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Wer hat's erfunden? Nee, Klada war es nicht, er hat die Lektion von Kilian. Aber Klada hat ihn angewandt und hier davon erzählt. Gelesen hatte ich davon schon vorher, aber angegangen bin ich ihn noch nie. Warum sollte ich ihn nicht mal probieren, den verical-k, einen Höhenkilometer auf möglichst kurzer Strecke? So gut in Form wie Klade bin ich bei absolut nicht, schließlich wird er den TAR angehen und hat systematisch auf das Ziel hin trainiert. Ich bin derzeiz eher freistilmäßig unterwegs.

Eine passende Strecke? Da war mal was, als ich ein paar Nebenwege meiner Lieblings-Pfälzerwaldstrecke erkundete. Knackige Anstige, ein paar anspruchsvolle Pfade und ein paar Waldwegstücke. Der Einstieg war klar, von Fragmenten der Strecke hatte ich noch Bilder im Kopf. Würde ich die gesamte Strecke wieder finden?

Von daheim los kam ich später als beabsichtigt, ob es reichen würde, das Programm durchzuziehen und wieder daheim zu sein, bevor die Kids zu Bett müssen? Eher nicht. Gar nicht probieren ist aber auch keine Lösung.
Am Ort des Geschehens erst mal ein kleines Warm-up von einem guten Kilometer Länge, dann die Uhr auf 0 zurückgedreht.
Zur Burg hochgelaufen bin ich schon x-Mal. Da kenne ich schon fast jeden Stein. Ok, der Baum, der ein Opfer eines der letzten Gewitter geworden war und teilweise über dem Pfad lag, war neu. Gleich nach der Burg in den erst einmal von mir belaufenen Pfad eingebogen, praktisch den kurzen Weg den Berg hoch. Der Pfad stieß auf einen Weg. Musste ich rechts oder links? Wahrscheinlich links. War damals wirklich so ein langes Stück, das schon fast als flach durchgehen kann? Muss man eben schneller Laufen.
Eine Wegverzweigung kam mir bekannt vor. Wieder: Rechts oder links? Dann wieder in den Wald abtauchen. Hier muss vor Kurzem eine größere Rotte Wildschweine den Wald gepflügt haben. Auf der Kuppe war ich auch schon mal, wie bin ich damals weitergelaufen? Hier schlug ich heute die falsche Richtung ein. Querwaldein durch eine Senke, die nächste Kuppe hoch, wieder runter, dann ein Weg. Auf dem Weg um die Kuppe. Das wird nie ein Vertical-K, dazu stimmt schon wieder das Distanz-/Höhenverhältnis nicht, war meine Erkenntnis.
Ich kam an eine Verzweigung, die mir wieder bekannt vorkam. Welchen Weg ich dort nehmen musste, war klar. Weiter oben kam ich an die "Brennnesselschneise" die noch deutlich in meiner Erinnerung ist. Noch ein paar Höhenmeter, dann war ich auf dem Gipfel, am Turm.
Kurz bevor ich auf dem "Top of the tour" war, erreichte mich ein Anruf. FrauCherry hatte mehr als üblich mit der Löwenbändigung zu tun, war etwas genervt. Ich: "Ok, ich beeile mich".
Talwärts fand ich einen guten Pfad, um die Brennnesselschneise zu umlaufen. Dann wieder durch Forstschneisen mit altem Astholz, das von der letzten Holzernte übrig geblieben war. Das schult die Koordination, kann nie schaden.
Die Schneise machte dann eine Kurve. "Hm, die Richtung kann nicht stimmen." Also bin ich in einen unscheinbaren Pfad eingebogen, der verlor sich im Nichts. Also wieder querwaldein talwärts bis zum nächsten Weg. Der führte wieder zu weit um den Berg. Cherry peilte die Richtung und lief wieder cross durch die Pampa. Ich kam an einen Weg, der ein Teil meiner Lieblingsrunde ist. Also Tempo weiter hochfahren und den Berg auf den vertrauten Trails runterkacheln. Boah war das g**l, nicht nur das runterbrettern, die gesamte, improvisierte Tour.

Ohne das Warm-up und das Cool-down waren es gerade mal 8 km mit rund 450 Höhenmeter, wofür ich 1:03 Stunden unterwegs war. Ist zwar mäßig, für die Crossanteile allerdings vollkommen ok.

An dieser Strecke muss ich noch etwas feilen, um sie vertical-k-tauglich zu machen. Das muss allerdings etwas warten, denn ab sofort hat das Tapering "allerhöggschde Brioridääd". Einen Grund für einen Vertical-K gibt's bestimmt bald wieder.

cherry65

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radikal vertikal

Das Schöne am Vertikalkilometer ist ja - wenn die Strecke ein technisch halbwegs anspruchsvolles Gelände hergibt – dass man so schön runterkacheln kann. Mal springen, mal kurze, mal lange Schritte machen, mal kurz vor dem Herzkasper stehen, wenn man ins Stolpern gerät. Manchmal breite ich sogar die Arme aus und mach' einen auf Segelflieger, nur weil's so schön ist.

Bin gespannt auf deine weitere Streckenoptimierung. Meine werde ich übrigens morgen ganz früh ausprobieren ...

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

Oh, Du wirst schon einen Grund finden,

ganz sicher. Hauptsache nicht der, sich vor dem Zubettbringen der Zwillinge zu drücken;-)
Jep, in den Bergen kann man sich bestimmt sofort verlaufen. Ob die Strecke bekannt ist oder nicht. Witzig, wenn ich mir das für meine Heimat vorstelle. Wo es flach ist, kennst du wirklich nach kurzer Zeit jeden Weg, jeden Baum und jeden Grashalm.
Tame:-)
BORN - denn sie wissen nicht was sie tun!

Höggschde Disziplin!

Reschbeggt, dass du noch auf 8 km gekommen bist! Aber kann man da überhaupt noch laufen? Bei der gestrigen Runde auf der Schwäbischen Alb hatten wir ja auch solche vertikalen Rampen drin. O.k., Vex und Ianbanks können das, denn die haben diese Fähigkeit schon mit der Muttermilch aufgesogen und du bist eh 'ne begnadete Gemse, während ich fast schon auf allen Vieren da hochkrabbeln musste! ;-))

Für's kommende WE viel Erfolg und gutes Durchkommen!

:-)

Da darf ich jetzt eine Lanze für Cherry brechen

denn davor drückt er sich garantiert nicht!
Auch da gilt bei ihm höggschde Diziplin!
;-))

Das glaube ich

Dir sofort;-))

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