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Tag 1: Montag 23.04.2012

Es ist ein ganz normaler Tag wie jeder andere.

Ich stehe um 6:15 Uhr auf, gehe direkt unter die Dusche und mache mit für die Arbeit fertig. Um 6:45 Uhr rauche ich meine erste Zigarette auf den Weg zu meiner Arbeitsstätte. Bereits um 7:30 Uhr mache ich die erste Raucherpause, weitere folgen um 09:00 und 11:00 Uhr. In der Mittagspause rauche ich im etwa 12:15 Uhr eine weitere Zigarette, während ich mit meinem Hund Gassi fahren. Bevor ich meine Mittagspause um 13:00 Uhr beende, rauche nochmal eine. Die letzte Raucherpause während der Arbeit mache ich um 15:00 Uhr. Um 16:30 Uhr habe ich Feierabend. Auf dem Heimweg mit dem Fahrrad wird natürlich noch eine geraucht.

Ich mache mich fertig zum Laufen und gehe um 17:00 Uhr mit meinem Hund Amonty und MP3-Player auf meine Laufstrecke. Heute höre ich wieder ein paar Tracks des Hörbuches von „Allen Carr – Endlich Nichtraucher!“. Ich hatte bereits die ersten 3 Tracks beim letzten Lauf gehört, danach aber ganz normal weitergeraucht, als ob alles an mir einfach abgeprallt wäre.

Ich höre weitere 2 Tracks und entschließe kurzfristig nicht mehr zu Rauchen. Einfach so! Ich möchte mich einfach den Qualen der Sucht nicht länger hingeben.

Direkt nach dem Laufen hatte ich während ich mich dehne eine geraucht. Also gleich die erste Mutprobe, Dehnen auf dem Balkon ohne Zigarette.

Während des Abends dachte ich fast nicht ans Rauchen, obwohl ich abends normalerweise noch ca. 5-7 Zigaretten rauche. Aber heute war ich ausgelastet. Duschen und umziehen, Abendessen vorbereiten und essen, kurz mit meinem Sohn spielen und bevor wir um 21:00 Uhr bereits ins Bett sind, habe ich noch etwas gebügelt.

Tag 2: Dienstag 24.04.2012

Eigentlich beginnt heute erst der erste Tag. In der Nacht bin ich kurz 2x aufgewacht und dachte kurz ans Rauchen. Ich bin aber nicht wegen den Entzugserscheinungen aufgewacht, sondern ich wache öfters nachts auf um meinen Durst zu löschen oder um meine Schlafposition zu wechseln.

Ich geh nach dem Aufstehen um 06:00 Uhr Duschen und in die Arbeit. Meine Gedanken kreisen nun im 5 Minutentakt nur noch rund ums Rauchen. Verspüre ich Entzugserscheinungen oder sind die wie Allen Carr behauptet so gering, dass man sie nicht wirklich wahrnimmt. Was man merkt ist die Angst davor irgendwas zu vermissen und hergeben zu müssen. Die in Wirklichkeit absolut unbegründet ist. Dennoch habe ich starke Zweifel an mir und an Allen Carr´s absolut logischen und nachvollziehbaren Argumenten.

Aber das einzige Entzugssymptom ist das Wasserzusammenlaufen im Mund, als ob gleich meine Lieblingsmahlzeit auf den Tisch kommt. Wirklich unangenehm und es gaukelt mir vor, dass ich hunger hätte. Leider sind die 2 Käselaugen, die ich mir jeden Morgen beim Bäcker hole bereits bis 8:30 Uhr verputzt.

Der Vormittag dauert eine gefühlte Ewigkeit. Immer wieder denke ich ans Rauchen, schwierig wurde es, als mein Kollege nachfragte, ob wir kurz Rauchen gehen. Ich sagte: “Nee, ich versuche das Rauchen einzuschränken und rauche während der Arbeitszeit nicht mehr”. So Problem 1 elegant gelöst ohne mich selbst unter Druck zu setzen.

Ich beobachte mich selbst um meine Umgebung und achte auf Unterschiede. Sonst war der Arbeitstag viel schneller vorbei, die regelmäßigen Raucherpausen, ließen ihn wohl kürzer erscheinen.

Tag 3: Mittwoch 25.04.2012

Jetzt schon nehme ich mehr Gerüche war, leider bisher aber nur Schlechte…

Das Mittagessen schmeckt besser als sonst. Es gab einfach nur Spaghetti Bolognese. Nicht unbedingt mein Leibgericht, aber heute hatte es schon Potential dafür.

Das erste Intervalltraining seit Januar, vertrug ich im Vergleich zum letzten Mal sehr gut.

Abends beim Halbfinalspiel Real Madrid gegen Bayern München, kamen sehr oft die Momente, jetzt würdest normalerweise eine Rauchen. Daran habe ich auch gemerkt, dass ich es noch nicht ganz gecheckt habe und anscheinend irgendwas vermisse, obwohl es da nichts zu vermissen gibt!

Es sei noch angemerkt, dass ich noch niemand von meinem Vorhaben bzw. ersten Schritten in eine bessere rauchfreie Zukunft erzählt habe. Nicht einmal bzw. vor allem nicht meiner Frau. Noch ist die Angst vor der Pein des Versagens zu groß.

Tag 4: Donnerstag 26.04.2012

Ein Wiederholungsaudit sorgte heute während auf der Arbeit für ordentlich Abwechslung. Kaum einen Gedanken habe ich ans Rauchen verschwendet.

Ich denke das ich das gröbste nach knapp 80 Stunden ohne Rauchen hinter mir habe. Entzugserscheinungen empfinde ich jedenfalls keine.

Ich entschließe mich den ersten Teil meines Weges in die Freiheit auf meinem Laufblog zu veröffentlichen.

Sport frei!
Thomas
Läufer-blog.de

4.2
Gesamtwertung: 4.2 (5 Wertungen)

Glückwunsch zum Nichtmehrrauchen.

Nach 80 Stunden hast du dir Freiheit noch nicht erreicht, aber wenn der Ziggiwunsch anklopft, hat mir vor 7 Jahren folgendes geholfen:

Ich habe mit mir verhandelt. Ergebnis: jetzt und heute wird nicht geraucht. Vielleicht morgen, aber das wird dann neu verhandelt. Ein Strohhalm in Zigarettenlänge zum Inhalieren von Luft war auch sehr hilfreich und Wassertrinken in kleinen Schlucken aus einer Flasche mit Sportverschluss.

Laufen wird dir auch helfen, aber das wusste ich damals noch nicht und habe in 4 Wochen 20kg zugenommen, aber das ist immer noch besser als Rauchen.

Weiterhin viel Erfolg und nicht versuchen, machen!

Und deine Frau wird es auch bald merken, denn Nichtraucherküsse schmecken viel besser.

Gruppe "WalkingDays"


manchen bei youtube

Naja...

...."endlich Nichtraucher". Der Stoßseufzer mag im Augenblick noch etwas verfrüht sein, weil die richtigen Versuchungen im Suchtdruck erst noch kommen werden. Manchen hat recht, wenn er schreibt, dass du dich über eine Zigarettenlänge nach der nächsten retten wirst: Noch zehn Minuten ohne Fluppe! An diese Strategie kann ich mich auch erinnern, als ich vor fast 5 Jahren das Rauchen aufgab.

Aber du kannst mir glauben, dass es deine Frau nicht nur an deinen Küssen merken wird, falls du nach der Entwöhnung immer noch bei dieser bleiben wirst.

Bleib bei der Stange, rauchfrei!

Die erste Woche ist die

Die erste Woche ist die härteste. Und dann muß man nur noch Srärke zeigen. Die Lust nach einer Fluppe wird dich noch lange vervolgen. Aber eigendlich sind es immer nur Sekunden die dich davor abhalten. Bin seit fast 9 Jahren Nichtraucher ( von 50 auf 0) und selbst heute gibt es noch Situationen da könnte ich eine Rauchen. Aber ich weiß von mir wie schnell man der Sucht wieder verfällt. "Halt durch und sei stark"

auch eien Methode...

Glückwunsch zu deienm Entschluß ! Drücke dir die Daumen ,das du das schaffst!
Arbeitskollege hatte sich für "Schmach" ein Marmeladenglas mit mit ausgedrückten Zigaretten mit etwas Wssser , hingestellt (Natürlich zugedreht!) und immer bei Lust auf eine Fluppe - Deckel auf und einmal dran gerochen.... Ist zwar ungewöhnlich ,hat aber geholfen .Ist seit Jahren Nichtraucher.Das Glas entsortge er später einmal ,als er es nicht mehr bruachte,sozusagen "stabil"war. Gruß Lars

Gut!

Ein schoener Blog! Ich wuensche mir eine Fortsetzung!

cour-i-euse (seit fast 40 Jahren Nichtraucherin)

Herzlichen Glückwunsch Thomas

zu dem besten Entschluß deines Lebens. Ichh bin jetzt seit fast 5 Jahren runter von der Kippe, ok, dafür "laufsüchtig" aber das ist wohl allemal besser als diesen Dreckschemiecocktail zu inhallieren. Laufen hat mich von meiner mototrischen Unruhe abgelenkt und mir meine kleinen Erfolgserlebnisse incl Glückshormonen beschert. Und irgendwann hat es im Kleinhirn KLICK gemacht, und seitdem ist rauchen überhaupt kein Thema mehr für mich. Und ich kann dir nur empfehlen es durchzuhalten, die Vorteile überwiegen alle Schmacht- und Würfelhustenanfälle.
Halte durch, auch du schaffst das!
Kleiner Tipp: Sage dir das du rauchen kannst wen du willst, aber im Moment willst du eben nicht mehr! Will sagen, versuche es mit positiver Motivation, nicht mit Druck, und du wirst sehen, es läuft

Nichtrauchende Grüße vom Lurch

Regenfetischisten = die "normalste" Laufgruppe im Universum

Glückwunsch zum ersten Schritt

Bei mir ist es "erst" ein halbes Jahr her, dass ich aufgehört habe (nach ca. 30 Jahren Rauchen). Wie schon geschrieben wirst du dich am Anfang noch von Std. zu Std. und dann mal von Tag zu Tag motivieren müssen. Bei mir dauert es inzwischen schon mehrere Tage bis sich mal wieder ein Gedanke meldet (so in der Art "da war doch mal was"). Also durchhalten, viel ablenken (am besten mit Sport) und nicht mit Süsswaren, dann wird es von Tag zu Tag leichter.

Ich wünsch dir weiterhin einen festen Willen.

Wolfgang

GUT !

..habe nicht viel Zeit und deshalb nur kurz überflogen...aber das Thema ist so wichtig dass ich auch meinen Senf dazugeben muss.
Erstmal herzlichen Glückwunsch, du bist schon Nichtraucher, ab dem Moment an dem du die letzte ausgemacht hast...
Also heist es nicht mehr:
"Hoffentlich rauche ich keine mehr, ich bin ein Raucher der es sich abgewöhnt..." sondern "..ich habs geschafft ich rauche nicht mehr...ich bin Nichtraucher.." .
Das ganze spielt sich im Kopf ab, ich habe selbst ca 12 Jahre geraucht und habe es nun ca 8 Jahre gesteckt.. das Wichtigste für mich war, mir die Vorteile die ich erhalten habe zu erkennen und zu schätzen, da war der Geruch, ich werde nie vergessen wie ich auf einmal wieder riechen konnte, wie schon jahrelang zuvor nicht mehr, oder der GEschmack, ich hätte weinen können über meine neu gewonnenen Freiheit, die ganzen anderen positive Effekte, der Kitzelhusten im Hals, der Auswurf, ja , eklig , aber es war ...
Darüber denke ich auch heute noch ab und an nach und könnte K***** wenn ich mir nur vorstelle, das Erreichte einzutauschen für DReck, Gestank und Krankheit.
Und dann natürlich das Laufen, das war der Befreiungsschlag:
Von keuchenden, weinenden 800m (!) , auf denen meine Frau Mitleid mit mir haben musste, weil ich fast gek**** hätte, mit dicker Wampe und kaputter Lunge zu monatlich 100 km ,Laufwettbewerben usw..
Das ganze mit einer relativ ansehnlichen Figur mit ca. 20 Kg weniger, ja, das ist Nichtrauchen in Verbindung mit laufen...das gibt man nicht mehr her ;)
Also weiter so !
Du schaffst das locker, keine Angst vor Versagen, du hast schon 4 Tage deines Lebens gewonnen. Mit jeder die du nicht geraucht hast und nicht rauchen wirst, gewinnst du !
Vielleicht solltest du doch deine Frau einweihen die dich unterstützt, eventuell sogar mit dir mittrainiert ?
Viel Erfolg !

bleib hart,...

...denn es lohnt sich! mit dem rauchen aufzuhören war anno 2005 die beste entscheidung meines lebens. bereut hab ich nur, dass ich es nicht schon eher getan hab!
____________________
laufend seit sieben jahren rauchfrei: happy

ich hab zwar auch...

...von einem Tag auf den anderen aufgehört (vor 20 Jahren) aber der Jieper auf eine Zigarete war noch seeehr lange da!
Bitte auch nicht von einem Freund einen Zug machen, man ist schneller wieder dabei als man denkt.

Herzlichen Glückwunsch zu

Herzlichen Glückwunsch zu deinem Entschluß; mir geht es wie happy, habe mich hinterher auch geärgert, dass ich nicht schon früher aufgehört habe. Am Tag des Rennsteiglaufes werden es bei mir genau 4 Jahre. Der Tipp mit dem Strohhalm auf Zigarettenlänge hat mir auch über die ersten 3 Tage geholfen.
Um nicht wieder anzufangen, gibt es einen einfachen Trick: Nur die allererste einfach nicht anzünden :-) Bleib stark und viel Erfolg. VG Ute

12.05.2012 - Rennsteiglauf (HM)

Danke für eure

Danke für eure aufmunternden Worte.

Ich muss aber dazu sagen, dass es bisher nicht schwer war. Klar habe ich oft ans Rauchen gedacht, aber nur aus der Sicht, jetzt würdest du normalerweise ein Rauchen, so blöd warst du mal...

Manche Kommentare finde ich etwas komisch. Darf ich mich erst "richtiger" Nichtraucher nennen, wenn ich 10 Jahre nicht mehr rauche? Ich denke die Einstellung macht den Nichtraucher aus. Wenn ich mir 1 Jahr das Rauchen verkneife und dann eine Rauche, war ich nie wirklich Nichtraucher. Ich hingegen verkneife mir nichts, denn ich bin der Überzeugung, dass die Zigarette mir nie etwas positives gegeben hat, sondern alles nur "Einbildung" war.

Sport frei!
Thomas

Läufer-blog.de

:-))

Hey Thomas,

von mir erstmal ***Herzlichen Glückwunsch*** zu deinem Entschluss!! :-)) Finde ich super, dass du das machst - würde mich über weitere Berichte sehr, sehr freuen.

Es ist schon richtig, dass es mit dem Rauchen wie mit anderen Süchten zu betrachten ist. Vielleicht trifft es das so ein wenig wie beim Alkohol - trockener Raucher oder so.

Wichtig ist aber, dass du deine Entscheidung im Kopf triffst und vor allem, dass du dir Alternativen suchst. Sport ist mit Sicherheit die beste Alternative, aber auch (für den Fall, dass es mal nicht so leicht laufen sollte wie bisher) irgendeine Ersatzbefriedigung während der Arbeitszeit zu haben. Da sind Kaugummis, Lutscher (auch wenns etwas "albern" aussieht) und irgendwas, um die Hände zu beschäftigen, enorm wichtig.

Vor allem aber - so hab ichs manchmal bei Läufen, die mir Schwierigkeiten machen, dass ich mit mir aushandel, "nur noch bis da vorne... nur noch bis um die Kurve...", dass du dir im Falle einer Schmachtattacke sagst, dass du nur diese 10 Minuten nicht rauchst und danach erst wieder neu entscheidest.

Sicher ist auch in schwierigen Lagen die Aussage wichtig: "Es ist ja nicht so, dass ich nicht rauchen darf, sondern ich WILL ja nicht rauchen." Ist analog zu Diäten zu sehen - wenn Schokolade verboten ist, bekommt sie bei einer Heißhunger-Attacke besonderen Reiz ;-)

Ansonsten: viel Wasser trinken, viel Gemüse und Ost (klein gestiftet, dann haben die Hände mehr zu tun) essen.

Keep on rockin' - du schaffst das!!

Ganz liebe Grüße,
Koru

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