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Am letzten Sonntag, den 07.06.09, stand also mein dritter Marathon in diesem Jahr an. Und eigentlich war ich absolut unsicher, ob ich überhaupt loslaufen sollte. Um das zu erklären, muss ich zeitlich etwas zurück und zwar um drei Wochen (17.05.09). Da fand der Porta-Minden-Marathon statt. Dieser lief alles in allem eigentlich gut für mich. Mittendrin hatte ich kurze Zeit einen etwas stechenden Schmerz in der rechten Wade verspürt. Der war aber nicht so stark, dass ich ein Problem beim laufen hatte, zu mal der Schmerz dann auch wieder weg war. Also maß ich dem nicht all zu viel Bedeutung bei. Das hat man bei größeren Anstrengungen ja öfters mal, dass hier oder da was zwickt, was nach kurzer Zeit wieder weg ist. Daher war ich sehr erstaunt, als ich zwei Tage später ein lockeres Läufchen über 11 km gemacht habe bzw. locker laufen wollte und nicht konnte, da nach nicht mal 5 km Probleme mit der rechten Wade auftraten. Das waren Schmerzen „vom Feinsten“, so dass ich froh war, die Runde humpelnd zu Ende zu bringen. Was sollte ich machen, musste ja zurück zum Ausgangspunkt der Runde – also humpelnd. Daraufhin beendete ich vorerst alle läuferischen Aktivitäten, da selbst normales gehen teilweise schon weh tat. Eventuell hat ja der Eine oder Andere aus der „Jägermeistercity Gruppe“ gesehen, dass sich wochenlang nichts an meinem Kilometerstand getan hat. Ging leider nicht. Sportlich war nun mehr Training an den Hanteln und mit Gewichten angesagt und die „Problemzonengymnastik“ (Bauchtraining) konnte auch mal wieder intensiviert werden. Die Wade wurde die ganze Zeit kaum oder gar nicht belastet. Ich habe nur meine Dehnübungen für die Beine beibehalten, für die lädierte Wade in abgeschwächter Form oder gar nicht.
So vergingen die drei Wochen bis zum Start beim Potsdamer Schlössermarathon ohne läuferische Aktivitäten meinerseits. Am Tag davor stellte ich mich zur kurzen Probe im Studio auf das Laufband und lief drei Kilometer ganz locker mit 9 km/h. Dies lief gut, ohne Probleme, so dass ich den Start am Sonntag wagen wollte.
Als am Sonntag, gegen 04.30 Uhr mein Wecker klingelte und ich dann, noch im Bett liegend, schon den Regen prasseln hörte, da hätte ich mich am liebsten wieder umgedreht und weitergeschlafen. Sorry an die Regenfetischisten, aber ich mag das gar nicht. Bin eben ein Schönwetterläufer. Liegt aber auch daran, dass ich mit Brille laufe. Ohne Brille laufen geht nicht - da sehe ich leider nicht mehr so gut, wo ich hintrete. Nun gut, ich bin trotzdem aufgestanden, habe alle morgendlichen Rituale erledigt und bin dann mit dem Auto Richtung Potsdam los. Eine gute Stunde sollte Sonntag früh für diese Strecke reichen. Unterwegs musste ich das Scheibenwischerintervall entgegen meiner Hoffnung immer weiter hochdrehen, damit der zunehmende Regen von der Frontscheibe gewischt werden konnte. Der Himmel blieb auch grau in grau, die Wolken hingen tief und meine Laune sank mit. Wie gesagt, so ein Wetter mag ich beim laufen generell nicht, beim Marathon schon gar nicht.
In Potsdam angekommen, den gleichen Parkplatz wie im letzten Jahr in einer vom Startort nicht zu weit entfernten Nebenstraße ergattert und beim aussteigen stand ich schon das erste Mal mit den Füßen in einer Pfütze. Wie ich das liebe ;-(. Aber was soll´s, jetzt bin ich da, jetzt laufe ich auch. Also Regenjacke über und Basecape auf den Kopf, Tasche geschnappt und ab ging es zum Stadion Luftschiffhafen. Man merkte schon an der anwesenden Menschenmenge, dass das Wetter nicht so toll war. Es waren merklich weniger Leute auf dem Gelände als im letzten Jahr. Okey, 2008 hatten wir das andere Wetterextrem mit 32°C im Schatten und damit auch nicht unbedingt optimales Laufwetter. Aber für die allgemeine Stimmung und die
Zuschauermenge ist nun mal Sonnenschein besser als Regen. Finde ich jedenfalls.
Da ich mich vom letzten Jahr her schon auskannte, konnte ich dann auch ohne suchen zu müssen meine Startunterlagen abholen. In der großen Läuferhalle auf dem Luftschiffhafengelände fand übrigens auch eine Marathonmesse statt, die mich persönlich im allgemeinen aber meistens nicht unbedingt so interessieren, es sei denn, ich möchte etwas Bestimmtes preisgünstig erstehen. Dem war aber nicht so, denn ich hatte eher Bedenken wegen meiner lädierten Wade und war entsprechend nervös. Die Halle füllte sich zunehmend mit Läufern und Angehörigen und es wurde da so langsam richtig eng. War ja klar, keiner wollte bei dem Wetterchen jetzt schon draußen herumstehen und nass werden inklusive frieren. Bloß gut, dass ich rechtzeitig da war, mich gleich umgezogen hatte und auch vorbereitenderweise noch einmal die sanitären Örtlichkeiten zur körperlichen Erleichterung aufgesucht hatte. Inzwischen hatte sich das Wetter etwas gebessert, es regnete nicht mehr so stark, sondern nieselte so vor sich hin. Also zog ich mir zum Start den Folienumhang vom letzten Marathon über, setzte mir mein Basecape zwecks Regenschutz für die Brille auf und schlenderte zum Start. Übrigens, die Wämeschutzfolien oder wie auch immer diese Werbebanner aus Folie heißen, die es oftmals im Zielbereich der größeren Marathons gibt, die nehme ich immer mit und nutze die dann vor dem Start beim nächsten Marathon als Wärme- und Regenschutzumhang. Dann haben die bei mir erst ausgedient und können weg, aber auf diese Weise muss ich am Start oder nach wenigen Metern nicht Sachen ausziehen und zurücklassen, die ich sonst noch gar nicht wegschmeißen wollte.
Ich stellte mich also so ziemlich an das Ende des Starterfeldes, kurz vor den Walkern, da ich ja auf Grund meiner Wade keine Rekorde aufstellen, sondern einfach locker durchlaufen wollte, um zu testen, ob die Wade inzwischen wieder längere Distanzen durchsteht. Eine längere Pause hatte ich ihr ja schließlich gegönnt. Es war auch das erste Mal, dass ich nach einem Marathonzieleinlauf praktisch drei Wochen gar nicht laufe und dann gleich wieder am Marathonstart stehe. Aber na ja, alles macht man irgendwann zum ersten Mal. Hier sollte lediglich ein „langer, langsamer Trainingslauf“ so bei ca. 6 Minuten pro Kilometer (nur nach Gefühl - ich starte ja wie immer ohne Uhr) für mich stattfinden und daher stellte ich mich eben beim Start lieber gleich hinten an. Da wird man dann auf der Strecke wenigstens nicht so oft überholt und ich stehe den schnelleren Läufern vorn nicht im Weg rum.
Knapp 6 Minuten nach dem Startschuß „rollte“ ich dann auch über die Startlinie und versuchte nun erstmal in´s laufen zu kommen. Nachdem man die Stadionrunde verlassen hat, geht es noch kurz über das Gelände des Vereins und dann auf die schnurgerade Zeppelinstraße Richtung Stadtzentrum. Nach ca. 3 Kilometern, es nieselte nur noch leicht, hatte ich das Gefühl, unter meinem Folienumhang dampfte es schon. Also zog ich mir das Ding aus und steckte es in den nächsten Mülleimer am Straßenrand. Ab diesen Moment taten mir die Läufer leid, die mit richtigen Laufwesten und Regenjacken und dergleichen unterwegs waren und diese nicht so einfach ausziehen und wegwerfen konnten - denen war ganz sicher nicht mehr kalt. Trotzdem fragte ich mich eigentlich den ganzen Tag, wo die Meteorologen die beim Wetterbericht angesagten 19°C herholen wollten (Vormittag und Nachmittag zusammengerechnet vielleicht??). Ich merkte davon nichts – gefühlt waren das maximal 10°C, wenn überhaupt. Bloß gut, dass ich mich laufend warm halten konnte ;-). So lief also ein Kilometer nach den anderen an mir vorbei bzw. ich an dem vorbei. Oder wer auch immer hier an wem vorbeiläuft. Es kam Kilometer 5 und die Wade hielt. Nachdem wir das Stadtzentrum hinter uns hatten, ging es durch den Babelsberger Park am Tiefen See entlang. Hier waren die nicht mit Pflaster oder Ähnlichem befestigten Wege schon vom bisherigen Regen ziemlich aufgeweicht und tausende Läuferbeine machten nun ordentlich Matsch daraus. Entsprechend sahen wir an den unteren Extremitäten nach kurzer Zeit aus. Ich muss das sicher nicht näher beschreiben. An Tempo machen wäre spätestens ab hier auf Grund der Rutschgefahr für uns mittleren und hinteren Läufer nicht zu denken.
Aus dem Park raus ging es um ein paar Straßenecken über die geschichtsträchtige „Glienicker Brücke“ und danach wieder auf Wanderwege zwischen dem Jungfernsee und dem Heiligen See hindurch. Es kam Kilometer 10 und die Wade hielt. Erste Freude darüber kam in mir auf - trotzdem wollte ich bei meiner „Taktik“ des lockeren, langsamen aber langen Trainingslauf bleiben. Es lagen ja schließlich doch noch einige Kilometer vor mir. So ging die Strecke dann über einige Vorstadtstraßen in Richtung Schloss Sanssouci weiter. Es kam Kilometer 15 und die Wade hielt. Meine Freude steigerte sich, obwohl ich jetzt auf Grund des mal mehr oder weniger oder teilweise auch gar nicht mehr fallenden Regen bzw. Nieselregen mein Basecape immer wieder abnahm, da es mir unter dem Deckel einfach zu warm am Kopf wurde. So ging das dann aber bis zum Schluss – Basecape rauf – Basecape runter – je nach Wetterlage. Es nervte mich zunehmend, da ich das Ding dann immer abwechselnd in der Hand hatte. Ich habe ja keinen Trinkgürtel oder so was um, an dem ich das Basecape hätte befestigen können. Mich stören solche Teile (Trinkgürtel ect.) unterwegs immer eher, zu mal ich die Verpflegungen bei einem offiziellen Marathon eigentlich immer als ausreichend erachte und zwischen den einzelnen Punkten keine zusätzliche Verpflegung benötige. Irgendwelche Gels und was da alles so empfohlen wird habe ich noch nie genommen und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man als Hobby- und Genussläufer wirklich auf solche Mittelchen angewiesen ist. Aber das muss jeder machen wie er es möchte oder braucht.
Tja, ab Kilometer 15 kam dann langsam aber zunehmend ein Magen-, Darmproblem bei mir dazu. Es rumorte und brodelte regelrecht in meinem Inneren und ich konnte mir bei besten Willen nicht vorstellen, wo das herkam. Ich hatte nichts Ungewöhnliches gegessen oder getrunken an dem Tag – sehr komisch. Problem war nur, es wurde nicht besser – eher im Gegenteil. Teilweise ging das mit ziemlich stechenden Schmerzen einher und ich fragte mich schon, ob ich das bis zum Schluss aushalten würde. Zwischendurch ging es dann aber auch immer wieder für ein, zwei Kilometer ohne Probleme.
Die letzten Kilometer dieser Halbmarathonrunde gingen der Rückseite des Schloss Sanssouci vorbei – schade, dass man nicht direkt durch diesen schönen Park laufen darf – Richtung Neuem Palais und dort direkt zwischen den normalen Touristen hindurch daran vorbei. Über die Lindenavenue und die Forststr. ging es wieder in Richtung Stadion Luftschiffhafen. Dann kam Kilometer 20 und die Wade hielt – welche Freude :-). Dann ging es einmal um das Stadion herum und praktisch über den Hintereingang in die Stadionrunde. Dort teilte sich dann das Feld. Die Halbmarathonis waren im Ziel und feierten sich und wurden gefeiert und wir Marathonis gingen auf die zweite Runde. Schade, dass man in diesen Augenblicken meist etwas unbeachtet bleibt. Nichts gegen die Leistung der Halbmarathonläufer – wer so etwas macht und auch schafft hat allen Respekt verdient. Auch ich hatte Zeiten, da war ein Halbmarathon mein absolutes Streckenmaximum und ich war froh und „stolz wie Oskar“, wenn ich es mal wieder über diese Distanz geschafft hatte – also bitte meine Äußerung nicht falsch verstehen. Aber der Marathonläufer, der meist direkt durch den Start- und Zielbereich geleitet wird und sich die gleiche Strecke noch einmal „antut“, der wird oftmals kaum beachtet dabei. Dabei würde den meisten hier etwas Anfeuerung zum Start der zweiten Runde auch gut tun.
Ich hatte beim Stadioneinlauf zum Halbmarathonziel kurz überlegt, ob ich den Lauf auf Grund meiner Magen- und Darmprobleme doch lieber beenden sollte und eventuell meine Wade, die bisher gut gehalten hat, nicht weiter belaste. Na ja, aber gerade jetzt gab mein Magen doch etwas Ruhe und dann kam wieder der mir eigene Wille durch, dass ich angefangene Dinge möglichst auch zu Ende führe. So schnell gebe ich mich nicht geschlagen und einen Marathon habe ich bisher auch noch nie abbrechen müssen. Also lief ich durch zur zweiten Runde.
Plötzlich waren wir Läufer doch recht einsam unterwegs. Im Gegensatz zur ersten Halbmarathonrunde doch ein recht krasser Unterschied. In den Ergebnislisten fanden sich nachher 2.350 Halbmarathoni (zuzüglich 107 Halbmarathonwalker) und 467 Marathoni, damit erklärt sich die plötzliche „Einsamkeit“. Aber das ist ja bei vielen Läufen dann so.
Na gut, zur Strecke brauche ich jetzt ja nichts weiter schreiben –war die gleiche wie in der Runde davor ;-). Es kam Kilometer 25 und die Wade hielt. Meine Freude darüber wurde dadurch getrübt, dass sich meine Magen- Darmprobleme wieder verstärkten und es manchmal schon ziemlich weh tat. Laufen führt ja bekannterweise nicht unbedingt zur Beruhigung dieser Körperorgane. Es kam Kilometer 30 und die Wade hielt. Dafür kamen zu den „inneren Unruhen“ jetzt auch noch Probleme mit dem Fersensporn am linken Fuß, welchen ich seit einiger Zeit habe, aber bisher mit dehnen u.s.w. recht gut im Griff und kaum Probleme damit hatte.
Es kam Kilometer 35 und ich bemerkte neben dem inzwischen recht schmerzhaften Magengrummeln und dem Fersensporn links jetzt ein erstes ziehen in meiner rechten Wade.
Oh-oh, das konnte ja noch „heiter“ werden auf den letzten sieben Kilometern. Ich fuhr also mein Tempo noch etwas herunter, denn auf meinen eigenen Füßen in´s Ziel laufen war angesagt – mehr nicht. Dadurch passierte mir etwas, was mir recht selten auf den letzten 5 – 10 Kilometern beim Marathon passiert – ich wurde überholt. Was´n hier und heute los dachte ich so bei mir - das bin ich doch normalerweise, der hier überholt. Na ja, mal eine andere Sichtweise der Dinge. ;-) Bei Kilometer 39 war es dann soweit, dass mich meine inzwischen mächtig schmerzende rechte Wade und die anderen Wehwehchen dazu „überredeten“ doch mal ein paar Meter zu gehen. Das ist normalerweise gar nicht mein Ding. Wenn es schwer wird, dann langsam laufen ist okey – aber gehen versuche ich eigentlich immer zu vermeiden. Denn aus dem gehen wieder in das laufen zu kommen empfinde ich als unheimlich schwer. Ich ging also nur ganz kurz und lief dann im Schneckentempo weiter. Dabei lief ich bei Kilometer 40 dann auf einen gehenden Läufer auf. Da ich nicht zu denen gehöre, die dann stur vorbei laufen, sprach ich ihn an und versuchte ihn wieder „in Gang zu bringen“. Das klappte auch und ich passte mein Tempo dann noch etwas seinem Tempo nach unten an. Das fiel mir jetzt, auf Grund meiner eigenen Probleme, ganz leicht. ;-) Wir unterhielten uns dann die letzten Kilometer bis in das Ziel über bisherige und zukünftige Läufe u.s.w. und dabei fiel uns das laufen gar nicht mehr so schwer – auf jeden Fall liefen wir durch und mussten nicht einmal gehen. Im Ziel bedankte sich mein unbekannter Mitläufer noch bei mir, denn er wäre allein nicht mehr in´s laufen gekommen, geschweige denn noch so „halbwegs locker“ in das Ziel. Mir persönlich hat diese „Hilfeleistung“ allerdings auch sehr geholfen, denn es hat mich von meinen eigenen Wehwehchen abgelenkt und auch noch entsprechend gut in das Ziel geführt. Hilfe zur Selbsthilfe oder wie sagt man zu so etwas?
Ich begab mich dann recht schnell zum duschen und umziehen, fand dann noch eine Gutscheinmarke für einmal Nudeln mit Tomatensauce in meinen Startunterlagen, welche mir natürlich nach dieser Anstrengung gut mundete.
Alles in Allem ist der Schlössermarathon eine Empfehlung wert. Die Organisation ist gut, die Verpflegung komplett und ausreichend. Das in diesem Jahr die Zuschauermenge nicht so überragend war, das mag dem Wetter geschuldet sein. Ich kenne es ja vom letzten Jahr her und weiß, wenn das Wetter stimmt, dann stimmt auch wieder die Zuschauerresonanz und damit der „Anfeuerungsfaktor“.
Und nu?? Mein Magen hat sich glücklicherweise zum Abend hin wieder beruhigt. Wer weiß, woher das kam, aber ist jetzt auch egal – ist ja vorbei. Mein Fersensporn links benimmt sich jetzt auch wieder ruhiger und ich denke (hoffe), den werde ich mit meinen Dehnübungen auch weiter im Griff haben. Nur die olle rechte Wade macht richtig Probleme. Beim normalen gehen kaum, aber beim Treppensteigen oder eben Belastungen, bei denen die hintere Wadenmuskulatur gedehnt wird, da tut es schon weh. Beim draufdrücken tut es auch tief drinnen im Muskel weh, scheint also nichts Oberflächliches zu sein – fühlt sich eher nach einem kleinen Muskelfaserriss an. Na, mal schauen, wie es sich entwickelt. Ich laufe erstmal ein paar Tage nicht und „schmiere“ ordentlich ein, obwohl inzwischen nicht mal die ganz scharfen Sachen irgendwelche wärmende Wirkung mehr haben. Anscheinend härtet sich die Haut gegen solche „Wärme- und Durchblutungsfördernden Angriffe“ von außen auch ab. ;-)
Am 28.06.09 habe ich den nächsten Marathon geplant – mal sehen, wie sich meine Wade bis dahin entwickelt. Lange Vorbereitungsläufe brauche ich glücklicherweise bis dahin ja nicht mehr machen ;-)). Mal sehen, vielleicht klappt es ja bis dahin auch wieder ganz gut.
Ach so, zumindest ein jogmapper war in Potsdam noch dabei. Ich habe zufällig in der Ergebnisliste (Habe nicht speziell gesucht.) jemanden mit den Vereinsnamen „born@jogmap“ gesehen. Keine Ahnung, wer das war - na gut, der Name desjenigen im wirklichen Leben ist mir durch die Liste jetzt natürlich bekannt, aber ich werde diesen hier natürlich nicht ohne Einwilligung nennen.
Und meine eigene Zeit war laut Ergebnisliste dann netto bei 04:21 Stunden. Bei Weitem keine tolle Zeit, aber auf Grund der Umstände bin ich damit dann doch zufrieden.
Mmhh..., schade, an dieser Stelle hatte ich eigentlich die eingescannte Medaille plaziert, aber dass die hier nicht zu sehen ist, liegt wohl an meiner persönlichen "Unkompatibilität" mit meinem PC. Dann eben nicht - müsst Ihr ohne Medaillenansicht auskommen.

Ich hoffe, ich habe Euch mit meinem Bericht nicht zu sehr gelangweilt und wünsche allen, die bis hierher durchgehalten haben, noch einen schönen Tag, effektives Training und weiterhin tolle Wettkämpfe mit allen Drum und Dran.

Grüße
Jens

2
Gesamtwertung: 2 (1 Bewertung)

Die Strecke war

in der Tat zu schmal, holprig, matschig, rutschig oder alles zugleich :-)
Wir sind den halben gelaufen und ich wollte eigentlich meine PB verbessern, da war aber nicht dran zu denken, da wir bis ca KM 10 wie die Fipperkugeln zwischen den anderen Läufern auf den teils deutlich weniger als zwei Meter breiten Wegen hin- und herschiessen mussten.
Fazit:
landschaftlich (bis auf die ersten und letzten Kilometer) sehr, sehr hübsch, Strecke teils wirklich eine Zumutung und Bestzeiten nur bei Start aus der ersten Reihe realistisch.

glückwunsch!

und noch einen gefinisht. Glückwunsch dazu - und dann noch mit solchen Handicaps. Chapeau!

467 Marathonis sind aber noch viel. Hast Du noch welche vor und hinter Dir gesehen?

Leider ist das beste Laufwetter nicht das beste Zuschauerwetter. Wir brauchen mehr Regenfetis unter den Zuschauern. Sub20°-Fetis wären auch schon ein Anfang.

Gute Erholung bis zum nächsten Marathon

marcus

Laufen in Leipzig (z.B. beim 2. Leipziger Firmenlauf am 10. Juni 19 Uhr)

@pappnase4000


Da stimme ich Dir zu. Für PB´s ist diese Strecke in Potsdam nur geeignet, wenn Du von ganz vorn starten kannst. Aber das können ja nun mal nicht immer alle. Ich könnte Dir da den Elbdeichmarathon in Tangermünde bei Stendal empfehlen. Da schaffst Du garantiert PB, wenn auch körperlich alles stimmt an dem Tag. Allerdings haben wir den Elbdeichmarathon 2009 bereits hinter uns und Du müsstest Dich dann für April 2010 anmelden. Rechtzeitig anmelden, denn hier gibt es, wenn es so bleibt wie bisher, nur 1000 Startplätze insgesamt. Das ist schon jetzt, nach zwei Veranstaltungen, mein Lieblingsmarathon. Und ich kenne noch Einige, die das auch behaupten.
Gruß
Jens

@marcus


Hallo Marcus!
Danke für die Glückwünsche - die musste ich mir dieses Mal ja wirklich hart erkämpfen. ;-)
Ich habe schon noch Läufer vor und hinter mir gesehen, aber auf der Strecke kam mir das in Wirklichkeit weniger vor als dann laut Ergebnisliste doch unterwegs waren. Ich glaube, so gut hundert Marathonis müssten trotz meiner Behinderungen noch nach mir in´s Ziel gekommen sein. Hätte gedacht, dass ich dichter vorm Besenwagen unterwegs war. ;-) Aber egal, jetzt mal abwarten, wie sich meine Wade in der nächsten Zeit "benimmt" und zur Not gehe ich den nächsten Marathon in 3 Wochen auch wieder nach dreiwöchiger kompletter Laufabstinenz und als langen, langsamen Trainingslauf ohne irgendwelche Zeitvorgabe an.
Also dann, auch Dir alles Gute bei Deinen weiteren Vorhaben.
Gruß
Jens

notiert

so jetzt bin ich endgültig überzeugt. das wird mein Frühjahrsmarathon. Deich ist mein Gebirge.

marcus

Laufen in Leipzig (z.B. beim 2. Leipziger Firmenlauf am 10. Juni 19 Uhr)

@Rellielli


Auch Dir vielen Dank!
Gruß
Jens

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