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Heute vormittag war es soweit. Der erste Wettkampf am Vormittag zu Zeiten, wo man sonst sich dem Frühstück oder irgendwelchen dringenden Tätigkeiten in und um das Haus widmet.
Aufgeweckt wurde ich nicht durch den Wecker sondern durch ein anhaltendes Donnergrollen und da war es auch schon klar, dass die Luftfeuchtigkeit und Regenwahrscheinlichkeit bei nahezu 100 Prozent sein wird.
Katzenwäsche, Anziehen, Frühstück, Rucksack packen und Abfahrt nach Vöhringen an der Iller war immer noch von skeptischen Gedanken und S-Hundeangriffen geprägt. Als ich dann die Unterlagen erhalten habe, war immer noch Hoffnung auf Ende der Regenzeit... Und ausserdem: Bezahlt ist die Anmeldegebühr und als Schwabe macht man dann keinen Rückzieher mehr - es wird dann alles ausgekostet bis zuletzt.
Frühmorgens hatte sich herausgestellt, dass irgendwann gestern oder heute nacht die Batterie der Pulsuhr ihren Geist aufgegeben hat. Also ist ein kontrollierter Lauf wie gewohnt schon mal nicht möglich.
Der Start zum 10km-Lauf erfolgt dann um 09:30 Uhr mit einer Runde durchs Stadion, einer kurzen (aber sauberen) Strecke durch den Ort und dann am Kanal und an der Iller entlang querwaldein. Die erhoffte Idylle der Umgebung ist nicht zu erkennen, da meine Brille leider nicht mit Scheibenwischern ausgerüstet ist. Und die Augen und alle Konzentration gilt der Atemtechnik als Tempokontrolle (mangels Pulsuhr) sowie dem ausweichen der Pfützen. Das erweist sich um so interessanter, je weiter hinten man läuft, da aufgeweichte Stellen im Weg oder am Wegesrand schon mit vielen Spuren belegt sind.
Es gibt tatsächlich einige Zuschauer, welche an wenigen Abzweigungen anfeuern. Respekt - die werden auf jeden Fall auch nass...
Zwischendurch bei Kilometer 4 kommt das Gefühl, der Regen wird stärker, kann aber auch an den Bäumen liegen, die die Tropfen verstärkt auf ihre Opfer fallen lassen. Den schnellsten Läufern des Halbmarathons, die eine halbe Stunde vorher gestartet ist, sieht man an, dass deren verlängerte Strecke ebenfalls mit ausreichend Pfützen und Schlammlöchern versehen gewesen sind.
Aber ich gewöhne mich daran, dass der Regen bereits die Jacke durchtränkt hat (war also völlig überflüssig, erste Regenerfahrungerkenntnis) und die Zielgenauigkeit beim Pfützenspringen etwas nachlässt und die Schuhe bald voll sind wie der Illerkanal oder das Flussbett. Da diese Schuhe aber schon 4 Jahre alt sind, kann diese Grundwäsche nur nützlich sein...
Bei den Kilometermarkierungen zeigt sich, dass das Tempo etwa wie geplant ist (Pace 6:00). Vor der letzten Abzweigung nochmals die Schnürsenkel nachziehen, beim Verlassen des Waldes hat der Regen nachgelassen und ist fast bei Null.
Ein kurzer Endspurt beim Einlaufen in das Stadion ist noch drin, aber leider konnte ich die gesetzte Zielzeit nicht ganz erreichen: Netto eine Stunde und 9 Sekunden. Da wäre noch was drin bei besseren Temperaturen.
Nach der Dauerdusche im Freien ist das Duschen und Umziehen eine Wohltat, aber mein Fazit ist trotzdem:
Ich bin kein Regenfetischist. Nächstes Mal bei trockenem Wetter sehn wir uns wieder. Danke an die Organisatoren und Helfern.

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Ich

gratuliere trotzdem!
War wohl heute überall so? Ich habe heute Fahrradbegleitung gemacht und von den 2,5 Stunden sind wir 1,5 Stunden lang ersoffen... Und bei langsamem Fahren macht das echt keinen Spaß. Natürlich war wieder bestes Wetter, als ich unter der Dusche stand!

Werde auch kein Regenfetischist

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