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Während Frau sich bei dem Rheinsteig-Extremlauf bei 34 Kilometer und 1200 Höhenmeter durch das herrliche Siebengebirge austobt.
Geht Mann es gemütlich im Flachen mit dem Triathlon Rad an.
Nachdem das Bike mit 3 Gels und 1,4 Liter Trinken präpariert ist wird mit einer Scheibe Brot mit Nutella um 9.30 Uhr von zu Hause aus gestartet. Die ersten 2 Kilometer geht es den Berg hinunter. Einfach nur rollen lassen und dabei locker die 65 km/h überschreiten. Aus Vorsicht gegenüber Autofahrern wird fast in der Mitte der Straße gefahren.
Nach 4 Kilometer durch den Verkehr ist der Fluss die Saar erreicht. Da es noch recht früh für die Sonntagsradler ist hält sich der Verkehr auf dem Radweg entlang der Saar in Grenzen.
Die Kilometer vergehen schnell. Und nach 15 km ist man bereits in Frankreich. Vorbei an Sarregemuines, dort geht es dann immer entlang am Saar-Kohle-Kanal weiter, Saaralbe, Sarre-Union bis nach Mittersheim wo gedreht wird nach 62,5 km.
Zeit für das erste Gel, der Magen ist leer. Die Landschaft am Saar-Kohle-Kanal ist traumhaft. Der Kanal windet sich natürlich durch das Gebiet, keine künstlichen Begrenzungen am Wasserrand.
Auf dem Rückweg kommt etwas Wind auf. Die Sonne zeigte sich bisher nur kurz aber jetzt kommt sie raus und ich ziehe die Ärmlinge aus. Ich muss mittlerweile etwas mehr Druck auf das Pedal ausüben um die Geschwindigkeit konstant bei ca. 32 km/h zu halten. Aber es rollt sich super am Kanal. Nur der Verkehr wird jetzt etwas dichter. Es gibt viele zu Überholen. Die meisten sind sehr Diszipliniert und fahren rechts. Aber etliche wechseln oft die Spur und wissen gar nicht so Recht ob sie links oder rechts fahren sollen. Deshalb kommt es jetzt vermehrt zu kleineren Tempoverschärfungen bzw. starken Abbremsen.
Die 90 km Marke passiere ich dann bei 2:48:30 und gönne mir das nächste Gel.
Bei Kilometer 95 gab es dann noch eine Schrecksekunde. Da ich von weitem schon die wild kreuzenden Kinder mit dem Rad sah ließ ich es nur rollen und nahte so von hinten einem Vater der mit seinen Kindern auch auf dem Radweg unterwegs war.
Mit einem Blick für die Kinder die den Weg dicht machten versuchte ich irgendwo eine Lücke zu finden. Nur dass der Vater plötzlich noch mitten auf dem Weg stehen bleibt, damit rechnete ich nicht. Vollbremsung bei noch 28 km/h. Schuhe ausgeklickt und noch mind. 10 Meter bis zum Stillstand mit blockierten Hinterrad gerutscht. Einen halben Meter vor dem Vater dann endlich stehen geblieben. Der schaute nur blöd und fuhr dann weiter. Mit Wut im Bauch habe ich dann die Fahrt fortgesetzt.
Nach 110 Kilometern machte sich der knurrende Magen bemerkbar und ich griff zum letzten Gel. Mittlerweile wurde auch der Verkehr auf dem Rad immer größer.
Bis zum 120’sten Kilometer lag der Gesamtkilometerschnitt immer noch bei 31,99 km/h. Aber jetzt geht es wieder die letzten 5 km durch den Autoverkehr Richtung Heimat.
Nur noch ein Berg mit ca. 170 Höhenmetern hoch und dann ist es geschafft. Der Tacho betreibt jetzt Downsizing. Mehr als 15 km/h zeigt er mir nicht mehr an. Wer diesen blöden Anstieg über 2,5 km nur erfunden hat?
Endlich oben angekommen. Nach 3:58:34 und 124,89 km ist die Fahrt beendet.
Der Gesamtschnitt ging in den letzten 5 km runter auf 31,41 km/h runter.
Jetzt ist Junior dran, der wollte unbedingt noch Laufen. Also direkt in die Laufschuhe und noch einen kurzen und langsamen Koppellauf hinterher.
Junior war so beschäftigt mit seinem Computer und nach 5 min Auffordern sich endlich anzuziehen ging ich alleine Laufen.
Die ersten Meter waren etwas Schwammig aber danach ging es doch gut. Das Tempo war ja langsam, dafür aber reichlich profiliert. Weil flach ist auf dem Berg nichts.
Nach 5,17 km in 28:30 min (Pace 5:30 min/km) war auch dies geschafft.
Heute wird nichts mehr gemacht und bevor Frau nach Hause kommt geht es schnell wieder auf die Couch ;-)
Und dass es hier sich ja keiner beschwert es wäre ein Laufforum. Laufen war ich ja auch :-)

4
Gesamtwertung: 4 (1 Bewertung)

na dann erhol dich mal

na dann erhol dich mal schnell, es dauert nicht mehr so ganz lang, bis sie kommt:))
125km Rad, also ehrlich...

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Tsss, ...

... im Training Gels futtern. Der Hunger kann auch mit Wasser ruhiggestellt werden. Gels sind doch höchstens was für Wettkämpfe, oder?
;-)
PS: Erhol dich gut! Bald ist wieder Leben in der Bude und ich bin ja gespannt, wie der Rhex so gelaufen ist. Das Tapoern fand ich viel zu ruhig. Ich ahne da schlimmes. ;-))

wenn die Katze aus dem Haus ist

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