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Hallo liebe Leut,

bin z. Zt. ziemlich down, weil ich einen Bandscheibenvorfall diagnostiziert bekommen habe. Laufe damit (unwissend) aber bestimmt schon seit Januar herum (Wochenkilometer zw. 30-50km, Pace auf 10km 4:40min). Nur wurden die Beschwerden immer schlimmer, sodass ich kürzlich einen Orthopäden aufgesucht habe.

Das MRT hat's jetzt aber ans Licht gebracht. Mittels PRT (Spritzentherapie) und KG soll das ganze wieder in Ordnung gebracht werden.

Leider muss ich nun vorerst auf das Laufen verzichten, wobei ich heute nicht gefragt habe, ob ein Laufverbot besteht. Aber die Beschwerden wurden zuletzt nach dem Laufen schlimmer. Während des Laufens hatte ich in keinster Weise Schmerzen und im warmen Zustand war ich nahezu beschwerdenfrei. Nun ja, ich lass es aber jetzt erstmal.

Hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht? Welche alternativen Sportarten habt ihr dann gemacht, um eure Fitness zu halten?

Radfahren

Hi!

Ich habe Gott sei Dank einen gesunden Rücken, aber eine Bänderdehnung im Sprunggelenk.
Seit 2 Wochen ersetze ich meine Läufe durch Radeln auf dem Heimtrainer, was tatsächlich auch dort zu einer Leistungssteigerung geführt hat.
Ich könnte mir denken, dass dies sicherlich auch für Dich eine Alternative ist.
Das würde ich aber erstmal beim Arzt abklären.
Außerdem mache ich schon seit Laufbeginn Kraftübungen für den Oberkörper/ Rumpf in einem REHA-Centrum.
Die Physiotherapeuten dort können auch Tipps geben, was gut und schlecht ist und ich werde sehr gut betreut dort.
Ziehe dies einem Fitnesscenter absolut vor.
Vielleicht findest du auch so ein Zentrum, was dein Orthopäde vielleicht sogar unterstützt, da eine starke Muskulatur natürlich auch für den Rücken hilfreich ist.

Ich wünsche dir gute Besserung, behalte auf jeden Fall Muskelkräftigung im Auge!

Viele Grüße!
Michaela

Erfahrungen

Um es gleich vorweg zu sagen, ich bin weder Arzt, noch kann ich mit Erfahrungen mit einem Bandscheibenvorfall dienen.

Mir persönlich bekommt Bewegung wie laufen bei einem Hexenschuß deutlich besser, als mich mit einem verspannten Rücken wenig zu bewegen.

Mit Bandscheibenvorfall zu laufen ist vermutlich keine gute Idee. Möglicherweise kannst du aber schwimmen oder auf einem Ergometer Fahrrad fahren. Das würde ich aber den Arzt fragen.

Wenn du nach dem laufen Rückenbeschwerden bekommst, prüfe doch mal, ob du ein leichtes Hohlkreuz machst bzw ob dein Hüftbeuger verkürzt ist. Denn der verkürzt sich durch das laufen und zieht dann an deinen Lendenwirbeln. Je nach Verfassung deiner Rumpfmuskulatur und Beinrückseite können sie ausgleichend wirken, oder das Becken kippt nach vorne (=> autsch).

Gute Besserung

Hallo war bei mir vor einige

Hallo

war bei mir vor einige Jahren ähnlich gelagert.
Zuviel trainiert, dann noch Holz gemacht ohne Ende und dann war er da der Bandscheibenvorfall. Habe dann noch einige Zeit (unwissend) weiter trainiert und war auch während des Laufen Beschwerde frei. Als die Schmerzen aber nicht mehr auszuhalten waren (Nachts im Bett) bin ich zum Doc und da gab es dann die Diagnose.

Dann war bei mir für Monate das Laufen vorbei. Konnte dann langsam wieder anfange mit Radfahren und Laufen. Bin zum Glück um eine OP rumgekommen und jetzt Beschwerde frei. Hin und wieder merke ich was, aber das ist halb so schlimm :-)

Also viel Geduld, es lohnt sich!! Und gute Ärzte in die Therapie mit einbeziehen!!

LG Topseng

Alternative

auf jeden Fall Schwimmen, aber Rücken bzw. Kraul, nicht Brust! Am besten ist Rücken altdeutsch (in Rückenlage Kraulbeine und oben gleicher Armzug, falls es das erklärt), das wird auch nach Bandscheiben OPs empfohlen. Fahrrad wohl eher nicht, laufen gar nicht.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Prolaps mit OP

Hi!
Nachdem bei mir in einer ähnlichen Situation 2010 ein Vorfall diagnostiziert wurde, habe ich mein Laufpensum erstmal runtergefahren - also kurz und sehr, sehr langsam. (max. 5 km bei ca. 6:30 min/km; vorher bin ich durchschnittlich 40 - 60 km die Woche gelaufen bei 5:10 - knapp 6:00 bei langen Läufen). Da ich als Fitness- und Rehatrainerin "vom Fach" bin, habe ich mich zunächst selbst therapiert. Erfolgreich. Blöderweise habe ich, sobald ich schmerzfrei war, wieder wie bekloppt trainiert.
Das Ergebnis: OP im Juni 2011, danach 3 Monate Zwangspause. Viel Spazierengehen, und in meiner Verzweiflung habe ich dann irgendwann das Stöckchenziehen angefangen. Das war - zumindest was die Kondition betraf - einigermaßen erfolgreich. Später dann Fahrradergometer; in freier Wildbahn ging Radfahren bis vor Kurzem gar nicht.

Ich laufe seit November wieder, bin aber erst bei 12 km und max. 6:25/km. Mein Arzt hatte "seine" OP im Oktober 2010 und ist im September 2011 wieder Marathon gelaufen. Unter 3 Stunden. Das ist die Bandbreite.

Die Entwicklung ist wirklich bei jedem anders - wichtig ist, auf Deinen Körper zu hören und zumindest ein paar Monate eher zu untertreiben. Und wenn Du eher das Wettkampftier bist, versuch mal etwas ganz Außergewöhnliches: Ohne Pulsmesser laufen, ohne Strecke im Kopf, nur auf den Körper hören und nur zum Spaß. Ich fand das irre anstrengend. ;-)

Gute Besserung wünscht Dir

Sabine

Meine Erfahrungen

mit einem Bandscheibenvorfall LWS L4/L5 ist die, dass Laufen nicht zwingend schlecht sein muss. Mein BSV wurde begünstigt durch eine starke muskuläre Dysbalance in der Hüfte, von der einige Muskeln am unteren Rücken ansetzen (z.B. Piriformis). Mein unterer Rücken ist dadurch zusätzlich fehlbelasted wordenund hat den Zugspannungen irgendwann nachgegeben. Was mir geholfen hat waren 3 Dinge. Dehnen der Hüftmuskulatur, ausgleichendes Krafttraining von Rumpf, Hüfte, Beinen und moderates Laufen. Seit ich einigermaßen ein Gleichgewicht zwischen den 3 gefunden habe, fühle ich mich sehr gut.

Das sind wohlgemerkt nur meine persönlichen Erfahrungen. Ist alles stark individuell und jeder muss selbst herausfinden was ihm gut tut und was nicht. Hat bei mir ein knappes Jahr gedauert...

Gute Besserung!!

Prolaps

Hi,
mit der Schmerztherapie wäre ich sehr vorsichtig,weil du dich mit weniger Schmerzen schnell wieder übernimmst ;-), da gibt es andere Alternativen. KG ist super wichtig und ich kann dir zusätzlich nur wärmstens empfehlen, dir eine(n)gute(n) DORN-Therapeuten/-in in deiner Nähe zu suchen,um nach Fehlstellungen von Hüfte, Becken und Wirbelsäule zu schauen, denn ein Prolaps kommt nicht einfach so aus dem Nichts und wenn das nicht behoben wird, wird es immer wieder zu Problemen kommen.Wenn meine Patienten "gedornt" sind und die ganz akute Situation vorbei ist, empfehle ich ihnen sogar, LANGSAM UND VORICHTIG!! zu laufen mit gut, gedämpften Schuhen und nicht auf unebenem Boden, um Fehltritte zu vermeiden und keinesfalls über die Schmerzgrenze zu gehen und auf den Körper zu hören. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht...

Ich wünsche dir gute Besserung,
GReta

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