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Unser neuestes Familienmitglied heißt Luigi, ist 1,20m groß und wiegt 47kg. Luigi baumelt etwas schlapp auf dem Balkon und wartet darauf verhauen und getreten zu werden. Schatz hat mir tatsächlich zum Geburtstag einen heimlichen Traum erfüllt. Einen Boxsack. Meine innere Schweinehündin Lisa hat ganz grosse Augen gemacht und ist begeistert um Luigi herumgejagt.

Luigi wird jetzt in mein Trainingsprogramm eingebaut, das mich in die Form meines Lebens bringen soll. Statt dem immer gleichen Schattenboxen (Tae Bo) wird jetzt neben der Technik zusätzlich auf Schlag- und Trittkraft trainiert. Eine geniale Ergänzung zum Laufen.

Die ersten 6 Wochen funktionales Training auf dem Weg zur Form meines Lebens liegen inzwischen hinter mir. Mit guten Erfolgen. Der schwere Notebook Rucksack schultert sicht jetzt lässig und ist gefühlte 3 kg leichter. Ich bewege mich achtsamer und erkenne in vielen Alltagsbewegungen die neu eingeübten Bewegungsmuster. Fehler sehe ich dabei schnell und kann sie korrigieren. Meine Nacken- und Schulterbeschwerden sind fast völlig weg. Auch wenn die funktionalen Bewegungsabläufe noch nicht ins Unterbewusstsein programmiert sind, bin ich doch recht zufrieden mit den Fortschritten. Und immer neue Übungen aus den weiterführenden Lektionen meines Trainingsbuchs lassen keine Langeweile aufkommen.

Da sollte man auch meinen, dass das Laufen langsam wieder leichtfüßig wird. Das dauert aber wohl noch etwas. Denn jede Steigerung meines funktionalen Trainings bezahle ich mit Muskelkater in neuen Muskelgruppen, die ich so noch nicht kannte. Seit neuestem sind wohl auch die Waden und vorderen Oberschenkel verstärkt eingebunden. Von meinen Rumpf- und Schultermuskeln rede ich gar nicht erst. Da fliege ich leider noch nicht so leicht über die Strecke. Trotzdem tolerieren meine zickigen Sehnen inzwischen wieder 3x die Woche 30-minütige Läufe. Weg ist die Reizung der Tibialis posterior aber leider noch nicht. Radeln ist deswegen noch auf kurze Stadtfahrten begrenzt.

Meine innere Schweinehündin Lisa darf mir immer noch schwanzwedelnd den Schlingentrainer bringen oder mich am Hosenbein zupfend zu Luigi ziehen. Wir sind uns einig, dass sich in Laufpausen neue Leidenschaften entdecken lassen, die später auch mit wieder steigenden Laufumfängen verbunden werden können. Die Prioritäten werden sich dann wieder verschieben. Aber das ist auch kein Problem, wenn die Form meines Lebens erst einmal erreicht ist und „nur noch“ gehalten werden will.

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Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

hey, coole sache, das mit

hey, coole sache, das mit dem boxsack!!! ich freu mich für dich!

und, ich gratuliere dir (nachträglich?) zum geburtstag, wünsche dir alles glück der welt und viel, viel gesundheit!

ich finde es total klasse, wie du dein sportprogramm durchziehst. es ist spannend zu erleben, was der eigene körper kann, wie er sich entwickelt, was er für potentiale hat.
ich wünsche dir weiter viel erfolg auf dem weg zur form deines lebens.

liebe grüße - christiane

Ich möchte nicht wissen

wie schnell und vor allem elegant Du läufst, wenn Du die Form Deines Lebens erreicht hast;-) Bohr ej, bist Du fleißig!!! Aber den Boxsack hätte ich auch gern, hm...wem ich da gedanklich wohl alles schon verhauen hätte;-)))

Einen schönen Sonntag wünscht Dir
Tame:-)

Die mit dem Wind rennt :-)

Danke für die guten Wünsche. Und was soll ich sagen... ich komme gerade vom Laufen... leichtfüßig... knapp 40 Minuten locker unterwegs... Ohne Sehnengezicke...

Ich sollte mich umbenennen in "die mit dem Wind rennt". Nein, ich werde nicht gleich übermütig. Aber ich freue mich einfach, wenn es mal richtig gut gelaufen ist...

*mit-freu*

*mit-freu*

Cool, dass er 'nen Namen hat

Auch ich lese sehr gern über dein Sportprogramm und denke ständig, dass ich mir da mal 'ne Scheibe abschneiden könnte. Freut mich, dass Du so einen schönen Lauf hattest - das wird, mit der Form deines Lebens, wirste sehen!

LG
yazi

Das mit dem Namen...

Das mit dem Namen darf man nicht überbewerten. Als wir den Sack geholt und im Auto verstaut haben, mussten wir beide an den Werbespot (für was eigentlich?!?) denken "Luigi, man wendet sich nicht gegen Familie".

Luigi verstehe ich aber nicht als Gegner, sondern als unendlich geduldigen Sparringspartner. Wenn ich gedanklich jemanden verhauen möchte... was eigentlich seeeehr selten vorkommt, dann werde ich Luigi vorwarnen und mich schon mal prophylaktisch entschuldigen. Kampfsport ... auch wenn für mich nur zu Fitnesszwecken ... hat etwas mit Respekt zu tun. Und das schließt auch Familienmitglied Luigi ein.

Oh, ich wollte keineswegs unterstellen,

... dass Luigi der ist, der immer auf die Nase kriegt. Eher so, wie du das mit dem Sparringspartner erklärt hast. Und ich bleibe dabei: schön, dass er einen Namen hat :-)

yazi

Beruhigt.

Na dann bin ich beruhigt. Auch ein alter Sack wie Luigi hat nämlich Gefühle ;-)

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