Hallo zusammen,

ich laufe zwar schon seit einiger Zeit recht ernsthaft, hab aber noch garnicht so viel Laufliteratur im Schrank stehen, man kann ja auch im Netz sehr viel lesen. Seit Ostern hab ich Steffnys großes Laufbuch, was mir ganz gut gefällt, aber ich vermisse auf einigen Ebenen einen gewissen Detaillierungsgrad.
Konkret: WARUM sind die konkreten Trainingspläne so aufgebaut, wie sie aufgebaut sind? Sicher, es gibt immer mal ein, zwei Sätze dazu, wofür der lange Lauf gut ist usw, aber kein Konzept wie man sich vielleicht selber Pläne bastelt, die auf die eigenen Bedürfnisse angepasst sind. Manch einer braucht vlt keine 70 Wochenkilometer um 10km unter 40 min oder einen HM unter 90 Minuten zu laufen...ich brauchte dafür eigentlich nur 30.
Frage: Gibt es ein Buch, was einem quasi beibringt oder näherbringt, wie man sein eigener Trainer wird also ein wenig mehr auf technische Details als auf bunte Bildchen setzt und nicht bei Adam und Eva anfängt?

Gruß,
Stefan

Hallo, das klingt ja

Hallo,

das klingt ja schonmal nach dem, was ich suche. Ich denke, ich werd mal im örtlichen Buchladen reinschauen, falls die das da haben.

Vielen Dank!
Stefan

ich hatte das gleiche problem ...

Hallo,

als ich vor 2 jahren mit dem ambitionierteren Laufen wieder angefangen habe, hatte ich das gleiche Problem.
Generell empfehle ich Dir, Dir für den Anfang einen Trainingsplan zu suchen, der von Umfang und Intensität Deinen Vorstellungen nahekommt. Dann solltest Du auf deinen Körper hören und die Intensität/Länge für einzelne Läufe ggfs anpassen. Mir jedenfalls ist es teilweise passiert, dass ich einzelne Einheiten überzogen hatte und dann etwas zurückfahren musste, um nicht zu überlasten. Insgesamt kommt man aber recht schnell wieder in den Plan. Gesamteindruck: Die Pläne auf dem Markt sind schon sehr gut auf das normale Maß an Belastung/Erholung abgestimmt. Vertrau!

Ich neige dazu, gerne intensiv zu trainieren. Folgende Quellen haben mir das nötige Grundverständnis gegeben:

H.Beck, Das große Buch vom Marathon (Damit habe ich 2012 auf einen 1:26 HM trainiert und das Ziel erreicht [nicht ganz, aber das lag daran, dass mein Lauf 400 Höhnemeter rauf und runter hatte und das Wetter recht schwül war.]

Run Less Run Faster - Focus on 3 Quality Runs
http://www.runnersworld.de/first

Pfitzinger, Road Racing for serious runners.
Gibt Anleitung wie man Trainingspläne aufbauen und um weitere lockere Läufe ergänzen kann

Der folgende ist ein excellenter Link zu Background Info
http://pfitzinger.com/marathontraining.shtml

Hier noch ein Vergleich verschiedener Marathon-Pläne, den ich ebenfalls instruktiv finde
http://fellrnr.com/wiki/A_Comparison_of_Marathon_Training_Plans

Hoffe, das hilft Dir. ich selbst mache es für mich so, dass ich die Philosophie meines Trainingsplans ab und an ändere.
Vor 2 Jahren war das vor allem nach FIRST.
zuletzt ein 10K und ein HM-Plan nach BEck.

Für die kommenden Wochen orientiere ich mich an Pfitzinger, allerdings eher im Sinne eines Ganzjahrestrainings, d.h. ohne ambitioniert auf einen konkreten Wettkampf hinzutrainieren. Danach kommt Sommerulraub und dann neuaufbau für's nächste Frühjahr.

Hoffe, Du findest nützliche anregungen.

Hendrik

PS

PS: Beim Umstieg zwischen Philosophien solltest Du aufpassen, dass sich der Gesamtumfang nicht zu arg verändert.

Der Umstieg von FIRST auf BECK hat mich 2011 ein halbes Jahr gekostet, da ich wg. des deutlich höheren Umfangs und der hohen Intensität mir eine Muskelverletzung zugezogen habe. Im Ergebnis habe ich meinen ersten Halbmarathon bei 65% gelaufen, quasi als Streckenbesichtigung für das folgende Jahr.

Hendrik

Hallo Hendrik. Erstmal danke

Hallo Hendrik.
Erstmal danke für deine Tipps. Also das Buch von den FIRST-Leuten hab ich auch im Schrank, kombiniert mit Internetquellen und Steffny sind mir die grundsätzlichen Effekte des Lauftrainings schon bekannt, so ist das nicht. Ich hab bevor ich von dem FIRST-System gelesen habe eigentlich schon recht nah daran trainiert. Für mehr als 3 Läufe die Woche hatte ich keine Muße bzw Zeit und in den ambitionierten Trainingsplänen tauchten eben die FIRST-Elemente immer wieder auf...gespickt mit Füllläufen. Also hab ich die Füllläufe gestrichen und Intervalle, Tempolauf und längeren Lauf gemacht, der allerdings längst nicht so schnell war, wie bei FIRST. Damit bin ich immerhin auf 39 Minuten über 10km und 1h27min beim HM gekommen...garnicht verkehrt, möchte man meinen...spätestens beim Marathontraining hab ich dann allerdings gemerkt, dass mein Körper die langen Läufe nicht mehr so gut verträgt, wenn ich außerhalb davon nur zweimal laufen gehe.

Konsequenz 1: Marathonprojekt erstmal auf Eis, Rennen im 10er und HM Training macht eh mehr Spaß als 3 Stunden lang vor sich hin zu traben!

Konsequenz 2: Ich möchte mehr über die Effekte der einzelnen Läufe wissen und mir einen Plan bauen, bei dem ich ne gewisse Sicherheit habe, dass er Sinn macht, anstatt einfach Elemente aus vorhanden Plänen (die mir zuviele Läufe oder km haben) zu streichen oder zu modifizieren (bei FIRST).

probier mal den Pfitzinger

probier mal den Pfitzinger - in der Praxis habe ich ihn nicht erprobt aber den Ansatz Key-Runs + weekly Priorities + Steigerung + Füll-läufe finde ich attraktiv.

So wie Du schreibst hast Du das für Normalsterbliche nötige Grundlagenwissen und auch schon Erfahrung, auf Deinen Körper zu hören. Damit sollte eigentlich ein individueller Plan für Dich möglich sein. ich mache es im Moment so, dass ich mich an Pfitzinger orientiere (Wochen-KM + 1x Lange4 Lauf), ergänzt um 1x VO2max a la First und Tempoläufe + lockere Läufe nach Körpergefühl. Ziel ist ein HM Mitte Juli, vor allem aber langsame Verbesserung in der Breite und das Antesten der 30-33 km.

Ich finde, die im Handel erhältlichen Trainingspläne schon ganz gut und würde beim Trainieren auf ein Ziel nicht davon abweichend Eigenes zurechtschustern - allein schon wg. des zusätzlichen Vertrauens darein, dass der Plan wirkt und die geplante Pace schaffbar ist (sie ist!).

Wünsch Dir was!
Hendrik

Ich denke, das

Ich denke, das Grundlagenwissen ist definitiv da und ich ändere die im Handel oder Internet veröffentlichen Pläne nicht, weil ich sie für schlecht befinde, sondern weil ich teilweise keine Möglichkeit habe, sie umzusetzen (Zeitgründe) und weil ich sehe, dass Pläne für Zeiten, die ich selbst gelaufen bin, die doppelten Wochenkilometer enthalten. Wenn ich für 39 Minuten 30 statt 70km pro Woche laufen muss, wäre es ziemlich heftig für 37 oder 35 die vorgegebenen 80-90km zu laufen. Damit käme mein Körper nicht zurecht ohne vermutlich mehrjährige Annährungen in denen ich mich nicht verbessern würde.

Danke für die Tipps und den nochmal bekräftigten Tipp. Pfitzinger ist bestellt und mit 14 Euro kann man ja auch nicht viel falsch machen.

Stefan

Hier ging es schon mal um

Hier ging es schon mal um das Thema: http://www.jogmap.de/civic4/?q=node/159218
...vielleicht findest du noch was für dich ^^

LG
Jaimy

Ich finde toll was du

Ich finde toll was du geschrieben hast, weil ich mich wieder erkenne, als ich als Anfänger nach Tr-Plänen für mich gesucht habe und nichts finden konnte. Für Zielzeiten wie die du genannt hast, wollten alle Tr-Pläne, dass man mind. 5-mal die Woche und extrem viele Km läuft, beides für mich unerreichbar, denn meine Gelenke konnten nur 3-Mal und ca. 30-35km/Woche. Aber es war klar dass ich die Zeiten mit 3 Tr-Einheiten schaffen konnte, denn diese Geschwindigkeit war nicht das Problem. Ich musste halt meine Tr-Pläne selbst basteln, weil die Standard-Tr-Pläne für mich nicht machbar waren. Diese allgemeinen Tr.-Pläne für jedermann finde ich sehr schwach, jeder Organismus ist anders und jeder ist anders trainiert und belastbar.

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