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Während es im Norden des Landes mit grad so 11 Grad noch angenehm frisch ist, gab es tief in Sachsen, genauer in Königstein schon schlappe 20 Grad auf dem Thermometer. Und da sollte noch einiges dazu kommen...
Nach einer zum Ende hin dank eines kaputten oder sagen wir besser fehlerhaften Zahnnervs eher verkorksten Vorbereitung zu meiner dritten Teilnahme am OEM hieß es am 29.4. erstmals, die gesamte Strecke von 42,195km unter die Füße zu nehmen. Bislang kannte ich die Strecke nur ab Pirna, wusste, wo die schwankende Brücke ist, die Verpflegungspunkte, die Musikkapellen... aber eben erst ab km 22 für 2012.
Ok... auf Anfang. Um nen Parkplatz fürs Auto zu bekommen, sind wir was eher los und das war auch gut so, denn die S-Bahn von Pirna nach Königstein war schon gut gefüllt. Schon auf dem Pirnschen Bahnhof bemerkte ich ein dringendes menschliches Bedürfnis... Nur leider ließ sich die dortige Einrichtung erst ab 10 Uhr öffnen... so lange konnte und wollte ich nicht warten. Glücklicherweise gabs so was ja auch im zug und noch mehr Glück hatte ich, dass dann auch mal eines frei wurde... Bis Königstein war dann Dauerrot mit nur kurzen Grünphasen ;-)
Angekommen schob sich ein Pulk von LäuferInnen aus dem Zug/Bahnhof Richtung Start. Der Dampfer war auch schon da.
Irgendwie kam ich dann auch endlich an und lernte die Zugläuferin für 4:30 kennen. Eigentlich war das mein gestecktes Zeitziel... Eigentlich.
Leider kann ich (noch) nicht halbwegs konstant ein Tempo laufen. Sonst hätte ich dieses Zeitziel auch erreichen können, denn Stefanie kam Punkt 4:30:00 ins Ziel.
Irgendwo nach Strand lief ich etwas schneller, musste mir dann nach ca 10km neue Pflaster kleben lassen, da sah ich Stefanie noch mal mit ihrem blauen Ballon.
Weiter ging es. Es lief gut und doch auch ganz locker. Gleichzeitig wurde es immer wärmer, der immer wieder aufsteigende Wind machte es uns etwas kühler... zum Glück.
Ich trank an jeder Station Wasser, nahm auch mal Iso mit und/oder Cola und immer ein Stück Banane. Und einen Becher kippte ich mir hin und wieder in den Rücken und über die Arme.
In Pirna war Zwischenwertung... egal, ich kenne Pirna zwar, aber wusste gar nicht, dass man da so viele Schleifen laufen kann. Die Musik in Pirna gab Kraft für die nächsten km.
Der HM kam mit 2:14; ganz passabel für 4:30... leider kamen nun auch die eher sonnigen Abschnitte. Nach meinem persönlichen Fotografen sah ich Stefanie wieder... als sie mich überholte. Ein Dranbleiben war für mich allerdings nicht mehr drin. Zu wenige Marathonerfahrung, zu warm...
Kurz vor Heidenau... Ich vermisse die Musik. Die Band war zwar da, machte aber grad Pause. Die Wackelbrücke... die wackelt sogar, wenn nur 3-5 Läufer drüber laufen...
Es geht in die ersten Ortsteile von Dresden. Die Musiker haben irgendwie grad alle Pause... schade. Die Helfer an den VPs geben ihr bestes, immer wieder aufmunternde Worte. Die aber leider nicht den Weg zu meinen Beinen finden. Die werden nämlich langsam schwer und schwerer. Gehen und laufen wechseln sich ab. Blasen an den Füßen, da, wo frau sie nicht haben mag zum laufen.
KM 39... da, wo es Bier gibt... dummerweise trink ich kein richtiges Bier... egal, zumindest ist bissl Musik.
Terassenufer in Dresden. Der letzte VP vor dem Ziel. Ich trinke, kipp mir Wasser hinten runter, seh den Papa mit zwei Mädels (dass es Mädels sind, les ich Mo in der Zeitung) sich ausruhen und lauf weiter... noch gute 2km... platsch... die Blase rechts am Fuß geht auf... shite... aber zum Glück nur noch gut 2km...
Laufen... einfach laufen... wenn du jetzt gehst... und doch musst ich noch mal ein paar Geh-meter einlegen.
Wir näherten uns dem Stadion... wo ist die Musik? Ich hatte mich doch so auf die Blechlawine gefreut... Ah, da, mein Sohn. Ich bin so stolz auf ihn, dass er die letzten 250m mit mir gemeinsam ins Ziel läuft.
Geschafft. Gefühlte 50° im Schatten... irgendwas um die 30 waren es dann auch. Viel weiter hätte es nicht sein dürfen. Dennoch bin ich stolz und glücklich, den OEM durchgekommen zu sein. Viele sind es nicht.
Auch wenn sie es nicht lesen werden... ich danke meinem Sohn für die letzten 250m; ich danke meinem Schatz für den *Rückwärtigen Dienst*, wie er es immer nennt; ich danke den Helfern an den VPs, den Organisatoren des Laufs und ich danke auch meiner Kollegin, dem Hänsel... die mich am Start, in Pirna und auch im Ziel anfeuerte.

Meinen Glückwunsch allen Finishern der Läufe vom WE, welche Distanz auch immer! War der OEM wettertechnisch eigentlich der heißeste?

Fazit für mich:
Wenn Zeitläufer, dann Zeitläufer... die wissen, wie sie zu laufen haben. Eher sollte ich mein Training so gestalten, dass ich gleichmäßigeres Tempo gebacken bekomm.

Frage an euch?
Wie kleb ich Schultern haltbar ab, dass BH-Träger keine Reibestellen verursachen können?

LG lonelysoul

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Akleben wüsste ich jetzt

Meinen herzlichen Glückwunsch zu deinem erfolgreichen Lauf.

Akleben wüsste ich jetzt auch nicht.... hast du es mal mit dick einschmieren von Vaseline versucht ?

Gegenfrage...

...von was für nem BH reden wir? Wenns einer in Bustierform mit Ringerrücken ist sollte eigentlich wenig scheuern können, da er ziemlich an seinem Platz bleiben dürfte...mit "klassischen" Trägern stell ichs mir schon schwieriger vor.
Ansonsten versuchs wirklich einfach mal mit Vaseline o.ä. - oder kleb unter dem Träger ein Kinesiotape, das sollte eigentlich halten und das Scheuern vermeiden...vermute ich mal...

Klassisch

denn bei 80d hat ein Bustier keine Chance, was zu halten. Leider.
Bislang hab ich einfach nur Pflaster untergeklebt, bin aber bislang auch erst einen M gelaufen und das war im Winter... da schwitzt man/frau bekanntlich nicht sooo sehr.
Wo bekomme ich solch ein Kinesiotape? Gibts das in der Apotheke?

Vaseline oder so hab ich an der Stelle noch nicht probiert, werd es aber am Rennsteig mal mit Bodyglyde testen.

Danke euch beiden. :-)


Laufen formt Körper, Geist und Seele.

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