Hallo zusammen,

ich brauche mal "unabhängige" Meinungen.
Ich habe im Moment, wahrscheinlich, einen Ermüdungsbruch im Mittelfuss (genaue Diagnose steht noch aus).

Mein Ziel für dieses Jahr war, oder vielleicht auch noch ist, der Rennsteig (komplett) am 12.05.2012. D.h. ich habe dementsprechend darauf hin trainiert.

Jetzt sagen mir viele Läufer aus meinem Umfeld "das war zu früh, daher der Bruch" (oder die Beschwerden; zumindest ist mit laufen gerade nichts).

Ich bin letztes Jahr meine ersten beiden Marathons gelaufen. Köln und Frankfurt. Da hat schon jeder gesagt "das geht nicht"; es ging doch und sogar in FFM 20 Min. schneller als in Köln.
Vor Köln bin ich in Karlsruhe meinen schnellsten Halbmarathon gelaufen und zwischen Köln und FFM noch Mallorca einen Halbmarathon. Bei all dem habe ich mich sehr wohl gefühlt!!!!
Im Jahr davor bin ich meinen ersten halben gelaufen.
Sooooo und jetzt sagen halt viele: für Ultra ists zu früh, kein Wunder das dein Körper das nicht mit macht.
Wie seht ihr das?

Bin in einer ähnlichen Situation

Wie alt bist Du?
Hast Du vorher schon Sport betrieben, der auch die Beine belastet?

Ich laufe nun seit 2 Jahren und 8 Monaten und habe den ganzen letzten Herbst und vorher auch schon mal zwischendurch mit diversen Überlastungsproblemen zu kämpfen gehabt, weil ich mich nicht bremsen konnte und zuviel wollte.
Habs mir auch von so ziemlich jedem anhören müssen, aber sie haben oft Recht.

Der Bewegungsapparat braucht einfach seine Zeit, weshalb ich bisher noch keine Ultras über 51 km gemacht habe, darunter jedoch schon einiges.

Auch bin ich das letzte halbe Jahr sehr vorsichtig mit Tempoläufen geworden, denn die gehen mir auf die Knochen.
Ultra wird eh langsamer gelaufen und vor allem anders trainiert.
Je nach körperlicher Konstitution kann so ein Bruch schon mal passieren, kann aber auch Ultras noch nach Jahren passieren.

Wer viel macht, hat auch höheres Risiko, sich zu verletzen.
Deshalb nicht die Flinte ins Korn schmeißen, aber geduldig sein und Training richtig und langfristig aufbauen.
Bedenke, Du möchtest bestimmt noch länger laufen, oder?!

100%ig schützen kann man sich nicht davor und alles gleichzeitig (Tempo kurz und ultralang) funktioniert nicht, muss schon etwas zusammenpassen. (Auch die Ernährung!)

Lieben Gruß Carla

bullshit

sowas passiert oder eben nicht, da gibts nix mit zu früh oder zu spät. Oder zu untrainiert- manchmal ist es eben Schicksal. So wie ich auf dem Sofa sitze und mir nichtstuend mein Knie um die Ohren fliegt. Wäre ich mal besser gelaufen, da wäre nix passiert:). Du siehst wie man es macht, ist es wahrscheinlich falsch. Falls du jetzt einen Ermüdungsbruch hast, solltest du den allerdings tatsächlich ausheilen lassen. In dem Fall gibts tatsächlich ein zu früh. (und das nicht zu beachten ist doof, weils dann um so länger dauert) Gute Besserung!
ich meine natürlich nicht bullshit zu carlas comment...
...and miles to go before I sleep...

Tja, nachher kann man das immer sagen...

Hallo finchen11,
das kann schon sein, daß das ein etwas zu ambitioniertes Vorhaben war. Ich habe daraufhin einmal bei mir im Profil nachgeschaut: 2005 mit dem Laufen angefangen. 2008 erster HM + 2 Marathons. 2009: Rodgau 50, Kandel M, Rennsteig SM, Fidelitas Nachtlauf, Kraichgaulauf 44 km, Albmarathon,
Mittlerweile laufe ich bis zu zweimal im Jahr 100 Meilen oder mehr und das bei durchschnittlich nur 3.500 Trainingskm im Jahr. Natürlich braucht der Körper einige Zeit um sich an die Belastung zu gewöhnen, aber wenn Du die Trainingsumfänge nicht exorbitant steigerst sollte der Ermüdungsbruch eigentlich auch andere Ursachen haben können - sagt einer, der sich gestern beim Heidelberg HM zum ersten mal im Leben einen Muskelfaserriß zugezogen hat ;-(((. Kopf hoch, vielleicht ist es ja auch nur eine Verstauchung. Ab zum Osteopathen (Dr. Kohlmann Sinsheim oder zu Dr. Flechtenmacher, Karlsruhe) Rennsteig ist doch erst in zwei Wochen. Wird schon...

Gleich erst mal vorbeugend ...

... als allererstes. Logisch, das hiuer ist ein Laufforum und hier schreiben Läufer von Erfahrungen und (normalerweise) keine Ärzte über reale Diagnosen. Trotzallem möchte ich einfach mal ne Diagnose auch ein wenig in Frage stellen. Als ich auf meinen ersten Marathon hintrainierte, erhielt ich die gleiche Diagnose wie du. Der Chirurg war sich ganz sicher! Haarriß infolge Überlastung. 4Wochen Ruhe und dann jaanz langsam wieder los. Nach vier Wochen waren der stechende Schmerz im Fußgewölbe, der immer nach etwa ein, bis zwei km kam unverändert da. Nach sechs Wochen auch noch und der dann konsultierte Sportarzt meinte ich hätte nie einen Überlastungsbruch gehabt. Die Schmerzen kommen von der unterentwickelten Muskulatur im Fußgewölbe. Lösung: Fußgynmnastik. Er hatte recht.
Möglich, dass du ne Marschfraktur hast, möglich, dass nicht.
Ultra zu früh? Wie soll man das Pauschal beantworten ohne irgendeine Ahnung zu Trainingsumfang, -art und wie du dies wegsteckst? Tempoeinheiten und an der Leistungsgrenze gelaufene Marathon oder Halbmarathonläufe gehen an die Substanz. Das gleiche mit 80% gelaufen, ist wie schnelleres Training. Bei richtiger Dosierung von lagen, langsamen Läufen und ausreichend Regeneration halte ich das nicht zwingend für zu früh. Aber auch mit zwei, drei Jahren Aufbau kannst du dir deinen Bewegungsapparat schrotten. Es ist wie immer. Die Dosis macht das Gift.
Pauschal andersrum geantwortet. Das muß nicht zu Früh sein. Kann aber.
;-)

Zu früh

Hallo,
bin selber kein Mediziner, aber Maschinenbauer, also fast dasselbe^^
Ein Ermüdungsbruch kommt durch ständige wechselseitige Belastung zustande, denen das Material irgendwann nicht mehr imstande ist standzuhalten (Mikrorisse, Materialermüdung). Ähnlich ist es auch im Körper, nur dass wir durch Training und Regeneration die Materialermüdung und Widerstandskraft des Körpers steigern können.

Nun hast Du einen Ermüdungsbruch (sofern sich die Diagnose bestätigt), d.h. Dein Körper ist den Belastungen noch nicht gewachsen! Und da willst Du Deinen Körper mit einer noch grösseren Strecke belasten? Keine drei Wochen nach der Diagnose? Wenn man in Wikipedia "nachschlägt" kann man lesen, dass die Knochenheilung drei bis vier Wochen dauert. Sprich Dein Fuss wäre noch gar nicht komplett geheilt und dann willst Du ihm schon wieder eine grössere Belastung aufdrücken? Zumal ich vermute, dass die Heilung im Fuss sich langwieriger gestalten wird, da ein Ruhigstellen des Fusses sich wohl aufgrund des Knochensystems eher schwieriger gestaltet.

Hoffe mein Beitrag hat Dir etwas weitergeholfen. Ob ein Ultra zu früh ist oder nicht, hängt von der Vorbereitung davor ab. Aber mit einem Ermüdungsbruch im Fuss ist er auf jeden Fall zu früh.

Schöne Grüsse

Schluck

Klar gibt´s sowas.

Und entgegen aller vermeintlichen Weisheiten sind es schon die hohen Umfänge/Streckenlängen, weniger das Tempo, die den Bewegungsapparat mürbe machen, wenn zu schnell gesteigert. Statistiken belegen, daß die Ultraläufer, die am häufigsten krank/verletzt sind (vergl. z.B. Pollmer et al, "Fitnessirrtümer"), auch diejenigen sind, die die die höchsten Umfänge runterreißen. Für Anfänger gilt das in besonderem Maße, da hier noch der Faktor dazukommt, daß sich Lunge und Herzkreislauf wesentlich schneller an die Belastung anpassen als der Bewegungs- und Stützapparat - was dazu verleitet, geradezu euphorisch in eine kritische Überlastung reinzurennen.

"Zu früh" kann deshalb gut sein.

Man bedenke auch, daß früher, als allgemein noch systematischer und im Verein trainiert wurde, bei Läufern über JAHRE hinweg durch Training und Wettkämpfe auf Unterdistanzen die GRUNDLAGEN für Marathon gelegt wurden. Aber mei, heute will man sich eben alles hier und gleich oder zumindest so schnell wie möglich gönnen.

Letzteres ist als allgemeine Feststellung, nicht als persönliches "selber schuld!" zu verstehen.

Gruß und gute Besserung.

+ + +
Vergesst nicht den Hund!

Mao Tse Tung

Anscheinend doch zu früh

Die Verletzung zeigt dir, dass es doch zu früh war. Ein Ermüdungsbruch kommt nicht von heute auf morgen. Folgen von Überbelastung kommen manchmal später, ein Ermüdungsbruch ist ein klares Beispiel dafür. Du hast einen Fehler gemacht mit zu viel Laufen zu früh und jetzt musst du leider den Preis dafür zahlen. Auf keinen Fall solltest du jetzt trotz Schmerzen zum Ultraläufer werden. Verletzungen sind sonst vorprogrammiert. Ich befürchte, dass es richtig schief gehen könnte. Am Besten jetzt alles komplett auskurieren, bevor du dir neue Laufziele setzt.

Tja, zu früh wars definitiv nicht....

....sondern entgegen aller Unkenrufe der neue Laufschuh.
Es war tatsächlich ein Ermüdungsbruch und wenn ich auf mich und meinen Körper gehört hätte, hätte ich den neuen Schuh schon längst in die Ecke gefeuert. Tja, jetzt weiß ich es. Und morgen, werde ich nach 10 Wochen Pause endlich wieder anfangen. Rennsteig 2013 ich komme!

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