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Ein fröhliches moin moin aus Hamburg!

Es ist vollbracht. Ich habe meinen ersten Marathon erfolgreich beendet. Gestern den 29.04.2012 wurde der Hamburg Haspa Marathon unter starken Knieschmerzen von mir bezwungen. Aber der Reihe nach:

Grundsätzlich wollte ich mir für den ersten Marathon keine Zielzeit setzten. Hauptsache ankommen. Dafür bin ich dann doch zu viel Sportler. Meine vorherigen Trainingszeiten haben mich dazu veranlasst auf eine Zielzeit von 4:25 Std. an zu peilen.

Km 0-10: Der Start war locker, die Stimmung im Läuferfeld und bei den Zuschauern gigantisch. Es ging die ganze Reeperbahn hinunter. Ich musste mich zwingen nicht schneller zu laufen obwohl ich wollte und rechtzeitig trinken und essen. Habe ich auch geschafft und lag nach 10 Km bei 1:03!

Km 10-20: Der erste Energieriegel sorgte für einen ordentlichen Schub und die Strecke wurde auch immer freier. Leider begannen in diesem Abschnitt meine Knieschmerzen im linken Knie. Um diese zu verdrängen, habe ich versucht die Stimmung an der Strecke zu genießen. Unglaublich was sich die Zuschauer haben einfallen lassen. Diesen Abschnitt habe ich etwas schneller in 1:01 Std. geschafft.

Km 20-30: So langsam wird es anstrengend. Meine Luft und die Oberschenkel waren noch in Ordnung nur das linke Knie wird nicht wirklich besser. Bei Km 28 musste ich einen kurzen Stopp in den Gebüschen machen. Tat in jeder Hinsicht gut. Mein Körper schaltet immer mehr in den Kampfmodus. Aber auch diesen Streckenabschnitt habe ich noch mit 01:03 Std. erledigt.

Km 30-40: Bei warteten meine Eltern und ich konnte meine Trinkflasche tauschen und noch einen weiteren Energieriegel zu mir nehmen. Dazu kam natürlich das Adrenalin. Frei nach dem Motto, hier geht noch was und ich kämpfe mich durch. Nachdem die Euphorie allerdings verflogen war und ich bei Km 34 angekommen bin, ging es nicht mehr und ich musste kurz für 30 Sekunden gehen und mein Knie entlasten. Das passierte bei Km 36 noch ein weiteres mal und dann der Schock bei Km 38. Hier bin ich dann zu den Sanitätern an der Strecke und musste mein Knie kühlen. Da meine Hirnfunktion aufgrund der Belastung nicht mehr wirklich funktionierte, habe auf das Anraten des Sanis mich hingesetzt. Riesenfehler, dass wusste ich vorher. Das ganze dauerte dann ca 4-5 Minuten und sagte dann, nein geht schon ich laufe ins Ziel. Die nächsten 2 Km. waren der pure Horror. Bei Km 40 angekommen zeigte meine Uhr eine Laptime von 1:14 Std.

Km 40-42,195: Das Ziel vor Augen und mit dem Wissen, dass jetzt noch 1,5 Km Bergauf kommen. Schaltete mein Körper in den dunkelroten Bereich und Hyperkampfmodus. Gedacht habe ich nichts mehr. Nur noch Laufen und es ging. Auf den letzten 2 Km konnte ich noch diverse Läufer überholen, was mir einen zusätzliche Schub gab. Beim Abbiegen auf die Zielgerade, war es dann nur noch der pure Genuss. Die Strecke war wie bei der Tour de France abgesperrt und die Menschenmassen jubelten jedem Läufer zu. Die letzten 100 Meter waren unbeschreiblich. Rechts und links der Strecke waren Tribünen aufgebaut und man lief über einen roten Teppich ins Ziel. Diesen letzten Streckeabschnitt lief ich in 14 Minuten!

GESCHAFFT!!!!!!!!!!!!!!!!

Gesamtzeit: 04:35:18 Std!

Nicht ganz mein Ziel, aber trotzdem Stolz und glücklich es geschafft zu haben.

Hoffe ich konnte etwas rüberbringen vom Event und wünsche euch allen weiterhin schöne Läufe.

Gruß René Schwigon (Schwig20)

Glückwunsch jetzt bist Du ein Marathone

Glückwunsch, beim ersten Mal geht es nur darum die Strecke zu bezwingen und beim 2. Mal tut's schon weniger weh.

jedwabny

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