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"Warum tue ich mir das an" war eine Frage, die sich im Training ab und zu stellte. Warum also? Um mich in eine Extremsituation zu bringen. Meinen Körper und meinen Kopf. Mehr noch den Kopf, als den Körper. Um meine Grenzen auszuloten, kennenzulernen und dann zu verschieben. Um mir etwas zu beweisen? Ja auch das.

Um anderen etwas zu beweisen? Wozu? Für die einen, die laufen, ist es normal. Für die anderen, die nicht laufen ist es beachtenswert. Egal, ob Halb-, Ganz- oder sonstwas Marathon.

Um den Kopf freizubekommen? Dinge klären? Ein klares Jein. Eine Erkenntnis, die oben auf dem Rennsteig glasklar erschien, war schon 10 min nach dem Zieleinlauf in einer kleinen persönlichen Enttäuschung pulverisiert. Hänge nie deine Erwartungen an andere Menschen. Mache dein Leben nicht abhängig von ihnen. Mein persönliches Dilemma konnte der Rennsteig nicht klären. Die Lösung liegt eigentlich auf der Hand. Meine Grenzen zu testen hat aber nichts damit zu tun, eine Entscheidung zu fällen.

Und sonst so? Die erste Hälfte war wieder mal zu schnell. Aber das in den Griff zu kriegen scheint mir gerade noch die leichteste Übung.

Mache ich weiter mit Übung #2: innere Zufriedenheit erlangen.

5
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die innere Zufriedenheit

zu erlangen ist eine Lebensaufgabe, die mal besser, mal schlechter gelingt.

Wenn ich grade mal hadere, halte ich mir vor Augen, wie gut es mir geht und wie schlecht es mir gehen könnte. Ein paar Abstufungen davon haben wir alle schon kennenlernen dürfen und werden sicher noch weitere kennenlernen.
Dies hilft mir, wenn auch nicht sofort, mein Gleichgewicht und meine Freude am Leben zu erhalten.

Und das Wissen: ICH suche mir mein Leben aus. Ich kann alles ändern, was mir nicht gefällt. Muss dann aber auch mit der Veränderung klar kommen.
Ich lasse es nicht gelten, wenn mir erzählt wird, er/sie kann nichts dafür...
Nicht versuchen, machen! :-)

Dir ebenfalls viel Erfolg bei dieser nie enden wollenden Aufgabe! :-)

laufen löst zwar nicht

die Probleme, hilft einem aber dabei 'klarer' zu sehen und nüchterner zu betrachten. Die Entscheidungen zu treffen werden dadurch nicht einfacher, aber man ruht tiefer in sich und handelt selbstbewußter. Wer sich selbst und den Rennsteig bezwingt, der kann alles schaffen. und DU gehörst dazu!

...and miles to go before I sleep...

Ach ja

wenn´s so einfach wäre wie laufen....
Du wirst Entscheidungen treffen.
Müssen.
Immer wieder.
Und laufen kann helfen dabei.
LG, KS

wohl war ...

... was ich auch bei vielen Urlaubern sehe: Viel Aktion und Ablenkung (von sich selbst) und ja nicht zur Ruhe kommen.

Mir verschafft laufen den zeitlichen Freiraum über etwas nachdenken zu können. Die Reizüberflutung hört auf und die Seele kommt zur Ruhe. Manchmal kommen mir daher gerade dann Lösungen für Probleme, wenn ich loslasse und den Gedanken freien Lauf lasse. Als "Kopfmensch" hilft es mir so auch aus gedanklichen Schleifen auszubrechen und alternative Wege zu finden.

Leben

Mein Mantra ist: es ist MEIN Leben und ICH lebe es.
Du hast völlig recht.
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Gefällt mir

Danke. Der Gedanke ist neu für mich. Macht aber Sinn.
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@suricata

Wenn Du mal Grenzen ausloten möchtest und über Dich
hinausgehen möchtest, dann melde Dich zu
Braveheart Battle 2013 an, der Rennsteig kommt Dir danach
wie ein lockerer Trainingslauf vor, ich habe es dieses
Jahr ausprobiert und konnte nach dem Lauf drüber lachen,
während des Laufs war es eher die Hölle und ich habe meine
(vorläufigen) Grenzen gefunden.

http://www.braveheartbattle.de/

Gruß
Michael


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Team Jogmap weiß-blau

Hm,.....

"Hänge nie deine Erwartungen an andere Menschen. Mache dein Leben nicht abhängig von ihnen."

Aber ohne die anderen wäre so vieles nicht möglich.

Man kann ne ganz Menge allein schaffen.
Man ist dann stark, selbstbewußt und stolz, weil man es geschafft hat, vielleicht sich selbst besiegt hat.

Vielleicht, weil man zu oft entäuscht wurde oder immer wieder verletzt wurde, oder einfach eben so erzogen wurde, kann man und will man sich nicht fallen lassen in die Arme oder Verantwortung eines anderen, obwohl das eigentlich die Sehnsucht tief drinnen ist.

Man kann sich schützen und abkapseln und Emotionen so im Zaum halten.
Alle Fäden in der Hand halten, selber lenken und steuern.

Eine Kunst ist es, Emotionen trotzdem wirklich ausleben zu können, auch vor anderer Augen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben oder Scharm zu empfinden.
Es befreit....zumindest eine kurze Zeit von einer Last, die man nicht los wird.

Zufriedenheit ist ein Ziel, aber leider zwangsläufig kein Dauerzustand, glaube ich.
Zu erkennen, wann man gerade zufrieden ist, und diesen Moment zu genießen, ist für mich schon die halbe Miete.

Ist meine Reflexion zu Deinem nachdenklichen Blog.

Lieben Gruß Carla

Machen Mantas gluecklich?

Fragt

Oliver, der es zunaechst mal bezweifelt.


"Wenn Du eines Tages vor den großen Schiedsrichter trittst, so wird er Dich nicht fragen, ob Du gewonnen hast, sondern wie Du gespielt hast."

Also,....

ein Manta würde mich NICHT glücklich machen, es sei denn, ich stände fast verdurstet in der Wüste und würde einen finden, der mich zur Oase fährt!;o)

Frage zur Betreffzeile


Warum das "R" in Klammern? "Nachbetrachtung" ist mir ein Begriff. "Nachbetachtung" kenne ich nicht.

Altk(L)uge Gr(ü)sse

Sach ma, Carla!

Jetzt fängste schon wieder mit diesem Thema an!
Nachtigall ick hör dir trapsen!
;-))

Lauf mal auf dem (R)ennsteig

Lauf mal auf dem (R)ennsteig :)
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Ohne R wegen...

geklammerten (R) in Betreffzeile!
Verstehste?

Warum versteht mich keiner???


"Wenn Du eines Tages vor den großen Schiedsrichter trittst, so wird er Dich nicht fragen, ob Du gewonnen hast, sondern wie Du gespielt hast."

musst nur länger laufen...

dann findest bestimmt auch du einen, der dich versteht:)

...and miles to go before I sleep...

Und die Richtung ist egal?

Dein Tip scheint unbrauchbar! :-)

Hatte es direkt verstanden!

:-)))))))

Vielleicht mag ich einfach

Vielleicht mag ich einfach nicht mehr enttäuscht werden. Dann gibt es mehrere Möglichkeiten:
- dickes Fell zulegen
- Umgang mit Menschen meiden
- keine Erwartungen mehr an andere hegen
Letzteres scheint mir langfristig am besten. Und was die Zufriedenheit angeht: kennst du dieses Gefühl, wenn alles im Leben an der richtigen Stelle ist? Ich kenne jemanden, der strahlt einfach aus, dass er zufrieden ist. Und das ist schön anzusehen. Das will ich auch.
LG, J.

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Betrachtungsabhängig

Ich finde einige Dinge klingen negativ, müssen es aber per se nicht sein:

Enttäuschen: Bedeutet doch eigentlich frei von Täuschungen zu werden. Ich mag es eigentlich nicht, von anderen getäuscht zu werden. Und mir selber etwas vorzumachen, hilft mir auch wenig.

Erwartungen: Oft ein Problem der Kommunikation. Denn Erwartungen können nur erfüllt werden, wenn der der sie erfüllen soll, davon weiß.

Dickes Fell zulegen und andere Menschen meiden: Habe ich auch eine zeitlang gemacht. Aber es hat mich nicht glücklicher gemacht. Wir Menschen sind soziale Wesen. Am besten bin ich damit gefahren, wenn ich die Menschen so nehme, wie sie sind.

Zufriedenheit: Hängt vieleicht zum Teil auch von der inneren Einstellung ab: Es bringt nichts, sich über Dinge zu ärgern, die man nicht ändern kann. Man kann traurig sein, wenn ein schönes Ereignis vorbei ist - oder sich auf das nächste mal freuen. ...

Weil....

Du oft einen Schritt weiter, als andere denkst, was nicht immer falsch ist, aber auch nicht immer verstanden wird. :o)

Hast vollkommen Recht.

Hast vollkommen Recht. Ent-Täuschungen haben immer damit zu tun, dass man falsche oder andere Erwartungen hatte. Danke.
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Innere Zufriedenheit ist auch nur temporär

man muss sie sich immer wieder erarbeiten. Und immer wieder wird sie gestört.

Und Enttäuschungen werden wir alle immer wieder erleben. Dann ist man schon wieder der Wahrheit ein Stückchen näher gekommen.

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