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So, nachdem ich, wie ich gerade noch einmal recherchierte, vor 10 Jahren im zarten Alter von 26 Jahren am 10km Stadtlauf in Mosbach mit 42:42 den 17 Platz meiner Altersklasse belegte und danach die Laufschuhe an den Nagel hängte, um mich wieder mehr um König Fußball zu kümmern, habe ich vor einigen Wochen beschlossen, wieder auf den Laufstrecken dieser Welt zu Hause zu sein.

Inzwischen habe ich meine aktive Torhüterkarriere beendet, kicke höchstens ab und an mal in der Alten Herren (Oh Gott, ist es wirklich schon so weit?), und hatte die letzten Jahre nichts besseres zu tun, als tatsächlich noch mal mit dem Rauchen anzufangen und ansonsten dem Müßiggang zu frönen oder im Bandproberaum abzuhängen. Bis sich mein Körper im Frühjahr diesen Jahres mit diversen Alarmsignalen, die ich zunächst nicht ganz verstand, versuchte, bemerkbar zu machen. Also: Es musste wieder sportliche Betätigung her!

So weit, so gut. Erste Fragestellung jedoch, an der schon fast alles gescheitert wäre: Wann trainieren? Arbeitstag bis ca. 17:30, danach um meine 2-jährige Tochter kümmern, zweimal die Woche Abends zur Bandprobe, und meine Lebensgefährtin möchte mich verwunderlicherweise auch gerne mal zu Gesicht bekommen.
Die Lösung dieses Problems bestand in der revolutionärsten Gewohnheitsumstellung meiner bisherigen Existenz: Morgens, vor der Arbeit! "Was?", war natürlich die erste Anmerkung meiner besseren Hälfte, gefolgt von einem süffisanten "das schaffst gerade Du doch sowieso nicht!". Zur Erklärung der letzten Aussage: Sowohl ihr als auch meinem Arbeitgeber ist es hinlänglich bekannt, dass ich den morgendlichen Wecker geflissentlich ignoriere und mich höchstens kurz vor knapp aus den Federn bequeme, um mich quasi noch mit der Zahnbürste im Mundwinkel zum Bus zu begeben und meine Arbeitsstelle aufzusuchen, auf der ich bis 10 Uhr immer noch schlaftrunken und wenig gut gelaunt dahinvegetiere.
Doch: Wo ein Wille, da ein Weg, und man staunte nicht schlecht, als ich vor ca. 7Wochen das erste Mal um 6.00 aufstand, meine Pulsuhr umschnallte und kurzerhand losrannte. Und was soll ich sagen, auch ich staunte nicht schlecht über die Befriedigung, die man über einige Laufkilometer in der Früh verspüren kann. Und überhaupt, wie schön so die Stunden kurz nach dem Sonnenaufgang sein können! Diese Erkenntnis hatte sich mir, der ich den ersten Hahnenschrei stets als Vorboten eines verhassten Arbeitstages verfluchte, bislang verwehrt.
Überraschenderweise bin ich bis jetzt immernoch drangeblieben, und werde womöglich, zehn Jahre danach, im September wieder an einem 10km-Wettbewerb teilnehmen.
Ich fühle mich gut!

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Welcome back

Und viel Spass beim Laufen!!

GT

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Bleib' dran !!!

Wünsche Dir viel Erfolg und superschöne Morgenläufe,
Holger



12.08. Monschau Ultra
01./02.09. Rüningen 24h
14.10. Baldeneysee M

Hab Spass,

einfach nur Spass!

Drücke dir die Daumen, dass es klappt!

Bin jetzt im Sommer auch zu den Alt-Herren gewechselt, habe aber nicht erst Alarmsignale aufkommen lassen! :-D

Das mit den Morgenläufen, die ich mir seit 2-3 Wochen vorgenommen habe, klappt bei mir allerdings nicht so gut!

Ist gewöhnungsbedürftig,

Ist gewöhnungsbedürftig, klar. Ich musste auch an meiner "Zubettgehzeit" arbeiten, normalerweise bin ich nie vor 23:45 ins Bett gegangen, heute verabschiede ich mich meist schon um kurz nach 22 Uhr. Das fällt wiederum leicht - im TV kommt eh nur Schrott...

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