Ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass ich ganz ursprünglich mit dem Laufen angefangen habe um mich fit für Bergwanderungen zu bekommen.

Gestern war es endlich mal wieder soweit, es war ein Wochenend-Tag ohne Gewitter-Neigung, das hatten wir schon seit gefühlten Monaten nicht mehr. Bei Gewitter-Neigung gehe ich nicht auf den Berg, bin ja nicht lebensmüde...
Also, gestern endlich mal wieder ordentlich Höhenmeter geschrubbt, in ganz gemütlichen Tempo 1008 Höhenmeter auf den Berg gewandert, oben dann eingekehrt, Bergsteigeressen verdrückt (lecker Pasta) und natürlich ein Radler, nicht alkoholfrei, bin ja schließlich in Bayern :). Und dann natürlich die 1008 Höhenmeter wieder runter gewandert.

Was soll ich sagen, meine Beine fühlten sich immer noch super an. Klar, ich war schon etwas kaputt, aber kein Vergleich zu letztem Jahr nach so einer mehrstündigen Wanderung. Mann, war ich happy...

Heute morgen dann das Aufstehen war schon etwas zäh, ohne etwas Muskelkater im Popo war das dann doch nicht zu machen, und heute stand auch noch der lange Lauf an.

Aber egal, da musste ich durch, schließlich sagte der Trainingsplan, dass ich heute 90 Minuten langsam laufen soll, also hab ich das gemacht (obwohl ich gestern vermutlich schon auch einiges für die Grundlagenausdauer getan habe), und für mich eine neue Erkenntnis gewonnen, die eigentlich gar nicht so neu ist. Bisher war ich an den langen Wochenendläufen immer zu schnell unterwegs. Heute bin ich ganz bewusst langsamer los, das Aua im Popo hat ein übriges dazu getan, und ich habe die 90 Minuten in extrem entspannten Tempo gemütlich durchlaufen können, teilweise war meine Atmung so entspannt, dass ich sogar durch die Nase atmen konnte. Ich glaube, so sollten die langen langsamen Läufe am Wochenende sein, also versuche ich mich in Zukunft da etwas mehr zu bremsen.

Aber insgesamt war´s super für mich zu sehen, dass diese Lauferei tatsächlich auch einen echt positiven Effekt auf die Bergtouren hat, wie ich es eigentlich auch erwartet / gehofft hatte, dieses Jahr steht noch ein Urlaub in den Dolomiten an - der kann jetzt kommen... :))))

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Interessante Trainingsmethode

laufen um fürs Wandern fit zu sein ;-))
Aber was funktioniert kann nicht schlecht sein!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Hätte ich auch gerne

Das hätte ich auch gerne hingekriegt.
Aber Laufen hat mir fürs Wandern in den vergangenen Jahren wenig gebracht. Eine 8-stündige Bergwanderung lässt sich irgendwie nicht mit 1-stündigen Flachlandläufen trainieren :-(
Die Pumpe ist da weniger das Problem. Aber die Waderln...

Ich vermute, dass Du länger und auch viele Höhenmeter läufst? Dann passt das Bild natürlich sehr gut zusammen. Ich freue mich für Dich, dass es funktioniert und dass Du in beide Richtungen davon profitierst. Die beiden Sportarten ergänzen sich einfach top.

Weiterhin viele schöne Laufkilometer und gigantische Ausblicke von den Gipfeln, die Du erklimmst.

Trainingseffekt klappt auch umgekehrt ;-)

Hallo HeKa,
kann auch für mich und einen Läufer-Freund bestätigen, dass Laufen für Bergwandern fit macht. Klar sind 8 h Bergwandern mit Höhenmetern was anderes, als regelmäßig 1-2 Stunden (oder länger) zu laufen, aber die Grundausdauer ist durchs Laufen enorm. Da ich bei fast jedem Lauf auch zwischen 200-360 Höhenmeter auf meinen meisten Strecken habe, hilft das beim Bergsteigen sehr. Da ich viel im Wald und auch auf Schotter bergauf und bergab laufe, steigert das gerade auch die Trittsicherheit beim Bergsteigen für mein Empfinden deutlich.

Spannend finde ich den umgekehrten Effekt: Ich bin vor kurzem vor und nach einer 4tägigen Bergtour mit Gehzeiten von bis zu 8 Stunden und ca. 12 kg-Rucksack dieselbe Laufstrecke (ca. 13 km) gelaufen. Nach der Bergtour lief ich die identische Strecke mit deutlich niedrigerem Durchschnittspuls bei sogar etwas höherem Pace und kam mir besonders bergauf "leichtfüßig-schwebend" vor ;-).

Also gutes Lauftraining weiterhin fürs Bergwandern und schönen Urlaub in den Dolomiten ;-)

Grüße,
waldboden

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