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Nein, Laufen ist nicht wirklich Teil meines Trainingsprogramms, um in die Form meines Lebens zu kommen. Da sind meine diversen Sehnen noch zu zickig. Aber anders als beim Auskurieren meiner Achillessehne, lasse ich es jetzt nicht völlig bleiben.

Mit dem Prinzip Versuch&Irrtum habe ich jetzt herausgefunden, dass meine Tibialis Posterior 30 min reines Laufen, oder 20 min kombiniert mit Radfahren oder Walken recht gut verkraften. Radeln als Auslöser der aktuellen Misere ist ebenfalls noch sehr eingeschränkt. Hier ist leider schon nach 30 min Schluss… oder nach 2x 20 in Kombination mit irgendetwas anderem. Wenn ich also lange draußen bleiben will, muss ich die Belastungsart für die Füße wechseln. Und das habe ich die letzten 2 Wochen 3x die Woche gemacht.

Belohnt wurde ich heute mit einem wunderbaren - wenn auch kurzen - Morgenlauf auf dem schönsten Abschnitt meiner Stammstrecke. Bei angenehm kühlen 15 Grad am aufgewühlten See entlang. Über mir die sich im Wind biegenden Bäume. Am Bauernhof die kleinen Kälbchen begrüßt und dann wieder zurück. Den Hin- und Rückweg mit dem Fahrrad überbrückt. Der Ehrgeiz hinsichtlich Strecke und Geschwindigkeit ist auf Null. Aber der Genuss war dafür heute ganz oben.

Diese Miniläufe sind also mehr was für die Genießerin in mir. Die Ehrgeizige in mir arbeitet weiter an der Form meines Lebens. Mit 5-mal die Woche funktionalem Training in den letzten 4 Wochen mache ich schon gewaltige Fortschritte. Das schöne daran ist, dass ich dieses Training fast komplett im Freien machen kann. Nur die Therabänder sind draußen etwas empfindlich. Ich weiß nicht, wo dieser Kick auf einmal herkommt. Aber meine innere Schweinehündin Lisa ist auch voll dabei und bringt mir schon schwanzwedelnd den Schlingentrainer, wenn ich irgendeinen schönen Platz zum Einhängen entdeckt habe. Dann genieße ich diesen Antrieb jetzt mal so richtig, bevor im Herbst die Couch wieder an Attraktivität gewinnt.

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