Benutzerbild von mainrenner

so, nu isses also passiert. mein erster offizieller marathon. eigentlich wollte ich gar nicht mitlaufen, denn meine trainingsvorbereitung ist in einer 3 wöchigen grippevirenwelle, manischer trainingsunlust, einer bei ab km17 unbelastbaren hüfte untergegangen. das heisst, kein lauf über 20km seit dezember. das sind nicht wirklich die richtigen voraussetzungen für ein solches ereignis. das höhenprofil der streckenbeschreibung liess zwar den trugschluss zu es handele sich um eine schwerkraftbeschleunigte abwärtsveranstaltung ABER die erfahrungen meiner freundin IZi sprachen eindeutig dagegen. gegen jeden verstand habe ich mich dann trotzdem angemeldet und 'in würde' ankommen, zu meinem ziel erklärt. bei kühlem wetter, die wolken hingen in den hügeln des hochtaunuses fest, ging es dann um 9.30 uhr los. den ersten adrenalinschub versetzte mir allerdings nicht der startschuss aus der kanone, sondern die abwesenheit meines forerunners. denn den hatte ich (tataaaaa) bei umkleiden und zwecks signalempfang auf dem auto meiner freundin abgelegt. ist ja an sich nicht tragisch. nur leider war ihr mann, während wir zum obligatorischen blasenleeren vor dem start marschierten, planmässig zum 10km entfernten treffpunkt losgefahren. porca miseria, dachte ich mir, das geht ja gut los. nettweise hat eine mir eine dame aus dem orga-team ihr handy geliehen und nach 30 bangen sekunden wurde an der anderen seite auch abgehoben...wie uhr aufm dach? und nach weiteren bangen sekunden bis zum erreichen eines parkplatzes kam dann die gute nachricht...och, ja die liegt noch da drauf. puh, glück gehabt. hatte sich wohl dank klettband in der dachreling verkeilt. alle nervenbahnen einmal adrenalingespült, konnte es dann ohne uhr losgehen. wir liefen im hinteren teil des feldes los und genossen die schöne landschaft. die tiefen wolken waren von der sonne vertrieben worden und der himmel leuchtete in strahlendem blau. ach, es war einfach nur schön. zuerst durchs naturschutzgebiet auf einem flachen weg, bei km 5 kam dann ein hügel, raufrunterraufrunterrauf, bis km 12. immer in begleitung des kleinen flüsschens weil. mal lief man rechts der weil, mal links der weil. schroffe felsformationen, dichte grüne wälder wechselten sich ab. dann gabs mal wieder einen kleinen anstieg und zwischen durch ein bisschen auslauf für verkrampfte oberschenkel. alle 5km gabs verpflegung und in jedem dörfchen warteten einige zuschauer, die einen mit klatschen, rufen und la olas seelisch unterstützten. bis km 30 lief ich ohne nachzudenken, ohne forerunner, ohne irgendwelche schmerzen, ausser dem üblichen zwicken hierundda. Izi, die verletzungsbedingt erstmal langsam gelaufen war, sozusagen zum antesten, liess dann dem kenianer in ihr freien lauf und zog davon. mühelos, als ob es die km vorher nicht gegeben hätte, schwebte sie den anstieg hoch. ich versuchte mein tempo zu halten, dankbar darüber, das sie so lange bei mir geblieben war und mich 'gezogen' hatte. jetzt machte sich die neue,volle trinkflasche auf meinem rücken bemerkbar, nervte bei jedem schritt und der verschluss drückte mir in die magengegend.krampfig, nervig. aber jetzt waren es ja nur noch 12 km bis ins ziel. nach 2 km standen dann noch dietzrun und seine frau an der strecke und machten mir mut...ist ja nur nochn 10er...ja! ha, son 10 läuft man ja immer... dann gabs wieder schöne landschaft, wenig rauf und runter, viel wasser, hölzerne brücken und jeden km eine kmanzeige. km 38/39 war dann bisschen irritierend weil die zahl doppelt vorkam und ich völlig ohne zeitgefühl durch den sonnendurchfluteten wald lief. an der nächsten wasserstelle hiess es dann...nur noch 1,3 km bis ins ziel...so richtig glauben konnte ich das nicht denn mein gefühl und die inzwischen völlige verwirrung in meinem kopf meinten das es sich ehr um 3,1 km handeln müsse. naja, richtig kaputt war ich eigentlich nicht und 'beschleunigte' nochmal. wenn die wasserfrau recht hatte, wars ja nicht mehr weit und falls doch noch 3km vor mir lagen, konnte ich ja wieder langsamer machen. und dann kam tatsächlich das ziel. dort erwartete mich meine familie, meine 'grosse' tochter lief mir entgegen, nahm mich an der hand und zog mich weiter richtung ziel...komm mammmma schneller... dietzrun, seine frau, unserer fahrer/streckencaterer (danke für die umsichtige fahrweise auch im namen meines forerunners!) und IZi (die schon 20min im ziel war und eigentlich die strecke noch viel schneller laufen kann) bereiteten mir einen wunderschönen einlauf. mein fazit: die strecke ist wirklich toll; es ist zwar hügelig aber das beugt einer verkrampften laufhaltung vor, weil man seine bewegung immer verändern muss, um sie den unterschiedlichen 'bodenverhältnissen'anzupassen. nächstes jahr werde ich wohl wieder mitlaufen, allerdings besser vorbereitet sein. dann wirds auch noch ein bisschen schneller ab km30. der mann mit dem hammer war an diesem tag wo anders und der muskelkater hält sich in grenzen. ach, und das funktions-shirt, das jeder läufer bekommen hat, wird mich in der zwischenzeit an diesen wirklich schönen tag erinnern.

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Klasse!

Glückwunsch, und das noch mit WÜRDE und zeitlos ins Ziel ;-))

Gruppenduell BORN vs. Ruhr
Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos!

Hallo

ich war auch dabei und bei dem Wetter war das ein rundum gelungener Lauf.Schöne Strecke und zum groß Teil gute Stimmung.
Gruß Oliver 1

wieviele Höhenmeter

...waren es denn?

Na Gratulation

So völlig ohne Druck und Zeit, läuft es sich doch immer am besten! Da kann bei guter Basis auch mal "etwas" Vorbereitung fehlen. Glückwunsch!
Gruß Schalk

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