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10. Mai 2009 - seit drei Monaten rauchfrei, BIG 25 Lauf (25 Kilometer) in Berlin und ich durfte dabei sein!

Eigentlich wollte ich 2:29:59 h laufen, aber die "Wettkampfvorbereitung", die Strecke und die Temperaturen waren für mich an diesem Tage nicht bestzeitentauglich!

Aber Eins nach dem Anderen:
1. Wettkampfvorbereitung:
Letzter Lauf am Donnerstag, 30.4. – ein lockeres 5:30iger Tempo und ich hatte ein super Gefühl! Das etwas langsamer hätte mein Wettkampftempo werden können.

Dann wurde es aber komisch: Drei Tage Dauerfeier am ersten Maiwochenende wegen Geburtstagen und Konfirmationen. Kein Laufen möglich, auf allen Vieren kriechen schon!
Durch die Entzündung eines Mückenstiches am Knöchel war auch danach an kein Laufen zu denken. Am Donnerstag musste ja dann schon die Anreise nach Berlin erfolgen – also schon einige Tage vor dem Wettkampf.
Als Profi achtet man schließlich auf die Zeitumstellung, die Luftveränderung und eine geeignete Umgebungsanpassung!

Na ja, ok, ich hatte zu arbeiten!

Das bedeutete aber, dass ich zwei Tage von einem Termin zum Nächsten hetzte und zwei Mal abends groß zum Essen eingeladen war. So richtig mit viel Wein und großen Menüs. Wichtigen Kunden erzählt man dann nicht, dass man eigentlich lieber Wasser trinken würde und ein kleines Pastagericht ausreichend wäre.
Termine dann bis Samstagnachmittag und bis dato immer noch nicht gelaufen. Aber was soll’s, ich hatte ja genügend Trainingskilometer in den Beinen, da kann eine 10tägige Pause doch nicht schaden, oder?

2. Streckenführung:
Samstagnachmittag erfuhr ich dann mehr über die Topographie der Strecke. Die ersten 9 Kilometer geht es stetig bergab. Einige Kilometer durch die City und ca. ab km 20 geht es bergan, zurück zum Olympiastadion. Also galt es, die Kräfte gut einzuteilen.

3. Temperaturen:
Morgens um 8.30 Uhr war kühl und angenehm. Beste Voraussetzungen also. Kurz vor dem Start um 10.00 Uhr riss die Wolkendecke auf und die Berliner Luft wurde durch die Berliner Sonne recht warm. Da die Strecke nur auf den ersten Kilometern im Schatten lag, war es zu erwarten, dass das kein Sonntagsspaziergang werden wird.

Nun gut, was soll’s. Zunächst Kondition, Verfassung und Zeitziele überprüft und beschlossen, die Sache erst mal recht langsam anzugehen und anzukommen.

Knapp 5000 Läufer machten sich auf die 25 km Strecke und ich war dabei. Ein g* Gefühl!

Zunächst ging es runter vom Olympiaplatz Richtung Siegessäule. Diese sieht man schon, wenn man noch kilometerweit weg ist. Das war aber kein Problem, man plauderte, man spulte die ersten Meter locker ab, man suchte den richtigen Rhythmus. Schnell stellte sich heraus, dass meine „Akklimatisierungsphase“ doch Spuren hinterließ und ich korrigierte flugs meine Zielvorstellungen.
Nach dem Kreisverkehr durfte man dann auf die Quadriga zulaufen, dann weiter über die Straße Unter den Linden, einige Schlenker in der City, vorbei am Potsdamer Platz und der Gedächtniskirche und über den Ku-Damm und schon war man fast bei Kilometer 20.
Ab da wurde es dann doch gemein: Es ging zurück zum Olympiastadion. Langsam aber stetig schleppten sich die Läufer die Steigung dort hoch. Die Anzahl der Walker wurde höher. Auch meine Beine wurden schwerer, ich hatte aber alles richtig gemacht.
Langsam angegangen, Tempo nur leicht gesteigert, viel Spaß gehabt, einige Fotos während des Laufes geschossen, und entspannt durch den Marathontunnel ins Olympiastadion rein.
Ein Blick auf die große Videoleinwand und dem gutaussehenden Typen, der im Jogmap Ruhr Trikot über die blaue Tartanbahn lief, bewundernd zugeschaut. 300 Meter locker bis zum Ziel, müde, aber glücklich, angestrengt aber nicht erschöpft. Ein Lauf, der einfach zum Genießen war. Die Zeit, na ja, zu einer Durchschnittgeschwindigkeit von 6:20 hat es gereicht. Das geht sicher schneller – wenn alles gut geht schon in 2010. Dann aber ohne Termine und ohne die Völlerei.
Es hat Spaß gemacht, es war ein tolles Erlebnis, mal durch das Brandenburger Tor zu laufen und sich wie Olympionike zu fühlen, wenn es ins Berliner Olympiastadion geht!

P.S.: Ganz nebenbei lief ich auch noch einen HM Weltrekord, der wahrscheinlich kaum zu schlagen sein wird! Auf meiner Urkunde steht:
Nettozeit: 02:38:xx
Halbmarathon: 00:14:13

Das schafft noch nicht mal Haile, aber ZüperOli!

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Oli...

...da biste aber auf den letzten vier Kilometern gnadenlos eingebrochen - von wegen "alles richtig gemacht"!
Deutlich weniger als 20% der Strecke in deutlich mehr als 90% der Zeit - nääääääh!

Aber 14'13" für HM ist dafür 'ne geile Pace. So 0'40". Geparden kriegen kurzzeitig dieses Tempo hin, aber nicht 21 Kilometer lang... ;)

Liest sich gut, wollte ich eigentlich schreiben. Klingt nach Spaß. Und, wichtig: Du hast in Berlin auch was für die Medoc-Vorbereitung getan... ;)

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Wir sind BORN. Verstand ist zwecklos. Sie werden bekloppt.

Der Gruppenwettstreit: RUHR vs. BORN

Nicht für Medoc hat er was

Nicht für Medoc hat er was getan (okay, dafür auch), aber in erster Linie hat er etwas für den Essen-marathon getan. Dort läuft er dann den Marathon in unter einer halben Stunden.

@Rü: Mach DAS mal nach! Wir Ruhris (okay Züperoli) machen das mit links :-)

Gut Lauf
Sascha - überBORNiert bekloppter Ruhri-Fahnenträger
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