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Vielleicht hat noch jemand dieses Problem gehabt und es überwunden? Ich habe echt Probleme mit diesen "Dämonen" im Kopf sobald während eines Wettbewerbes ein paar Meter gelaufen sind... geht der Startschuß ist noch alles im grünen Bereich.

Sobald ich anfangen muß Leute zu überholen oder mich jemand überholt kriege ich so Sätze wie: "hätte mehr trainieren müssen" , "ach je, hier ist ne Steigung", "oh gott, ich werde nie ankommen", "ich schaffe es nie noch 4km", "warum hab ich mich falsch aufgestellt", "ich halte hier den ganzen Verkehr auf" nicht mehr aus dem Kopf. Heute ging es soweit, dass ich so abgelenkt und unvorsichtig wurde, dass ich zu stark auf jmd. aufgerannt bin und mich "verletzt" hab. Nix wildes, aber ich konnte trotzdem nicht weiter laufen (der andere hat nix gemerkt und konnte daher auch weiterlaufen)... Abbruch bei Km 2,5 von 5,5... :-(

Vor dem Start war echt alles ok. Keine Probleme und ich habe mir sogar schon genau ausgemalt, wie ich durchs Ziel laufe... Lächelnd.
Ich laufe mittlerweile jeden zweiten Tag auch mal locker mehr als 6km, die 5 schaffe ich aber immer. Ist mittlerweile meine kleine Runde, wenn ich wenig Zeit habe. Und trotzdem habe ich immer diese Spinnereien im Kopf. Natürlich ärgert es mich dann maßlos, dass ich es nicht ins Ziel schaffe... *schluchz*. Das ist jetzt schon zum wiederholten Male vorgekommen und ich weiß mir keinen Rat. Das Finishershirt anzuziehen macht ja auch nicht wirklich Spaß, wenn man gar nicht gefinisht hat.

Habt Ihr Ratschläge? Geht es jemandem ähnlich? Ich kann da echt nur mit dem Kopf schütteln...

Dankeschön.
Grüße,
Hexe

Hallo Hexe,

im Wettkampf kenn´ ich solche Gedanken nicht, im "Training" aber sehr wohl (mal abgesehen von "ich halt den Verkehr auf" - so voll isses da nich auf der Strecke).

Ich lenk´ mich dann damit ab, dass ich die Strecke gedanklich in Abschnitte einteile und dann die Entfernung bis zum jeweiligen Abschnittsende im Kopf mitrechne. (Mein Garmin hilft mir dabei)

Diese Gedanken sind dann so "laut", dass sie die "Dämonen" übertönen.

Gruß
Dirk

hm ... lass mal überlegen?!

hm ...
lass mal überlegen?! gestern?! "Wettbewerbslauf"? 5,5 km?
Das waren nicht zufällig die 5,6 km von JPMCC, oder?!

Also falls doch, dann mach Dir einfach KEINEN Kopf! Weil - das hat mit normalem Laufen nix zu tun! Da ist es einfach immer und überall voll und im Wege steht man schon automatisch - es geht da eher ums Event. War auch dabei und hab bei den 3 mal auf die Pulsuhr schauen schon jeweils beinahe einen Unfall gehabt, weil ich die Augen von der Laufbahn genommen hatte ...

Aber blöd ist dieses "dämonische" schon - und kenne ich so arg nicht ehrlich gesagt ... wenn Du nicht gerade ganz vorne startest, sind m.E. die "Überholer" aufgefordert, aufzupassen. Und wenn Du selbst überholst sehe ich das immer positiv: nix motiviert doch mehr, als an anderen vorbeizuziehen, oder?! DIE standen falsch ... nicht Du :o)

Gruß

Pit

Ja... war der JPMCC, richtig

Ja... war der JPMCC, richtig geraten. Allerdings weiß ich -leider- dass es nicht nur bei diesem Lauf so war. Ich mach mich TOTAL verrückt, bin konditionell besser in Form als andere und mach mich trotzdem so fertig.
Als nächstes Laufe ich den Ironman Night run mit. In der Hoffnung, dass mir die "Pflicht" als Mittelläufer in der Staffel zu sein eine Hilfe ist die Dämonen loszuwerden und nicht aufzugeben oder unkonzentriert einen blöden Trittfehler oder Auflaufunfall zu machen.
Ich bin gestern nach meiner Einschätzung völlig ok bei der 35Minuten Markierung "gestartet". Ich schaffe 5km sonst so in 30-34, deshalb glaube ich nicht, dass ich sooooo falsch stand. Trotzdem, jeder der an mir vorbei ist hat mir total an Motivation genommen und die Leute die ich überholt habe haben mir Leid getan, weil ich weiß , wie blöd es ist wenn einer an dir vorbeiprescht.
Rechnen wie lange noch wäre eine gute Idee, das könnte ich mal probieren. Hatte meine Pulsuhr nicht angestellt, weil ich dachte das bringt mich völlig aus der Fassung, wenn mein Puls nicht mitspielt. ;-)

Ach ja,

Diese "Dämonen" sind eigentlich der Hauptgrund, warum ich überhaupt laufe, d.h. ich will diese "Stimmen im Kopf" zum Schweigen zu bringen! Auch beim Training sagen die mir nämlich oft, daß ich es gar nicht schaffen kann! Und das streßt mich so, daß ich zu schnell laufe und dann Seitenstechen bekomme oder stolpere oder so.

Also laufe ich erstmal ganz langsam, Schritt für Schritt, bis ich mich etwas beruhigt habe. Ich mache dann so Deals mit mir selbst. Ich sage mir: "Ok, ich laufe jetzt bis zur nächsten Ecke und wenn's dann immer noch so schlimm ist, kann ich ja stehenbleiben." Und dann merke ich, daß es doch geht und laufe wieder eine Ecke weiter. Nach einer Weile geht's dann wirklich deutlich besser: ich atme tiefer durch und entspanne mich. Und dann kann ich auch 10 km laufen. Dabei sind die ersten 5 km sind für mich immer deutlich schlimmer als die zweiten 5 km! :-) Am Ende ist es dann nur noch eine Sacke der Muskelkraft. Aber die Stimmen im Kopf sind leise..

Ich bin grundsätzlich übrigens eher der "Aufgeber"-Typ, d.h. früher bin ich lieber stehen geblieben, als mit Seitenstechen langsam weiterzulaufen. Ich dachte echt, daß geht doch gar nicht. Heute weiß ich, daß (fast) alles wieder aufhört, wenn ich trozdem weiterlaufe: Seitenstechen, Knieschmerzen, Kopfschmerzen, Nasenbluten etc. Diese Erfahrung tut echt gut!

(Mit einer echten Verletzung oder Schmerzen sollte man natürlich vorsichtig sein und im Zweifel sich eher schonen!)

Ich glaube der Trick ist, sich einfach selbst davon zu überzeugen, daß die "Dämonen" lügen. Du weißt es doch besser, oder? Also laß die dummen Stimmen krähen, bis Du über den Berg bist und Deine körpereigenen Stimmungsaufheller lauter werden! :-)

Viel Erfolg!

Selbst-Motivation

Hallo zusammen,

also so Sprüche wie "bei der nächsten Ecke mach´ ich ´ne Gehpause" darf ich mir nicht einreden.

Gut, heute habe ich mehr Kondition und laufe meine Strecken (zwischen 5 und 10 km) durch. Somit habe ich das Problem auch nicht mehr. Aber bis ich soweit war, bin ich jedesmal schon zehn Meter vor dem Beginn der Gehpause total gestresst von ganz allein ins Gehen gefallen.

Vielmehr hat mir Ablenkung geholfen: Selbst-Motivation wie z.B. auf die Atmung konzentrieren, Verbesserungen zum vorhergehenden Lauf erkennen (beim letzten Mal ab hier gegangen, heute hier weiterlaufen und vielleicht erst bei der nächsten oder übernächsten Ecke gehen), Verbesserungen in der Zeit feststellen (beim letzten Mal bis zu dieser Ecke 20 Minuten gebraucht, heute nur noch 18 Minuten) oder aber komplett abschalten, indem man Musik oder ein Hörspiel im Ohr hat oder auch versucht, ein Alltagsproblem zu lösen.

Also alles, was sich nicht gerade auf den Lauf, die Anstrengung oder das Seitenstechen bezieht, hilft einem meistens, das Problem zu übergehen und durchzuhalten. Versuch´s einfach mal!

Gruß

Stefan

Vergiss JPMCC!

nur noch mal kurz: VERGISS JPMCC im Bezug auf falsch stehen oder langsam/schnell laufen!!! Ich bin 28 gelaufen und stand bei 40 Minuten, weil davor kein durchkommen mehr ist! Entsprechend chaotisch laufen die Leute und überholen Dich auch.

Ansonsten würde ich Dir raten, den Pulometer auszulassen. Das macht wirklich eher verrückt. Bei großen Läufen gibt es Leute mit Ballon die eine bestimmte Zielzeit laufen. Vielleicht kannst Du Dich da hinten dran hängen und Dir vorher eine konservativ-realistische Zielzeit vornehmen? Dann läufst du automatisch gleichmäßig und kannst nicht so leicht jemanden umstolpern etc.?

Und - hey! Gönn den Dämonen Ihren Spaß! Am Ende des Tages ist es ja "nur" ein Hobby-Lauf, oder? Also was soll es, wenn nur keiner Verletzt wird - bist halt zu schnell oder zu langsam - na und? Stehst im Wege rum oder erschreckst Leute beim vorbei-rennen - na und? Bei meinen Dämonen in anderen Bereichen hat mir jedenfalls geholfen, die selbigen irgendwann anzunehmen und willkommen zu heissen - dann waren sie plötzlich weg :o)

Hallo Hexe,

eine weitere Möglichkeit: Gib den Dämonen in der Woche vor dem Wettkampf eine fest eingeplante, begrenzte "Sendezeit". Nimm ein Blatt Papier, lass sie ihre Sätze sagen und schreibe sie auf. Bei Bedarf ruhig täglich wiederholen. Das Blatt/die Blätter zu Hause lassen, bevor du zum Wettkampf startest, aber dir merken, wo sie liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf diese Weise "ihr Pulver bereits verschossen haben", wenn du über die Startlinie läufst, ist hoch. Sollten sie sich dennoch melden, bitte sie höflich, an dem Ort auf dich zu warten, an den du das Blatt/die Blätter gelegt hast, und versprich ihnen, dass du ihnen wieder zuhörst, wenn du den Wettkampf hinter dich gebracht hast. Welche der vorgeschlagenen Methoden du auch anwendest, ich wünsche dir viel Erfolg. Feuerblitz

Danke Ihr Lieben! Also einen

Danke Ihr Lieben!
Also einen richtigen Wettkampf laufe ich zur Zeit wohl eher nicht, dafür bin ich -noch- nicht schnell genug. Ich habe mich zu weiteren zwei Läufen angemeldet (Ironman night run Staffel und Womensrun) in der Hoffnung, dass ich jetzt gestern eine gute Erfahrung mache und diese dann mit zwei weiteren guten Erfahrungen meinem Problem den Gar aus macht. Leider ist das wohl schief gegangen.
Ich versuche in zwei Wochen einfach mal Eure Tips zum Thema und schau, ob ich durch komme ohne mich selbst wegen irgendwas blödem zu verletzen. Da es ein Staffellauf ist hoffe ich natürlich, dass ich ja sowieso ankommen muß, will ja meinen Staffelmitläufern den Spaß nicht nehmen. Vielleicht wirkt das ja Wunder?

Hexen - Dämonen 1:0

Hallo Hexe,

zunächst einmal finde ich 5km in 30 Minuten sooo langsam nicht. Damit habe ich vor nicht allzu langer Zeit den 5. Platz bei einem Volkslauf gemacht :-). Bleibt nur die Frage, was Du als "richtigen" Wettkampf bezeichnest.

Ich hatte zu Beginn meiner (immer noch jungen) Läuferkarriere ähnliche Probleme. Interessanterweise auch an der 5/6-Km-Schwelle. Irgendwie stand ich mir selbst im Weg. Dann habe ich meine Km-Fixierung umgewandelt in eine Zeitvorgabe, die ich mir selbst gesetzt habe. Also weg von "Heute will ich meine Strecke aber etwas besser schaffen" hin zu "Ich laufe heute 40 Minuten durch; mal schauen, wo ich hinterher lande". Das hat Wunder bewirkt, weil ich mir selbst den Druck und die Panikattacken genommen habe und entspannter gelaufen bin. Ich dachte auch immer, ich sei langsamer gelaufen, habe hinterher aber festgestellt, dass ich bald genau so schnell oder sogar noch schneller war als sonst. Ja, die Strecke war anfangs etwas kürzer, aber wirklich nur ganz am Anfang.

Genau so bin ich an meinen ersten Volkslauf herangegangen. Ich habe mich hinten aufgestellt und mir gesagt, dass ich einfach nur 40 Minuten durchlaufen wollte. So wie immer, nur mit dem Unterschied, dass ich mir nicht spontan selbst die Strecke suchen, sondern von den Streckenposten dirigiert werden wollte. Das hat leider nicht ganz geklappt weil - huch! - nach 30 Minuten die Strecke schon zu Ende und zu meiner Überraschung auch der oben erwähnte 5. Platz erreicht war.

Den JPMCC bin ich auch mitgelaufen aber von Anfang an ganz ohne Vorgaben. Ich wollte einfach nur mal schauen, wie das so ist in solchen Menschenmassen. Und da kann ich meinen Vorschreibern nur beipflichten: Mit Laufen hat das wenig zu tun. Du kannst schon fast froh sein, dass Du vorzeitig aufgegeben hast, der letzte Km war die Hölle. An den vielen Gehern war kaum ein Vorbeikommen möglich und wenn wir uns vorbeigeschlängelt haben, wurden wir oft dumm angemacht. Dabei sind wir wirklich nur gemütlich getrabt.

Meine Kollegin hat am Anfang übrigens auch den Gedanken ans Aufgeben gehabt weil wir von so vielen überholt wurden. Sie wollte mir nicht so recht glauben, dass wir nur unser Tempo gleichmäßig durchhalten müssten, dann würden wir die alle wiedersehen. Und als wir ab Hälfte der Strecke kaum noch überholt wurden, sondern selbst überholten (und anfangs noch neidische oder bewundernde Sprüche zu hören bekamen), war sie der stolzeste Mensch in Frankfurt :-). Fürs Überholen muss man nun wahrlich kein schlechtes Gewissen haben. Dafür hast Du schließlich trainiert; dafür hast Du Dir Trainingsziele gesetzt; dafür hast Du Dich in Gedanken auf den Lauf vorbereitet (Du hast Dir schließlich schon überlegt, welches Tempo Du realistisch laufen willst/kannst, sonst hättest Du Dich ja keinem Startblock zuordnen können). Das hätte der andere halt auch tun sollen. Oder vielleicht ist es gerade sein Ziel, so langsam zu laufen. Vielleicht ist er am Vortag gerade einen Marathon gefinished und will jetzt nur seine Muskeln lockern? Vielleicht hat er gerade eine Verletzung überstanden und fängt nun langsam wieder an? Ist er also wirklich zu bedauern? Vieles ist möglich.

Wie wäre es damit, nicht nur Km und Geschwindigkeit zu trainieren, sondern auch den Umgang mit (vermeintlicher) Konkurrenz? Läufst Du eher einsame Strecken? Dann laufe doch mal Runden in einem Park oder am Main. Dort wo noch viele andere Läufer sind. Da kannst Du ganz entspannt lernen, mit Überholern und Überholten umzugehen. Wenn es Dich z.B. fertig macht, dass einer in Lichtgeschwindigkeit an Dir vorbei zieht, sag Dir doch einfach: "Pah, der läuft ja auch nur 2Km, wenn der mal genau so lange Strecken läuft wie ich, ist der auch so langsam". Und wenn Du damit keine Probleme mehr hast, lauf doch mal bei einer Laufgruppe mit.

Was ich Dir sonst noch empfehlen würde (das möchte ich bei meinem nächsten größeren Lauf auch machen): Such Dir einen erfahrenen Läufer, der Dich bei Deinem nächsten Wettkampf begleitet. Dann kannst Du die Dämonen und anderen Sorgen an ihn abgeben. Hinterher kann er sie ja wieder zurückgeben, falls Du sie zu sehr vermisst ;-) .

Beim Laufen geht es um mehr als um Ausdauer und Kraft. Es will auch die "mentale Härte" trainiert werden - was nebenbei bemerkt auch außerhalb des Laufens für den Alltag sehr nützlich ist. Also ich persönlich kämpfe beim Laufen in erster Linie gegen mich selbst, für den Weltrekord habe ich nunmal einfach zu spät angefangen. Und ob der Typ im roten Singlet nun 30 Minuten vor mir im Ziel ist oder nicht, ist mir schlichtweg egal, genau so wie ihm mein (Un-)Tempo vermutlich am Derrière vorbei geht.

Konzentrier Dich auf Dich selbst, pfeif auf die anderen. Tschakka!

Dankeschön! Also im

Dankeschön! Also im Training habe ich die Themen wirklich überhaupt nicht. Ich habe da weder ein Problem mit überholen noch mit überholt werden. Da denke ich mir auch genau das, was Du geschrieben hast... "wahrscheinlich läuft der nicht so weit wie ich" . Das funktioniert prima.
Ich habe vor diese Woche mal bei einem Lauftreff mit lauter "Fremden" Läufern der Gegend mitzulaufen. Einfach mal schauen wie es mir dabei geht. Es ärgert mich halt einfach maßlos im Nachhinein, dass ich nicht zuende gelaufen bin (nicht nur beim JPMCC sondern auch den Lauf vorher bei dem ich mich so verrückt gemacht hab). Denn vorher will ich ja laufen und vor allem auch ins Ziel kommen und Spaß haben. Und jedes Mal dachte ich, denk an was positives. Aber nach kurzer Zeit war das halt nix mehr.

30min. für 5km wollte ich übrigens nicht madig machen. Ich meinte eher mit Wettkampf einen HM oder M oder auch einen 10er. Also längere Distanzen. Ich bin übrigens mit den 30min. bei einem Volkslauf vor 2Jahren letzte geworden... :-( die waren schon dabei das Ziel abzubauen, als ich einlief. Seit dem schaue ich mir immer ganz genau die Ergebnisse der Vorjahre an. *lach* wieder was gelernt.

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