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Mit etwas Verspätung (ich wollte die tollen Berichte aus Hamburg und Bielefeld nicht unterbrechen *grins*) mein Bericht vom Düsseldorfer Brückenlauf.

Soll ich es nun als Wettkampfbericht oder als Wettkampfvorbereitung (auf meinen Marathon nächsten Sonntag in Düsseldorf) deklarieren? Als Runner's Low oder als Runner's High? Ist irgend wie von allem etwas.

Aber der Reihe nach. Ich war ja mit zwei jogmappern verabredet. Ramon (twa01) traf ich schon vor der verabredeten Zeit. Sein Ruhrie-T-Shirt ist mir sofort ins Auge gesprungen. Und mit ihm war auch seine Frau am Start. Sie lief die 5 km. Gratuliere zum 5. Platz in der AK. Und die 26:13 waren auch eine gute Zeit.

Ramon lief wie ich die 10 km. Schnell stellte sich heraus, dass das Wetter viel zu warm war. Ich lief zwar bauchfrei in meinem neuen jogmap-Bustier. Aber es war mir trotzdem noch zu warm.

Der Start verlief zunächst ganz gut, nach etwa 20 Sekunden habe ich bereits die Startlinie passiert. Einige langsame Läufer vor mir, die auch noch nebeneinander liefen, bremsten mich dann aus. Manche Läufer lernen es halt nie, sich dort am Start einzureihen, wo sie hingehören. Etwas unangenehm empfand ich dann auch die Baumreihe direkt hinter der Startlinie, die ein ungehindertes Fortkommen ebenfalls erschwerte. Trotzdem war ich auf dem ersten Kilometer mit 4:56 noch in meinem Plan.

Aber schon auf dem zweiten Kilometer merkte ich, dass das heute nicht mein Tag sein würde. Zwar lief ich mit 5:05 nur unwesentlich langsamer, wie ich vor hatte. Und das war auch verständlich angesichts der Steigung hoch zur Kniebrücke. Aber ich merkte auch, dass Steigungen nicht so mein Ding sind da muss ich noch kräftig für üben, wenn ich im Sommer tatsächlich den Swiss Alpine Marathon machen will).

Nach etwa zweieinhalb Kilometern überholte mich Ramon. Ich hielt zwar noch mein Tempo von 5:05, mußte ihn aber ziehen lassen, weil ich nichts mehr zuzusetzen hatte. Die 50:00 waren wohl heute nicht erreichbar für mich. Ramon dagegen hat sie mit 50:08 nur hauchdünn verpasst.

Jetzt merkte ich auch, dass ich vor dem Lauf nicht getrunken hatte. Mein Mund wurde immer trockener, und so sehnte ich den ersten Getränkestand herbei. Der stand bei Kilometer drei. Ich trank ein wenig heftig, sodass ich mich verschluckte. So kam es, dass ich den nächsten Kilometer nur noch in 5:34 laufen konnte. Der Anstieg zur Oberkassler Brücke tat sein Übriges dazu. hier merkte ich dann auch, dass wir nicht eine Runde, sondern deren zwei laufen mußten. Oh, Shit, nicht nur zwei, sondern 4 Anstiege auf den Brückenrampen....

Den Getränkestand bei Kilometer 5 ließ ich aus, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Aber bei Kilometer 8 mußte ich wieder dringend etwas trinken. Und diesmal klappte es überraschend gut. Während ein Pulk vor mir erheblich langsamer wurde, um sich einen Becher zu greifen und zu trinken, erwischte ich meinen Becher im vollen Lauf. Auch beim Trinken wurde ich nicht langsamer, sodass ich dem Pulk schnell 30 bis 50 m abgenommen hatte. Also habe ich das Trinken im vollen Lauf doch noch nicht verlernt. Gut zu wissen für nächsten Sonntag. Leider hatte mich der Pulk dann schon bald wieder beim Anstieg zur Oberkassler Brücke eingeholt...

Auf den folgenden Kilometern pendelte sich mein Tempo um 5:30 ein. Ich hoffte nun, da eine neue Bestzeit nicht mehr im Bereich des Möglichen war, wenigstens noch unter 53:00 zu bleiben. Trotz einer Steigerung auf dem letzten Kilometer auf 5:14 war aber selbst das nicht mehr drin. Mit 53:37 habe ich aber noch meine zweitbeste 10-Kilometer-Zeit seit meinem Neubeginn vor knapp einem Jahr gelaufen.

Zu meiner größten Überraschung habe ich aber den ersten Platz in meiner Altersklasse belegt. Deswegen kann ich den Lauf auch als Runner's High bezeichnen.

Eigentlich war ich ja auch mit meinem Buddy Christine (Knubbelkäfer) verabredet. Da sie aber meine Message nicht mehr rechtzeitig gelesen hat, war sie nicht am verabredeten Treffpunkt. Sie lief drei Sekunden schneller wie ich und belegte einen hervorragenden 7. Platz in ihrer AK. Da sie aber weiter hinten gestartet ist, kam sie eine Minute nach mir ins Ziel. Und auch hier haben wir uns verpasst. Schade eigentlich, denn wären wir zusammen gelaufen, wären wir wahrscheinlich beide besser gelaufen.

Fazit: Die 4 Stunden werde ich mir sicher nächsten Sonntag aus dem Kopf schlagen. Ich denke mal, ich peile die 4:15 bis 4:30 an. Aber der erste Platz beim Brückenlauf motiviert mich schon sehr. Mal schauen, was so bei raus kommt.

Vor dem Brückenlauf 2009 in Düsseldorf mit Ramon

Vor dem Lauf mit Ramon

Nach dem Brückenlauf 2009 in Düsseldorf

Nach dem Lauf

Der Weg ist das Ziel

3
Gesamtwertung: 3 (2 Wertungen)

Düsseldorf ist wichtiger

Über die Zeit würde ich mir 1 Woche vor dem "ersten" Marathon überhaupt keine Gedanken mehr machen. Wer weiß, wofür das gut war.

Vorab schon mal alles Gute für Düsseldorf.

Stefan

Plan? Welcher Plan?

Hallo Elke,

danke für das "Kompliment" wegen bauchfrei. Ja, da muss noch ein wenig Bäuchlein weg bei mir.... *grins*

Aber nach Plan laufen? Neeee, jedenfalls nicht dass ich Sklavin eines von anderen erstellten Plans würde. Ich baue auf meine Erfahrung aus 26 Marathons, auch wenn die schon ne Weile her sind, und weiß, wann ich welchen Reiz setzen muss. So kann ich flexibel und nach Lust und Laune trainieren.

Bis bald
Renate

Der Weg ist das Ziel

Ein seeeehr schöner Bericht!!!

Liebe Renate, ein paar Grad weniger hätten gut getan, so viel steht fest, aber PB beim Düsseldorfer Brückenlauf????
Schwierig, schwierig!!!

Unbedingt Recht gebe ich Dir auch bezüglich der Situation direkt nach dem Start- ich hatte mich seeeehr weit hinten eingereit, und es war einfach entsetzlich- der Hammer war, dass ich Walker(!!!!) (ohne Stöcke, aber trotzdem...)vor mir hatte (ich war zwar weit hinten, aber trotzem noch mitten im Geschehen), die in 3er Reihen quatschend vor mir gingen!!! UNVERSCHÄMT!!! Ich fühlte bis zur 1. Kuppe der Rheinkniebrücke wie ein Hase, der nur Haken schlagen musste... unglaublich!!!
In Verbindung mit der Baumreihe hinter dem Start lag meine Anfangspace bei 6:39!!!! Mehr muss man dazu wohl nicht sagen...

Aber, liebe Renate, das Bustier ist ECHT SCHARF!!! ;0)))

Liebe Grüsse,
Christine

Keep on Running! :0)

Bustier

Also, Elke, Dir gertenschlanken Läuferin hätte das Bustier tausendmal besser gestanden. Aber ich fand es toll, zumal bei diesen Temperaturen. Außerdem hatte ich gehofft, durch die Aufschrift ein paar mehr jogmapper kennenzulernen. Aber die waren wohl alle in Hamburg...

LG Renate

Der Weg ist das Ziel

Glückwunsch zum 1. Platz

und wünsch dir für Düsseldorf alles Gute!

Gruß maecks

Brückenlauf

auch von mir herzlichen Glückwunsch zum 1 Platz. Für deinen
1 Marathon nach so fielen Jahren wünsche ich dir vom ganzem Läuferherzen Spaß
und das du nach dem lauf zufrieden und happy bist
Gruß Manfred

Glückwunsch aus Cuxhaven

Hej Super - erster Platz, das motiviert richtig!! Ich bin dagegen in HH nur 105. in der AK geworden *GRINS*
Aber im Ernst: ich find da absolut KLASSE, wie Du das machst. Für den D-Marathon die besten Wünsche!

Ganz kurz zum Thema Startblock: Ingeborg (Startblock L)hatte in HH noch bei KM 10 Walker überholt. Nichts gegen Walker - aber das ist echt die Pest. In Pyrmont letztes Jahr musste der Veranstalter einige Walker per Lautsprecher aus der 1. Startreihe eleminieren - unfassbar!

Ich hab es in HH ausnahmsweise mal richtig gemacht und bin nicht in Panik verfallen, als ich anfangs ständig ausgebremst wurde. Sonst laufe ich immer Zickzack, renn quer auf den Bürgersteig/Radweg, aber gewinne dabei auch nicht viel und hab gleich 500 Meter mehr auf der Uhr. Ab KM4 war in HH eigentlich freies Laufen für Startblock E möglich. Die weiter hinten (Ingeborg) hatten es knülle-eng. War nicht schön - ich kenn das aus Berlin. Es ist sehr schade, dass sich viele so weit vorn einreihen und die anderen dann am Laufen hindern!!
Liebe Grüße, Peter

Danke für die guten Wünsche

Danke an alle, die mir viel Glück wünschen für meinen Düsseldorfer Marathon. Es wäre jetzt übertrieben, wenn ich sagen würde, dass ich nervös bin, aber etwas besonderes ist das schon, nach so vielen Jahren mal wieder einen Marathon anzugehen. Ankommen ist dabei erst mal das Wichtigste für mich, und dafür bin ich eigentlich gut vorbereitet. Eine gute Zeit wäre zwar schön, aber das wird nicht mein letzer Marathon sein. Ich lass mir mal noch ein wenig Platz nach oben....

Liebe Grüße
Renate

Der Weg ist das Ziel

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