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Hallo,
in der aktuellen Ärzte-Zeitung ist online ein Artikel zur übermäßigen Flüssigkeitsaufnahme (Überhydrierung) bei Sport.

Artikel Ärzte-Zeitung

Herzliche Grüße,
waldboden

Ich habe es gewusst. Ich

Ich habe es gewusst. Ich laufe, ausser bei Intervallen, ohne Getränk los. Ist auch gutes mentales Training, probiert es mal öfters aus, sterben tut man daran ja nicht, wie es mal wieder bewiesen wurde.

Gruß
Sven

http://www.facebook.com/RunningSven

Sehr interessanter Artikel

Hallo Waldboden,

schön, dass du das veröffentlich hast.

Ich denke auch, man sollte auf sein Gefühl hören. Und wenn man gut hydriert in den WK geht, braucht man auch nicht wirklich so viel zu trinken.

Manchmal reicht es einfach, den Mund mal zu befeuchten oder das Wasser über den Kopf zu schütten.

lg us em Aargau
Ute

Laufen berührt die Sinne, verwöhnt unsere Seele und macht uns stark, das Leben in allen Situationen anzunehmen.

Danke

für den Link!!

Wenn ich schon seh, das 10KM Läufer nach 5 KM nach der Wasserflasche und dem Energieriegel greifen, dann versteh ich das auch nicht mehr!

GT

Spendenaktion

Augenmaß

Erst einmal danke für den Link.

Ich nehme im Training erst ab Strecken > HM etwas zu trinken mit. Auch bei einem HM-WK trinke ich meist nichts. Bei den letzten langen (3x) Trainingsläufen am WE habe ich auch keine Kohlenhydrate mehr mitgenommen (Marathon-Vorbereitung).

Wenn ich aber bei den langen Läufen sehe, wie salzig meine Haut wird, liegt eigentlich auf der Hand, dass normales Leitungswasser (salzarm) nicht das richtige Mittel der Wahl sein kann. Bei Steffny gibt es eine gute Beschreibung für eine brauchbare und gesunde Getränkemischung die u.a. eben auch Salz enthält.

ich bin Vieltrinker...

...und im Sommer gehe ich fast nie ohne Wasser auf die Piste.
Muss nicht superviel sein - aber immermal ein Schlückchen in und auf den Kopf tut mir extrem gut.
Wenns so warm ist wie z.B. gestern, gibts zum Start auch mal ein Salztablettchen, und hinterher 'ne Ladung Salz extre aufs Essen.
Zuwenig Wasser macht bei mir nämlich tierische Kopfchmerzen.

Nichts neues - und das wichtigste "fehlt"

Aloa,

das ist ja nun wirklich nichts neues - zumindest in Medizinerkreisen.
Mit meiner Holden (ist Intensivmedizinerin) habe ich da schon vor Jahren drüber gesprochen, wobei sie da bei mir ohnehin offene Türen einrannte, denn ich sag ja schon immer: Wer immer viel trinkt muss auch immer viel trinken.

Das Wichtigste kommt aber bei dem was Du schreibst (und auch in dem Artikel) zu kurz:
Das Problem ist nämlich nicht in 1. Linie das viele trinken, sondern die geringe Mineralienkonzentation des Getrunkenen.
Auf diese Weise wird der Flüssigkeitshaushalt des Körpers regelrecht verdünnt, die Konzentration an Salzen wird zu niedrig - mit fatalen folgen.
Daher ist folgender Teil des Artikels der wichtigste:
"Er empfiehlt ein anderes Mischungsverhältnis, etwa mineralstoffreiches Mineralwasser, Apfelsaft und Traubensaft im Verhältnis 6:2:1".
(Hervorhebung von mir. Ich hoffe, diese kurze Zitat ist mir erlaubt?)
Das zeigt auch, wenn auch leider sehr implizit, dass diese ganzen "modernen", "modischen" Wässerchen mit möglich geringem Natrium- & auch sonstigem geringen Mineraliengehalt ("weiches" Wasser) für Sportler eher mäßig geeignet sind.

Es geht also sicherlich (auch) um das "Wieviel" - wichtiger ist aber noch das "Was?"

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

Zuviel Kranenburger

ist vielleicht nicht gesund.
Habe Samstag ca. 6 l getrunken, davon gut 3 Liter Mineralwasser, ca. 1,2 l leicht gesüssten Zitronentee mit ner Prise Salz, morgens eine grosse Tasse schwarzen Tee.
Der Rest verteilte sich auf diverse Getränke, allesamt mit Mineralien.
Ich trinke immer viel und kann bei langen Läufen nicht einfach drauf verzichten, dann kippt mein Kreislauf aus den Latschen und Kopfschmerzen wie bei WWConny gibt es auch.
Ich mache weiter wie bisher, bin ich bisher gut mit gefahren, bzw. gelaufen.

LG,
Anja

Passend dazu

heute auch ein kleiner Artikel auf süddeutsche.de
href=http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/unnuetze-isotonische-getraenke-was-sportler-trinken-sollten-1.1433154

Selbst trinke ich auch immer wenn ich Durst habe. Beim Laufen eigentl. nie, bin aber noch nie über 15 km gekommen ;) . Aber danach ist dann ein Liter so gut wie nichts ^^ .

Stimmt, ...

... nix Neues.
Und im Winter gehen auch 40km-ldl locker ohne Trinken. Es ist sehr sinnvoll danach Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
Bei über 30°C (im Schatten gemessen) war ich allerdings schon Froh einen Trinkrucksack mit reichlich 1,5l Wasser bei mir zu haben. Die waren nach 25km (inkl. reichlich Höhenmetern und praller Sonne) dann auch alle. Ich übrigens auch.
Wichtig ist sicherlich zudem der Unterschied Wettkampf oder Trainingslauf. Auf nem 10er Wettkampf ist es schick bei km5 ein paar Tropfen Wasser in den Mund zu bekommen. Natürlich geht es auch ohne. Bei einem 10km-Trainingslauf würde ich im Leben kein Wasser mitnehmen. Würde? In Bangkok hätte ich dies doch tun sollen. Da war ich bereits nach 5km platt wie ne Flunder. Hatte kein Wassertaler und kein Wasser bei. Dumm gelaufen. Da ging es ohne Pause nicht ab. Nein, ich bin nicht dehydriert zusammengebrochen. Aber ein Leistungseinbruch war auf dieser Kurzstrecke definitiv da. Eventuell hätte da aber auch lediglich Wasser auf den Kopf zur Kühlung des Körpers gereicht. Möglich.
In Summe ist es nicht neu und völlig richtig, dass man auf sein Körpergefühl hören sollte und da auch Erfahrungen sammelt. Manche Erfahrungen kann man von anderen erhalten. Die anderen lernt man halt manchmal schmerzhaft am eigenen Leib.
;-)
PS: Weil es in Kommentaren mit erwähntz wurde: Im Training favoriesiere ist ausschließlich Wasser während des Laufens. Da gibt es auch auf 40km-Trainingsläufen nix zu futtern. Und meist vorher auch nicht. Dann läuft der Diesel wenigstens beizeiten an und mit dem daraus resultierenden etwas geringeren Leistungslevel kann ich gut leben. Im Wettkampf wird ja zugefüttert.

DonCarracho

Beitrag fand ich auch ziemlich gut.
Mich würde in dem Zusammenhang interessieren ob es ähnliche Studien im ultrabereich gibt.
Ich bin auch einer der bis HM nichts trinkt, beim Ultralauf fang ich aber nach 10 km bzw nach einer Std an zu trinken.

Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg! Calvin O. John

Genau!

DAS ist der eigentliche Fehler. Nicht zuviel Wasser, sondern zuwenig Salz.
Insbesondere die trendigen französchen Quellwässer sind da extrem kontraproduktiv.
Danke, Don Carracho, für diese Ergänzung!

Sch..ß ...

... auf Studien.
Ich denke wir machen da auch ohne Studien alles richtig. Beim Ultra hast du aber auch die Zeit mal fix 3m weg von der Strecke ungestört Pipi zu machen. Das Wasser will manchmal auch wieder raus. Beim Berlin-M ist das mit dem ungestört dann eher so ne Sache.
Und Salz gibs eh bei nem Ultra immer in der eigenen "Zufütterung". Bis M sollte das auch im Wettkampf noch ohne gehen. Was ich mich da immer wieder frage ist die Menge an Salz bei nem Ultra. Wie wirkt zu viel Kochsalz? Was ist zu viel? Wie merkt man das? Ich hab mir beim Rennsteig (72km) über die reichlich 6h auch schon jede Stunde zwei Schwedentabletten eingeworfen. Macht 10-12Stk. im Lauf. Nebenwirkungen? Keine Ahnung.
Und ich denke in den Gels ist nicht genug Salz. Jedenfalls haben mich beim Albmarathon bei km40 doch leicht Wadenkrämpfe ereilt. Da hab ich kein Salz gefuttert und nur auf das Salz in den Gels gehofft... Ging schief. Oder lag nicht an den fehlenden Mineralien? Wer weiß das schon.
;-)

ein Utra-laufender Apotheker...

...hat mir mal empfohlen, Oralpädon mitzunehmen. Da gings um den Rengsdorf-Ultra (50 km mit ca. 1000 Höhenmetern am Vatertag - also warmes Wetter).
Er sprach von einem Päckchen in einer kleinen Trinkflasche, woraus dann an den Verpflegungestellen jeweils bissel was getrunken werden soll und dazu das dortige Wasser.
Ob das jetzt wissenschaftlich fundiert war oder auf seinen Erfahrungen beruhte, kann ich Dir leider nicht sagen.
1 Päckchen Oralpädon enthält: 0,47 g NaCl und 0,3 g KCl (und bissel Zuckriges)
1 Tablette Schwedensalz: 0,25 g NaCl
Hmmm, hilft Dir jetzt wohl auch nicht wirklich weiter. Ich denke mal, es kommt auch aus sonstige Essen (bzw. dessen Salzgehalt) an, was "zuviel" oder "zuwenig" ist.
Zum Bedarf hab ich auf die Schnelle das hier gefunden.
Deine 10-12 Schwedentabs am Rennsteig sind da sicher ok.

Beste Grüße, Conny

Ja, für viele von euch...

...mag es stimmen, dass auch beim HM noch kein Wasser notwendig ist. Viele von euch sind aber auch deutlich schneller unterwegs als z.B. ich und dementsprechend früher fertig. Wenn ich 21 km LDL mache, bin ich halt an die 3 Stunden unterwegs und hab dementsprechend reichlich Zeit zum Schwitzen. ;-) Ich persönlich nehme ab 10, 12 km Wasser mit Salz mit. Im Sommer. Bei kühlen Temperaturen gehts auch 15 km lang gut ohne, aber da war dann auch Ende, da gings mir hinterher mies. Kopfschmerzen, Kreislauf, ein Gefühl wie besoffen, das muss ich nicht haben.
Im Wettkampf trinke ich auch gern auf 5 km ein wenig. Schlicht weil ich mich mit trockenem Mund unwohl fühle. Und auch bei Längerem mag es sein, dass leichte Dehydration nicht die Leistung schmälern würde, aber ich hab einfach keine Lust, mich unwohl zu fühlen, und leiste vermutlich auch mehr, wenn ich mich halbwegs wohl fühle.
Das Wichtigste wurde bereits gesagt, Salz ist eminent wichtig. Aber es wird einem heutzutage oft eingeredet, Salz sei was absolut Schädliches. Das finde ich gefährlicher als das Salz selber. ;-)

Ja, solange ist´s noch nicht her...

...daß es hieß "trinken! trinken! trinken!" und auf keinen Fall auf den Durst warten, denn wenn man den spüre, wäre man schon halb tot.

+ + +
Vergesst nicht den Hund!

Mao Tse Tung

natürlich, du hast vollkommen recht!

... man muß die gelaufene Zeit, nicht die km betrachten. Wenn ich schreibe 30km meine ich um 3h.
@conny: die Hausnummer paßt doch. Also ist sie empierisch richtig.
;-)

man

muss sich doch nur mal auf seinen gesunden Menschenverstand verlassen. Hast du Durst? Trink, nicht sauf! Du merkst, dass du salzig bist und weiße Ränder auf der Haut hast, nimm Salz. Du hast getrunken und dein Bauch gluckert? Feuchte nur den Mund an und trink erst wenn dein Bauch nicht mehr gluckert...Für Technikfreaks gibts ja jetzt den iDrink. Schon gehört? Da schluckt man vor dem Lauf einen kleinen Sensor und der funkt ans iPhone oders iPad den aktuellen Flüssigkeitsbedarf- besonders gut für iDioten:) oder dAppen.

...pain only hurts...

Hmmm... was denn jetzt?

Danke für den Link auf den Artikel.

"Schröder hält schweißbedingte Wasserverluste von bis zu maximal zwei Prozent des Körpergewichts, das sind etwa 2,5 Liter bei einem 70-kg-Sportler, noch für akzeptabel."

???

Es bleibt am Ende der Eindruck, dass es leider ein Artikel ist, der nicht (deutlich genug) sagt, wie man es richtig macht, sondern nur, was falsch ist. Denn nicht das (zuviel) Trinken ist alleiniger Auslöser für die Beschwerden, sondern vor allem die Getränkeauswahl /-zusammenstellung. Danke den Beteiligten für die Vervollständigung.

Jetzt wo du es sagst...

...2,5 kg sind 2 Prozent von 70 kg, das ist mathematisch wirklich interessant. *g*

@Flitzezahn Dein Zitat und

@Flitzezahn
Dein Zitat und das Buch sind ja wieder Guruismus, äh Lobbyismus pur! Selten so einen horrenden Quatsch gelesen!
Der wird auch nicht wahrer wenn er x-mal zitiert wird!

Kilometer seit 01. Januar 2010:

*Prust*

... ist die Onlineanmeldung für den iDrink eigentlich schon offen?
Wo gibts den App?
Will auch unbedingt haben.
Da wurde endlich mal was vernünftiges entwickelt.
Dnake Mainrennerin für den Tip!
;-))

Interessante Aussage in der SZ

Wer den oben verlinkten SZ - Artikel nicht lesen will, hier eine der interessantesten Aussagen daraus, Zitat:
"Dass Sporttreibende mit irreführenden Informationen geradezu bombardiert werden, liegt an einer seit den 1970er Jahren anhaltenden Kooperation von nicht ganz unabhängigen Wissenschaftlern und kreativen Marketingexperten ..." 

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/unnuetze-isotonische-getraenke-was-sportler-trinken-sollten-1.1433154-2

Und noch ein bemerkenswerter Leserkommentar zu oben zitierten Artikel:
Wanninger von der Au 
schreibt:
Eine Ursache solcher Pseudostudien ist unsere Wissenschaftspolitik. Unsere Forscher sollen sogenannte "Drittmittel" "einwerben". Das heißt, sie SOLLEN sich, das ist politisch so gewollt, von der Politik kaufen lassen. 
Dass viele auch noch käuflich sind, ist ein anderes Problem. Es ist eben auch nicht mehr anrüchig, sondern zur Selbstverständlichkeit geworden.
Eine Wissenschaftsfinanzierung, die den Forschern tatsächliche wissenschaftliche Freiheit gibt, unabhängig zu arbeiten, könnte das Problem wenigstens teilweise lösen.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/unnuetze-isotonische-getraenke-was-sportler-trinken-sollten-1.1433154-3

So ist das in vielen anderen Bereichen auch! Leute verwendet die Methode GM *) und gebt dem Guruismus keinen weiteren Nährboden!

*) Gesunder Menschenverstand

Kilometer seit 01. Januar 2010:

@mainrenner ( iDrink)

***** (fünf Sterne)
Hoffentlich hast Du Dir das patentieren lassen, oder Dir zumindest die Vermarktungsrechte gesichert ;-)

Kilometer seit 01. Januar 2010:

Eigentlich nichts Neues

Der Artikel in der Ärtztezeitung stellt eigentlich nichts Neues dar. Es entstehen immer wieder lebensbedrohliche Zustände durch zu viel Trinken beim Sport. Vor ca. einem Jahr las ich mal einen Artikel über jemanden, der beim HM fast 2 l Wasser trank und dann im Ziel einen Herzstillstand erlitt, zum Glück konnte er reanimiert werden.

Leider lässt sich wenig bzw. angemessen trinken nicht gut vermarkten, deswegen liest man so wenig darüber und deswegen sind so viele "Flaschenkinder" unterwegs.

Kilometer seit 01. Januar 2010:

Danke ...

für die verlinkten Artikel und die gute Diskussion!

Fragen an Flitzezahn

Welche Elemente sind das, die noch im Steinsalz drin sind, wieviel davon braucht der Körper und wofür und wo gibts das Zeug?
@micha: Guruismus isses klar. Aber vielleicht kannst auch Du mal begründen, was genau am Gesagten der Quatsch ist.

nach Kenntnis (statt Ahnung) suchende Grüße, Conny

@WWConny: über den Quatsch

@WWConny
Zitat "Schüssler Salze Buch" was ist falsch?
"Falsch" sind dort vor allem die konstruierten Zusammenhänge in Verbindung mit markig formulierten Weisheiten ("Der heutige hohe Salzkonsum gilt als gesundheitsschädlich"). Man baut eine Scheinargumentation auf, um so den Leser für das eigene Produkt zu interessieren.

Falsch ist: "Seit der Industrialisierung wird das natürliche Salzgemisch chemisch gereinigt, so dass wir reines Natriumchlorid verwenden, das Ferreira als Zellgift u. aggressive Substanz bezeichnet. ".

"Zellgift" soll die schädliche Wirkung dramatisch stark hervorheben, aber eigentlich ist Natriumchlorid ja essentiell. Komisch nur, dass die Autoren offensichtlich Interesse haben, dieses Zellgift zu verkaufen ;-). Das Wort „aggressiv“, zutreffen z.B. bei der Wirkung auf Metalle wird hier unzulässig verallgemeinert und quasi missbraucht, auch wieder um eine bestimmte Wirkung beim bildungsfern aufgewachsenen bzw. bildungsfern lebenden Leser zu erzielen.

Raffinieren von Salz ist an sich eine keine chemische sondern eine physikalische Behandlung.

Außerdem ist bei Steinsalz der Anteil von Fremdsalzen, den die Autoren für so wichtig halten, ziemlich gering (im unteren einstelligen Prozentbereich). Legt man die essentiell notwendige Menge (hier wurden 0,2 Gramm empfohlen) zu Grunde, ist der für so ungeheuer wichtig erachtete Anteil der Begleitsalze verschwindend gering. Werden größere Mengen konsumiert erhöht sich der Anteil des "Zellgifts", ob unter diesen Umständen die paar Milligramm Spurensalze rettend wirken darf in diesem Zusammengang bezweifelt werden. Unterschlagen wird auch, dass es noch andere Quellen für Spurenelemente, wie Trinkwasser, Getränke i. allg. und Nahrungsmittel gibt, die eine größeren Einfluss haben als die geringe Menge im Salz, dass man ohnehin nur in geringen Mengen zu sich nehmen soll.

Richtiger Quatsch:
"Dies hänge damit zusammen, dass der Körper für jedes Gramm Kochsalz, das er aufnimmt, 23mal mehr Flüssigkeit in den Zellen brauche als bei Kristallsalz."
Den Doktoren ist offenbar entgangen, dass sich das (Stein-) Salz, zu 99 % aus Natriumchlorid bestehend, in dissoziierter Form im Körper bewegt und die ursprüngliche Form der Bindung im Feststoff überhaupt keine Rolle mehr spielt. Den Ionen ist nun wirklich egal, wie sie vorher (!) gebunden waren, sie machen nun was sie wollen / oder sollen ;-).

Ohh ich glaube ich muss aufhören, sonst bekomme ich noch Bluthochdruck vor lauter Ärger ;-).

Kilometer seit 01. Januar 2010:

@micha06

...schön zusammen geschrieben!

Nimmst du evtl. zuviel Salz zu dir?

Das soll auch Bluthochdruck förderlich sein. :-)

"Ein Leben ohne Salz ist denkbar, jedoch sinnlos"

Schleswig-Holstein im Herzen,
BORN im Kopf

Danke Micha!

Ich glaub, ich gehe manchmal doch etwas zu blauäugig durch die Welt.
Erleuchtete Grüße, Conny

@Conny: Du und blauäugig?

Du und blauäiugig?
Den Eindruck hatte bisher nicht, habe eher das Gegenteil angenommen.

Gruß
Michael

Kilometer seit 01. Januar 2010:

stimmt.

Die Augen sind grau ;-)

@all: Der Salzskandal und die Lehren

@all: Der Salzskandal und die Lehren daraus

Der Fall Salz ist noch schlimmer als von mir befürchtet. Es lassen sich gute Parallelen zur Sportgetränke und Sportartikelindustrie bzw. deren Lobby und deren bezahlten bzw. selbsternannten, freiwilligen Gurus (wie Flitzezahn hier) ziehen.

Wie schlimm das ist erkennt man, wenn man nach "Salz", "Speisesalz" o.ä. goggelt. Man findet hierzu immer noch überwiegend Artikel von Esoterikern, obwohl die Geschichte schon ca. 10 Jahre her ist.

Über die oben erwähnten Doktoren habe ich noch einen Artikel gefunden:
http://www.focus.de/kultur/leben/trend-weisses-gold-des-himalaja_aid_203729.html

Besonders bizarr Herr Peter Druf Alias Dr. Peter Ferreiras. Sehr lehrreich dieser Artikel :-D.

Ach ja, zu dem vielgepriesenen Himalayasalz steht auch was auf Wikipedia, hätte gar nicht so viel schreiben müssen.

Wikipedia "Wirkweise Himalayasalz"

Der folgende Punkt "Kritik" ist auch lesenswert.

Eigentlich müsste man die hier verlinkten Literaturstellen zur Pflichtlektüre aller Guruismus anfälligen machen ;-)

[Edit, 2012-08-14: einige Fehler beseitigt]

Kilometer seit 01. Januar 2010:

in Hessen

haben wir, modern wie wir sind, Achtung jetzt kommts: APPler,
von dem man auch nicht zu viel trinken sollte...pain only hurts...

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