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So jetzt sind's also nur noch 6 Tage bis zum Regensburg Marathon.
Und ich bekomm' langsam aber sicher kalte Füsse.

Egal welche Fragen mir durch den Kopf gehen, die Antwort ist fast immer: NEIN!
Hast Du genug trainiert? Nein!
Waren es genügen und genügend lang lange Läufe? Nein!
Hast Du nach Plan trainiert? Nein!
Bis Du in der Lage 42 km durch zu laufen? Nein!
Das ganze wird eine einzige Blamage ...
Dein Training war nicht regelmäßig und lang genug.
Und so weiter ...

Auch die letzten Läufe liefen nicht so wie ich's mir wünschen würde. Irgendwie fühle ich mich nicht wohl beim Laufen und hab' das Gefühl einfach nicht rein zukommen.
Heute kam mir der Gedanke erst gar nicht an den Start zu gehen, wenn nicht schon bezahlt wäre ...
Zum einen sehne ich meinen ersten Versuch herbei und zum anderen wünsche ich ich wäre nie auf diese blöde Idee gekommen. Dann gibt’s wieder Augenblicke da denk ich mir, Regensburg werd' ich schon überleben und beim nächsten Versuch mach ich dann alles anderst und richtig.
Hab' ich jetzt ein ernstes Problem oder ist das die ganz normale Paranoia eines Anfängers?
Und wenn ich ein Problem hab' ist's dann eher geistig oder körperlich?
Oder ist's jetzt noch geistig und wird nach 35 km körperlich
Oder ...
Oder ...
Oder ...

Bis neulich und später
Uli

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Alles halb so schlimm ;-)

Hey, ich denke da ist tatsächlich eine gehörige Portion "Anfängerparanoia", wie Du es so schön nennst dabei! Vor meinem ersten Marathon (der noch gar nicht so lange her ist) ging es mir ähnlich: zu wenig trainiert, zu wenig lange Läufe (nur 1x 30km) , die Tage davor dann das Gefühl, das Laufen fühlt sich auf einmal nicht mehr so "leicht" an und und und...

Am Abend zuvor konnte ich nicht richtig schlafen, morgens war´s grau in grau und es regnete - ich hätte mich am liebsten umgedreht und hätte es sausen lassen ;-)
Bin natürlich doch angetreten und es war trotz all der kleineren und grösseren Tiefs fantastisch!

Lauf das Ding und schau einfach was passiert - Du kannst ja Deine Zielzeit etwas nach hinten korrigieren, um Dich nicht unter Druck zu setzen. Bei Deinem nächsten (und glaub mir, Du wirst einen nächsten... und nächsten... und nächsten laufen wollen!) kannst Du ja dann die Zeit forcieren, die Dir vorschwebt.

Für Dein Debut wünsche ich Dir alles alles Gute, viel Spass - und trink lieber einmal mehr wenn´s heiss werden sollte, das kostet nicht sooo viel Zeit wie Du vielleicht denkst!

Nicht wirklich unnormal ;-)

schön viiiel Trinken, Entspannen, Trinken, Entspannen, ..., alle Klamotten packen, Trinken, Entspannen, noch mal nen 5er am Do. (Scheiße gelaufen, ganz unrund - normal - keinen Kopf machen), Entspannen, am Sonntag loslaufen - es geht nicht rund? Egal. Das wird noch, ist ja noch ein Stück. Zielzeit? Tempo? Ankommen ist das Ziel! Sonst einfach Trainingstempo anlaufen. Das geht immer. Irgendwann platzt der Knoten, dann läufts! Und bloß keine Angst vor der Distanz. In kleine Stücken einteilen: reichlich acht 5km-Runden. Das ist schön überschaubar. Du machst das schon. Einfach laufen.
Viel Spaß und konserviere das Gefühl des Zieleinlaufes!
Gruß Schalk

Es wird schlimmer

Hallo Oli,

ich kann Dich beruhigen, das wird mit jedem weiteren Marathon schlimmer (bei mir zumindest). Diese Selbstzweifel sind vollkommen normal, aber spätestens in der Startaufstellung ist dann alles vergessen und jegliches Gefühl von Schlappheit der vorangegangenen Tage ist vergessen.

Frag mal Läufer in der Startaufstellung, wie die Vorbereitung war. Da wird keiner sagen, dass die hervorragend gelaufen sei, eher so:

"Na Harald, gut drauf heute?" -"Nee Volker, letzte Woche war ich ja krank! Und Du?" -"Auch nicht, ich hatte ja diese schwere Bronchitis!" -"Ja, ich auch, hab sogar Blut gespuckt!" -"Na ja, und dann hab ich die Nierentransplantation vom letzten Monat auch noch nicht ganz überwunden!" -"Ja, das wirft einen zurück, ich kenn das, ich hab dieses neue Herz auch erst seit drei Wochen!" -"Na ja, und der Unfall letzten Monat, wo sie mir das Bein wieder annähen mussten, da konnt ich auch nur wenig trainieren!" -"Trotzdem, alles Gute, lauf schön!" -"Du auch!"
"Na, wie war´s, neuer PR?" -"Klar, 1 min schneller als jemals, und Du?" -"Ich auch, Erster in der AK!" -"Na dann, bis nächste Woche!" -"Jo, Tschö!"

Auf eine schlechte Generalprobe folgt immer eine gute Premiere.

Jetzt gilt es nur noch sich zu erholen und das Laufgefühl nicht zu verlieren.
Dann klappt es auch beim Marathon.

Gruß Gazelle123

Ommmmm....

He, es ist eine Premiere! Da darf man ordentlich aufgeregt sein. Und auch beim nächsten, denn ein Marathon ist immer irgendwie eine Premiere :-)

Lauf' langsam los und setze dir nur als Ziel, anzukommen. Mit Stil ins Ziel. Keinen Zielzeitehrgeiz beim ersten, das kannst du dir für den zweiten aufheben. Erst mal nur möglichst durchlaufen (ok, an den Verpflegungsstellen gehen...). Lieber etwas langsamer aber dafür mit WÜRDE an der Seite. Und Spaß haben! Kinder abklatschen, Bands zujubeln, ... Genieße die kleinen und großen Aufmunterungen unterwegs.

Ich wünsche dir einen tollen Lauf!!!

Gruppenduell BORN vs. Ruhr
Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos!

Nervös?

Moin Uli,

hast´s ja schon gelesen - Zweifel haben die meisten.
Auch ich habe dieses Jahr mit 300 zu wenig km gesammelt und mein Debut vor 9 Tagen gut gemeistert. Mit gut meine ich in diesem Fall, dass ich während der ganzen Strecke nicht einmal ans Aufhören dachte und locker (!) durch´s Ziel laufen konnte. Dazwischen gab´s natürlich schwierige Momente, aber ohne verbissenes Festhalten an einer Zielzeit geht´s immer weiter!
Ich habe nur 2-3 Wasserstellen ausgelassen, habe mir wenn möglich den Nacken gewässert (der Schwamm war Gold wert, genauso wie die Laufkappe!!), wenn´s sein musste Zeit für ein paar Dehnungen genommen, jede Zuschauer-Schlauch-Dusche mitgenommen und mir den Spass nicht nehmen lassen (Kinderhände abklatschen, auf Zuschauer-Aufmunterungen reagieren etc.).
Man kann so eine Strecke auch genießen! Das hätte ich vorher auch nicht gedacht. Ich hatte wegen der Länge noch bis morgens Bedenken, habe mir aber keinen Druck gemacht.

Ich wünsche dir viel Erfolg für dein Debut! Du machst das schon - bist ja kein Anfänger mehr.
Und falls es dir unterwegs langweilig werden sollte: Ich habe dann angefangen, kopfzurechnen (Pace bis jetzt - bleibt sie bestehen etc.), aber mehr zum Spaß. In den 30ern wird die Rechnerei schon schwierig und so geht der eine oder andere km rum..

Mach´s gut!

Gruß SG

Kalte Füße


Mache Dir nicht so viele Gedanken.
Was Du jetzt erlebst nennt man wohl: Lampenfieber.
Streiche diese ganze Serie von "Nein" ersetze sie:
Ich habe trainiert.
Es ist mein erster Marathon!!! Ankommen!! Zeit egal !!
Ich kann nichts verlieren, nur gewinnen!
Also, nur Mut. DU schaffst es. Ich weiß es.
Viel Glück !!
VG.

Rückblick

Hi Uli,
Blogs wie Deiner lassen mich immer wieder an meinen ersten Marathon in Berlin 2003 zurückdenken!
Ich war wirklich schlecht trainiert, mein Training war komplett unstrukturiert, ich kannte Jogmap und die guten Tipps noch nicht...alles Dinge, die bei Dir nicht vorliegen, sach ich ma so...;-)!
Und auch ich hab meinen ersten damals geschafft, in akzeptabeler Zeit und hab für meinen Zweiten sehr viele Vorsätze mitgenommen!
Also: Es kann eigentlich nur positiv ausgehen.
Alles Gute,
Gruß, Marco
You´ll never paranoia alone

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos

hey uli... es ist ganz

hey uli...
es ist ganz normal, dass man sich in der letzten woche vor dem lauf schlecht fühlt!!!
ich denke mal, dass auch du in den letzten tagen nicht mehr so hart trainiert hast wie am anfang, um kräfte zu schone... ;)
daher kommt es, dass man sich schlechter fühlt beim laufen, als in den vorangegangenen wochen. aber glaub mir, spätestens nach den ersten 2km wirst du deine trägheit abgelegt haben und dein ding laufen.
Ich wünsche dir viel glück,

mfg laufbursche

Kommt mir irgendwie bekannt vor :-)

Moin,
ich hatte meinen ersten M am 03.05 in Düsseldorf bestritten,
2 Wochen vorher noch Fieber von einer Grippe gehabt. die vier Wochen vorher nicht die langen Strecken laufen können (War im Urlaub und bei 30-40° im Schatten hört der Spass auf). Nun ja, die Startgebür war bezahlt und deshalb hatte ich nichts zu verlieren.
Bin letztendlich für mich nicht ganz zufriedenstellenden Zeit eingelaufen, aber trotzdem es war ein geiles Gefühl die Ziellinie zu überstreiten. Ich hab mich noch am selben abend für den M in Essen im Oktober angemeldet.

Also Kopf hoch und durch, den Marathon läuft du mit Köpfchen

Gruß Jürgen

Es gibt doch auch jede Menge Fragen, die man mit ja beantwortet

Es gibt jede Menge Fragen, die ich vor einem Marathon immer mit ja beantworten muss:

- fühlst du dich krank?
- fröstelst du ab und zu?
- schmerzen plötzlich die Kniegelenke, Fußgelenke usw.?
- hast du Halsschmerzen?
- nervst Du Deine Familie die letzten 2 Wochen vorher?

Eine weitere Frage wirst du dir noch beim Laufen stellen, wenn du den HM geschafft hast: Warum habe ich diesen Unsinn mit dem Marathon angefangen und mich nicht einfach nur für den HM angemeldet?

Also keine Panik, wenn es nicht so wäre, wäre es nicht normal. Du wirst es sicher schaffen, wie ich vor 4 Wochen auch meinen sechsten geschafft habe.

Gruß
Christian

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