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durch den Dreck, damit es anschließend wieder aufwärts geht ;-)

Samstag Vereinsradausfahrt. Coach nötigt mich dazu endlich mal mein Triarad (statt des alten Renners) auszuführen. Am Treffpunkt sind wir dann immerhin zu viert (der Rest ist in Roth..): der Rädelsführer, ein Jungspund, Coach und ich. Na klasse, dreimal raten, wer den Bremsklotz spielen wird. Zu allem Überfluss sind alle Steigungen des Bliesgaus anvisiert. Danke, Jungs! Ich verkünde dem Coach schon mal notfalls abzubrechen und alleine heimzuradeln; die Zeiten, wo ich im Verein mithalten konnte, scheinen vorbei zu sein. Es geht auch gleich hübsch los. Für die Einheimischen: Start ist am OSP, dann hoch und wieder runter nach Dudweiler, hoch und wieder runter nach Rentrisch, flach nach St. Ingbert rein und einen schier unendlichen Anstieg hoch Richtung Kreisel/Autobahn. Soweit komme ich noch halbwegs mit, auch wenn die anderen locker pedalieren und ich mit hochrotem Kopf schweißtriefend im kleinsten Ritzel trampel. Die lange Abfahrt nach Niederwürzbach, und schon gerate ich wieder ins Hintertreffen. Dann rauf und weiter rauf. Der berühmt-berüchtigte Anstieg von Aßweiler nach Seelbach. Knappe 3km oder so mit keineAhnungwieviel Prozent. 80% würde ich schätzen..... Coach lässt sich zurückfallen und schiebt mental hoch. Der Jungspund bleibt ebenfalls hinter mir, er ist von seinem Heimatverein geschlossenes Fahren gewohnt. Unser Rädelsführer hingegen entschwindet in der Ferne. Gerade als ich den Coach verzweifelt frage, wie lange das noch so geht, ist Schluss, wir sind oben. Gottseidank. Es geht runter. Ich gehe auf die Auflieger, keine gute Idee. Es haut mich in der ersten Kurve fast raus. Mist verd... Coach bemerkt nur lakonisch, für Auflieger sei es zu steil. Ach ja. Irgendwann sind wir in Erfweiler-Ehlingen, ein Örtchen im Mandelbachtal, das ich mal aus Versehen getroffen habe, als ich mich bei einer Radtour verirrte. Leider weiß ich auch, wie steil es damals runter ging und wie steil wir heute rauf müssen... Und der dritte Akt beginnt: immer weiter runter schalten und doch aus dem Sattel. Ich fange an Sternchen zu sehen. Nee, das hat keinen Wert. Ich kämpfe mich zwar noch hoch, aber der Entschluss steht fest: ohne mich. Wir landen in Herbitzheim und queren den Radweg, eine ehemalige Bahntrasse zwischen Sarreguemines und Blieskastel. Hier beginnt meine Welt. Ich verabschiede mich kurz und biege ab. Keine Berge mehr für mich, nach 34km Bremsklotz bin ich bedient. Die erste Bank ist meine, ich muss doch mal kurz pausieren, ein Tränchen vergießen, den Puls runterkommen lassen, endlich mal trinken. Die restlichen Kilometer sind Routine. Nach 71,31km und 2:50 (mit laut Garmin 630bHm) bin ich daheim, das Rad kommt an seinen Platz und ich auf die Couch. Die dritte Vereinsfahrt in diesem Jahr für mich und es wird die letzte sein. Bremsklötze fahren lieber allein.
Sonntagmorgen. Es gießt in Strömen. Perfekt. Um 10 Uhr treffen Coach und ich zwei liebe bekloppte Freunde am Freibad in St. Ingbert. Es geht auf die 7 Weiher Tour, etwa 27km profiliert aber schön langsam. Wir wollen ja laufen, nicht hetzen. Der Regen hat sich verdrückt, es ist etwas schwül, aber mit 15 Grad perfekt. Wir überholen eine Wandertruppe und laufen vor uns hin. Der Schnitt pendelt sich bei 6:20 ein. Meine Hunsrücker Bergziegenfreundin kann schneller, ich weiß, aber sie hat lange keine längeren Läufe mehr gemacht. Ihr Freund hat den Ironman in Kärnten in den Knochen, ich die Radausfahrt, nur Coach ist fit. Aber so wechseln wir anderen drei uns mit dem Schwächeln ab ;-) Es geht durch Wald und Wiesen auf und ab nach Niederwürzbach. Dort ist zwar mein geplanter Colastopp geschlossen, aber ein Lokal hat offen und wir beschließen ein Päuschen zu machen. Perfekt. Während wir Cola schlürfen geht draußen die Welt unter. Nochmal Toilettengang, der Regen hat aufgehört, es geht über Straßen und Wege und nochmal Wald zurück zu den Autos. 1,5km vor dem Ziel können wir nicht wiederstehen. Eine Eisdiele! Wir genehmigen uns alle ein Eis und wandern den Rest. Laufen wird überbewertet ;-) 26,45km in 2:48 (Pace 6:22) bei 316 Hm (laut Garmin).
Das anhaltend nasskalte Wetter lässt uns vom geplanten Ausschwimmen im Freibad Abstand nehmen, so fahren wir heim, duschen der Reihe nach, essen schön und genießen die Challenge Roth im Liveticker. Ein wunderbarer Lauftag, danke euch Dreien. So nah liegen Ab und Auf manchmal beisammen ;-)
Ach so, heute geht es schwimmen. Im Neo. Schön flach ;-))

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willst du momentan zu viel ???

ich weiß nicht, ich kann nur mutmaßen ... habe aber schon einige Blogs von dir gelesen, die viel positiver klangen :-( naja, zumindest der Lauf-Sonntag LIEF ja gut !!! :-) freut mich für dich !!!
Wünsche dir, dass du dich nicht übernimmst mit dem ganzen radeln und schwimmen und was auch sonst noch immer - möchte mich doch auch wieder mit dir über deinen tollen Lauferlebnisse freuen !!!
aber wie gesagt, reine Mutmaßung !!! Alles Gute
viele liebe Grüße
Uwe

oder ja ;-) Nein, gestern war toll, vielleicht kam das nicht richtig raus. Es gibt eben Auf uns Abs.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Nach dem Schwimmen ...

... würd ich dann aber sicherheitshalber doch noch einen Blick auf die Garminauswertung legen. Man weiß ja nie wo sich so alles Höhenmeter verstecken können.
Und wenn sich's gut schwimmt, gings bestimmt bergab.
;-))
PS: Mit dem Choach muß ich mal reden. Der soll dich trainieren und nich verdich machen! ;-)

@ Schalk

... genau !!!
Ich sach ja schon seit Wochen, dat datt "Choach-Training" ... ;-)
( *mitdemAugezwinker* ) ... Strider in der 2. Jahreshälte wieder viele "HOCH's"
bescheren wird ...

.

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

Bremsklotz...

raten-raten-raten: der Coach??? *duckundjanzschnellwech*;-)

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Wieso gehst Du auf die Auflieger, ich denk Du hast Angst vor Dembo? Jetzt nicht mal mehr Respekt? Und Du meinst ernsthaft, Deine guten Zeiten seien vorbei??? Mönsch, die kommen erst noch!!! Obwohl Du angesichts der Höhenmeter super schnell warst, musstest Du aufgeben, das ist hart, da darf man (Frau auch ruhig mal vor Erschöpfung und Enttäuschung ein paar Tränen vergießen. Und wenn man dann tagsdrauf sooooo Wunderschönes erlebt, darf man (Frau) auch wieder ein paar Tränchen vergießen, der Rührung und Freude halt;-)
Solange nach einem Ab immer wieder ein Auf kommt, ist das Leben doch wirklich WUNDERBAR, oder?;-))

Tame:-)

@Strider ...

... Die Zeiten sind vorbei? Es ist zwar noch janz schön lange hin und ich weiß nicht, ob du's dir so lange merken kannst. Aber auch in der zweiten Lebenshälfte soll es Lichtblicke geben. Schau mal, Andreas hat vor zwei Wochen die Senior Masters Wertung gewonnen. Da können wir auch noch hinkommen.
Irgendwann mal...
*jezzabervielleichtdochschnellwech*
;-))

Passen sie einfach doch nicht zusammen?

Ich meine Männer und Frauen im Allgemeinen und bei Radausfahrten im Besonderen?
Sonnenblume und 5 Männer bei einer Radausfahrt. Sonnenblume strampelt dem Coach hinterher im herrlichen Windschatten, aber strampelt und strampelt im hohen Pulsbereich und ist doch irgendwie stolz das Tempo mitgehen zu können, das für den Coach ein lockeres Einfahren ist. Fragt der Coach doch allen Ernstes: Sonnenblume, geht das so oder sind wir zu langsam?
Ist halt alles relativ.
Euer Lauf hört sich dann aber so richtig toll an!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Neeee!

"Bremsklotz"
Von sowas lässt DU Dich nicht ins Boxhorn jagen...DU nicht, garantiert nicht!!
Genau daraus schöpfst Du doch Deinen Ehrgeiz und Kampfgeist, soweit kenn ich Dich jetzt schon!!;o)
Ha! Erwischt!:o))
Cooler Sonntag!!:o)

Lieben Gruß Carla

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