Benutzerbild von klada

Noch drei Wochen, dann geht's in die Alpen. Trainingscamp. Mit einem zwischenzeitlichen Abstecher in die Pyrenäen. Und zum Abschluss der Woche wage ich mich an einen der kleineren Irontrails. T71. Aber was heißt da schon klein? Okay, den T201 machen die ganz großen Jungs. Nächsten Samstag bin ich zu einem 60-km-Trainingslauf im Gelände mit zwei dieser Grenzverrückten unterwegs. Die wagen sich tatsächlich an 201 Kilometer mit den unfassbaren 12.000 Höhenmetern im Aufstieg. Zielschlusszeit: 56 Stunden. Swiss-Alpine-Erfinder Andrea Tuffli hat da eine neue und absolut extreme Ultraveranstaltung auf den Weg gebracht.

Eine Zeit lang habe ich eine Teilnahme am T141 in Erwägung gezogen, aber das Jahr lief zu schlecht und das Chassis erwies sich einmal mehr als zu anfällig, als dass diese Nummer durch die Alpen verantwortbar gewesen wäre. Zumal durch den Start um 21 Uhr zwei Nächte durchzulaufen gewesen wären.

Also T71. Mit 66,3 Kilometern und, kein Witz, +/- 4.830 Höhenmetern ist es der Irontrail mit dem höchsten Quälixfaktor (QF), nämlich, schluck, 72,8. Noch dazu überwiegend auf Singletrails zu laufen. Ich wunderte mich zunächst, warum in der Ausschreibung bei der Pflichtausrüstung auch eine Stirnlampe vorgeschrieben ist, da das Rennen doch schon um 8:00 Uhr in der Früh startet. Aber Tuffli weiß, was er tut. Immerhin sind 30 Stunden Zielschlusszeit angegeben. Der Sieger wird nach 9 Stunden erwartet. Zum Vergleich: Beim k 78 (QF 33) ist der Sieger nach knapp 6 Stunden drin. Trotz 12 km längerer Strecke. Ich bin also gewarnt, und ja, mir schlottern schon ein wenig die Knie. Okay, sogar ein wenig mehr. Man dürfte das Geräusch bis nach Westsibirien hören.

Ich werde jedenfalls die jogmapper-Berichte vom Zugspitz Ultra Trail mit großer Aufmerksamkeit einsaugen, um mein psychologisches Grundgerüst für den T71 zu festigen, der für mich ein wichtiger Baustein in der Vorbereitung auf den Trans Alpine Run Anfang September ist. Drückt mir mal die Daumen, dass ich ab jetzt verletzungsfrei durch die Vorbereitung komme. Die erste Jahreshälfte lief nämlich nicht so pralle.

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

qf 72,8...

...dat is quasi rennsteiglängen-quälix. und da der rennsteig KEIN irrsinn ist (oder?) fängt dieser dann auch erst viel später an - den irrsinn mein ich ;-)
klar, drück ich dir die daumen!
____________________
laufend findet klada sehr, sehr mutig: happy

klada, warscheinlich fängt

klada,
warscheinlich fängt der Irrsinn schon beim nachdenken, ob du das machst, an!
Man muß ja schon ein wenig irre sein, wenn man im Ernst darüber nachdenkt, 66km über so viel Höhenmeter zu LAUFEN, nicht wandern!!
Und, ja, ich finde auch das du sehr viel Mut hast! Für mich war ja der RHEX schon eine Herausforderung, bei der ich an meine Grenzen gekommen bin, und der war sicher pillepalle gegen die Alpen.
Pass auf deine Füße auf und, falls erforderlich, ich habe jede neue Menge Tips, wie man Blasen "pflegt" :)

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Für Dich sind meine Daumen

schon prophylaktisch gedrückt, denn Du ziehst in der Trainingsphase das Unheil ja immer irgendwie an... Aber so ist es ja recht oft im Leben, die Generalprobe flopt, die Vorführung topt:-)
Äh, sach mal, was für Dich ein Lauf ist, wäre für mich `ne Bergsteigung und hätte mit dem Wort Laufen wirklich nichts mehr gemein;-))

Tame,
gibt`s jetzt auch in Neongelb:-)
BORN - denn sie wissen nicht was sie tun!

Schon mal Danke fürs ...

... Daumendrücken, Petra . Bevor ich das vergesse ;-).

Rennsteiglängenquälix ist super, happy. Als Gruppentier der Rennsteig-Gemsen sollte das doch ein gutes Omen sein, oder?

Brihoha, offen gestanden habe ich keine Ahnung, wie viel der Strecke wirklich laufbar ist. Angesichts der Höhenmeter in Tateinheit mit den vielen technisch anspruchsvollen Untergründen befürchte ich mal, dass es nicht wirklich viel sein wird und der Wander- und Kletteranteil recht hoch liegt. Wie gesagt, bei einer kalkulierten Siegerzeit von 9 Stunden wäre schon der Beste "nur" mit einer Durchschnittspace von 8:06 unterwegs. Bedeutet für mich: Wenn ich nach Erreichen des Primärziels, das "Ankommen" heißt, unter 13 Stunden bliebe, wäre ich voll zufrieden – mit einer Durchschnittspace von, ähem, 11:30. Da ist das Wort "Pace" ein reiner Euphemismus.

Tame, du hast Recht. Die Generalprobe für den T71 ist beim Hollenlauf gründlich gefloppt. Und was das Bergsteigen angeht, klammere ich mich einfach an die Hoffnung, dass ich beim k78 auf dem steilsten Stück von Bergün bis Keschhütte meine beste Phase hatte und auf den gerade mal 14 Kilometern immerhin 85 Plätze gutmachen konnte.

Hauptsächlich geht's mir natürlich darum, Selbstvertrauen für den TAR zu tanken. Wenn ich den T71 schaffe, werde ich dort beruhigter an den Start gehen, so viel ist mal klar.

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

Quälixfaktor

Na ich wusste doch warum ich mich gleich auf die Langstrecke angemeldet habe. Wie war da gleich noch der Faktor? Ich rechne mal optimistisch pünktlich zum Mittagessen in Chur zu sein - macht 52h.

Irrsinn??? Nööööö!;o)

Das ist total bekloppt, aber macht nix, kommste ja sonst auch mit klar, oder?!:o))
Ab und zu bist Du sowas von Born....aber das macht Dich ja so sympathisch!;o)
DU machst das einfach...pass nur bitte auf Deine Knochen auf!:o)

Lieben Gruß Carla

Wer sagt dir denn, ...

... dass der die Höhenmeter hoch läuft? Da glaub ich ja im Leben nich dran. Die werden gewandert. Oder wieso braucht man da so lange für? Die Gesamtstrecke ist doch nur deshalb schneller als alles Wandern, weil man runterwärts so 'n bissl runterjoggen kann. Fürs Laufen wird es da wohl auch nicht mehr so reichen. ;-))
Nimm Stöcke mit, Klada.
Ach ja, und hör auf dir das so viele Gedanken drum zu machen. Letztes Jahr stand ich auch in Grainau undhatte keine Idee wie die Zugspitze so laufen wird. Hoffnung war da mehr so das richtige Wort. Zuversicht gut vorbereitet zu sein. Und Wissen, dass viele andere weniger trainiert haben und trotzdem mit viel Optimismus die Strecke in Angriff nehmen und sie auch packen. Was sollte da also schiefgehen?
So wirds bei dir auch.
Also, nich grübeln. Du hast noch zwei Wochen fürs Training. Sieh zu. Und keine Kapriolen! Nix Bahndammlaufen und so'n Schrott.
Mach mal.
;-)

Quälixfaktor für den T201 ...

...: 53,5. Das ist nicht sooo viel weniger, dass du mir den Umstieg auf die 201 schmackhaft machen könntest, Uusi. Die letzten 45 km verläuft der 201er übrigens auf der T71 Route. Also: Wir sehen uns ... ;-).

Schalk hat natürlich Recht, und ich hatte es ja schon angedeutet: Viel Laufen wird da nicht möglich sein. Wird wohl eine Mischung aus Speed Hiking und Downhill Jogging werden, nehme ich mal an. "Hoffnung" klingt gut. Und Stöcke sind dabei. Zwei Tests hab' ich damit schon hinter mich gebracht. Nächsten Samstag kommt der dritte. Ich steche mittlerweile auch schon viel weniger Löcher in die Luft als beim ersten Mal ;-) ...

Nee, keine Experimente mehr. Das einzige, was ich noch üben werde, sind kleine Läufe zur Verbesserung der Schwindelfreiheit. Doddal ungefährlich, Doppelschwör! Demnächst mehr. Bebildert natürlich ;-).

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links