Mir ist es nicht egal, ob meine Laufschuhe durch Kinderarbeit hergestellt wurden. Mir ist es auch nicht egal, welche Materialien verwendet werden und es ist mir auch nicht egal, ob Laufschuhhersteller die ArbeiterInnen gerecht entlohnen.

Adidas www.adidas.com B
Reebok www.reebok.com B
Puma www.puma.com B
New Balance www.newbalance.de C
Mizuno www.mizuno.eu C
Nike www.nike.com D
Asics www.asics.at E
Brooks www.brooksrunning.at E
Saucony www.saucony.at E

Einzig Adidas (Reebok gehört zu Adidas)gab in allen vier Anfragen einigermaßen substanzielle Antworten. Mit deutlichem Abstand folgten Nike und New Balance. Als völlig indiskutabel ist das Informationsverhalten der US-Hersteller Brooks und Saucony zu bewerten, die auf keine Mail-Anfrage reagierten. Brooks hat das Kunststück zuwege gebracht, auf der Homepage eine Mailadresse anzugeben, die offenbar gar nicht existiert.

so sind es vier Laufschuhhersteller, die auf ihren Websites ausführlich über Ethik-Belange informieren: Adidas, Nike, Puma und Reebok. Sehr wenig bis gar keine Ethik-Informationen werden auf den Websites der Handelskonzerne geboten, aber auch auf jener der Markenfirma Saucony.

Liebe Grüße

marv11111

Nun ja

aber was nutzen mir "ethisch korrekte" Schuhe, wenn ich nicht drin laufen kann??? Adidas ist bei mir absolutes No-Go, ich laufe nun mal am besten in Saucony und - seit neuestem - Puma!
ABer trotzdem danke für die Info!

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos!

Soweit sogut.

Jetzt hast Du erstmal Informationen von den Herstellern. Deren Wahrheitsgehalt kannst Du aber letztlich auch nicht überprüfen.
Viele Grüße, WWConny

Die Präzisierung der Kinderarbeit

So bitter es klingt, aber man sollte in unserer von europäischen Ethiken geprägten Gesellschaft die Kinderarbeit auch mal aus der Sicht der Kinder in der Dritten und Vierten Welt betrachten. Ein Tabu- und Pfui-Thema, ich weiß, aber gerade in Ländern wie Indien, Nepal, Bangladesch oder Nicaragua kämpfen Kinder um ihre berufliche Emanzipation, um ein Recht auf Arbeit...
Das Lemma muss also sinngemäß heißen, dass für diese Schuhe analog zu den Frauen keine Kinder ausgebeutet wurden.

Lateinamerika-Nachrichten

Ansonsten stimme ich mit Conny überein gemäß der Regel, traue keinen Statistiken/Aussagen etc, die du nicht selber manipuliert hast...

Tja, da gehen die Meinungen

Tja, da gehen die Meinungen ganz schön auseinander. Ich bin davon überzeugt, dass die Kinder a) nicht freiwillig arbeiten gehen, sondern gehen müssen um überleben zu können - hier der richtige Ansatz wäre doch wohl eher einen Rahmen zu schaffen, der der Entwicklung der Kinder mehr entgegenkommt als jener der Ausbeutung.
b) die die tatsächlich davon provitieren nicht die Kinder sind (was verdienen die Kinder??) sondern die Hersteller und c) die Kinder wohl als alles andere als Partner gesehen werden;
aus welchem Grund sollten die Kinder der dritten Welt nicht auch das Recht auf Kindheit und Entwicklung haben? Ist Armut ein Grund ihnen das abzusprechen?

zum Thema Statistik gebe ich dir schon Recht - möchte jedoch schon auch behaupten, dass es Institutionen gibt deren Zahlenmaterial es mir leichter macht es zu glauben, als wenn ein Ölmulti behauptet und dies mit eigenen zahlen versucht zu untermauern, dass für die Umwelt alles getan werde (jetzt mal verkürtzt gesagt)... klar, es bleibt in der www welt jedem selber überlassen was er glaubt und was nicht - Möglichkeiten der Recherche gibt es viele;

lg
marv

Ich weiß nicht...

...ob jetzt adidas oder brooks mit saudischen Ölmultis auf einer Stufe stehen oder nicht oder ob diese jetzt zu den Institutionen zählen, denen Du vertraust. Aber wie Du so schön oben erwähnst, wurde der "Test" offenbar durch Selbstauskunft (oder Nichtauskunft) der jeweilige PR-Abteilungen der Schuhhersteller erstellt. Sorry, aber dies und die Webauftritte der entsprechenden Firmen als Testgrundlage zu nehmen, ist ein bisschen einfach. Auch die Kritik, das nur 4 Firmen über Ethik auf ihrer Homepage berichten, ist natürlich bitter, wenn man davon ausgeht, dass es Vorschrift wäre, sie müssten davon gleich zwischen "Shop" und "Impressum" einen entsprechenden Eintrag platzieren. Welches Sprichwort gilt jetzt für die Firmen, die auf ihrer Homepage ausführliche Berichte setzen?
"Tue Gutes und Sprich darüber" oder "Getroffene Hunde bellen"? Tut mir leid, aber die Welt ist nunmal nicht immer Schwarz oder Weiß, die Guten und die Bösen. In Wahrheit ist die Welt eine Art schmutziges Grau, und wir dümpeln alle darin rum.

Ich glaube auch durchaus nicht, dass die Kinder freiwillig arbeiten. Mache ich schließlich auch nicht. Aber ich habe auch nicht behauptet sie würden dies tun, ich habe gesagt, sie dürfen nicht ausgebeutet werden, unerheblich ob finanziell oder gesundheitlich. Fakt ist aber, das die Mehrzahl der Familien in jenen Ländern ohne Einkommen ihrer Kinder schlicht nicht existieren könnten. Das sich das nur ändern kann, wenn in jenen Staaten ein dem unseren Lebenstandard ähnliches Niveau herrschen würde, ist wohl die einzige Lösungsmöglichkeit. Aber bis es so weit ist müssen selbsternannte Ethikvereine nach wie vor den PR-Abteilungen aller Konzerne auf die Nerven fallen.

Ich weiß nur

das NIKE damals für seine Kinderarbeit in Indonesien entlarvt worden ist. Da hat sich offenbar was geändert.

Begrifflichkeiten

"Hergestellt in" bedeutet nicht, dass 100% der Produktion in der genannten Region stattfinden.

marcus

Laufen in Leipzig (z.B. beim 10. Cross "Rund um den Bismarckturm" am 26. Juli

Meine 16,07 EUR

…2 Cents wären ja Ausbeutung.

Zu dem nicht verlinkten Beitrag von KI:
Sehr fragwürdige Methode. Meine netteste Kritik umfasst die Begriffe Faulheit und Bedarf nach Pressematerial.
Solch oberflächige Informationen helfen natürlich keinem Konsumenten weiter. Die Schlussfolgerung von Nicht-Antworten auf Kinderarbeit ist nicht legitim. Ich geb dem zdf und der Bild ja auch keine Interviews.

An alle: Das ist aber trotzdem kein Grund, hier Goebels zu zitieren. Könnt ihr natürlich gerne und so oft machen, wie ihr wollt, nur hoffe ich, dass ihr wisst was ihr tut.

Zum Thema Kinderarbeit als solches bin ich auf das Buch "Kindheit und Arbeit" von Manfred Liebel* gestossen. Darin wird sich ohne mitgebrachter Vorurteile einfach mit den Kindern als Akteure beschäftigt. Warum arbeiten sie? Welchen Nutzen ziehen sie daraus? Was entgeht ihnen? Welche Schäden erleiden sie?
Meine Meinung (sehr dünn recherchiert) ist aber auch, dass ein pauschales Verbot von Kinderarbeit zu sehr an der Lebenswelt der Kinder vorbeigeht.

Das Buch ist wahrscheinlich ein guter Ausgangspunkt für das Thema. Besser als eine öffentlichkeitswirksame Mitteilung, wo Großbuchstaben an Unternehmen gebapt werden.

Das Thema Arbeitsbedingungen ist davon losgelöst.

marcus

* Liebel, M. (2001). Kindheit und Arbeit. Wege zum besseren Verständnis arbeitender Kinder in verschiedenen Kulturen und Kontinenten. IKO-Verlag für Interkulturelle Kommunikation (Frankfurt)
* Liebel, M. (2008). Kinderrechte - aus Kindersicht. Lit Verlag

Laufen in Leipzig (z.B. beim 10. Cross "Rund um den Bismarckturm" am 26. Juli

naja

Dieser Verein ist sowas wie die Stiftung Warentest von Österreich, oder. Man kann von beiden halten, was man will, ein sicheres Standing haben sie - ist also nicht ganz selbsternannt.

marcus

Laufen in Leipzig (z.B. beim 10. Cross "Rund um den Bismarckturm" am 26. Juli

Mir ist das egal, ganz

Mir ist das egal, ganz ehrlich. Aber jeder sollte sich die Frage stellen: Was würden diese Kinder tun, wenn sie sich nicht durch das Herstellen solcher Produkte (natürlich unter menschenunwürdigen Bedingungen, das steht außer Frage und ist verachtenswert) Geld verdienen könnten? Sie würden schlicht und einfach verhungern. Es gibt in diesen Ländern einfach keine Sicherungssysteme für sozial Schwache, deshalb ist die Kinderarbeit dort nicht nur ein Fluch...

flamed mich jungs!

___________________________
SChwan
Still, still war die Nacht, nur reget sich sacht -
von Dunste bedeckt, ein See tief im Walde,
im Schilfe, die Schwäne, ihr Wehklagen hallte!

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