Hallo miteinander!
Ich weiß, das Thema nüchtern Laufen wurde hier bereits mehrmals erläutert. Jedoch möchte ich hier Meinungen zu einer anderen Perspektive hören.

Ich trainiere seit bereits etwa 2 Jahren für Marathons, habe auch schon welche gelaufen (aktuelle Zeit <4 Stunden, möchte im Herbst sub 3:30 kommen).
Ich habe es bisher so gehandhabt, dass ich 6 Trainingseinheiten pro Woche hatte (streng nach Trainingsplan). 5 innerhalb der Woche und eine am Wochenende. Die Läufe innerhalb der Woche gingen immer bis zu 90 Min, Tempoläufe, Intervallläufe etc alles dabei.
Ich laufe morgens immer direkt nach dem Aufstehen, d.h. aufstehen, anziehen und sofort los. Dabei habe ich nie Probleme gehabt, weder mit dem Magen noch mit Kreislauf etc. Ich merke schon dass ich die optimale Leistung insbesondere bei langen Läufen nur mit Frühstück erbringe, aber deswegen liegen die ja auch auf dem Wochenende.

Nun wird ja immer wieder berichtet dass nüchtern Laufen sogar kontraproduktiv sei aufgrund des Eiweißverbrauches. Ich würde aber ungerne morgens noch frühstücken, da ich direkt nach dem Frühstück nicht laufen kann und nicht noch früher aufstehen möchte. Wichtig zu wissen ist auch noch, dass ich direkt nach dem Laufen Saftschorle als direkten Zucker (zum Auffüllen der Glykogenspeicher) zu mir nehme und mich sehr Eiweißreich ernähre (Quark zum Frühstück).

Nun frage ich mich ob meine Trainigsleistung möglicherweise unter diesem Verfahren leidet und ob ich sonst bessere Leistungen erbringen könnte. Kennt jemand konkrete Studien die wirklich Muskelabbau infolge von Nüchternläufen belegen? Oder ist das alles mehr Panikmache um die Menschen von dem Nüchternlauf-Abnehmtrip zu bekommen?

Ich hoffe, mir kann da jemand etwas weiterhelfen.

Vielen Dank schonmal im Voraus!!

Grüße
Felix

Ich kann keine Studie liefern...

...nur eigene Erfahrung: Ich trainiere seit ca 4 Jahren regelmäßig und habe inzwischen eine Marathon-PB sub 3:00h. Ich starte mein Training fast immer um 6:00 Uhr morgens, stehe allerdings gegen 05:00, spätestens 05:30 Uhr auf.

Ansonten hast du eigentlich meine Trainingsroutine ziemlich genau beschrieben - auch was das Auffüllen der Glykogenspeicher und die eiweißreiche Ernährung anbelangt (Ausnahme: Trainingsplan nur 8 Wochen vor PB-Wettkampf und meist "nur" 5 Einheiten pro Woche).

Ich laufe sogar meine langen Läufe (35 km) meistens nüchtern - sorge dann allerdings dafür, dass ich mich am Vortag (wie halt vor einem Wettkampf) kohlenhydtratreich ernähre. So auch vor Intervalltraining und Tempolauf.

Also wenn du dich wohl fühlst, mach einfach so weiter.
Aber ich bin ja auch nicht umsonst BORN. Verstand ist zwecklos!

Gruß maecks


Wir sind BORN - Laufen wie bekloppt!

Hallo cologne 123

da ich auch kein großer Frühstücker bin, kenne ich das gut.
Bei mir funktioniert es bis ca. 20/25 km gut ohne etwas zu essen, aber danach kommt bei mir der totale Einbruch. Hab ich das erste Mal bei meinem ersten Marathontraining bei einem Mittagslauf erlebt. 28 km auf nüchternem Magen bewirkten, dass ich 1,5 km vorm Ende auch am selbigen war und nur noch nach Hause schleichen konnte. Ich war völlig frustriert über diesen schlechten Trainingszustand und das 4 Wochen vorm 1. Marathon, bis mir auffiel, dass ich noch nix gegessen hatte. Da wollte mein Körper einfach nicht mehr.

Hier ein Link, wo genau das super beschrieben und erklärt wird:
http://www.marathonteam-viersen.de/forum/messages/4914.html

Wenn du also kein Problem damit hast nüchtern zu laufen, um so besser.
In der nächsten Marathonvorbereitung werde es vielleicht noch mal versuchen zu trainieren, wenn es meinen Körper nicht zu sehr quält. Denn das wäre es mir nicht wert, aber schaden kann es nicht, insbesondere wenn dein Körper nüchtern zu laufen gut verträgt.

Gruss
runnergirl

klasse Erklärung

da ich bisher maximal 25 km gelaufen bin, hatte ich das Problem ab 30 km noch nie. Dann werde ich jetzt auch öfter mal morgens ohne Frühstück loslaufen (morgen früh wieder). Denn irgendwann will ich auch mal Marathon laufen (nächstes Jahr?). Aber dieses Jahr bleibe ich noch bei den kurzen Strecken (HM, 10 Meilen , 25 km).

Gruß

Gerald

für ein glas...

...stilles wasser oder apfelschorle sowie eine banane braucht man nicht unbedingt früher aufstehen, zumal wenn man sich das am abend zuvor mit ans bett nimmt und sofort nach dem aufwachen reinzieht. bis du in den klamotten bist und die beißerchen gefegt hast, ist das schon nen stück runtergerutscht und stört nicht beim laufen.
der körper wird´s dir danken.
____________________
laufend grüßt happy

Wie wärs denn wenn du zum

Wie wärs denn wenn du zum frühstück ne banane ißt und nen kakao trinkst? dann hast du schonmal Kohlehydrate aus der banane und ein bischen Eiweiß aus der milch, außerdem schnellen zucker aus dem kakaopulver, schadet mir jedenfalls nicht. Aber mehr als das geht bei mir auch nicht rein, sonst fühl ich mich einfach unwohl beim laufen.

Schmerzen sind geil!!

Bei Steffny ist zu lesen

...dass das Nüchtern Laufen eine Trainingsmethode ist, um das Umschalten auf weitgehende Fettverbrennung nach dem Aufbrauchen der KH-Speicher zu trainieren. Läuft man nüchtern los, sind ide KH-speicher nicht wirklich voll und damit schneller leer; nicht erst bei km30-35 (der Mann mit dem Hammer kommt daher), sondern schon bei km20-25.
Ich habe das in jeder M-Vorbereitung ebenso betrieben, wie Maecks auch. die ersten Male merkt man, dass der Körper das mit dem Umschalten noch nicht so gut beherrscht, aber später hat man damit auch bis km 35 keine Sorgen. Weiter laufe ich im Training bisher nicht. ;-)
Wenns Wärmer ist, habe ich mir allerdings angewöhnt Wasser mitzunehmen - so ab 20-25km, je nach Temp. und Sonne.
PS: Obige Erläuterungen habe ich vor Jahren gelesen. Kleine Unterschiede im Detail bitte ich zu verzeihen. Wer's genau Wissen will: selbst nachlesen. Das Prinzip war so erläutert.
Gruß Schalk
Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos!

Bei der gerade erläuterten

Trainingsmethodik des nüchtern Laufens wäre das Auftanken des KH-Speichers natürlich etwas kontraproduktiv. ;-)
Inwiefern heute neue Erkenntnisse vorliegen - Keine Ahnung. Mein Körper kennt nur die Alten und das ganz gut - hat trotzdem oder deswegen für ne ganz gute M-Zeit und nen schnellen langen Kanten gelangt.
Gruß Schalk
Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos.

Hatte bisher noch keine Probleme

da ich auch morgens laufe, teilweise bei den langen Läufen über 30 km gegen 5 uhr morgens starte, esse ich vorher so gut wie nie, na gut die ein oder andere Banane ist war schon dabei, ansonsten halte ich das wie Schalk am Tag vorher vernüpftig essen. Die einzigste Katastrophe hatte ich nur erlebt als ich 40 km mit nur einem liter Wasser bestreiten wollte, was bis km 37 geklappt hatte, danach lief nix mehr. Auf´s Essen kannste verzichten nimm Wasser mit und vielleicht zur not auch mal Traubenzucker oder Sportriegel oder ähnliches.

Gruß Jürgen

Kopf runter und durch

Muskelabbau nein

hi felix,

wenn man den biochemischen abläufen im körper glauben kann, dann wird je nach pulsbelastung zuerst fett, dann fett und glykogen und dann erst -ganz spät - eiweiß verbrannt. habe aber auch schon gelesen, dass bei einem ausdauertraining man eiweiß zu sich nehmen sollte, die Energiezufuhr ist dann in der regel niedriger als der verbrauch, um zu verhindern dass der körper nicht still und heimlich eiweiß abbaut.

ich persönlich laufe vor dem frühstück und finde es genial. vor einem wettkampf würde ich aber nicht nüchtern laufen, mein rezept eiweißshake mit tigerbanane und ne handwoll rosinen

grüsse aus nürnberg

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