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Am Sonntag stand für mich ein 10km Rennen als Vorbereitung für einen HM in 2 Wochen auf dem Programm. Spaß macht mir die Distanz ja nicht, das ist immer so ein Gehetze. Aber zum Training der Tempohärte muss es wohl sein. Da ich diesbezüglich ein bisschen schwächle, wohl auch eher öfter als weniger.

Wie dem auch sei, am Sonntag stand ich an der gleichen Stelle wie schon vor 11 Wochen und wusste schon, wie die 5km-Runde verläuft. Es war zwar wärmer als letztes Mal, aber auch verregnet und die Kulisse dementsprechend weder sommerlich noch winterlich. Auch wenn die Streckenführung nicht langweilig ist: Ich war froh, diesmal wenigstens nur 2 statt 4 Runden laufen zu müssen.

Noch etwas anderes war mir bekannt: Die langen dünnen Beine des Kenianers, der am Start vor mir stand, haben mich schon in Freising überrundet, obwohl ich meine 10km-Bestzeit dort lief. Ein gutes Omen für eine neue Bestzeit in diesem Rennen? Wengistens war es unwahrscheinlicher, dass mich die schon wieder überrunden.


*links der Kenianer, daneben ein Nordafrikameister aus Marokko und
wie so oft Mikki Heiß (Mitte) mit mir (ganz rechts) am Start.


Ich wollte es riskieren und meine Bestzeit auf einen Riesen-Satz verbessern: 36 Minuten sollten es im Optimalfall werden. Realistischer wenigstens irgendetwas mit einer 36 davor.

Da ich die Strecke schon unter sehr ähnlichen Wettkampfbedingungen gelaufen bin, konnte ich meine Kilometerzeiten außerordentlich gut planen: KM1 (bergab) lief ich in 3:33, KM2 (mit Überführung) in 3:41, KM3 (leichter Gegenwind) in 3:42. Bis dahin lief's fast perfekt. Allerdings machten dann die Beine eine Tempoverschärfung im Rückenwindteil dann doch nicht mehr mit. Hat sich mit einem Zwicken in der rechten Ferse vor dem Lauf evtl. auch schon angedeutet. Insgesamt war die erste Hälfte nach 18:18 Minuten vorbei. In der zweiten Hälfte musste ich mich dann im flachen Teil bemühen, das Tempo überhaupt etwa bei 3:50 zu halten.
Da kassierten mich dann auch 2 Läufer. Endspurt: Naja. Schon vor dem letzten Hügel ins Ziel habe ich angefangen mit jedem Atemzug laut zu stöhnen. Kam mir schon etwas peinlich vor, wie ich mich so an den ganzen überrundeten Gehern vorbeischnaubte. Immerhin wusste ich aus Erfahrung, dass ich das so noch etwa nen Kilometer durchhalten kann und es waren ja ganz bestimmt nur noch 500m.

Im Ziel dann etwas zu spät der Stop: 36:55. Also Ziel 1 deutlich verfehlt, aber Ziel 2 immerhin knapp geschafft :-). Netto waren's dann sogar 36:51.
Also die Bestzeit um genau 110 Sekunden verbessert. Das klingt doch schon viel besser als 1 Minute oder 11 Sekunden pro KM.

Der Kenianer hat übrigens wieder gewonnen...schon beeindruckend wie schwerelos der rennen kann. Und Mikki Heiß hat auch wieder gewonnen. Diesmal bin ich aber vor ihr statt hinter ihr gelaufen. Sie dafür noch 2 Runden und eine Schleife mehr...

Die Schleife finde ich übrigens ziemlich bescheuert. Man muss 500m in Runde 5, dann umkehren und ins Ziel nochmal quer durch den Strom von 2000 Läufern durch kreuzen. Wenn man nur so nen HM hinkriegt...
Die Nachlaufwurstsemmeln vom Winterlauf habe ich vermisst. Dafür konnte man umsonst ins Schwimmbad.

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Ich würde mal sagen,

das ist eine ordentliche Verbesserung mit Potential nach oben :grins:. Gratulation zum Erreichen von Ziel 2 (was mit 36 davor ist es ja geworden) und zur Verbesserung um fast 2 Minuten! Weiter viel Erfolg!

Gratuliere...

...Dir zu der hervorragenden Zeit...da kann der Halbe in zwei Wochen ja kommen ;-)

Zwar....

...das primäre Primärziel verfehlt, aber das sekundäre Primärziel geschafft und als tertiäres Primärziel die Betzeit verbessert. Alles gut also!
Und wenn man sowieso so gut ist, daß man mit einem Kenianer zu Recht auf dem Startfoto ist...!
Gruß, Marco
You'll never beeindruckend alone

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos

Vielen Dank...

... für die lieben Kommentare.

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