Hallo liebe Läufergemeinde,

ich denke, ihr kennt das Thema alle: die Knochenhautentzündung, bei mir seit fast 4 Monaten an beiden Schienbeinen. Ich habe jetzt wirklich alles an Behandlungsmöglichkeiten durch (Quarkwickel, Kälte-Wärme, diverse Schmerzgele, Laufpause, langsam wieder anfangen, andere Schuhe, Einlagen, Physiotherapie,...) und es stellt sich keine Besserung der Beschwerden ein. Eine Zeit lang war es etwas besser, aber jetzt ist es seit ca. 3 Wochen wieder richtig schlimmm geworden. Die Schmerzen sind eigentlich immer da, auch bei alltäglicher Bewegung, z.B. wenn ich in der Uni an einem langen Tag öfter von A nach B laufen muss. Sowas wie abends tanzen gehen oder längeres Stehen auf Konzerten etc. geht garnicht! Dann merke ich spätestens abends wieder den Schmerz, wenn ich im Bett liege.

Physiotherapie hatte ich auch, und zwar eine Art Massage, die die Hautschichten voneinander trennt, damit die Entzündung besser abheilen kann, das hat bis jetzt aber noch nichts gebracht (hatte bereits 4 Sitzungen á 10 Minuten pro Bein).

Joggen/Laufen traue ich mich jetzt erstmal garnicht mehr, den einzigen Sport, den ich noch machen kann, ohne dass es gleich wieder weh tut, ist Schwimmen.

Ich habe jetzt von diversen Leuten, die sich auch mit einer Knochenhautentzündung herumgeschlagen haben, gehört, dass eine Behandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten wie Ibuprofen deutlich helfen kann. Eine andere Möglichkeit ist ja auch Cortison.

Da ich die Entzündung jetzt schon wirklich eine lange Zeit mit mir rumschleppe, würde es mich interessieren, wer von euch eine Knochenhautentzündung durch medikamentöse Behandlung -dauerhaft- losgeworden ist und ob man sowas wie Cortison wirklich mal ausprobieren sollte.

Danke schonmal für eure Antworten,

cloodia

Tja, das ist eine

Tja, das ist eine langwierige Geschichte. Und spricht nicht wirklich auf Medikamente an. Ich hatte das bis jetzt 2x in meinem Leben: Einmal Tennisarm durch's Squashspielen. Und dann, vor kurzem erst, am Ansatz des Beinbeugers am Becken, einhergehend mit einer Adduktorenzerrung.

Medikamente haben mir nicht geholfen. Weder Salben noch Tabletten. Auch Reizstrom, Massagen usw. usw. ohne greifbare Resultate.

Aber beide Male habe ich das in den Griff bekommen durch gezieltes Muskeltraining: den Tennisarm durch Stärkung der Unterarmmuskulator mit Federgriffen und Gummiring - täglich über Monate. Und den Beinbeuger durch gezieltes Training im Studio, 1 Monat absolute Laufpause, und dann über 2 Monate immer wieder vorsichtig probiert und bis an die Schmerzgrenze rangelaufen (aber nicht drüber weg).

Ich bin kein Arzt, aber ich erkläre mir das so, dass durch diese gezielte Belastung (aber nicht Überlastung) die Durchblutung in der betroffenen Zone verbessert wird. Und gleichzeitig eine Stärkung des mit dem Muskel verbundenen passiven Bewegungsapparates stattfindet.

Ich denke, es ist es wert, rauszufinden, welcher Muskel (-gruppe) diese Reizung verursacht, und da gezielt im Studio dran zu trainieren.

Ach ja, noch was: mein Tennisarm ist jetzt 10 Jahre her. 99% der Zeit merk ich nix mehr von. Aber wenn ein Wetterumschwung kommt, oder eine Erkältung im Anmarsch ist, oder ich ungewohnte Belastungen auf dem Arm habe (z.B. Koffer schleppen), kannst du sicher sein, er meldet sich wieder...

Good luck. Joe

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Wer nix weiß hält alles für möglich!

Akutaping

Hallo cloodia,

bei mir begannen die Beschwerden mit Schmerzen an der Schienbeinkante, als ich Anfang des Jahres meinen Laufumfang erhöht hatte. Ich habe dann pausiert und dann damit begonnen, mir vor jedem Lauf die Beine/ die Schienbeinkanten mit Akutaping zu tapen. Das ist eine relativ einfache Sache und wenn Du Dir es ein- bis zweimal von einem Arzt oder Physiotherapeuten zeigen lässt, kannst Du es auch allein machen. Die elastischen und hautfreundlichen Tapes bewirken quasi eine Bindegewebsmassage, die durch jede Bewegung automatisch ausgelöst wird und dadurch eine Schmerzlinderung. Die Tapes kann man in der anfänglichen akuten Schmerzbehandlung auch mehrere Tage hintereinander tragen. Sie sind atmungsaktiv und dürfen auch nass werden (duschen möglich). Und ein weiterer Vorteil im Vergleich zu Medikamenten: sie sind nebenwirkungsfrei.

Sonnenblume2

Die Fitrenner.

schmerzhaft und langwierig

Hallo Cloodia,
ich bin jetzt seit 13,5 Monaten wegen einer beidseitigen Knochenhautentzündung in Behandlung. Ich habe auch das ganze Spektrum an Maßnahmen durchlaufen. Physio, Elektro- und Lasertherapie, Schmerzsalben und Akkupunktur, Spritzen etc. Erst die absolute Ruhigstellung durch Schienen bzw. Gips half. Jetzt bin ich soweit, dass ich nach einem 3/4 Jahr zu Hause wieder arbeiten gehen kann. 800 Tagesmeter wurden mir an Bewegungsspielraum bewilligt. Nicht am Stück sondern als Gesamtleistung. Jeden Schritt mehr merke ich auch gleich. Inzwischen bin ich an mehreren Tagen die Woche schmerzfrei. Mein Arzt hielt übrigens viel von Bandagen mit viel Schmerzsalbe drunter. Wirkten ganz prima. Nach 3 Tagen hatte ich ein offenes Bein. Wenn die Scheinen nicht geholfen hätten, hätte er mir auch Cortison verschrieben, zumal ich seit Monaten zusätzlich unter einer Muskelentzündung leide. Inzwischen gehen die Entzündungswerte auch ohne Medikamente runter.
An Laufen ist auch die nächsten Monate nicht zu denken. Am Anfang war es besonders schlimm, wie auf Entzug. Inzwischen bin ich dankbar für jeden Meter den ich schmerzfrei gehen kann und bin guter Hoffnung, dass ich im Sommerurlaub wieder Spazieren gehen kann.
Sicherlich wäre es mit Cortison sehr viel schneller gegangen. Aber bei den Nebenwirkungen ist man nach 3 Monaten kränker als vorher.
Viele Grüße
Heidrun alias ehemals running :-))

@Sonnenblume2


Das ist ja ganz toll, aber wie du selbst schon schriebst,dies dient lediglich der Schmerzlinderung und nicht der Ursachenbekämpfung!!!!
Also ich hatte bishe auch schon zweimal dies Problem,bei mir half nur eine lange Auszeit mit zeitgleicher Ibuprofen Einnahme und ausgiebigen Dehnübungen.
Zur Zeit bin ich Gott sei Dank Beschwerdefrei

Knochenhautentzündung

Bei mir wurde vor einiger Zeit eine Überdeckung einer Arterie im Kniebereich durch Muskeln festgestellt, welche auch eine beidseitige Knochenhautentzündung hervorrief. Eine Kontraktion des Muskels bewirkte einen Stau des Blutkreislaufes unterhalb des Knies. Ich ließ mir daraufhin eine Seite operieren und den Muskel etwas ausschälen. Nach 3-4 Monaten konnte ich wieder joggen und die Beschwerden wurden auf dieser Seite etwas geringer. Allerdings nicht so wesentlich, so dass ich mein zweites Knie nicht operieren ließ.

Lebenszeichen ;)

Hallo,

ich melde mich auch mal wieder, vielen Dank für eure Beiträge.

Ich habe jetzt nochmal diverse andere Physiotherapeuten und Orthopäden hinzugezogen (mein Vater ist Arzt und einer Freundin meinerseits Physiotherapeutin) und die haben mir alle ausnahmslos geraten, es anstatt mit Kälte lieber mit Wärme zu versuchen. Also hab ich brav bei 30° C Außentemperatur Stulpen getragen und einfrig mit Tigerbalsam (rot) massiert (diese grauenvolle Drucktechnik - nicht gerade angenehm!). Das hat bis jetzt besser geholfen als alles andere!

Im Moment merke ich nur noch ein Zwicken und steigere ganz langsam wieder mein Laufpensum. Im Moment bin ich bei 2x die Woche 10 Minuten, ich will mich ja nicht gleich wieder überfordern.

Im Alltag merke ich jetzt garnichts mehr, ist auch mittlerweile unabhängig von den Schuhen die ich trage.

Leider habe ich mich jetzt bei unseren WG-Meerschweinchen angesteckt: Hautpilz an beiden Händen... 2009 ist irgendwie mein absolutes Krankheitsjahr. Ich war noch nie so häufig beim Arzt.

In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr auch alle schmerzfrei werdet, seid oder bleibt,

viele Grüße,
cloodia

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