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...waren 7 Tage lang (manche sagen auch Wochentraining dazu ;-) ). Als Vorbereitung auf die TorTour de Ruhr wollte ich die Kilometer, die ich nächste Woche am Stück laufen will (160,9 km) auf 7 Etappen verteilt laufen. Abgesehen von zwei Wochen, in denen ich einen 24-Stundenlauf absolviert hatte, bin ich noch nie im Training so viele Kilometer pro Woche im Training gelaufen. Aber es gibt eine Faustregel, dass man die Kilometer, die man in einer Trainingswoche laufen kann, auch im Wettkampf am Stück laufen kann.

Eigentlich wollte ich dies zwei Wochen hintereinander machen, aber letzte Woche steckte noch ein wenig der Seilersee in den Knochen, so kam ich "nur" auf 125 km. Mir wäre lieber gewesen, hätte ich die 161 km letzte Woche gelaufen, dann hätte ich ein bisschen mehr Zeit zum Tapern gehabt. Aber ich bin diese Woche so locker gelaufen, dass ich sicher bin, eine Woche Tapern bis zur TTdR wird reichen.

Montag:

Es war klar, dass ich ohne "lange Kanten" nicht auf die geplanten Kilometer kommen würde. So wollte ich dreimal in dieser Woche 32 km laufen. Der erste dieser Kanten sollte am Montag sein. Bei strahlendem Sonnenschein ging es um 6 Uhr los. Ich wollte eine neue, interessantere Strecke auskundschaften, als meine alte Strecke. Die ersten Kilometer gehen auf der gleichen Strecke wie mein 17er aus Krefeld heraus nach Meerbusch. Durch das Naturschutzgebiet Ilvericher Bruch ging es dann zum Rhein, wo meine Düsseldorfer Brückenrunde normalerweise beginnt. Durch Deichbauarbeiten ist diese aber zur Zeit wegen diverser Umleitungen schlecht zu laufen. So blieb ich im Bruch und machte einen Bogen Richtung Mb.-Büderich. Wenig später erreichte ich das Naturschutzgebiet Meerer Busch. Bis hier war mir der Weg bekannt. Jenseits der Autobahn konnte ich nur noch nach der Himmelsrichtung laufen. Ich hatte gerade die 20 Kilometer passiert, als ich vor mir die Straße sah, wo ich immer zum Laufen mit rejokaa nach Kaarst fahre. Da es hier aber keinen Fuß-/Radweg gibt, mußte ich weiter nach einem Parallelweg suchen. Und der ist wirklich schön auf parkähnlichen Wegen zu laufen. Wieder auf der B9 angekommen, ging es wieder auf bekannten Wegen zurück nach Krefeld.
1. Etappe: 31,84 km, 3:51:30 (Pace 7:16)

Dienstag:

Dienstags ist Lauftag mit rejokaa in Kaarst. Mit etwa 15 km die zweitkürzeste Etappe. Rejokaa hatte am Montag getapert, so wurde es "ein wenig" schneller. Die 32 km vom Vortag spürte ich kaum noch, so liefen wir um den Kaarster See unter 6er Pace, was für mich in dieser Saison schon etwas Besonderes im Training ist. Die letzten zwei, drei Kilometer wurde ich etwas langsamer, aber insgesamt lief es richtig gut bei mir.
2. Etappe: 15,13 km, 1:30:30 (Pace 5:58)

Mittwoch:

Am Mittwoch hatte ich einen Termin in Köln. Nachmittags laufe ich dann gerne eine Runde am Rhein entlang und über die Brücken. Diesmal sollte es die ganz lange Runde über die Mülheimer Brücke im Norden und die Autobahnbrücke im Süden sein. Dazwischen noch zweimal die Rheinseite gewechselt. Von den Höhenmetern war dies die anspruchsvollste Etappe, denn die Brücken hoch und runter ging es meist auf Treppen, die ich recht vorsichtig nahm, denn ich habe einen Heidenrespekt, dass ich auf einer Treppe stürzen könnte. Und Treppen gab es auch nicht nur an den Rheinbrücken, auch über mehrere Hafenbrücken mußte ich laufen, und am Schokoladenmuseum ging es auch noch die Treppen zur Aussichtsterasse hoch und runter. Dann kam auch noch das Wetter dazu. Losgelaufen bin ich bei Sonnenschein, doch schon bald wurde es schwarz über Köln. Die ersten Tropfen fielen, Donner grollte, und ein paar Graupelkörner erwischten mich noch. Doch das Unwetter zog über die City, und ich lief Richtung Mülheim aus dem Unwetter heraus. Glück gehabt! Auf der Mülheimer Seite ging es am Drehort der WDR-Serie "Die Anrheiner" vorbei Richtung City. Das Unwetter war vorbeigezogen, das nächste war in der Ferne schon zu sehen. Aber bis dies über der City war, war ich dort schon wieder durch. Wieder Glück gehabt. Kurz vor Erreichen der Autobahn fing es dann an stürmisch zu werden. Das nächste Unwetter kündigte sich mit Macht an. Die ersten Tropfen fielen. Ich unterbrach den Lauf für 10 Minuten unter der Brücke. Dann war das nächste Unwetter auch wieder vorbei. Wieder Glück gehabt! Der Rest des Laufs vor allem am Zollhafen vorbei, und an der Philharmonie war schön und wieder bei Sonnenschein.
3. Etappe: 24,60 km, 2:40:58 (Pace 6:32)

Donnerstag:

Der "lange Kanten" Nr. 2 stand an. In anbetracht der Kilometer, die ich diese Woche schon gelaufen bin, habe ich es etwas langsamer angehen lassen. Außerdem hat ich die Trinkflasche in der Hand doch etwas gestört. Ich wollte es ausprobieren, mit Trinkflasche zu laufen, weil ich bei der TTdR eventuell auf einen Rucksack verzichten wollte. Aber die Hand fing unheimlich an zu schwitzen, und nach einer Weile verkrampfte die Hand. Ich denke, auch wenn ich den Rucksack beim Laufen nicht sonderlich mag, werde ich doch lieber mit Rucksack laufen. So wurde diese Etappe deutlich langsamer als am Montag, was aber durchaus in Ordnung war.
4. Etappe: 31,84 km, 3:59:30 (Pace 7:31)

Freitag:

Meine ganz normale 17er-Runde durch Meerbusch. Leider kam ich an den Ampeln mit dem Stoppen der Uhr etwas durcheinander, sodass ich später anhand der Aufzeichnung die Zeit rekonstruieren mußte. Schade, denn es war ein recht flotter Lauf...
5. Etappe: 17,08 km, ca. 1:44:31 (Pace 6:07)

Samstag:

Noch ein "langer Kanten". Diesmal unter 7er Pace. "Negativer Split" bei den langen Etappen... ;-)
6. Etappe: 31,84 km, 3:40:02 (Pace 6:54)

Sonntag:

Eigentlich sind die "Sixdays" ja gelaufen. 152 km stehen schon in dieser Woche. Am heutigen Sonntag konnte das Tapern beginnen. So joggte ich nur noch meine 11er Runde gemütlich. Nächste Woche stehen auch nur noch drei kürzere Läufe an. Dann kann die TorTour kommen!
7. Etappe: 10,74 km, 1:12:27 (Pace 6:44)

Fazit: 163,09 km, 18:39:28 (Pace 6:52)

Klar, dass ich diese Pace nächste Woche nicht laufen kann. Den Cutoff von 28 Stunden sollte ich aber, wenn nichts unvorhergesehenes passiert, schaffen können. Dennoch habe ich natürlich Respekt, denn die Aussteigerquote liegt bei fast 50%. Und davor waren auch Spitzenläufer und Deutsche Meister nicht gefeit!
Ich habe vor, eine Pace zwischen 9 und 10 Minuten zu versuchen. Vielleicht klappt eine Zeit unter 25 Stunden. Wenn es mehr werden, auch ok. Hauptsache ist das Ankommen!

Natürlich sind meine "Sixdays" nicht mit den Riesenbecker Sixdays vergleichbar. Was Frau Carla S. dort an Höhenmetern bewältigt hat, war allererste Sahne. Ich kann ja nur flach (na ja, von ein paar Kölner Brücken abgesehen)... ;-)

26./27.05.2012:

3
Gesamtwertung: 3 (2 Wertungen)

WOW!! Riesenrespekt! An

WOW!! Riesenrespekt! An solche Distanzen will ich garnicht mal denken :D


@HydroHead

Dabei habt Ihr in GMhütte doch so einen schönen Ultra mit der GM Null... ;-)
Aber Du hast recht, Du bist jung und kannst noch gute Zeiten auf den kürzeren Distanzen laufen. Aber ich hab gesehen, der MüMa steht auch auf dem Plan. Vielleicht sieht man sich. Bei mir ist es noch nicht sicher, ob ich laufe oder anfeuere...

Liebe Grüße
Renate

26./27.05.2012:

ja stimmt, die Null soll

ja stimmt, die Null soll wirklich gut sein. Nur langfristig gesehen möchte ich mich auf 10km bis maximal HM fokussieren. Den MüMa möchte ich mitlaufen, weil es schon seit Ewigkeiten ein Ziel von mir ist, einen Marathon zu laufen. Ich freu mich drauf. Mal schauen ob wir uns über den Weg laufen.
Gruß,
Max

Toll, dann wünsche ich Dir

noch gutes Tapern und viel Spaß bei der Tortour. Das wird bestimmt für Dich ein ganz tolles Ding - und gerade jetzt, wo wir beide mal wieder eine kleine, lockere Runde laufen könnten, da ich mich erst mal vom Rennsteig erholen und meine Halsentzündung und Erkältung wegkriegen will. Und noch kinderfrei hab. Also: wenn Du Lust auf eine klitzekleine Runde nächste Woche nachmittags hast, dann lass es mich wissen.

ich wünsche Dir

viel Erfolg und Spaß bei der Tortour.
Respekt!
Pat

nicht verkacken, ja?

und wenn ists auch nicht so schlimm. Aber du läufst das Ding nach Hause, da bin ich mir sicher.
...and miles to go before I sleep...

Ich geb mir Mühe... :-)

26./27.05.2012:

junge, junge...

...nich von schlechten eltern! das passt, renate!
____________________
laufend wünscht viel erfolg und gesundes ankommen: happy

Nicht gleicher Meinung

jr Leider habe ich deinen Blog erst heute entdeckt,da ich bei der Überschrift"Sixdays"einen Blog über den Lauf im Osnabrücker Land,der schon von Socke ausführlich beschrieben wurde,erwartete.Nun an einem von mir verordnten Ruhetag(Schonung der rechten Pathelasehne)hatte ich Zeit,die Blogs zu durchforsten.

Deine Meinung"Die Wochenkm. die man laufen kann sind auch in einem Stück möglich"kann ich nicht uneingeschränkt teilen,bei dir dürfte das zutreffen(das Mammutprogramm in dieser Woche war sicher dafür nutzbringend),ich könnte mit meinem kraftzehrenden Laufstil wohl keine 150km am Stück schaffen(eine Woche mit über 150km Ende April),schon Läufe über 25km sind bei mir mühsam.

Alles Gute ,

..aber hoffentlich wird es nicht zur Tortur.

Beste Grüsse an Deinen Supporter!

Danke Euch allen für die guten Wünsche...

...und die Grüße an Supporter Holgi und Deti geb ich gerne weiter, Uwe... :-)

26./27.05.2012:

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