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Jetzt habe ich ihn hinter mir, meinen ersten Halbmarathon und ich muss sagen, es war toll!

Aber der Reihe nach:

Begonnen mit dem Laufen habe ich im Juni letzten Jahres, ganz langsam und mit vielen Gehpausen. Aber der Erfolg lies nicht lange auf sich warten, wow, fünf Kilometer am Stück ohne Pause, dann zehn Kilometer.

Ich lief jetzt regelmäßig, leider zog ich mir eine Wagenverletzung zu und könnte nicht mehr laufen. Pause, leider wohl eine zu kurze Pause, da die Verletzung wieder aufbrach. Na gut, dann mal drei Monate nichts machen.

Aber dann sollte es wieder losgehen im neuen Jahr 2012. So begann ich dann wieder regelmäßig zu laufen, diesmal ohne Probleme in den Waden. 2-3 mal pro Woche versuchte ich zu trainieren. Die Zeiten wurden immer besser und die Entfernungen weiter. 12 km, 14 km, dann 15 km ohne große Probleme durchgelaufen.

Na wenn du schon 15 km schaffst, dann fehlt ja nicht mehr viel zum Halbmarathon, also einfach mal in Bonn für den 22.04.2012 angemeldet. Schon ein komisches Gefühl jetzt bei einem
offiziellen Lauf mitzumachen. Aber der Weg ist das Ziel.

Also immer schön weitergelaufen und auf dem großen Tag hingefiebert – 2-3 mal die Woche gelaufen.

Dann war der große Tag fast da, am Samstag die Startunterlagen abgeholt und abends schön den Beutel gepackt, was sollte ich anziehen, kurz oder lang, warm oder kalt, egal alles mal eingepackt.

Die Nacht vorher habe ich nicht gut geschlafen, die Nervosität konnte ich nicht verbergen.

Morgens eine Kleinigkeit gegessen und los gings nach Bonn.

Die Organisation war sehr gut, mit dem Pendelbus zum Startbereich, dann die Gaderoben gesucht und gefunden, schnell umgezogen (Wetter war gut, also die kurzen Sachen an) und den Beutel abgegeben.

Danach nochmal kurz die Toilette aufgesucht, und dann in den Startbereich relativ weit hinten.

Um 8:45 Uhr ging ess los für die Ersten, ich konnte so gegen 9:15 Uhr endlich los.

Am Anfang war es schwer zu laufen, da man Aufpassen musste nicht zu schnell aufzulaufen. Der erste Kilometer hat dann auch 6:00 Min gedauert, danach ging es besser, das Lauffeld hatte sich auseinandergezogen. Den zweiten Kilometer mit 5:06 Min viel zu schnell gelaufen, hoffentlich rächt sich das später nicht.

Jetzt habe ich langsam mein Tempo gefunden, mit einer Zeit von um die 5:30 Min ging es durchschnittlich auf die nächsten Kilometer, die Brück bei KM 8 und die davorliegende Ver-pflegungsstation bescherten mir eine 6er Zeit (wie zum Teufel können die Anderen beim Laufen trinken?!?).

Die Zehnkilometermarke erreichte ich mit 54:30 Min, so schnell war ich noch nie gelaufen, maximal 56:30 Min waren beim Training möglich gewesen. Na toll dachte ich mir, dass geht nachher bestimmt schief.

Aber es ging weiter, Zeiten um die 5:30 – 5:45 Min waren ohne große Probleme möglich.

Ab Kilometer 18 wurde es aber dennoch hart, aber ich habe mein Tempo einigermaßen halten können.

Kilometer 20: man hat sich der Zieleinlauf hingezogen, einen Bogen, noch eine Kurve und noch ein Bogen, aber dann war das Ziel zu sehen, nochmals alle Kraft gesammelt und ins Ziel
gelaufen – die Zeit 1:57:12 Stunden.

WOW unter 2 Stunden, gehofft, aber nicht daran geglaubt.

Erschöpft, aber glücklich nehme ich meine Medailie entgegen und genieße den Augenblick.

Ich glaube das Lächeln habe ich den ganzen Tag nicht mehr wegbekommen…

Nie hätte ich vor 10 Monaten gedacht, diese Strecke zu schaffen.

Das war bestimmt nicht mein letzter Halb-Marathon…

Vielen Dank fürs Lesen.

Michael Lehmann

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