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Heute war ich auf meiner 18-km-Brückenrunde am Rhein. Und wäre fast ein paar Tage früher im Krankenhaus gelandet wie vorgesehen. Ich lief einen Wirtschaftsweg entlang. Plötzlich kam mir eine Horde von 20-30 Fahrradfahrern entgegen. Ich hielt mich am linken Fahrbahnrand. Die Fahrradfahrer fuhren vier Mann nebeneinander. Ich dachte, die werden schon ausweichen. Doch die waren so im Gespräch vertieft, dass ich sie anschreien mußte, um nicht umgefahren zu werden. Die nachfolgenden Radler meinten dann, mich belehren zu müssen, dass ich RECHTS zu laufen hätte.

Aber bei vier Radlern nebeneinander wäre rechts auch kein Platz mehr gewesen. Und auf einem Wirtschaftsweg gilt die Straßenverkehrsordnung. Und die besagt, dass Fußgänger, wenn kein gesonderter Fußgängerweg vorhanden ist, LINKS zu gehen haben, damit sie den entgegenkommenden Verkehr besser beobachten können und gegebenenfalls ausweichen können. Denn sie haben hinten keine Augen.

Auf geteilten Fuß- und Fahrradwegen hingegen ist die Seite, auf der man gehen muss meines Wissens überhaupt nicht geregelt. Was ist das für eine Arroganz, andere zu maßregeln, wenn sie selbst ein grobes Fehlverhalten an den Tag legen? Und dabei andere auch noch nicht unerheblich gefährden. Mir ist das in letzter Zeit schon öfter passiert. Der Gipfel der Frechheit war, als eine Mutter ihre Kinder falsch darüber belehrte, sie sollten einfach weiterfahren, die Joggerin hätte RECHTS zu laufen.

Wenn ich das zu eng sehe, dann seht es mir bitte nach, meine Nerven liegen im Moment aus bekannten Gründen etwas blank. Aber nachdem ich deswegen heute fast im Krankenhaus gelandet wäre, wollte ich das hier einfach mal los werden. Ich bin mal auf Eure Kommentare und Erlebnisse gespannt.

Liebe Grüße
Renate

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Liebe Renate, solche

Liebe Renate,

solche Situation erlebe ich auch immer - vorzugsweise Rentner auf dem Fahrrad, liebwandelnde Pärchen oder Radrennfahrer, die meinen, ihnen gehöre der Weg alleine und ich Laufmaus habe gefälligst in den Graben zu springen...

Ich nehme da kein Blatt mehr vor dem Mund, denn oft sind es nicht die, die von hinten überholen, sondern die, die einem entgegenkommen und schon lange sehen, dass ich da ganz am rechten Wegesrand laufe.

Rücksicht lautet das Zauberwort, das soo viele verlernt haben... ;-)

Liebe Grüße
Claudi

Laufen macht glücklicher als Schokolade...

Rüchsichtslos

Hallo !
Leider ist es in Berlin genauso. Selbst auf dem Bürgersteig denken die Radler>>der wird sch Platz machen.

Da ich Triathlet bin sehe ich die Dinge von beiden Seiten.

Das Verhalten vieler Fahrradfahrer finde ich auch nicht gut.

fahradfahrer

Laufen ist wie eine Droge je mehr desto mehr!
Die Radfahrer glauben die grössten zu sein ohne rücksicht auf die anderen Läufer.
Selbst gestern beim Unilauf in Köln waren radfahrer auf der gespeerten Strecke und pochten durch Klingeln auf ihr recht.
Sowas erlebe ich im Wald wenn ich laufe.
Letztes habe ich einem ordentlich die Meinung gesagt.

Dagegen ist leider kein Kraut gewachsen!

Das ist mir auch schon passiert, doch das muss zum einen Ohr rein und zum anderen Ohr wieder herausgehen! Hauptsache, dir ist nicht passiert!

Zur Aufmunterung hier noch ein Blog vom letzten Jahr - es geht da um Radmachos! Viel Spaß! ;-)

LG
MC :-)

laufend fit und gut drauf!

Das Gruppenduell Ruhr vs. Born
Wir sind BORN. Verstand ist zwecklos!

Ja, das seh ich auch eher

Ja, das seh ich auch eher aus der Sicht des Läufers in mir. Kommt aber auch mal vor das ich wen ich mit dem Rennrad unterwegs bin von Läufern angemacht werde.

Letztens näher ich mich mit meinem Rennrad von hinten einem Läufer und rufe, weil mitten auf dem Rad/Fußweg gegangen wurde,achtung. Da wird mir doch hinterher gerufen ob ich keine Klingel hätte.
Was soll das den? Ich hab doch gewarnt. Und es handelt sich um ein Rennrad das im Sinne der StVO. ein Sportgerät ist und somit nicht zwangsläufig über eine Klingel verfügen muß.

Im großen und ganzen komm ich aber gut mit Läufern bzw Radfahrern zurecht. Was mir aber Positiv aufgefallen ist, das sich die Rennradfahrer untereinander Grüßen. Passiert mir beim Laufen doch eher selten das da jemand Grüßt/zurück Grüßt.

Leben und leben lassen.

Gruß
Gänseblümchenpflücker
ca.2311 Rennrad KM vs. 1159 Lauf KM 2009

@MC

Dein Radmachoblog ist wie immer köstlich. Ich sag da nur "Machojägerin" *grins* Wir sollten da wirklich mal ne Gruppe aufmachen. Genug Anwärterinnen gäbe es sicher...

LG Renate

Der Weg ist das Ziel

Jogmap-Ruhr

Den Gipfel der Rücksichtslosigkeit...

...bieten (neben den Hundehaltern) regelmäßig die AUTOFAHRER, die meinen, jene Radler nach Belieben anzuhupen oder zurechtweisen zu müssen, die sich weigern, auf den saugefährlichen, von Hunden, Kindern, Passanten jeglicher Coleur bevölkerten Radwege rumzukriechen. Radwege abschaffen, den Radlern höchstens ne Extraspur auf der normalen Fahrbahn - das würde schon viel zur allgemeinen Entspannung beitragen.

Doch das nur am Rande. Dass natürlich die Zahl der Rad-Rüpel Legion ist, will ich nicht bestreiten und die genannten Fälle natürlich nicht entschuldigen. Irgendwie scheint es dem Charakter nicht unbedingt zu bekommen, wenn man sich über längere Zeit Zwei oder mehr Räder untern Hintern klemmt ohne das durch Laufen auszugleichen. *g* Kommen dann noch die entsprechenden PS hinzu, ist engültig Feierabend...

Oh Mann!

Aus Läufersicht finde ich solche Assis absolut widerlich - das siehst Du überhaupt nicht zu eng.

Aus Radlersicht kann ich sie dann allerdings gar nicht mehr verstehen, selbst, wenn ich ein geprüftes Arschloch wäre - mal angenommen, Du weichst nicht aus, sondern sorgst mittels Deines Unterarms/Ellenbogens dafür, dass Dir der äußerste Radler nicht zu nahe kommt - Du fällst nicht um, er vermutlich schon.

Idealerweise fällt er gegen seinen Nebenmann, der auch seinen Nebenmann mitreißt, der den Vierten auch vom Rad befördert.
Auch als Radler sollte man nur dann ignorant sein, wenn man nicht den Kürzeren zieht - und gegen einen Läufer, der jederzeit beide Füße fest auf der Erde haben kann und viel wendiger ist, haben höchstens 500kg-Radler in Ritterrüstung eine Chance...

Idioten!

P.S.: Gründlicher, aber auch unterirdisch fies ist es, sich ganz kurz am Lenkerende des rücksichtslos attackierenden Radlers festzuhalten - Haltungsnoten-Nummernschilder bereithalten!

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Wir sind BORN. Verstand ist zwecklos. Sie werden bekloppt.

Eine große Runde für alle am 29./30. August in WF

Niemals!

Keinen Sprung in die Böschung! Den dürfen die machen. Oder Haufenliegen oder was auch immer. Radler sind schneller, aber viel verletzlicher und schwächer als Läufer - wenn die so dumm sind, ihr nichtvorhandenes Recht antisozial durchdrücken zu wollen, dann gibt's halt Schürfwunden und Achter für die Blödmänner (und -frauen).

Einfach nicht ausweichen und bei Gefahr mit der Hand dafür sorgen, dass man vom Lenker keinen blauen Fleck bekommt - der Rest erledigt sich im wahren Wortsinn von selbst.

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Wir sind BORN. Verstand ist zwecklos. Sie werden bekloppt.

Eine große Runde für alle am 29./30. August in WF

Mit den Radlern

habe ich (191cm Körpergröße und ganz bösem Blick wenn nötig) eher weniger Probleme. Gestern erst hat mal wieder ein Autofahrer versucht uns auf die Haube zu nehmen, und dann auch noch rumpöbeln. Aber der Klügere gibt ja bekannter Maßen nach.

LG Lurch

Jaja immer dasselbe...

Hab diese Situation auch schon so oft erlabt und irgendwie führt es wahrscheinlich durch den Schreck, selbst bei den Verursachern zu einer Art verzerrten Wahrnehmung gepaart mit akuter verbaler Verteidigung. Mein krassestes Erlebnis war ein Autofahrer der bei gleichberechtigter Straßenkreuzung von links kommend mich voll auf meinem Rad abgeräumt hat und das erste was ihm einfällt ist aus dem Wagen zu springen und mich anzuschreien, ob ich noch nie was von rechts vor links gehört hätte. Da braucht man manchmal echt zenmäßige Ruhe, um nicht urplötzlich in die Luft zu gehen. Das mit Radfahrern, vornehmlich Rentnern passiert mir auch dauernd. Kannst glücklich wenn er "seine" Seite auf nem Waldweg nicht mit Füßen verteidigt...ist mir echt schon passiert.
In diesem Sinne wünsche ich dir ein meditatives ommmmm...

das beschriebene szenario

das beschriebene szenario scheint ein allgegenwärtiges zu sein. wo man geht und steht darf man sich gegen stuka-artige biker-attacken, nordic-stalker geschwader sowie die lodengrünen sniper in den bäumen behaupten, ganz zu schweigen von den caninen schlachtrössern. um nicht als weitere kerbe im rahmen eines mtb-kamikazes zu enden, habe ich mir meine persönliche überlebensstrategie entwickelt. ich schicke meinen treuen hund als fernaufklärer voraus, der das gröbste von vorne abfängt und mir die 1/100-sekunde reaktionszeit für das ausweichmanöver in den rettenden graben verschafft. anfängliche versuche mit schwerer goretex-panzerung oder neongelber camoflage sind kläglich gescheitert. die gps-luftbildaufklärung von garmin & co. ist für den sportlichen einsatz noch nicht breitensporttauglich.

verzeih mir die martialische sprache, aber so ist es leider. wer keine 2 sekunden zeit hat, um kind, hund, rentner, lurch oder wen auch passieren zu lassen – damit sind auch die stehblockierer gemeint – macht keinen sport sondern führt seinen kampf gegen imaginäre zeiten.

noch ein tipp. halts wie captain kirk: scotty, beam me up!
my two pennies worth.

gruß
ian

Hallo Renate,

ich kann deine Wut und deinen Ärger gut verstehen. Ich denke, das jeder Jogger diese Probleme kennt. Ob es nun Radfahrer, Hundehalter, oder Autofahrer sind, einige meinen das die Strassen und Wege nur für sie gemacht wurden.
Habe mich schon über manche Sachen tierisch aufgeregt, aber meine Frau holt mich wieder auf den Boden der Tatscahen.
Eines steht aber fest, es bringt nichts, sich zu lange darüber aufzuregen.
Ich für mein Teil, freue mich über die Rücksichtnahme von den freundlichen Radfahren, Hundehaltern und Autofahrern, die es auch gibt.
Sehe es von dieser Seite und es wird dir bestimmt helfen.
Bin selber auch Jogger, Radfahrer und Autofahrer.

Gruss

Lauffan

Da is´ja einer n ganzer Kerl, jaja...

..."Steh früh auf und schiesss langsam!"

(Altes westmongolisches Sprichwort)

Tja...

Zur guten Nacht noch was versöhnliches:

Kommen mir auf Singletrails Mountainbiker entgegen, so gebe ich ihnen flinken Schrittes - man ist als Läufer schließlich der Beweglichere - die Bahn frei. In aller Regel sind das durchaus freundliche Menschen, die grüßen und sich bedanken.

Also weder ein Grund, Wauzi "fernaufklärend" frei im Wald laufen zu lassen noch von rauchenden Colts zu fantasieren.

Auch würde mich mal interessieren, ob ein mit Tempo 20, 30 oder mehr in die Läuferleber gerammter Lenkergriff bei nem Zusammenprall jemand von der Ansicht kurieren kann, man wäre ja als Läufer immer "der Stärkere". Wie war das denn nochmal in Physik?

Es könnte so einfach sein, isses ahaaaber nich´...*hehe*

In erster Linie haben die

In erster Linie haben die Radfahrer mal so auf ihre Umgebung zu achten, daß sie niemanden umbrettern! Aber das ist irgendwie Usus - egal wie daneben sich jemand benimmt, wenn man ihn drauf anspricht, wird grundsätzlich erst mal zurückgeblökt. Auf Einsicht hofft man meist vergebens...

Beim Lauftreff werden entgegenkommende Radfahrer immer angesagt, so daß man denen Platz machen kann. Mit ein wenig Rücksichtnahme geht's doch auch - eigentlich wollten doch alle nur Spaß an ihrem Sport haben, oder geht es darum, an unschuldigen Passanten irgendwelche Aggressionen auszuleben?

denk an dich..

..du wirst unmöglich alle Radfahrer dieser Welt - oder zumindest die, die dir potentiell begegnen könnten (und das sind bei deiner Laufleistung ja eine ganze Menge ;-)) -verkehrspädagogisch zu guten Menschen machen können. Es geht also um dich! Ich bin dafür nur dann den Krieg zu suchen, wenn man ausnahmsweise mal Bock drauf hat - dann sollte man die Schlacht auch genießen und wenn du an solchen Tagen die Hundebesitzer bitte gleich mit einbeziehst wäre ich dir sehr dankbar! Dies ist aber sicher keine Taktik für jede Begegnung der unheimlichen Art - da gilt das schöne Sprichwort "Wer sich nicht ärgert - sonder wundert - wird leicht achtzig - oder hundert!!"

In diesem Sinne grüßt dich ausgeglichen und beruhigend der

Flitzfritz

noch einen:
" Der Ärger ist ein blödes Vieh - er frisst nur dich, den Anlass nie!"

Es geht hier eigentlich gar nicht in erster Linie ums Ärgern...

... sondern darum, dass ich hier wirklich auf das gröbste gefährdet wurde und bei einer fast unvermeidbaren Kollision sicher im Krankenhaus gelandet wäre.

Das ist schon was anderes, als wenn ein entgegen kommender Radfahrer meint, nicht ausweichen zu müssen, weil ich angeblich auf der falschen Seite laufe. Da gibt die Klügere nach und weicht selbst aus (wobei da auch die Gefahr besteht, dass beide zur selben Seite ausweichen). Hier hatte ich gar keine Möglichkeit, auszuweichen, bei vier Radlern nebeneinander, und dichtem Gebüsch am Wegrand.

Liebe Grüße
Renate

Der Weg ist das Ziel

Jogmap-Ruhr

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