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Eine Verletzung am rechten Fuß, die sich gut zwei Wochen vor dem Hamburger Marathon einstellte, konnte bis zum Start am heutigen 29. April nicht ganz abklingen, gleichwohl sie sich deutlich verbesserte. Dumm nur, dass durch diese Verletzung die längeren Läufe ausblieben, die ich eigentlich noch zum Training nutzen wollte. So nahm ich dann den Lauf an. Getapt am rechten Fuß ging es kurz nach 09.00 Uhr auf die Strecke.
Nachdem die ersten Kilometer recht gut verliefen, begann der Fuß ab Kilometer 6 wieder an zu schmerzen. Bei Kilometer 8 stand ich kurz vor der Aufgabe, doch dank eines gerade in meinem IPod laufenden Musikstückes (der Titel wird hier nicht verraten, ist ein wenig peinlich), setzte ich den Lauf fort. Urplötzlich waren auch die Schmerzen in den Hintergrund verschwunden, die Freude an so einem tollen Lauf teilzunehmen, überwog und so konnte ich nach 42,195 Kilometer (tatsächlich gelaufene 42,684 Kilometer) mit einer leicht entäuschenden Zeit von 04:35:04 die Ziellinie überlaufen. Im Vorjahr hatte ich noch die 4-Stunden-Marke geknackt, wenn auch ganz knapp.
Auch wenn ich hinter meinen Erwartungen geblieben bin, freue ich mich auf meinen ersten Marathon in unserer Hauptstadt am 30. September 2012. Dort möchte ich gerne wieder näher an die 4-Stunden-Marke heranlaufen, am besten diese erneut knacken. Bis dahin wird wohl auch die Verletzung vollständig in Vergessenheit geraten sein.
Zum Lauf:
Nach den ersten zehn Kilometern, die ich mit ,,Handbremse" gelaufen bin, konnte ich bis Kilometer 20 etwas aufholen, ich lief eigentlich richtig gut mit, hatte bis dahin bereits 310 Meter mehr laufen müssen. Folglich ließ ich fortan die blauen Linien kaum mehr aus den Augen. So schaffte ich es, die ,,Mehr-Meter" zu reduzieren. Es kamen zwar noch etwa 100 Meter dazu, doch hat sich meine Maßnahme rentiert.
Nach Erreichen der Hälfte des Marathons mit mehr als zwei Stunden wusste ich schon, dass eine Zeit unterhalb von vier Stunden oder in der Nähe dieser Marke kaum mehr möglich war. Doch das ,,In-Den-Zug-Steigen" in der Saarlandstraße hatte ich nicht vor. Ankommen hieß die Devise.
Zwölf Kilometer vor dem Ziel haben dann die Oberschenkel und auch die linke Leiste dazu beigetragen, dass ich mich sowohl bei Kilometer 30 als auch bei Kilometer 35 massieren lassen musste. Herzlichen Dank den fleißigen Helfern (der Dank geht selbstverständlich an alle Helfer während der drei Tage in Hamburg).
Durch das Massieren verlor ich weitere zehn Minuten, was bei der nun zu erwarteten Zeit nicht mehr schlimm war. Einfach ins Ziel einlaufen, sich freuen, sich feiern lassen, das Anfeuern sowohl am Eppendorfer Baum als auch auf der Glacischaussee entschädigte für alles.
Auch wenn ich mein Ziel nicht erreicht habe, es hat wieder viel Spaß gemacht. Wie heißt es so schön: Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt.
Glückwunsch auch an alle Finisher, ob nun schneller oder langsamer als ich. Es war eigentlich richtig super!

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Auch...

... wenn Du hinter deinen Erwartungen geblieben bist, bist du eine Erfahrung reicher! mit Verletzungen kann man keine Bestzeiten laufen...

Freue Dich über das erreichte...

;0) Kaw.

Tapfer durchgelaufen!

Glückwunsch zum finishen. Trotz aller Widrigkeiten hast du durchgezogen, auch aus einem langsamen Marathon kannst du Kraft ziehen, du schreibst ja selbst es hat Spass gemacht! Fröhliches Regenerieren wünsch ich!
Gruß
Manni P.

Erstes Ziel erreicht !

Das erste Ziel bei jedem Marathon heißt meines Erachtens immer: Finishen !
Dieses Ziel hast du erreicht und das verdient allein schon großen Respekt. Du hast dich trotz nicht idealer Voraussetzungen durchgebissen - das verdient noch einen extra Respekt.

Erhol dich gut und freue dich an deinem Finishing !
Gruß
Uhrli

wegen Marianne Rosenberg

brauchst du dich doch nicht zu schämen...'er gehört zu mir...wie mein Laufschuh vor der Tür' ANITA, danke KS, da isses wieder und so passend zur Nchtruhe...

...and miles to go before I sleep...

Wir quälen uns...

...die Profis steigen einfach aus!

Ja, der Schmerz geht, der Stolz bleibt! Wobei es ab und an auch eine Gratwanderung zwischen Härte und Wahnsinn ist....

Du hast bestimmt das "Fliegerlied" gehört... :-)

"Ein Leben ohne Hunde ist denkbar, jedoch sinnlos"

...

"der Titel wird hier nicht verraten, ist ein wenig peinlich"
kann nicht viel peinlicher sein als "Anita" von Costa Cordalis.
Mit diesem Ohrwurm bin ich letzte Woche in Bonn den Halben gelaufen ;-)))
Glückwunsch und gute Besserung dem Fuß.
Grüße, KS

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