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Am Donnerstag war er nun, der Münchner Firmenlauf. Das Chaos, das ich mir ausmalte, wenn 30.000 Läufer, die sich im Großen und Ganzen nicht um eine sinnvolle Startaufstellung scheren, durch die Sträßchen des Olympiaparks geschleust werden, trat in etwa im erwarteten Ausmaß ein.

Ich war dann doch froh, dass mein einziger Rivale für den schnellsten Läufer der Firma nicht dabei war. Zwar ging mir dadurch die Motivation ab, leistungsmäßig wirklich alles aus mir raus zu holen, aber das war an der Stelle wohl besser so. Denn so sah ich das Hindernislaufen durch die Massen und die ständigen Rhythmuswechsel eher als sportliche Herausforderung, denn als Tempobremse.

Ich geb zu, dass ich den ein oder anderen schon mal leicht (!) angerempelt habe, um mich noch durch eine Lücke zu quetschen, aber da sind die Leute, die sich unbedingt im "Durchstarter-Block" (die 1000 vorderen Plätze, teurere Tickets) und dann nach 2km Gehen müssen oder die 6,1km in 50 Minuten joggen, dann meiner Meinung nach selber schuld.
Insofern gehöre ich vielleicht schon zu der Spezies, die andere als "Rowdys" bezeichnen würden (obwohl ich jetzt niemanden wirklich geschubst oder gar übern Haufen gerannt hab, soll ja doch zu ein paar Verletzungen gekommen sein an dem Tag). Aber irgendwie macht es mir dann auch keinen Spaß, im leichten Jogging-Tempo da mitzuschwimmen.

Hab mir mal die Mühe gemacht, in den Ergebnislisten nachzuschaun, wieviel Leute ich überholt hab: rund 1900. Stand übrigens im hinteren Bereich des ersten "Funstarter"-Startblocks (unter 30 Minuten). Im Ziel habe ich das Ende des Läuferstroms aber immer noch nicht erreicht gehabt:

PS: Momentan häuft sich bei mir die Wettkampfberichterstattung. Mal schaun, wann es mir nicht mehr jedes einzelne Rennen wert ist aufgeschrieben zu werden...

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Teurere Startplätze weiter vorne?

Für Menschen, die richtig schnell laufen können und wollen (ich gehöre nicht dazu!), ist es ja schon nervig, wenn es bei so großen Veranstaltungen nicht möglich ist, die Leute nach erwarteter Zielzeit zu sortieren, aber stattdessen nach Eintrittsgeld aufzustellen, ist auch ein bisschen erschütternd. Nun ja, was lernen wir daraus? Der Firmenlauf ist nicht in erster Linie Sportevent, sondern eine kommerzielle Veranstaltung, und Du hast gut daran getan, gar nicht erst zu versuchen, "alles" aus Dir heraus zu holen. Trotzdem: Geld zahlen, um vorne starten zu dürfen? Ich weiß ja nicht.

yazi (irgendwie desillusioniert)

Hallo Christian,

ich war auch dabei, hab Dich jedoch nicht gesehen. Seh' es als prima
Koordinationstraining an und schon ist alles wieder gut!

Viele Grüße
Doris


Laufen macht Freu(n)de!

Bezahlveranstaltung

Kann mich dem nur anschließen. Hab mal den Firmenlauf in Würzburg mitgemacht. Vergleichsweise teuer und man darf sich in Massen durch einen schmalen Fußweg drücken, zumindest die ersten Kilometer. Zumindest gabs da keine Rempler - dafür war schlichtweg kein Platz. Auf dem Rückweg war noch nicht mal mehr die Straße gesperrt, über die man zum Ziel musste. Also umständlich eine Wendeltreppe hoch zur Autobrücke und auf der anderen Seite wieder runter.

Fazit: Ich brauch das nicht mehr, dann viel lieber ein Event, das von echten Lauffreunden organisiert wird und auch eine dementsprechende Streckenführung hat. Zumal ich da bisher für weniger Geld stets mehr geboten bekommen hab.

Was im Blog nicht so gut raus kommt:

Ich hatte durchaus meinen Spaß beim "Koordinationstraining".
Außerdem hat bei uns die Teilnahmegebühr ja auch die Firma gezahlt. Und ein neues Laufshirt gabs auch noch gratis oben drauf. Ganz abgesehen von dem netten Nachlauf-Plausch mit den Kollegen.

Also Kommerzveranstaltung ja, aber solangs die Firma zahlt....nächstes Jahr wollen sie übrigens wohl versuchen auch an die "Durchstarter-Tickets" zu kommen....

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