein Nr. 2: Als ich von Heldentaten beseelt zur Wechselzone gehe, bewegen sich die Volkstriathleten gerade Richtung Schwimmstart. Wieder schön labern....
Ganz fein Nr. 3: Eine professionell und liebevoll zugleich organisierte Veranstaltung

Duschen gibts nicht. Wer will, dann ja nochmal in die salzige Förde springen. Ich will nicht, bin drauf eingestellt und hab es ja nicht weit bis nach Haus.

Falls es einen von Euch mal in den hohen Norden verschlägt, dann macht mal mit, nächstes Jahr gibt es die 25. Auflage. Es lohnt sich!!!!

Gruß Evchen

Schon wieder ein Tria ohne Dusche? ;-)

Das lese ich heute nun schon zum 2. Mal! O.k., ihr im Norden habt ja auch so reichlich Wasser, während meinereiner mind. 40 km fahren muss, um zu einem Badesee zu gelangen!

Unter 3 h ist megastark !!! Glückwunsch!!! Oder haben etwa die Quallen für ein besseres Durchswassergleiten gesorgt? Diese schwimmende Götterspeise gehört doch verboten!
;-))

Schöne Bericht!

Tolle Leistung und noch Spass gehabt, also, mehr geht doch nicht...
Duschen wird eh überschätzt, und
Quallen gehören zu den Dingen, die man echt nicht braucht, aber als Anektode immer gerne mal wieder erzählt werden wollen; sind aber auch echt eklig, wenn sie so zwischen den Fingern schlotzen...
Viele Grüße von Fritze

"To finish, you have to start!!"

Gut gemacht!

Hört sich nach einer schwierigen Strecke an. Quallen - puh, wer braucht die wirklich?

Ja, Kiel ist eine Reise wert - ich war letztes Jahr zur Kieler Woche dort.

Keine Dusche nach Salzwasser ist aber für weiter angereiste Teilnehmer grenzwertig, da könnte man sicher noch nachbessern.

Ansonsten: Hut ab vor der Leistung! Und noch Glück und Spaß dabei gehabt, das hat doch was!

Mit dem Rad kann ich mitfühlen: meins steht auch meistens mutterseelenallein in der Wechselzone. Hat den Vorteil, dass man es leicht findet und nicht das falsche (Zeit-)Fahrrad erwischt. Meinen Alurenner mit Rennlenker will niemand haben, aber: der kann auch Zeitfahrräder besiegen :grins:.

Wie immer bist Du nicht

Wie immer bist Du nicht nicht nur schnell, sondern geradezu über die Strecke geflogen. Ganz, ganz herzliche Glückwünsche! Bevor ich mich an eine solche Distanz wage, muss noch viel Wasser die Elbe hinter fliessen.

Aber:
17° Wassertemperatur, Salzwasser, keine Dusche (mein Zuhause ist weit weg), Quallen, Gegenströmung, Gleise und eine HOCHbrücke - da bin ich foh, dass Du das alles verraten hast und komme lieber nicht nach Kiel.

Viele liebe Grüße aus Hamburg
von der Schokorose.


Jogmap-Schleswig-Holstein - de neongelen Löper ut´n Norden

Ich bin beeindruckt.

Ich bin beeindruckt. Schwimmen in der kalten, finsteren See, mit Quallen, du bist ja durch nichts zu erschüttern. Ich wär vor Panik völlig unzurechnungsfähig gewesen.

Toll gemacht und in einer guten Zeit. Glückwunsch.

PS Denk dran, ab ersten September ist die Anmeldung für Ratzeburg offen.

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