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Zusammen mit Cherry65 und Läufer74 hatte ich dieses Mal das Rennsteig-Ritual kulturell-korrekt zelebriert. Erst ging's zur Kloßparty und danach erfolgte das Einchecken im Gemeinschaftsquartier im „Haus am Hohen Stein“ in Schmiedefeld.

Leider war Läufer74 immer noch wegen seiner Verletzung angeschlagen, doch er ließ es sich nicht nehmen, sich als Supporter an die Strecke zu stellen und somit das Rennsteig-Feeling von Zuschauerseite mitzunehmen! Ebenso wenig ließ er es sich nehmen, dies gleich am Start zu tun! Statt Bus-Shuttle wurden wir von ihm nach Eisenach chauffiert. Dadurch konnten wir eine halbe Stunde länger als die anderen liegen bleiben, was jedoch dazu geführt hatte, dass der Thüringer Hof bis dahin schon wieder seine Pforten geschlossen hatte und wir somit ohne Frühstück dagestanden sind. Ebenso ratlos hat sich ein weiterer Läufer zu uns dazugesellt. Dieser saß bereits im Bus, als ihm auffiel, dass er seinen Chip vergessen hatte. Er ist dann nochmals zurück in sein Hotel gesprintet und als er wieder zurück war, waren die Shuttle-Busse schon weg! Wie schon so oft stellte sich Läufer74 auch dieses Mal wieder als Mann für alle Fälle heraus. Ohne zu zögern bot er dem Läufer den noch freien Platz im Auto an und unterwegs holten wir bei einer Tankstelle unser Frühstück nach. Vielen Dank für alles auch an dieser Stelle!

Ab 6:00 Uhr schlängelten sich in Eisenach die riesigen Menschenmassen durch das Nadelohr unter dem Startbogen. Ein zu schneller Start war also insofern unmöglich! Die ersten Kilometer lief ich mit Cherry65 und auch auf der Strecke sah man immer wieder viele bekannte Gesichter. Etwa bei Kilometer 15 traf ich auf Erwin Bittel, der mir schon im Vorfeld angeboten hatte, wieder in seinem Trupp mitzulaufen mit dem Ziel „8:60 – x“. Überhaupt ließ sich der Lauf höchst erfreulich an. Der Puls war im grünen Bereich, es schien alles wunderbar zu passen. Doch wenn es einem gut geht, braucht man sich bei Ultradistanzen keinerlei Sorgen zu machen, denn auch das geht irgendwann mal vorbei! In der Obhut von Erwin und Friedrich, der ebenfalls vor vier Wochen beim Obermain-Marathon dabei war, wurden wir wieder sehr gut betreut und gebremst, wenn es bergab mal wieder zu schnell ging. Friedrich machte vorne das Tempo und Erwin wuselte zwischen den einzelnen Schützlingen herum, um so jederzeit über den jeweiligen Zustand der Läufer im Bilde zu sein. Ebenso wurden wir ermuntert, kräftig beim Haferschleim zuzulangen, da dieser die Magenwände auseinander hält und somit ein Erbrechen – was ja bei Ultras vorkommen kann – verhindert. Im Heidelbeerschleim auf der Ebertswiese schien Froschlaich herumzuschwimmen, aber was tut man nicht alles? Unser Trupp zog sich nun hormon-, buschpausen oder sonstwie bedingt immer weiter auseinander, so dass wir etwa ab km 45 nun in zwei Gruppen aufgeteilt wurden und ich nun bei den Schnelleren unter Friedrich's Fittiche laufen durfte. Doch erstmal gab's eine Stärkung u.a. in Form von „Fettbrood – mit viel Liebe gemacht!“ und wenig später ließ ich einem jungen Tännchen etwas Flüssigdünger zukommen.

Da inzwischen auch die Nordic Walker dazugekommen waren, war es immer noch sehr voll auf der Strecke und besonders nervig war eine alles andere als ausschreibungskonforme Radbegleiterin, die mir fast noch in die Hacken gefahren wäre. Ich hatte gehofft, dass ihr Gschbusi schneller ist, aber das wäre ja auch zu einfach gewesen und so blieben die beiden mir auch für fast den Rest der Strecke nicht erspart. Etwa bei km 55-60 fing es an, etwas zäh zu werden, aber bekanntlich kann man sich ja die negativen Dinge wahlweise schön trinken oder schön reden. Oder auch beides. Da ich ja der zweiten Variante zuneige, freute ich mich an der Schmücke besonders über einen Straßen-Wegweiser, nach welchem es nur noch 8 km bis nach Schmiedefeld sein sollten! Hier trafen wir auch auf Laufastra, der nun ebenfalls zu kämpfen hatte, aber hey, es sind keine 10 km mehr! Doch darauf ließ er sich nicht ein und meinte, dass sämtliche Rennsteigwiederholungstäter in den letzten Jahren reihenweise über 74 km auf der Uhr gehabt haben sollen! Also so etwas will man ja jetzt nun wirklich nicht hören! Ich hätte den ansonsten sehr geschätzten Laufbuddy hier in der tannenreichen Idylle erwürgen können! Laufastra lief die nächsten Kilometer vor uns, so dass auch weiterhin noch Gelegenheit dazu gewesen wäre, doch Friedrichs unermüdliche mentale Arschtritte verhinderten Schlimmeres. Ebenso mein Mantra „den Rennsteig bekommt man eben nicht umsonst!“ Die letzten Kilometer waren ein echter Kampf! Immerhin lag es dieses Mal nicht an Krämpfen, sondern höchstwahrscheinlich an mangelnder Süße! Beim nächsten Mal also auch Traubenzucker mitnehmen!
Doch das scheint beim Rennsteig normal zu sein, denn das ging mir auch bei meinen ersten beiden Teilnahmen so, kurzum: irgendwas hat man immer! Ebenso die Tatsache, dass man sich sagt „nie wieder“ und sich spätestens im Festzelt im Rahmen der Rennsteighymne schon wieder festlegt: Hei, hei, hei, ho, im nächsten Jahr, sind wir alle wieder da!
;-))

4.833335
Gesamtwertung: 4.8 (6 Wertungen)

Wer solche Buddies hat? Toll

Wer solche Buddies hat? Toll läufer74!

Radfahrer

Radfahrer hatte ich auch zwei auf der Strecke, die haben zwar keine Läufer begleitet, aber trotzdem gerade an den Steigungen sehr gestört.


Liebe MC

ich habe mich riesig gefreut, Dich endlich live und in Farbe kennen zu lernen!

Schön, dass Dein Lauf (im großen und ganzen) 'rund' lief.

Die Paddy mit euch allen war ein Traum!!!

Herzlichst,
Holger


:-)))

Gewohnt souverän gelaufen, der Mordlust widerstanden, keinen Tannenkoller gehabt.
Herz, was willst Du mehr!
Viel Spaß beim Regenerieren. Hast Du Dein vorm-Rhex-Schlaf-Problem eigentlich inzwischen gelöst?
LG, Conny

mordsgut...

...find ich deine leistung! über 70 km - für mich irgendwie (noch) nicht vorstellbar. aber vielleicht näkschdes jahr...
____________________
laufend möcht auch gern irgendwann mal dursch de dännsche mit emm-zeh: happy

Kein Rhex!

Ich bin davon wieder abgekommen! An mangelnder Muttivation liegt's sicher nicht, aber ich denke, dass ich mit dem Rhex schon wieder kurz davor wäre, zu viel in zu kurzer Zeit zu wollen! Was das bringt, hatte ich ja schon letztes Jahr zu spüren bekommen!
LG
MC :-)

Ob Tanne oder Fichte

iss doch wurscht, denn nadeln tun se doch alle!
;-))

Klasse

Gut gemacht und diesmal ganz ohne Tannenkoller, du wirst langsam routiniert.

Froh bin ich doch, dass du den von mir auch hoch geschätzten Laufastra am Leben gelassen hast. Auch wenn ich dir es echt gegönnt hätte dich abzureagieren, so brauch ich doch diesen Kerl doch noch für weitere "bergige" Trainingseinheiten.

Also Danke und erhole dich gut.

Mord verjährt nicht

denk dran ;-))

Wie immer souverän gelaufen, unsere Ultrachefin, meinen allerherzlichsten Glückwunsch! Radfahrbegleitung hatten wir da hinten auch und auch zwei Hunde, die ebenso wenig regelkonform mitlaufen mussten, allerdings störte mich beides beim Wandern weniger ;-)

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Geschafft....

manchmal braucht man für die letzten KM nur ein Opfer und ein Astra als Opfergabe....kann man vertreten!;o))
Super gekämpft, Frau Ultracheffin!!
Hihi, ich schreib lieber nicht auf, wen ich unterwegs alles so ermorden könnte/möchte/nicht darf!;o)
Das Du Dir das immer wieder antust?!?
RESPEKT und ANERKENNUNG!!
Und dicke Gratulationsumarmung zum Finish natürlich!!:o)

Lieben Gruß Carla

Echt gezz??

Iss dem Laufastra unterwegs tatsächlich der Humor abhanden gekommen? Wahrscheinlich erst das Astra und dann der Humor. ;-) MC, du hast völlig Recht, das kann er doch nicht machen, so demotivierend über die verbleibenden Restkilometer zu spekulieren.

Übrigens: Meine Garmin zeigte im Vorjahr exakt 73 km an. Allerdings habe ich erst gerade gemerkt, dass auf meiner Uhr 8:19:08 standen, offiziell aber 8:22 gewertet wurde. Gibt's eigentlich Zeitstrafen beim Rennsteig? Zum Beispiel fürs Pinkeln im Tannen- pardon Fichtenwald? Das könnte eine Erklärung sein. Guck' doch mal auf deine Uhr, vielleicht bemerkst du da auch eine Zeitdifferenz ;-)

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

Na dann schaun wir doch mal...

...im nächsten Jahr wie der Tanne der Flüssigdünger bekommen ist:
Eingegangen wie macher Läufer, oder ein Prachtbursche.
Ich entnehme Deinem Bericht dass Du zufrieden warst, das kann man auch bei sub 9 Stunden.

Kiefer? Tannen?

Mordlust? Rennsteig all inclusive. Gut gemacht, und bis bald:)

...and miles to go before I sleep...

:-))

schöner Titel.
Jetzt konnte ich wenigstens das erlebte nochmal nachlesen.
Ich hab´nämlich nicht alles verstanden. Das war ja höllenlaut im Zelt ;-))
LG, KS

a bisserl Zuckerwatte im Gepäck...

... wär also für's nächste Mal net schlecht :-)

Vielen Dank für's mitnehmen und Gratulation zum 3.Finish!
LG und gute Regeneration wünscht
¤¤¤¤¤¤¤ H u B e L i X ¤¤¤¤¤¤¤

ein BORN kommt selten allein...

owei

gemeinschaftsquartier und tankstellenfrühstück ,
dichtes fichtendickicht und 74 km
und dann noch das fehlende zuckerle ...
da hilft nix :
das muss man schönreden UND schöntrinken, mc
wir üben das demnächst :))
lg und gratulation zum dritten finish !!!
c.

Jan wars!

Der hat mir das eingeredet! Und ich Idiot hab ihm das auch noch geglaubt! Aber dafür gleich ermordet werden! Nixdestrotrotz hatte ich ab km 59 (bis dahin stimmte es exakt überein) bis ins Ziel einen Kilometer mehr auf der Uhr und da war ich nicht der Einzige. Also so ganz unrichtig ist das nicht! Trotzdem Danke fürs Überleben lassen und Deine Freude im Ziel:-)!
Gruß, Marco
You'll never ob73oder74völligegal alone


Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos

ein schönes Läufchen war es

und die Party danach... legendär!!

Bis zum nächsten Lauf!

Also ich bin BORN & HUMPA

Super,

wie es für Dich gelaufen ist!!! Ganz fetten Glückwunsch!!! Ja, man vergisst die Strapazen bestimmt ähnlich, wie nach dem Kinderkriegen. Was bleibt ist pure Freude!!!;-)

Tame:-)
BORN - denn sie wissen nicht was sie tun!

vernünftig.

...aber schade :-(
Wie werden ein Gedenksekündchen zu Ehren Deiner Vernunft einlegen.
LG, Conny

Hab mich total gefreut Dich

in der Warteschlange vor den Dixies zu treffen und später auf der Party. Und wie immer: mc läuft wie ein Uhrwerk, wenn die eine Zeit ansagt, dann passt das auf ein paar Minuten genau! War beim Albmarathon auch so.

Ermorde bloß keine Tannen und Fichten!

Das lief ja ziemlich rund

Dein Jubiläums-Rennsteig lief ja ziemlich rund.

Nochmals danke für's Management in Sachen Mitfahrgelegenheit, Unterkunft und die gute Gesellschaft über das gesamte Wochenende.

cherry65

Jeder, der vor mir läuft, hat es sich verdient

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