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Schon im April hatte ich mir für mein Projekt Marathon den kostenlosen 8-Wochen-Countdown von Herrn Greif ausgesucht, der las sich gar nicht so schlimm (da hatte ich auch meine Zielzeiten noch nicht festgelegt, weil die Grundlage - die Halbmarathon-Bestzeit - noch fehlte *grins*). Anfang Juni hatte ich mein Trainingspensum auf 80-90 km pro Woche eingepegelt, um die dann wie gewünscht um 25 % auf 100-120 km hochschrauben zu können. Ich hatte mich für die 6-Tage-Version entschieden (einen weiteren Tag Training in nur eine Minute weniger zu investieren erschien mir nicht effektiv genug) und auch schon ausprobiert, ob das zu schaffen ist, ohne sich über Gebühr zu strapazieren. Ich brach die Form herunter, indem ich nur noch im GA-1-Bereich lief und 1x die Woche 1000er Tempoläufe einstreute. Letzten Montag ging es endlich los. 15 km Tempodauerlauf mit 2-3 km Ein- und Auslaufen waren angesagt. Abgesehen davon, dass ich hätte um 7 Uhr loslaufen sollen, weil es um 9 Uhr schon wieder ekelig sonnig war, lief alles prima. Bis Dienstag Morgen. Meine Oberschenkel fühlten sich an wie die von Erik Zabel. Äh???? Ich bin schon halbe Marathons schneller als Montag gelaufen und habe mich nie so ausgeschieden gefühlt. Aber schon am zweiten Tag passen? Nä! Außerdem standen ja nur 15-20 km extensiver Dauerlauf auf dem Programm. Als ich am Laufen war, ging es eigentlich. Ich biss danach die Zähne zusammen und brachte im Laufe des Tages nach 4 Stunden Stehen im Laden noch 2 Ladungen Wäsche in den zweiten Stock meines Hauses. Morgen also 6x 1000 Tempoläufe, na, gute Nacht. Aber am nächsten Tag war es schon besser und während der 1000er spürte ich nix, nur während des Zurücktrabens machte die obere Muskulatur in den Oberschenkeln noch immer "bunk-bunk". Donnerstag war Ruhetag. Todlangweilig. Auch mein Job konnte mich nur mäßig trösten. Das Wetter war soo gut (bedeckt und 22° C)... Aber es lohnte sich, weil am Freitag alles weg war. Unglaublich! Nachdem ich nochmal 15 km extensiv lief und bei Jogmap eintrug, fiel mir auf, dass der Herr Greif wohl das Ein- und Auslaufen und die Trabpausen nicht in seine Kilometervorgaben pro Woche einrechnet (ich schon - bei Autos schaltet sich ja der Kilometerzähler auch nicht aus, wenn man unter 30 fährt!), denn ich hatte schon vor dem morgigen 35-km-Lauf 70 Wochenkilometer stehen und sollte ja am Sonntag noch 15-20 km regenerativ laufen! Der 35er lief eigentlich ganz gut, auch wenn ich bei Kilometer 3 auf den einzigen Kienapfel trat, der da lag, umknickte und meine geplante Waldstrecke ad acta legte. Ich suchte mir eine lange, lange Straße und lief bis die Uhr 17,5 km zeigte, dann drehte ich einfach um und lief zurück. 7 km vor Schluss schoss ich bei einem EDEKA-Markt durch die Regale, schnappte ein stilles Wasser und einen Red-Bull-Shot und lief an der Kasse auf einen Wochenendeinkauf auf. Also trank ich schon mal alles aus, um Zeit zu sparen. Auf dem letzten Stück habe ich schon mal überlegt, ob ich nächste Woche die letzten 3 Kilometer beschleunigen könnte. Darüber vergaß ich mal kurz, dass das erst nächste Woche auf dem Programm steht und zog die Handbremse an, um locker nach Hause zu fluppen. Die Oberschenkel spürte ich heute morgen zwar schon wieder, aber nach dem regenerativen Läufchen bin ich guter Hoffnung, morgen die 10 km Tempodauerlauf zu überstehen. Irgendwann muss es doch auch mal aufhören! Oder etwa nicht?????

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Wir können ja nach der Halbzeit noch mal berichten...

... dann fängst du aber an :)
Get faster or die trying

Ich wünsche euch

eine verletzungsfreie Schlacht um die km und vor allem das Erreichen eures Ziels!

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