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Nachdem ich im letzten Jahr in Berlin 3:33:xx gelaufen bin, hatte ich mir vorgenommen, am 10.05. beim Gutenbergmarathon in Mainz die 3:30 zu knacken.

Dann kamen Motivationsloch, 2 Wochen fiebrige Erkältung und Horrorstress im Job. An eine einigermaßen vernünftige Vorbereitung war nicht zu denken. Die Zeiten, die ich an den Wochenenden bei meinen "Trainingsläufen" erreicht habe, waren für meine Verhältnisse schon fast indiskutabel.

Am Samstag bin ich eineen HM (Wettkampf) mit ´ner Pace von 4:57 gelaufen, Sonntag 31km ganz locker und langsam ohne "Spätfolgen" mit 5:55, heute absolut problemlos 23km mit 5:20.

Um beim Marathon die 3:30 zu knacken müsste ich 4:58min/km laufen. Das halte ich zwar nicht für wahrscheinlich, aber auch nicht für völlig unmöglich.

Nur: Wie gehe ich den Marathon an? Mit ´ner Pace von 5:00 bis 5:05, um mir die Chance zu erhalten, die 3:30 tatsächlich zu knacken? Da bestünde dann das Risiko, dass ich das nicht durchhalte, einbreche und ´ne für mich enttäuschende Zeit erreiche...
Oder soll ich das Ziel unter 3,5h zu laufen auf später verschieben und mit ´ner Pace von 5:15 - 5:20 starten? Die könnte ich sicher halten und käme mit einer akzeptablen (wenn auch nicht tollen) Zeit an...

Was meint ihr?

Gruß
Dirk

Ich persönlich...

...würde mit 5 Min Tempo loslaufen mit 3:30 Std. als Ziel.

Wenn man mit 5:15 / 5:20 losläufst "verliert" man je 3 - 4 km 1 Min. die man in der zweiten Hälfte nicht aufholt.

Wenn du meinst 5 Min./km könnte möglich sein, dann ist es einen Versuch Wert.

Viel Erfolg, wie immer du dich entscheidest

I'm not big boned, I'm fat ;)

Du kannst Fragen stellen...

... bei der Vorbereitung würde ich wahrscheinlich "in Ruhe" die ersten zwei, drei km angehen ("verlierst" Du vielleicht in Summe 40s-1min; gerechnet auf die 3:30h), reinhorchen, wenn's gut geht sachte anziehen und bis km 15 oder 20 so durchlaufen ("kostet" noch mal 2min) und dann müßtest Du eigentlich wissen, ob was geht, oder nicht. Wenn hinten raus noch was geht, läufst Du der 3:30h entgegen - wirst sehen wie weit. Wenn nicht, wird's vielleicht noch PB und wenn nicht zu mindest ein schöner Lauf.
Sightseeing-M hat auch was - vor allem, wenn man nicht so super trainieren konnte. 3:45 oder 3:50 und genießen hat doch auch was! Selbst das kann man spontan bei km 10 entscheiden und Dampf rausnehmen.
Ich würd nach Tagesform entscheiden.
In jedem Fall mal viel Spaß!
Gruß Schalk

3:30

Es kommt darauf an, lautet die unverbindliche Antwort!
Du musst natürlich ein wenig einschätzen, wie Du gerade drauf bist, also Trainingszustand. Bist Du auch immer brav gelaufen (so um die 60 km/Woche), hast Deine Intervalle gemacht und am WE den langen Trainingslauf??? ;-)

Dann sollte 3:30 gar kein Problem sein. In diesem Fall würde ich gnadenlos mit 4:50 losbrechen und das so lange halten wie möglich. Bei 30 km wird sich dann zeigen, ob Du das Tempo in etwa halten kannst. Wenn Du die letzten 12 dann mit 5+x läufst, bist Du auf der sicheren Seite. Immer aber auch 500 Meter Umweg einkalkulieren, gerade bei größeren Events wie dem Gutenberg.

Aber nichts über´s Knie brechen. Es gibt genug Gelegenheiten, die 3:30 zu knacken!!

Viel Erfolg wünscht Dir Peter

Mach´s wie von Schalk beschrieben

Hi Dirk,

auch ein Tipp von mir.
Lauf die ersten 3-4 Kilometer ruhig etwas langsamer an (1.km 5:15min, 2.km 5:10, 3.km 5:05, 4.km 5:00, auch wenn es schwer fällt), spätestens danach weißt Du dann wie Du drauf bist und kannst Dich daran machen die verlorene Zeit langsam wieder aufzuholen (Betonung liegt auf langsam, Du hast dann noch 38 Kilometer Zeit). Wenn Du Dich nicht danach fühlst machen die verlorenen Sekunden auf den ersten 4 Kilometern den Bock auch nicht fett. Das mit einem Zeitpolster herauslaufen geht fast immer schief, denn die gewonnene Zeit kriegst Du zum Schluss doppelt und dreifach draufgepackt. Ausserdem ist es deutlich motivierender zum Schluss selbst noch zu überholen, als nur noch überholt zu werden. Zudem werden die meisten Bestzeiten mit 2 möglichst gleichen Hälften oder einer schnelleren 2. Hälfte gelaufen.
Also dann bis Sonntag in einer Woche und trainier noch schön.
Gruß Michael

Nicht "flüchten"

Ich hab' gut reden... noch nicht ganz trocken hinter den Marathonohren (Sonntag den 2.)... Aber das was ich nie wirklich glauben wollte, glaube ich jetzt: Es ist möglich, das Tempo noch auf den letzten 10 km anzuziehen, wenn was geht und so eine bessere Zeit zu laufen. Versuche morgens in dich reinzuhören, was deine Beine wollen und können. Falls sich alles richtig und bestzeitig anfühlt, versuche es mit dem beschriebenen langsamen Beginn. Ansonsten laufe nach Gefühl und genieße die Strecke - das ist auch schön!!!

Gruppenduell BORN vs. Ruhr
Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos!

Respekt

Samstag einen HM-Wettkampf, einen Tag später 31 km und wieder zwei Tage später nochmal 23 km... Du hältst wohl nichts von Regeneration...?

Was ist ein wirklich optimaler Wettkampf? Wenn die zweite Hälfte schneller ist als die erste. Also, nicht gleich alles verpulvern, sondern zurückhaltend beginnen.

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