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Jetzt sitze ich im Hotelzimmer und warte eigentlich nur noch auf den Start des Hamburg-Marathon. Jetzt kommen wieder die üblichen Gedanken...was will ich eigentlich morgen laufen? Wie fühle ich mich? Schaffe ich, was ich mir vorgenommen habe? Passiert irgendetwas unerwartetes/unvorhersehbares? Wird es zu morgen zu warm? Warum muss ausgerechnet jetzt der Sommer ausbrechen? - kann der nicht bis Sonntag nachmittag warten?

Eigentlich fühle ich mich ganz gut - ein schlechtes Zeichen? Vor den letzten beiden Wettkämpfen habe ich mich schlecht gefühlt und meine Erwartungen jeweils total übertroffen.

Eigentlich stehen die Vorzeichen schlecht. Da bereitet man sich so mehr oder weniger 3-4 Monate auf den Zieltermin Hamburg-Marathon vor und dann kommt die glorreiche Idee zwei Tage vor dem Lauf umzuziehen (naja, die Idee war nicht ganz freiwillig...zum 30.4. die alte Wohnung gekündigt...aber den Schlüssel für die neue erst am 27.4. bekommen). Der Umzug in den dritten Stock (ohne Aufzug) hat dann mit 5 Jungs geschmeidige 10 Stunden gedauert. Die Trainingseinheit Umzug stand eigentlich nicht im Trainingsplan. Selbst mein "schlauer Herbert" hatte darauf keine Antwort.

Aber ich bin nach Startnummernabholung und Pasta Party - mit ganz kleinem Abstecher auf einen Cappucino - direkt ins Hotel und verzichte auf irgendwelche Sightseeing oder Event-Programmpunkte. Es geht um den Lauf morgen. Eben nochmal 6,7km in 4:42-Pace locker gelaufen und seitdem geht es eigentlich ganz gut. Die Beine sind jetzt locker...der Umzug aus meinem Körper vertrieben...hoffentlich.

Was mache ich hier eigentlich? Ich schwanke im Minutentakt von Selbstmitleid und Ausreden-Vorabsuche hin zu Positive-Thinking und Chakka-Parolen. Ist das normal? Ich glaube bei mir schon. Kennt ihr das?

Jetzt aber zum Betreff...xtreme-Tapering. Nun werde ich noch die Startnummer am Shirt festmachen, die Wettkampfernährung vorbereiten, den ChampionChip an die Laufschuhe machen und dann noch einen kurzen, entspannten Blick auf den Fernseher riskieren. Und dann gilt es: Heia Butze. Der Wecker ist schon auf 5:45 Uhr gestellt um pünktlich 3 Stunden vor dem Start die 3 Vollkorntoast mit Honig zu konsumieren.

Also liebe Marathonies...ich wünsch Euch allen auf den morgigen Läufen viel Erfolg!

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Toitoitoi. so eine lockere

Toitoitoi.

so eine lockere 10h Umzugseinheit mit einem Tag Regeneration zum Marathon wird sich heute sicherlich auswirken. Aber ich drücke dir die Daumen, dass dein Kopfkino dich voran treibt. Und da hat dein schlauer Herbert dir ja Beispiele aufgelistet, wie es geht.

viel Glück


Komm Schweinehund - wir gehen laufen.

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