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Nicht besonders erwähnenswert findet es die Presse offenbar, nichts stand heute morgen in unserem "Käseblättchen" was auf das einmalige Ereignis vor Braunschweigs Stadtgrenzen hinwies: Die Ultraläufer des Transeuropa-Laufs kamen aus Richtung Salzgitter durch die Region und einige Braunschweiger Lauffreunde (friends for life) hatten sich zum Anfeuern und ein Stück Begleiten in Wendeburg eingefunden.
Lachgas und ich waren dabei - hingefahren wurden wir, zurücklaufen mussten wir allein ...
Einige Bekannte standen bereits am Straßenrand, als wir eintrafen und dem einen oder anderen Läufer waren wir auch begegnet. Nun wurde jeder weitere Teilnehmer bejubelt und angefeuert: Männer, Frauen, Holländer, Japaner, Schweizer, Deutsche.
Erstaunlich war wie fit sie teilweise aussahen und wie locker sie liefen - immerhin waren sie an diesem Punkt bereits wieder 30 Kilometer unterwegs !!

Schließlich kam auch Robert Wimmer, mit dem Maik Dieroff einen Teil der Strecke mitlaufen wollte, und Lutz und ich schlossen uns an. Nach der Verpflegungsstation gibt er immer gern etwas Gas erklärte er uns später - nun, das merkten wir, als wir versuchten dran zu bleiben. (Natürlich hatten wir uns vorher nicht warmgelaufen ...) In einer Pace von 5:20 liefen wir einen ganzen Teil der Strecke, überholten dabei einige andere Teilnehmer des Laufs und Robert unterhielt sich munter mit Maik während er lief. Natürlich interessierte uns z.B. wieviele Schuhe er so brauchte, zwölf Paar würde er schon verschlissen haben, meinte er, zwanzig hatte er wohl dabei ...
Irgendwann merkte ich dann, dass Lutz das Tempo nicht halten konnte und so verabschiedeten wir die Beiden und wünschten Robert noch Gesundheit und Erfolg - bis zum 21. Juni geht das Rennen schließlich noch, dann wollen sie am Nordkap sein. Wir liefen jedoch noch einen Teil der Strecke weiter und im nächsten Ort holte ich einen anderen deutschen Läufer ein, mit dem ich mich auch noch etwas unterhielt (natürlich nach Anfrage, ob es ihn störe, wenn ich eine Weile bei ihm bliebe - man kann ja nie wissen). Er berichtete, es sei sehr interessant, die unterschiedlichen Landschaften kennenzulernen, das Wetter wäre zur Zeit auch genau richtig, nicht zu heiß und vor allem kein Regen. Kurz bevor wir abbiegen mussten hatte Lutz uns auch eingeholt und so wünschten wir ihm ebenfalls alles Gute für den "Rest" der Strecke, bogen ab und liefen gemeinsam und schön ruhig die restlichen acht Kilometer nach Hause.
Gut, dass Sonntag war, wir Zeit hatten und sie hier in der Gegend vorbeikamen - so konnten wir Leute zu sehen, die TÄGLICH einen Ultra laufen. Erstaunlich - sie sahen ganz normal aus ! Leider vergaßen wir zu fragen, wieviel man isst, trinkt und ob man seine Füße noch spürt - Muskelkater, das hörten wir aber - hat man jedenfalls nicht mehr !!
Also: Falls einer von euch noch die Möglichkeit hat den Läufern zu begegnen - feuert sie an - insgesamt ist es auf der Strecke bestimmt ganz schön einsam ...

Ja, genau

die koerperlichen Moeglichkeiten, Faehigkeiten. Erstaunlich und beneidenswert.

Danke fuer den Bericht, Mone! :)

s:)

Bevor ich hier lange selber schreibe...

schließe ich mich Mones Blog einfach mal an. Bin immer noch völlig am Ende, der Lauf und vor allem das Tempo kam wohl etwas zu spontan nach längerer Zeit wenig bis gar nicht Laufen! Hatte eigentlich gehofft, der Marathon wirkt noch etwas länger nach und man schüttelt sowas auch mal so zwischendurch einfach ausm Ärmel.

Na ja, selbst schuld. Völlig bornie! Nicht warmgemacht, stressige Woche vorher. Und schnell wollte ich heute eigentlich gar nicht laufen. Na gut, hätte ich mir mit Mone aber denken können. ;-)))

War aber ein Riesen-Erlebnis. Für mich völlig unvorstellbar, was ein Robert Wimmer dort abliefert! Er läuft ja 70 km so. Und das Ganze 64 mal hintereinander!
An einem Anstieg musste ich schließlich abreißen lassen. Für meinereinen ist eine 5:20er Pace einfach Wettkampftempo. Für den 10er wohlgemerkt!
Bis dahin konnte man sich sogar ein bischen unterhalten. Mir wars zum Reden einfach zu schnell, Zuhören ging gerade noch. ;-)
Und ja:
6.000 € Startgeld, insgesamt 30.000 € Kosten für diesen Lauf. Über Sponsoren zwar, aber das muss man auch erstmal zusammen bekommen.
Die Schuhe wechselt er täglich, und entsorgt sie nach 3-4 mal Tragen. Dass das materieller Wahnsinn ist, weiß er aber auch. Schade nur, dass ich nicht seine Schuhgröße habe.

Und schön, was er so lebensphilosophisch zum Besten gab. Nur laufen. Nichts beärgern, was nicht änderbar ist. Etc.pp. Klang alles sehr entspannt, fokussiert und kraftvoll.

Kein Trost war, dass ich gleich danach Schatzi auf ihrem langen Lauf noch begleiten wollte. Schäm! Ich bin zwar noch mit los, aber habe nach 6 km kläglich aufgegeben. 8 sollten es werden. Weder mein Kopf, noch meine Beine wollten das zu Ende bringen. So kaputt hatte ich mich noch nichtmal nach dem Marathon gefühlt.

Ach ja, wer die Geduld bis hierhin hatte. Hier sind Bilder und Videos.
Von BORN@transeuropa 17-5-2009

Gruppenduell Bornies vs. Ruhries

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