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Hamburg ist für mich gut gelaufen, zeitlich zwar nicht so, wie ich es mir im Vorfeld vorgestellt hatte, aber unter den gegebenen Umständen schon.
Aber der Reihe nach. Zum letzten mal werde ich erwähnen, dass ich meinen letzten Marathon 2001 in Hamburg gelaufen bin. Danach bin ich gut 7 Jahre nur wenig bis gar nicht mehr gelaufen. Seit Anfang 03/2008 laufe ich wieder regelmäßig und bin mit 14 Monaten Training praktisch so was wie den ersten Marathon gelaufen.
Das Training lief super. Zwei Vorbereitungswettkämpfe brachten gute Ergebnisse. Eine Erkältung 4 Wochen vor HH war rechtzeitig überstanden. Dann muss ich mir aber in der letzten Woche durch den kalten Nord-Ost-Wind doch noch einen kleinen Infekt im Hals zugezogen haben – im Training lief es jedenfalls nicht mehr so locker. Starten wollte ich aber auf jeden Fall.
Am Sonntag Morgen während der Fahrt nach Hamburg spürte ich doch etwas Aufregung. Marathon ist doch immer wieder etwas Besonderes und mit kürzeren Strecken nicht vergleichbar.
Start um 9:00 Uhr. Ich in Block G brauche fast 3 Minuten bis zur Startlinie. Wegen der Läufermassen geht es langsam voran. Km 1 in 5:08 Min. Schon jetzt merke ich, dass es nicht so leicht läuft wie bei den bisherigen Wettkämpfen und es mit der geplanten Zeit (3:25 – 3:20) nichts werden wird. Ein schnelleres Tempo war auch wegen des dichten Läuferfeldes gar nicht möglich. Und das war für mich auch gut so. Ich habe mich dann schnell dazu entschieden, heute nicht eine bestimmte Zeit, sondern nach Gefühl zu laufen, denn mit dem kleinen Infekt wusste ich sowieso nicht, wie lange das alles gut gehen würde.
Auf den ersten 5 Km fiel mir das Laufen relativ schwer. Das lag aber auch an der Wärme und dem nicht kühlenden Rückenwind. Ab ca. Km 6 änderte sich die Laufrichtung und man bekam jetzt auch mehr frischen Wind ab. Damit lief es sich deutlich leichter und nach 6 – 7 Km war ich gut eingelaufen. Nach wie vor lief man in einem dicht gedrängten Läuferfeld (ich glaube vor 8 Jahren war es noch nicht so voll).
Meine Zwischenzeiten (alle 5 Km) wurden immer etwas besser und die Hälfte erreichte ich nach 1:45:48 Std. Ich fühlte mich immer noch gut und so langsam dachte ich doch wieder an eine Zeit, die ich unterbieten wollte – unter 3:30 Std. wäre unter den heutigen Bedingungen ja auch nicht schlecht. Wenn ich gut drauf war und es heute sein sollte, dann würde ich auch den kleinen Rückstand von 48 Sek. auf der 2. Hälfte aufholen können, da war ich mir nach den vielen langen Trainingsläufen um und über 3 Stunden ziemlich sicher.
Und so kam es auch. Ich konnte das Tempo weiterhin steigern, es gab keinen Einbruch und der Abschnitt von 35 auf 40 Km war mein schnellster.
Es war einfach genial, vor dieser großartigen Kulisse wieder einen Marathon zu finishen. Im Ziel mit einer Zeit von 3:28:54 Std. war ich nur glücklich und die zweite Hälfte mit 1:43:08 Std. 2:41 Minuten schneller.
So wurde aus den anfänglichen Bedenken für mich noch ein optimales Rennen.

Wow!

Meinen Glückwunsch zum Finishen mit der traumhaften Zeit!
Klasse gemacht!

...gar nicht verrückt, ist auch nicht normal...

RUHR vs. BORN

Erneute Bewunderung!

Meine Hochachtung!
So eine Zeit, bei diesen Temperaturen. Mann, Mann, Mann. Ein bischen war ich schon neidisch auf Euch HH-Starter.

Gruß Haderlomp
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