Benutzerbild von wasser34

Liebe Laufgemeinde,

man liest in der letzten Zeit viel über Laufschuhe mit geringer Sprengung.
Besonders Dr. Matthias Marquardt treibt das Thema mit seiner Natural-Running- Philosophie voran.
Doch ist dies wirklich so einfach?
Ist ein Umsteigen auf diese Schuhe risikobehaftet und wenn ja mit welchen Verletzungsmustern?
Was ist wenig Sprengung, 4mm und kleiner oder doch spricht man schon ab 8mm von geringer Sprengung?
Besteht ein Risiko für Läufer über 90 kg?

Viele Fragen, aber wenn man diese Fragen nicht hier stellen kann, wo dann...

Mit sportlichem Gruß

Oliver

0

Laufen ohne Fersensprengung


Keine Ahnung ab wann man von geringer Sprengung spricht. Wozu sollte es auch definiert sein. Der Fuß hat keine Sprengung. Jede Sprengung ist unnatürlich. Leider hat, wer auch immer, den Absatz erfunden und wenn wir unser Leben lang damit gelaufen sind, ist die Achillessehne verkürzt und wir können nicht von heut auf morgen darauf verzichten. Also heißt es langsam darauf hin trainieren. Also weniger Sprengung und kürzere Läufe. Man braucht ca. 1 Jahr und Barfußschuhe mit wenig oder 0 Sprengung und demzufolge auch dünner Sohle ohne Dämpfung sind natürlich nichts für lange Läufe auf Asphalt.
Ich habe mir gleich Schuhe ohne Sprengung gekauft, ca. 1 Jahr damit trainiert und bin erst mal probeweise die Harzquerung gelaufen (51km) und dann 2 Wochen später den Rennsteiglauf (72km). Beide Läufe absolut ohne Probleme.
Ach ja, auf diese Schuhe bin ich gekommen, weil ich vorher ein Jahr lang wegen Achillessehnenproblemen aussetzen mußte. Das ist vorbei.
Allerdings wiege ich 65kg.
Das Risiko liegt bei Dir und ist eigentlich nur dann da, wenn Du übertreibst. Man kann das nicht erzwingen sondern muß sich Zeit lassen. Ich rede von einem Jahr, andere von 500 Tagen, die die Sehne braucht um sich einmal komplett zu erneuern.
Übrigens kann man mit Barfußschuhen super auf dem Sportplatz auf einer Tartanbahn laufen, da diese ja dämpft.
Viel Spaß beim Laufen stegei
Ich kann jedem nur zuraten. Meine Minimus von New Balance die besten Schuhe, die ich je hatte. http://www.newbalance.de/running/minimus.php

schaue dich doch mal bei

schaue dich doch mal bei Runnersworld um die neuen Schuhe werden im Test auch mit geringer Sprengung angegeben.
Mir war aber so, dass die meisten Schuhe mit geringer Sprengung ehr im Lightweight Bereich zu finden waren. Brooks hat paar im Angebot. Ich selbst habe den Adizero Adios 2 läuft sich göttlich ist aber auch Lightweight.
Schuhe für Läufer mit höherem Gewicht haben glaub ich warum auch immer ne größere Sprengung.

Gruß
Sven

http://www.facebook.com/RunningSven

Barfussschuhe sind gut..aber

Barfussschuhe sind gut..aber Vorsicht.
Bin schon länger problemlos mit Nike Free ohne grössere Gewöhnung und sogar mit Vibram Five Fingers einen guten Halbmarathon gelaufen.
Habe mit dann im Übermut die New Balance Minimus gekauft um direkt am nächsten Tag einen 25 er Wettkampf zu machen.
Die Schuhe waren zwar höllisch schnell aber wegen Achillessehenentzündung musste ich gerade zwei Wochen aussetzen.
Ich hoffe es lag nicht an diesen Schuhen. Habe erstmal Angst sie zu benutzen und nutze jetzt erstmal wieder Nike Free..

Saucony beispielsweise

...stellt seine "normalen" Laufschuhe ja nun teilweise auf geringere Sprengung (8mm) um. Die sagen, da passiert nix, denn das ist nicht viel weniger als vorher. Der Meinung bin ich da auch noch. Ist maximal eine leicht erhöhte Dehnung der Achillessehne und der Wade, nicht anders als zB in sprengungsreichen Schuhen bergauf, sollte jeder verkraften der keine A-sehnenschäden hat. Bei 0 mm Sprengung ist das natürlich schon anders.
Aber ich glaube das Risiko steigt vor allem, wenn man auch plötzlich auf Vorfußlauf umstellt. Dazu regen Schuhe mit wenig Sprengung halt an, die barfußnähesten kann man fast nur per Vorfuß laufen. (Ist dann natürlich eine stark erhöhte Belastung von Wade/A-Sehne und erfordert Gewöhnung. Bist du schon mal Vorfuß gelaufen und das nen Kilometer zu lang? Grausamer Muskelkater...) Wenn du 90 kg wiegst, müssen die Waden halt bei Vorfußlauf noch mehr aushalten.
Andere haben eine ganz gute Polsterung, die kann man über den Mittelfuß oder gar die Ferse laufen - das dürfte für die meisten mit 4/8 mm gelten. Je nach Sohlenkonzept halt. Meine Kinvaras mit 4 mm, aber weicher Polsterung konnte ich von Anfang an per Mittelfuß laufen ohne Probleme. Ist lediglich anstrengender für die Fußmuskulatur, da der Schuh wenig "hilft", und deswegen für mich nichts für lange Strecken. Solche Schuhe sind halt lediglich flach, aber nicht wie FiveFingers o.ä. mit Barfußlauf vergleichbar!

Ergo: die Sprengungsreduktion selbst wird oft nicht das Problem sein, sondern der oft minimalistischere, forderndere Aufbau der Schuhe (Dämpfungs- und Stützungs"mangel" und daher die Notwendigkeit wieder mit dem eigenen Körper abzufedern), und eine überstürzte Laufstilumstellung.

Ich habe meine Minimus von

Ich habe meine Minimus von New Balance erst mal auf der Arbeit getragen, bin dort einige km Krankenhausflur tgl unterwegs, natürlich gehend ;-) Dabei hab ich in den ersten Tagen und Wochen auch gemerkt, dass es ein Unterschied ist. Es gab Muskelkater und ein komisches Ziehen manchmal in Knöchelnähe. Gleichzeitig - und - das sollte dich als Mann aber weniger betreffen - hab ich mein "Damen-Freizeit-Schuhwerk" radikal auf flach umgestellt.
Was soll ich sagen? Keine Probleme mehr mit der Achillessehne, zum Teil bei Läufen Umstellung auf Vorfußlauf (je nach Schuh mehr oder weniger). Allerdings hatte ich die NB noch nicht zum Laufen an. Kommt aber noch. Sicher.
Achso, die Asics 33 irgendwas (excel??) sollen auch ein guter Einstieg sein, weniger Sprengung etc. aber noch nicht ganz barfuß.

LG Amelle

Moin

Bin vom Asics Kayano auf den Lunge C-Dur (http://www.lunge.com/produkte/laufschuhe/cdur_amoll) umgestiegen. Nach einer Eingewoehnungsphase war das ziemlich komisch wieder den Asics zu tragen da der hinten doch recht hoch ist. Der Lunge C-Dur ist recht flach und gut geeignet fuer Mittel- und Vorfusslauf. Auch ist es eher ein Neutralschuh im Vergleich zum Kayano.

Aber Vorsicht, hatte im Fruehjahr, nachdem das Tempo anzog, zwei Wochen lang leichte Probleme in den Achillessehnen bzw. unteren Waden. Das lag wahrscheinlich an der ungewohnten Belastung. Nichtsdestotrotz, mit dem neuen Schuh habe ich weniger, d.h. gar keine, Probleme im Ruecken (ISG) und in den Plantarfaszien. Auch muss der Schuh etwas eingelaufen werden, ca. 100-200 km was aber kein Problem ist da er 2000 km halten soll (Bin grad bei 1250 km).

Gruss,
pu

Der Saucony Mirage hat z.B.

Der Asics Exel 33 hat noch immer eine Sprengung von 10mm, was gerade mal 2mm weniger ist, als bei "normalen" Laufschuhen.

Der Adidas Adios 2 bringt es noch auf 9mm.

Der Saucony Mirage hat z.B. noch eine Sprengung von ca. 5mm und dazu eine kleine Mittelfußunterstützung, so dass dieser auch mit leichter "Fußfehlstellung" getragen werden kann.

Die Schuhe mit niedrieger Sprengenung (weniger als 6mm) können ja zuerst nur als Ergänzug für kürzere Läufe eingesetzt werden. Später dann auch als normalen Trainingsschuh.

Ich persönlich laufe i.d.R. Schuhe mit niedriger Sprenung, aber für die langen GA-Läufe habe ich noch einen "normalen" leichten Trainigsschuh der dem Fuß etwas mehr an Stabilität gibt.

Schöne Grüße

PS: auf der Seite "runningwarehouse" werden auch werden auch die Differenzen zwischen Vorfuß und Fersenerhöhung angegeben.

Ich habe inzwischen meine Schuhe

fast alle flacher. Der Excel war mir "zu hoch" und ging gar nicht (bei mir wohlgemerkt! - ich hab ihn dann getauscht).

Angefangen habe ich mit einem Schuh: Adizero. Die habe ich am Anfang für's Intervalltraining angezogen (Muskelkater am Anfang ist ganz normal!) und dann auch bis HM getragen. Die anderen Schuhe waren da noch "normal". Über die mm hab ich mir nie Gedanken gemacht.

Bin ein Freund des Wadendehnens - meine Tochter lacht sich immer schlapp, wenn ich auf der Treppe auf jedem Absatz stehen bleibe und dehne oder draußen beim Warten irgendwo am Zaun oder Bordstein.

Jetzt hab ich fast nur noch flachere Schuhe - Brooks Pure Connect u.a. Die erzwingen ein wenig Mittelfuß- bzw. Vorfußlaufen und die sind sauschnell - da muss ich dann immer hinterherhecheln :grins:. Bis HM bin ich die gelaufen - das ging problemlos. Für M hab ich mir andere angezogen: Pure Flow. Und ich glaub die Trailschuhe haben eine "normale" Sprengung, aber den Rennsteig konnte ich damit auch.

Ich vermute mal das ist alles eine Frage der Gewöhnung - am Anfang nicht zu viel und langsam steigern. Ganz am Anfang hatte ich sogar gestützte Schuhe - da komme ich jetzt gar nicht mehr mit klar!

Gewöhnung

bin von stark gestützten Schuhen plus Einlagen inzwischen bei Lightweightschuhen ohne Einlagen angekommen. Wenig Sprengung (wenn überhaupt) hat der Saucony Typ A$ - bislang Distanzen bis 14km gelaufen -, etwas aber nicht viel mehr der Saucony Kinvara 2 - habe ich bis 30km schon gelaufen - , damit vergleichbar der Saucony Cortana. Für die Langdistanzen (ab Marathon) brauche ich eine festere Sohle, mein Favorit der Mizuno Wave Precision 12.

Den Kinvara und den Precision konnte ich ohne Eingewöhnung laufen, beim Typ A4 hatte ich nach dem ersten 7km Lauf Muskelkater in den Waden ;-)) Auf einer Tartanbahn läuft es sich besser.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

NB Minimus

jr Ich konnte diese Schuhe auch nicht zum Laufen verwenden,sie dienen als Freizeitschuhe.Wahrscheinlich ist die bei mir immer noch vorhandene leichte Fußfehlstellung(mit Stabi-und Fußübungen und Umstellung vom Fersen zum Mittelfußläufer deutliche Besserung)schuld.Mit anderen Minimalschuhen(Nike Free 3,Saucony Hattori,Five Fingers,Leguano und Wettkampf/Lightschuhen mit leichter Stütze(ohne Einlagen)komme ich gut zurecht,während der Minimus trotz Mittelfußlauf bei mir die Pronation fördert,deshalb Vorsicht beim Kauf von unbekannten Minimalschuhen(Modell noch nicht getragen),in dieser Laufschuhkategori gibt es deutliche Unterschiede bei den Modellen,ein Barfußschuh mit Nullsprengung und ohne Dämmpfung gehört ebenso dazu,wie ein Fastneutralschuh mit normaler Sprengung,nur die flexible Vordersohle(fördert natürliches Abrollen)ist hier,wie bei allen Modellen dieser Art vorhanden.

Fußsprengung

Hallo Leute, meines Wissens nach ist mit Fußsprengung die Abstützung des Längsgewölbes des Fußes gemeint. Überlastung der plantaren Fußverspannung durch eine nachgebende muskuläre Bogensicherung und Abflachung der Fußsprengung (zunehmender Knickplattfuß).Wovon Ihr sprecht ist eine Spitzfußstellung (plantarflexion) bzw Absatzerhöhung zur Entlastung der Achillessehne.

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links