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Nachdem ich gestern die Kurzfassung gepostet habe, ist hier die ausführlichere Variante (kleiner Hinweis: Es lohnt sich, eine Tasse Tee bereitzustellen und die Füße hochzulegen, denn der Bericht ufert etwas aus, aber Läufer sind ja ausdauernd)

Vor einiger Zeit fiel mir ein Hinweis über den LGT-Alpin-Marathon Liechtenstein in die Hände, schnell war ich fasziniert, ohne konkrete Pläne zu schmieden. Ich war bis dahin noch nie im Fürstentum, schon das ist ein Grund, dort meine Aufwartung zu machen.
Aber mein Trainingsrevier liegt im absolut ebenen Teil der Pfalz, kann ich unter diesen Voraussetzungen einen Alpin-Marathon wagen?

Im Winter hatte ich meine Vorsorgekur beantragt, mit dem Wunsch, den Juni auf der Mettnau am Bodensee bei einem ambitionierten Sportprogramm zu verbringen. Dann folgte die Recherche nach schönen Laufwettbewerben in Südbaden bzw. der Nordschweiz. Was mir dabei wieder in die Quere kam, war der Liechtenstein-Marathon. Der juckte mich doch unheimlich. Und wer so aufdringlich ist, der will wirklich gelaufen sein. Als erster Alpin-Lauf erschien er mir sinnvoll, da er mit 440 Höhenmetern fast auf Bodensee-Niveau beginnt und man die Höhenmeter absolvieren kann, ohne zu hoch hinaus zu müssen. Wobei ich im Himalaya höher war, als es in den Alpen möglich ist, ohne Probleme mit der Höhenluft zu haben. Aber dort war ich zum Trekken und nicht zum Laufen.

Was ich bei der Recherche nach Läufen in der hiesigen Region noch fand, war der Circuit des Grands Crus, der im März in Rouffach im südlichen Elsass war. Ich machte die Anmeldung für Liechtenstein vom Verlauf des Circuit abhängig. Der war anstrengend, aber machte Spaß (hatte ich hier zur genüge ausgeführt). Dann war aber noch etwas. Seit Monaten war ich schon zum Europe-Marathon in Luxembourg angemeldet und der sollte nur zwei Wochen vor Liechtenstein sein. Kann das gut gehen? Gibt dies eine Fehlplanung? Zu diesem Zeitpunkt hätte ich mir gewünscht, ich wäre für Luxembourg nicht so voreilig gewesen, hätte stattdessen Hamburg ins Programm genommen und dort die vielen Jogmapper getroffen. Doch da musste ich durch.

In der Vorbereitung auf Luxembourg mit Liechtenstein im Hintergrund simulierte ich bei ein paar Läufen Tempoeinheiten am Berg (so weit das an einer ca. 80 Meter langen Böschung mit vielleicht 8 Höhenmetern möglich ist) und verlegte einige lange Läufe in den Pfälzerwald. Das ist nicht wirklich viel an spezieller Vorbereitung. Nach Luxembourg (3:33 Stunden trotz kräftigem Grummeln im Verdauungstrakt während der zweiten Hälfte) dann ein paar regenerative Läufe, am Pfingstwochenende gar keine wegen des Dienstes und vielen Erledigungen vor meiner vierwöchigen Abwesenheit zur Kur. Am Bodensee dann noch zwei lockere Läufe am Schiener Berg. Die Frage war, ob dies reicht, um einen Alpin-Marathon vernünftig zu absolvieren.

Vor der Abreise noch die Wetterprognose gecheckt. Oh Schreck, es gibt einen Temperatursturz mit zu erwartenden 9 Grad und kräftigem Regen. Also die Sommeroutfits im Gepäck durch das komplette Sortiment ergänzt. Im Laufe der Woche wurden die Temperaturen leicht nach oben korrigiert, aber die Regenprognose blieb.

Während der Anfahrt von Radolfzell am frühen Samstagmorgen in Richtung Konstanz blinzelte die Sonne durch ein paar Wolkenfetzen. Sieht doch gar nicht so schlecht aus. Pustekuchen. Liechtenstein erwartete mich mit einem Regenguss. Die Startnummer geholt, dabei registriert, dass ich nicht der einzige Pfälzer Teilnehmer bin. Es war, neben einigen Einzelkämpfern aus meiner Region, eine ganze Gruppe von der Laufabteilung eines legendären Fußballclubs da, der momentan in der zweiten Liga mitmischt.

Brauchbare Anregungen, was das Laufoutfit betraf, konnte ich mir von den Mitstreitern nicht wirklich holen. Denn es war von Singlet und Shorts bis Fast-Polar-Ausstattung alles vertreten. Ich entschied mich für meine knielangen Tights, mein langärmliges Thoni-Mara-Shirt und warf das Singlet mit meinem Lauftreff-Logo über. Am Start lief alles recht unaufgeregt ab, der Veranstalter freute sich über einen Teilnehmerrekord mit über 1000 Leuten. Knapp 800 Läufer haben sich den kompletten Marathon vorgenommen, der Rest verteilte sich auf den Halbmarathon plus (25 km) und die Nordic Walker, die um Malbun eine Runde zu drehen hatten. Ich betrachtete mir immer wieder respektvoll die Berge, die ich in Kürze erklimmen wollte.
Rechtzeitig vor dem Start versiegten die Wolken. Nach ein paar Hundert Metern auf der vermutlich wichtigsten Nord-Süd-Verbindung des Landes bogen wir nach rechts ab, liefen von den Bergen weg. Bald erreichten wir den Rhein, der sich erst noch eine Weile hinter dem Rheindamm versteckte, ehe wir diesen erklommen (die erste "Steigung" ;-)). Bis km 10 war alles flach und ich bläute mir ein, nicht zu schnell zu laufen. Eine Pace zwischen 5:20 und 5:30 schien mir angemessen und hielt sie auch ein. Das war etwas langsamer als das Tempo meiner lockeren Trainingsläufe, dennoch war es mir etwas zu warm (bei der Anfahrt hatte das Thermometer 17 Grad angezeigt). Schon eine Weile sah man Schloss Vaduz am Hang über der Stadt kleben.
In Vaduz trennten wir uns vom Rhein, dann ging es ein paar Stufen hoch, die auf einen größeren Platz führten, der unter anderem die Hauptverkehrsstraße überspannte. Dort begann es zu nieseln. Nach weiteren Stufen liefen wir durch die Fußgängerzone. Bis nach Vaduz standen hin und wieder anfeuernde Personengruppen. In der Innenstadt standen ein paar mehr, aber wirklich viele trotzten dem Wetter nicht. Dann drehten wir zum Berg ab, die ersten kurzen Steigungen folgten kurz nacheinander. Die waren gut im Laufschritt zu nehmen. Schon auf Augenhöhe mit dem Schloss näherten wir uns diesem auf einem Waldweg. Bald folgte die Abzweigung in den Wald. Dort war es richtig düster. War es nur das dichte Blätterdach oder auch die Wolken, die sich nun stärker entluden. Es ging auf Serpentinen den Waldweg hoch. Vor mir war ein Läufer, der das passende Tempo lief. Der Weg war zumeist so breit, dass wir die gehenden Mitstreiter passieren konnten. Es dauerte nicht lange und der Regen wurde von Donnergrollen untermalt. Mir ging durch den Kopf, dass dies das Wetter sei, bei dem ein Herbergsvater in den Alpen normalerweise den meteorologisch unbeleckten Gästen strengstens ans Herz legt, nicht in die Berge zu gehen, falls sie nicht selbst so vernünftig sind.
Nach unzähligen Kurven kamen wir aus dem Wald, das Donnern blieb nun aus, der Regen blieb uns treu, die Serpentinen auch. Wir kamen durch Teile von Triesenberg. Viele „Heja, heja, hopp, hopp, hopp“ Rufe begleiteten uns. Ein Bauer fiel mir auf, der ungläubig schauend vor seinem Stall stand. Er schien zu denken „die spinnen“. Irgendwie hatte er vielleicht recht. Die Bekleidung war inzwischen klatschnass und wurde schwer.

An einigen steilen Stellen gingen alle. Ich passte mich an, denn ich als Flachländer beim ersten Alpinlauf muss den einheimischen Koryphäen und den Läufern mit beeindruckenden Shirts vom Zermatt- und anderen Bergmarathons nicht zeigen, dass man dort durchlaufen könnte. Wenn tatsächlich mal einer ein paar Schritte weiter lief, gewann er nicht viel Vorsprung, verschwendete aber offensichtlich wichtige Energie. Wir liefen teilweise in Wolken, der Regen fiel weiter und blieb uns bis zum Schluss treu. In den Schuhen stand schon lange das Wasser. Irgendwann hatte ich die Höhe von Silum auf 1469 Metern Höhe erreicht. Dann ging es auf einem Pfad bergab. Pfad? Der war längst schlammig und überlegte sich, ob er nicht lieber ein Bergbach sein wollte. Schnell war man eingesaut, zumindest bis zu den Knien. Der Blick auf Steg wurde frei und bald hörte man den Moderator des Zieleinlaufs für die 25-km-Läufer. Bis zum Ort mussten wir 400 Höhenmeter abgeben und liefen von der Rückseite in den Ort hinein. Nach der Passage von zwei Brücken ging es wieder hoch, dann auf einem Pfad am Hang entlang. Als wir wieder auf einen Weg kamen, war dieser dichter mit Zuschauern gesäumt. Dies war der Zieleinlauf der 25er. Dort war eine Zeitmessmatte zu überqueren und knapp 10 Meter vor dem Zielbanner hatten die Marathonis abzudrehen. Trotz bis dahin 1100 positiven und 400 negativen Höhenmetern und des unwirtlichen Wetters kam es mir nicht in den Sinn, den Lauf hier mit dem Zieleinlauf zu beenden.

An den letzten Häusern von Steg vorbei war natürlich wieder eine Steigung zu bewältigen. Die Hände waren inzwischen so kalt, dass ich es nur mit Mühe schaffte, ein Gel-Tütchen leer zu bekommen. Hier kam mir Nezzwerkers „November“-Blog mit den Handschuhen in den Sinn. Hätten diese durchnässt noch gewärmt?
Von Steg nach Malbun hatten wir einen Berg zu umrunden. Fortan ging es, um es mit meinen Begriff vom Circuit-Bericht auszudrücken, „nepali flat – a little bit up, a little bit down“ weiter. Links lag tief eingeschnitten das Valorschtal, rechts erhob sich der Berg. Manchmal ließen die Wolkenschleier einen Blick auf ein paar Gipfel zu. Nach einer Weile ging es nur noch bergan und es war wieder allgemeines Gehen angesagt. Beim Gehen legte ich die klammen Hände an den Oberschenkeln an, um sie etwas zu wärmen. Wirklich erfolgreich war es nicht. Der Pfad mündete in ein Sträßchen, das auch recht steil war. Am Wegesrand lag dort noch ein Schneefeld. Dann passierte ich die Alphornbläser, die schon eine Weile zu hören waren. Sie bedankten sich für meinen Applaus, den ich im Vorbeilaufen spendete. Bald war das Sassförkle, mit 1771 Höhenmetern der höchste Punkt des Laufes, erreicht und ich fühlte mich immer noch gut. Dort nahm ich ein Gel von den Helfern an, weil es eines der Marke war, die ich auch mitführte und noch keine Unverträglichkeit vorkam. Eine Mitläuferin hatte wegen der klammen Hände genauso mit dem Schälen ihrer Banane zu kämpfen, wie ich mit dem Gel. Zum Glück waren es nur die Hände, die ausgekühlt sind und nicht der restliche Körper. Dort oben aß ich noch ein Stück Müsliriegel, was mir bei anderen Marathons nach dieser Distanz im Hals stecken geblieben wäre und ließ meinen Blick schweifen, so weit es die Wolken zuließen. Bisher hatte ich den Lauf genossen und so sollte es weiter gehen.

Nun ging es ein ganzes Stück bergab, in den Talkessel von Malbun. Als der Blick darauf frei wurde, untermalte der Soundtrack der Natur diesen mit exaktem Timing mit einem kräftigen Donnerschlag. Den zugehörigen Blitz hatte ich nicht gesehen, der muss hinter mir gewesen sein. Auf der Gefällstrecke war wieder ein Läufer mit passender Schrittfrequenz vor mir, so dass wir fast wie auf dem Tandem den Weg hinunterliefen. Man musste höllisch aufpassen, um sich auf dem Bergweg nicht auf die Schnauze zu legen. Auch hier hörte man schon lange den Moderator, doch es war erst km 35 passiert. Bei km 36 war das Ziel zum Greifen nah und nur ein paar Meter unterhalb des Weges. Aber es war noch eine große Runde um den Talkessel von Malbun zu laufen. Erst wieder eine Steigung im Geher-Tempo, dann wieder auf einem Pfad am Berg entlang, auf den amphitheatermäßig den Talkessel umschließenden Berg zu. Dort blies ein kräftiger Gegenwind. „Hallo, ich laufe auf eine Wand zu, die mich quasi auf drei Seiten umschließt, wo kommt dieser verdammte Wind her“, fragte ich mich. Ich wunderte mich noch, dass das durchweichte Shirt noch immer und trotz des Windes warm hielt, da wehte eine Windböe mir die Schildmütze vom Kopf. Zum Glück landete sie nur am Rand das Pfades ein paar Meter hinter mir und nicht in der Pampa, denn ich hatte die Basecap aus der Goodie-Bag vom Stockholm-Marathon auf, die mir beim 2008er Hitzelauf in Schwedens Hauptstadt beim Wasser auf den Kopf schöpfen wertvolle Dienste geleistet hat. Hier hatte sie dafür gesorgt, dass mir die mit etwas Schweiß verdünnten Regentropfen nicht in die Augen liefen. Die wollte ich hier nicht zurücklassen und behielt sie dann lieber in der Hand. Am Ende des Tales ging es noch mal über ein Brückchen an eine Verpflegungsstation. Ein Becher Cola sollte ausreichen. Kurz darauf wurde der schlammige Weg von zwei jeweils zwei Schritte langen Schneefeldern gekreuzt. Beim zweiten ist mir der Fuß etwas abgerutscht, die Koordination reichte noch aus, um dies auszubalancieren. Dann waren entlang eines in den Hang eingegrabenen Bachbetts noch mal ein paar knackige Höhenmeter zu gewinnen. Oben verlief die Strecke schon wieder talwärts an Malbun vorbei, das dort tief unter uns lag, so dass wir den Wintersportort von allen Seiten betrachten konnten. Bei km 41 kam die Kehre und es ging recht steil bergab. Ich versuchte es, etwas Laufen zu lassen, ohne die Kontrolle über mein Fahrgestell und besonders die Knie zu verlieren. Dann ging es ziemlich eben die Dorfstraße entlang und ich schaffte noch einen Spurt. Nach einer Verschwenkung der Stecke durchlief ich glücklich und gar nicht ausgepowert das Zieltor mit dem Logo des Hauptsponsors.

Nun liegen 1800 positive und 600 negative Höhenmeter verteilt auf 42,195 km hinter mir und ich bin ich Alpin-Marathoni.

Mit meinen 5:01:xx Stunden habe ich im kleinen Fürstentum meinen zeitlich längsten Lauf absolviert. Bis dahin war ich maximal 3:50 Stunden auf der Piste. So entspannt habe ich noch keinen meiner bisher sechs Marathons gefinisht. Mit Platz 67 von 111 Finishern meiner Altersklasse und Platz 310 von 619 finishenden Männern bin ich ziemlich mit Mittelfeld gelandet. Damit bin ich hochgradig zufrieden, denn schließlich war ich zwei Wochen nach dem Luxembourg-Marathon dort, um Berglauferfahrung zu sammeln und Spaß zu haben. Den hatte ich. Mit einer nur geringfügig verschärften Stadtmarathon-Vorbereitung noch einen Alpin-Lauf absolvieren ist eigentlich ganz schön ökonomisch.

Für besonders intensiv oder originell anfeuernde Zuschauer hatte ich ein nicht gekünsteltes Lächeln zustande gebracht, was noch enthusiastischer quittiert wurde. Bei ein paar Verpflegungsstationen ließ ich die immer motivierten und engagierten Helfer wissen, wie gut sie zu uns sind, dass sie sich bei diesem Wetter an den Berg stellten und ihre Mienen erhellten sich noch mehr.

Die Boullion im Zielbereich wärmte die Hände etwas und sogar das Weißbrot mit nix drauf schmeckte. Ohne die Bewegung des Laufs kühlte ich bald aus und ich verzog mich in das Duschzelt. Mann, war das Wasser herrlich warm. In trockenen Tüchern war’s dann ganz angenehm. Ich ließ mir eine Beinmassage angedeihen und zum inneren Aufwärmen wählte ich die Nudeln mit Arrabiata-Sauce. Wie schon bei der Anmeldung war es oben in Malbun recht entspannt. Auch ohne die Bergumrundung dauerte der Transfer im wirtschaftlich ausgelasteten Bus zum Startbereich 45 Minuten.

Diesen Lauf will ich noch mal machen. Nicht dass ich damit noch eine Rechnung offen hätte, aber beim und nach dem Aufstieg möchte ich die Aussicht auf das schweizerisch/liechtensteinisch/österreichische Rheintal und vor allem das Bergpanorama genießen.
Wie zum Trost, weil man während des Laufs nicht den Hauch eines blauen Himmels hatte, gab es ein Finisher-Funktionsshirt in sky blue. Und statt einer Medaille bekamen wir einen Flaschenverschluss mit einem großen Swarovski-Kristall, einem der Co-Sponsoren. Das finde ich eine nette Idee.

Der Lauf war natürlich nicht wie Urlaub auf dem Ponyhof. Jedoch war ich nie am Limit. Ich hätte noch gut weiterlaufen können. Da scheint sich anzudeuten, dass ich mich langsam auf eine Ultradistanz einstellen könnte. Vielleicht wäre der Trail du Petit Ballon, der große Bruder des Circuit in Rouffach eine Option quasi als Trainingslauf für den Supermarathon am Rennsteig. Dann wäre der Weg zum Transalpin 2011 schon fast vorprogrammiert.

Mein Regenerationstag heute verlief etwas unkonventionell.
Heute Morgen nahm ich am Sonntags-Sportangebot der Kureinrichtung teil. Aber da sind sonntags alle Sportgruppen beisammen, also fast wie Urlaub auf dem Ponyhof. Dann zog ich noch ein halbes Stündchen Bahnen im Schwimmbad und versuchte mich danach etwas im Kraulstil, was spätestens nach der Wende recht unkoordiniert wurde.
Da das Himmelblau heute nicht nur auf dem Finisher-Shirt sondern hier auch in Natura zu betrachten war, machte ich am Nachmittag eine Radtour. Ich versuchte, dem kräftigen Wind ein Schnippchen zu schlagen, was nicht gelang. Der Bodanrück (der Höhenzug zwischen dem oberen und unteren Teil des Bodensees) war nicht wirklich als Windabweiser für den Rückweg tauglich. Vom Bodanrück runter musste ich sogar bergab treten, um nicht wieder rückwärts den Berg hoch zu segeln. Bei der Tour ließ ich ein paar Mal den Blick über den See sowie die in weiter Ferne liegenden Alpengipfel schweifen, schwelgte in Erinnerung und bemerkte ein Lächeln auf meinen Lippen. Nachdem ich mir noch zwei Stück Kuchen genehmigt hatte, lief ich noch regenerative sieben Kilometer.

Schmerzen während dem Lauf: keine, danach auch keine.
Beim Essen am Sonntagmittag fragte mein Tischnachbar, was der Muskelkater macht. Meine Gegenfrage lautete: „Welcher Muskelkater“.

Auf www.lgt-alpin-marathon.li ist eine Diashow mit gut 40 Fotos verlinkt, die einen kleinen Eindruck vom Lauf vermittelt. Die Fotoagentur, die Laufbilder vermarktet, ist dort auch verlinkt. Wen die Fotos interessieren, der kann nach Start-Nr. 779 suchen lassen.

Gerhard

2
Gesamtwertung: 2 (1 Bewertung)

Halt so wie immer!

Du schreibst einen Bericht über einen Marathon und ich will gleich auch dort laufen! Der Bericht ist einmal mehr klasse geschrieben, vor allem "der wirtschaftlich ausgelastete Bus" hat mir ein Schmunzeln entlockt! Großes Lob für deine generell positive Berichterstattung, trotz Ssh...wetter.

Außerdem stand da etwas von "diesen Lauf möchte ich nochmal machen!" Ich würde mich dann wieder sehr über eine PM freuen - und Gesundheit voraus gesetzt - das nächste Mal auch mit Freude zu sagen! Der Rennsteig-Supermarathon 2010 steht bei mir ja eh schon fix im Terminkalender!

Gratulation zu deiner tollen Leistung! Deine Verfassung im Ziel und am Tag danach werten deine Zeit nochmal so richtig auf, da du ja mit Reserven gelaufen bist.

Gruß maecks


Wir sind BORN - Laufen wie bekloppt!

Genau!

Auch ich will mit! Mit dem Elsaß, Hermann, Rennsteig und Liechtenstein wird es im ersten Halbjahr 2010 zwar etwas eng, aber - nützt ja nix. ;)

Geiler Bericht, sehr anschaulich und kurzweilig und offensichtlich schöner Lauf...

Danke,

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Wir sind BORN. Verstand ist zwecklos. Sie werden bekloppt.

Der Gruppenwettstreit: RUHR vs. BORN

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