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Ich war letztes Wochenende in Hemmoor tauchen um den PADI Advanced Open Water Diver Kurs zu machen. Wir hatten als zweiten Tauchgang auch einen Tieftauchgang, der ging bis auf 27-32 m max. Bei ca. 27 m vereiste dann mein Lungenautomat. Aus meinem Oktopus bekam ich auch keine Luft mehr, vielleicht war ich auch nur panisch. Sehr merkwürdig. Da ich noch relativ unerfahren war und der Rest der Gruppe zu weit weg war, machte ich einen Notaufstieg. Ich hatte super Angst davor ob ich oben heil ankomme und dass ich keinen Lungenriss davontrage. Ich versuchte also so einfach nur auszuatmen mit dem bisschen Luft was noch ging.

Kurze Zeit später tauchte mein Tauchlehrer neben mir auf und checkte mich. Wir tauchten dann nochmal auf geringere Tiefe ab nachdem auch 2 andere Taucher leichte Probleme hatten und tauchten langsam aus. Am nächsten Tag machten wir noch 2 Tauchgänge und es ging nochmal auf 24 m mit langsamen Auftauchen. Ich hatte zum Glück danach und bis jetzt keine Dekompressionsprobleme. Ich war heute sicherheitshalber auch nicht Laufen.

Vor der Tiefe hab ich auf jedenfall Respekt und werde selbst erstmal nicht mehr so tief tauchen und später beim eigenen Lungenautomaten gern ein paar Euros mehr ausgeben.

Den Kurs hab ich nun trotzdem durch. Ich werde mich mal nach einem Tauchverein im Norden umschauen, um noch mehr zu üben und Erfahrungen zu sammeln.

Heute habe ich mal wieder meinen ersten Lauf nach dem Tauchunfall durchgeführt und es ging eigentlich ganz gut.
Leider kommen nun auch noch blockierte Wirbel hinzu... Echt doof. Muss wohl vorm Halbmarathon mal zum Orthopäden. Hab erst seitdem ich Laufe Probleme mit blockierten Wirbeln...

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ok, soweit glück gehabt,

ok, soweit glück gehabt, und dir ist nix weiteres passiert.

unverständlich........nach deinem notaufstieg erneut abzutauchen um doch noch nen dekostop auszuführen.
bist du dir bewusst wie schnell du nach oben bist?
und deine stickstoffsättigung hast du dann damit geregelt?
aber deine langsame ausatmung unter kontrolle zu halten, gut gemacht!

und überhaupt...wo war dein buddy??? und erst recht dein tauchlehrer in diesem kurs??

ich an deiner stelle würd mich sicherheitshalber mal schnellsten vom doc deines vertrauens auf diesen tauchunfall hin von oben bis unten durchchecken lassen, und mich solange mit dem laufen zurück halten..

ich hab schon einige tauchgänge und meinen PADI RD
gruss efjot

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..DIE Laufgruppe im Ruhrgebiet

Nasse Dekompression? Niemals nicht!

Was ist das für ein Tauchlehrer, der einem, nach einem Notaufstieg wieder nach unter lässt?
Zur Sicherheit sollte man mindestes eine Woche nicht mehr tauchen.
Wenn Du dir unsicher bist, rufe die Hotline deiner Tauchversicherung an. Die helfen weiter.

Ich wünsche Dir noch viele schöne Tauchgänge in unserern norddeutschen Modderseen.

Gruß
Marko (VDST**)

Tauchregeln???

Wenn es in Hemmoor immer wieder zu teilweise tödlichen Tauchunfällen kommt, dann liegt das daran, dass einige Leute meinen, die Tauchregeln im allgemeinen und die Tauchregeln am Kreidesee sind nur für die anderen Taucher da!

Was heißt hier "Aus meinem Oktopus bekam ich auch keine Luft mehr". 2 getrennte Systeme sind vorgeschrieben. Und zurecht!!!

Auf Gruppenzusammenstellung und Buddy ist Efjot ja schon eingegangen.

Du hast mit Deinem Leben gespielt!

Den Vorsatz, sich einen Verein zu suchen und weiter Erfahrung zu sammeln, kann ich nur begrüßen!

VG
Susanne (VDST**)

Ab zum Arzt

Dekompressionskrankheiten treten öfters erst spät auf. begeb dich sicherhalthalber zu einem Arzt.

Mich hat mal mein Buddy aus 25m tiefe mit nach oben geschossen. Bei 8m konnte ich mich losreissen und habe mich im anschluß sofort in fachärztliche behandlung gegeben.

Wie verantwortungslos von deinem Buddy und dem TL. Und dann in Hemoor, Mensch vor dem Tümpel hab ich Respekt ohne Ende gehabt.

Gruß

Andreas (VDTL**/Feuerwehr Rettungstaucher)

- - -
Konfutius sagt:
Auch der längste Lauf beginnt stets mit dem ersten Schritt
- - -

Taucht Ihr ohne Buddy? Ich

Taucht Ihr ohne Buddy? Ich bin noch nie in Deutschland getaucht- nur in Südamerika und Ägypten- wir waren auch in Wracks und ich habe auch Nachttauchgänge hinter mir- (da hatte ich meinen Buddy sogar an der Hand gehalten)
aber es wurde allergrößter Wert auf Nähe gelegt, trotz teilweiser guter Sicht.
Bitte geh zum Arzt!!!!
Gute Besserung wünscht Astrid

Hallo wanderfalke74, was

Hallo wanderfalke74,

was heißt viel später? Hattest du später noch Probleme? Ich hatte ja am Samstag den Notaufstieg und bin Mittwoch zu einer Allgemeinmedizinerin.
Die machte EKG, LUFU, Blutdruck, Puls, Trommelfellbegutachtung und Abhören. Sie sah kein Indiz für eine Weiterbehandlung bei einem Facharzt. Meinte nach 4 Tagen sind Probleme unwahrscheinlich, aber wenn es noch elche gibt soll ich direkt zu einem Spezialisten.

Ich habe auch eine Menge Respekt vor Hemmoor.

Reflektionen zum missglückten Tauchgang...

Hallo Astrid und @ all,

Ich nehme eure Kritik sehr ernst und will nochmal den Tag mehr beleuchten.
Wir waren eine Gruppe von 6 Leuten inkl. 2 TL. 4 von uns inkl. Wir wollten den Advanced Open Water Diver an dem WE machen. Ich habe die Kurse erstmal nur mitmachen wollen um zu sehen ob das Tauchen was für mich ist.
Das Tauchgerät war also Leihgerät von den TL. Wir hatten an dem WE also alle schon einen Schein und waren am Vormittag 30 min auf max. 6 m zum eingewöhnen und sind nach dem Mittag innerhalb von 5-7 min an einer Leine und durch den Rüttler in Hemmoor auf die 27m abgestiegen.
Wir waren nicht als Buddys eingeteilt. Jetzt betrachtet total unverantwortlich gleichzeitig mit 4 unerfahrenen ohne Buddyeinteilung so tief zu tauchen. Ich denke er hätte max. mit 2 Tauchen sollen.
Ich war vorletzter beim Abstieg und ein TL hinter mir.
Auf Tiefe sind die anderen dann auf einmal weiter so wie: Alles dem TL nach. Der TL hinter mir hatte wo auch Probleme und ist vorgeschwommen. Ich war aber noch mit mir selbst und dem Druckausgleich beschäftigt und plötzlich war ich alleine. Ich bekam dann direkt nach dem Abstieg ja die Probleme und konnte niemanden mehr sigalisieren dass ich Probleme hatte. Sie drehten sich ja nach vorne und tauchten noch ein Stück tiefer.
Da ich kaum noch Luft aus dem Lungenautomat bekam konnte und wollte ich nicht tiefer hinterher. Hoffte es merkte noch jemand das ich fehlte. Er ließ nun ja Luft in Strömen ab. Beim Wechsel auf den Oktopus vereiste dieser auch langsam. Da bekommt man Todesangst. Ich sah keine Möglichkeit mehr und musste also mit diesem hoch und glaube ich habe 25-30 sek. gebraucht. Es kam nun auch Panik dazu, aber ich versuchte nur nicht zu schnell hochzuschießen und auszuatmen. Ich war also max. 2-3 min auf der maximalsten Tiefe.
Nun stelle ich mir aber auch so viele Fragen und versuche zu verarbeiten, was ich hätte besser machen können.
Später erfuhr ich dass der 1 TL mit dem 2 TL beschäftigt war. Der hatte Kreislaufprobleme und noch einer aus der Gruppe musste hoch. Die sind aber natürlich noch langsamer aufgestiegen. Es waren einfach zu viele und unkoordiniert meiner Meinung nach. Total schiefgelaufen.

Ich muss betonen das wir den Open Water Diver zwei Wochen vorher erst gemacht hatten bis max. 9 m (Halle+Pflichttauchgänge)und in Hemmoor mit den selben TL den Advanced zu dem halt der Tieftauchgang ja gehört durchmachen wollten. Reflektierend fehlte für den Tauchgang aber noch mehr Praxis. Man hätte nach dem Open Water Diver erstmal noch mehr üben sollen. Wir wollten aber schnell beide Scheine und dann selbst mehr üben. Also überwand ich mich auch, weil es ja erstmal nur 1 Tieftauchgang sein sollte. So tief ist aber auch noch nichts für mich.
Ich kann auch nicht verstehen warum wir nach dem Notaufstieh dann nochmal runter sind (waren aber max. auf 5 m).

Die meisten Probleme treten ja direkt beim Auftauchen oder spätestens kurz danach bis zu 36 Stunden später ein. Der TL hat natürlich später immer wieder nach meinem Befinden gefragt und wir haben an dem Tag auch keinen Tauchgang mehr gemacht.
Ich hatte natürlich nun Angst, habe zum Glück aber bisher nix festgestellt war trotzdem Mittwoch noch zum Arzt.
Nun sind 8 Tage rum und ich knabbere da aber immer noch dran, träume auch davon. Ich war aber gestern mal langsam wieder laufen, da der Arzt meinte ich kann es probieren.

Wer weiß ob ich dieses Jahr überhaupt nochmal tauche. Dem Tauchverein kann ich mich erst nächstes Jahr nach meinem Umzug anschließen.
Euch allen noch viel Spaß weiterhin beim Tauchen und Laufen.

Gut analysiert

Hallo,

gut den Sachverhalt analysiert und die Konsequenzen daraus gezogen. Den ganzen Kommentaren kannst du ja entnehmen, das da eine Menge anscheinend kleine Fehler gemacht wurden, die sehr häufig in einer tödlichen Katastrophe enden.

Ich an deiner Stelle würde mir die Kosten für den Advanced Kurs noch rückerstatten lassen, da die Tauchschule bzw die Tauchlehrer mangelhafte Arbeit abgeliefert haben und das Geld in die Mitgliedschaft in einem Tauchverein investieren.

Es gibt in Deutschland zwei Arten tauchen zu lernen. Zum einen die kommerzielle PADI, NAUI etc. oder in einem Tauchverein (VDST). Für jemanden der nur "unter" "Aufsicht" im Urlaub in tropischen Gewässern tauchen möchte, halte ich beide für in Ordnung. Wer aber auch in unseren heimischen Gewässern mit einem gleich ausgebildeten Taucher tauchen möchte, bevorzuge ich die Variante über einen Tauchverein, da dort m. E. mehr Wert auf eine nachhaltigere Ausbildung Wert gelegt wird und man dort eher von dem Erfahrungsschatz der anderen Vereinsmitglieder profitieren kann.
Ich möchte hier nicht die Diskussion eröffnen welche Ausbildung oder Verband der bessere ist, denn es gibt keinen besseren oder schlechteren Verband/Vereinigung. Es gibt in allen Verbänden tolle Tauchausbilder aber auch eine ganze Menge Stümper und Scharlatane.
Die Truppe der Ausbilder die du kennen gelernt hast gehört zu der letzteren Kategorie.
- Mangelhafte Ausrüstung
- Zu früh auf eine beachtliche Tiefe (nach ein paar Schwimmbad- und Freiwassertauchgängen)
- Bei dem ersten tieferen Tauchgang ein TL mit zwei Tauchschülern ist mangelhaft.
- Nasse Rekompression ist schon lange lange out.
- Und schon gar nicht notwendig bei einer Grundzeit von wenigen Minuten. Den da wäre eher ein Lungenschädigung erfolgt (die hast du ja durch dein Ausatmen beim Aufstieg verhindert (wäre aber auch so schwer möglich gewesen, da die Schmerzen so groß geworden, wäre das du automatisch ausgeatmet hättest).
- und so weiter.

Laß dir den Spass am tauchen nicht verderben und such dir einen guten Tauchverein mit ein paar guten Tauchausbildern, leider weiß man es oft erst hinterher ob die Ausbildung gut oder eher schlecht war. Also befrag andere Vereinsmitglieder wenn man Vertrauen kann und wem eher nicht.

Guter Beitrag...

Hallo runnergirl,

danke für deinen Kommentar. Ich werde trotz dem abgelegten Schein in einem Verein nochmal bei Null anfangen.
Habe mich schon informiert. Der Verein in meiner Nähe macht 1 mal die Woche Techniktraining im Sommer im Freiwasser und Winter in der Halle. Da lernt man alles nochmal von Null auf und ich kann auch gut mit Flossen etc. üben.
Das Monatsbeitrag liegt gerade mal bei 9-10 Euro da der Tauchverein einem normalen TSV angehört. Leihausrüstung wie auch Schwimmbadeintritt für Mitglieder umsonst.
Das hört sich sehr fair an und die Mitglieder sind schon deutlich über meiner Altersklasse und scheinbar auch sehr erfahren. Eigentlich starten die auch jedes Wochenende irgendwelche Tauchgänge.
Mal schauen.

Noch´n Tipp zum Tauchtraining

Eine gute interessante Art seine Tauchfähigkeiten zu verbessern ist das Unterwasserrugby, es wird in einigen Tauchvereinen auch in Norddeutschland gespielt und ist die perfekte Art seine Kondition und Koordinationsfähigkeiten unter Wasser zu verbessern.
Du bist dafür noch in einem sehr gutem Alter und dir meisten Vereine haben wegen der Unbekanntheit der Sportart auch Nachwuchsprobleme.
... ach ja es hört sich gefährlicher an als es ist. Google mal nach Unterwasserrugby oder UWR vielleicht ist das ja was für dich.

Viele Grüße
Runnergirl

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