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Auf dem Weg nach Hamburg hat sich leider eben ein kleiner Dämpfer in meinen Weg geworfen: Ich war beim Internisten und habe mir bestätigen lassen, daß meine lange bekannten Allergien wohl ausgerechnet in diesem Frühjahr die "Etage gewechselt haben", d.h. sie schlagen mir in diesem Jahr erstmals merkbar auf die Bronchien.

Ich weiß schon seit 10-15 Jahren, daß ich allergisch gegen Diverses bin (Hausstaubmilben, Katzen- und Hundehaare, Gräser- und Birkenpollen). Das wurde damals per RAST-Test (Bluttests) herausgefunden, komisch war immer nur, daß ich nie den typischen Heuschnupfen hatte. Bis heute keine Augen- oder Nasensymptome zu den Pollenzeiten, und das erste was ich im Laufe der Jahre nach den Tests bemerkte, war dann irgendwann eine Augen-Reaktion auf Katzen. Und eventuell ein leichtes Dauer-Naselaufen, mit dem ich aber schon ewig lebe. Gegen Hausstaubmilben ist unser Haushalt schon lange saniert (keine Teppiche, Vorhänge usw.).

Ja, und nun habe ich Reizhusten (noch ohne Luftnot, auch nicht beim Laufen, aber seit Wochen schleichend zunehmend) und hatte, da ich den ganzen Winter infektfrei geblieben bin, schon eine Ahnung, daß das allergisch bedingt sein dürfte. Mein Hausarzt konnte mir eben direkt beim Abhören das "Obstruktive" und die verlängerte Ausatmungszeit bestätigen, ein Lungenfunktionstest war gar nicht mehr notwendig. Er hat mich mit einem Kombi-Inhalator für "vor jeder Anstrengung" und einem hoffentlich wenig-müde-machenden Anti-Allergikum ausgestattet. Und immer schön weiter Trompete spielen... ja, ich versuche es. Mein Erst-Hobby entwickelt sich momentan gerade allerdings etwas zurück, eher zum Zweit-Hobby hinter dem Laufen.

Hmpf. An sich alles nichts Schlimmes, und ich fühle mich ja auch nicht krank, sondern nur etwas Husten-geplagt, aber mußte das ausgerechnet jetzt kommen???

Morgen werde ich dann einen ersten Lauf nach einem Inhalations-Hub aus dem Puster machen, mal sehen, wie es sich damit läuft. Sollte ich jemals in Lauf-Sphären aufsteigen, in denen Dopingtests gemacht werden, muß ich mir das Ganze dann wohl noch schriftlich als Attest besorgen... ;o)

LG Britta (der es ansonsten gut geht, keinerlei orthopädische Beschwerden, hurra!)

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obstruktive Aufmunterung

Hallo Britta,

alles wird gut, man kann mit so einem Inhalationshub gut Marathon laufen, da habe ich freudig-leidvolle Erfahrungen. Der leistungssteigernde Effekt hält sich aber in Grenzen, so schnell, das ich zum Dopingtest musste, bin ich damit noch nie geworden ;-).
Ich würde Dir dennoch einen Lungenfunktionstest empfehlen, um für den Fall, dass das ganze chronisch wird oder später wieder auftritt entsprechende Referenzwerte zu haben und zur Not entsprechen behandeln lassen zu können.

Viel Erfolg in HH und beste Grüße

Michael


Luft

Hi Britta,
Damit kann man ganz gut leben find ich. Seit einiger Zeit benutz ich eine Kombi aus kurzwirksamer Bedarfsmedikation und Dauertherapie. Zusätzlich lass ich mich mit einer monatlichen Injektion hyposensibilisieren. Hoffe das lässt mit der Zeit meine Asthmabeschwerden abklingen. Fing auch mit Kratzen im Hals und ständigem Hüsteln an, was ich anfangs noch für Auswirkung meiner langjährigen Raucherkarriere hielt....
Beim Laufen merk ich all das wenigstens nicht!

Beste Grüsse

Manni Pander

Hallo Britta, erst mal alles

Hallo Britta,
erst mal alles halb so schlimm.
Ok, die Diagnose Asthma ist natürlich schon nicht ohne, aber man kann damit eigendlich ganz gut leben, wenn man vernünftig medizinisch versorgt ist. Mir ging es vor zwei Jahren genauso wie dir.
Ich würde dir allerdings trotzdem auch zum Pulmologen gehen. Ein Lungenfunktionsprüfung machst du ja nicht nur zur Diagnosestellung sondern auch zur Therapieüberprüfung. Und Pulmologen kennen sich einfach auch besser aus als Hausärzte.
Ich benutze ein inhalatives Cortisonspray morgens und abends und wärend der Saison (bin Pollenallergiker)vor dem Sport ein Akutspray (Salbutamol). Damit komme ich sehr gut zurecht, ich muss auch nur sehr selten dieses Spray zusätzlich nehmen. Und meine Lungenwerte sind darunter stabil.
Und schön zu hören war, das Ausdauersport vom Fachmann ausdrücklich beführwortet wurde, ja fast "verschrieben". O-Ton: wenn Sie nicht laufen würden, würden sie ja schon fast am Sauerstoff hängen. Also laufen Sie bitte weiter!
Kleiner Tip noch: wenn du das Akutspray nimmst, bitte ca eine Stunde vor dem laufen, nicht unmittelbar. Es hat als Nebenwirkung die Erhöhung des Herzschlag und wenn du es nimmst und sofort losläufst, ist das sehr unangenehm. Außerdem braucht es etwas Zeit, bis es wirkt.
Halte die Ohren steif, das wird schon!
Liebe Grüße

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Willkommen im Club

Ich lebe seit meiner Jugend gut mit meinem Asthma und fühle mich sportlich fast nie dadurch beeinträchtigt.
Bei einer Erstdiagnose fände ich einen Lungenfunktionstest als Ausgangsdiagnostik aber auch schon sehr sinnvoll. Und dann natürlich mehrere Kontrollen nach Therapiebeginn. Ich würde auch empfehlen zu einem Lungenfacharzt zu gehen. Und für die Selbstmessung zu Hause ist ein Peak-Flow-Meter sinnvoll. Wenn du MIT Atemwegsobstruktion schon so schnell läufst, wie du es jetzt tust, wie schnell wirst du dann erst OHNE selbige sein? Viel Erfolg beim Erstversuch morgen!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Wie immer ist es ganz, ganz

Wie immer ist es ganz, ganz tröstlich, zu lesen, daß ich nicht alleine bin. Ja, einen Pulmonologen werde ich mir wohl suchen müssen, normalerweise ist die Lungenfunktion Bestandteil meines alle-2-Jahre-Checkups beim Internisten (der, bei dem ich vorgestern war), zuletzt hatte ich eine im vergangenen Jahr gemacht. Aber eine Langzeit-Strategie mit Ist-Status und Verlaufskontrolle ist wichtig, ich werde es angehen.

Gestern bin ich eine Stunde nach einem Hub Symbicort (Budesonid und Formoterol, also die wohl übliche Kombi aus Corticoid und Beta2-Sympathomimetikum) 20 Kilometer gelaufen, es schien tatsächlich leichter zu gehen als in den Läufen zuvor, wahrscheinlich war ich durchaus schon beeinträchtigter als ich es bemerken wollte. Als Tabletten habe ich zuächst Desloratdin ("AERIUS") zuhause, 5mg, 2mal eine. Das ganze ist ja erstmal ein Test, ob ich auf die Anti-Allergika anspreche.

@Sonnenblume, den Tipp mit dem Peak-Flow-Meter zur Selbstkontrolle finde ich gut, ich werde auch dieses Thema verfolgen. Atemtraining und -messung interessiert mich auch als Trompeter :)

Danke für all Eure Tipps,
LG Britta

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