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Benutzerbild von cocobolo

Noch gut 2 Wochen bis zum Marathon-Debüt… die umfangreichste Trainingswoche mit knapp 85 Kilometern, davon einige in bisher ungewohnten Tempo-Bereichen, liegt seit ein paar Tagen hinter mir. Ob erfolgreich weiß ich noch nicht, denn wie schon des öfteren nach grenzverschiebenden Wochen hat sich die Überlastungsanzeige mit der ihr eigenen Wellen-Periodik gemeldet:

Samstag
Der lange Lauf zum Wochenabschluß: ab Kilometer 28 wird die Oberschenkel-Vorderseite mittig-innen irgendwie fest… Weiterlaufen geht zunächst, aber das Wieder-Anlaufen nach der roten Ampel an Kilometer 33 geht nur noch humpelnd, aua… egal, bis nach Hause komme ich, heute wird aber ORDENTLICH gedehnt. Schatzi guckt schon wissend, als ich zum Dehnen nicht nur pfuschig Wand und Treppe benutze, sondern auch stöhnend die Isomatte ausbreite. Er ahnt, daß auch das Baden länger dauern wird und das Frühstück warten muß. Mit nach Pferdesalbe duftenden Beinen überlebe ich den Tag, Gehen geht. Morgen wird aber NICHT gelaufen!

Sonntag
Ruhetag! Was nehmen wir heute für die Muskeln… Finalgon sei meine Bodylotion, ein bißchen zusätzliche Durchblutung für den Tag ist bestimmt gut. Der Gumminhandschuh zum Einreiben der STELLE liegt zum Glück seit Wochen dekorativ im Bad bereit. Schatzi hat Berührungsverbot (für den Handschuh und für die eingecremte und inzwischen heizende STELLE). Erste Läufe im Zuggeschirr des Bobbycars meines Patenkindes kann ich abblocken ("die Patentante hat Oberschenkel!"), dann trabe ich doch an - geht ja. Hoffnung.

Montag
Heute steht ein lockerer Lauf zu Beginn der drittletzten Woche an, es müßte wieder gehen. Noch schnell ein wenig… was nehmen wir, der Kühlschrank ist zum Glück gut gefüllt… Pferdesalbe auf den Schenkel, etwas mehr wärmende Funktionsschicht darüber als sonst, und auf geht es. Läuft doch. Nach den ersten 7 Kilometern schaffe ich es, mich auf das Hörbuch statt auf die STELLE zu konzentrieren. Nach 15 Kilometern muß ich mich leider doch wieder auf sie konzentrieren. Aua, aber bis nach Hause (17,5 km) geht es. Mist, jetzt muß ein Notfallplan her. Für heute: Dehnen - Baden - Voltaren-Salbe - Kälte + Wärme im Wechsel (Schatzi schleppt abwechselnd Kornkissen und Kühlakkus) - Beine hochlagern, Sofa. Anweisungen fürs Abendessen geben, heute muß es ohne mich gehen. Nachts Alpträume von Zerrungen und prophylaktisches Aufwachen bei jeder Bewegung. Was macht die STELLE???

Dienstag
Heute wäre Tempo dran… nein, das wird nix. Erstmal Voltaren-Gel auf die STELLE. Beim Autofahren zur Arbeit wieder keine Konzentration auf das Hörbuch sondern jetzt auf die Wochenplanung. Noch könnte ein einfaches Umstellen (heute Crosstrainer statt TDL) gehen?! Bei jedem stöhnenden Aufstehen aus dem Bürostuhl der wissende Blick des Kollegen… was ist es dieses Mal? Ah, Oberschenkel… da kann er als Ex-Fußballer mitreden. Recherchen im Internet zu Zerrungen und ähnlichen Muskelproblemen ergeben leider nichts bahnbrechend Neues im Vergleich zu gestern. Halt, doch: Guugel erwähnt auf Seite 14 der Suchergebnisse RetterSpitz-Umschläge, ok, das hatte ich noch nicht, und auch diese Flasche ("für äußerlich") steht seit einigen Wochen zuhause im Kühlschrank. Da, wo früher immer der Wein stand… Schatzi wurde entsprechend informiert und gewarnt. Abends dann Fitnessstudio: Crosstrainer, Dehnen, Rumpf-Stabi, Sauna. Die STELLE muckt nicht mehr. Nachts ein RetterSpitz-Wickel mit Küchenhandtuch und Wollschal um den Oberschenkel, Schatzi rollt vor lauter Erotik schon mit den Augen.

Mittwoch
Heute ist Ruhetag, noch bin ich im Plan (den ich ja gar nicht habe…). Finalgon, aber irgendwie keine Heizwirkung. Recherchen im Internet ergeben immer noch nichts Neues an der Spitze der Forschung hinsichtlich Zerrungen und Muskelverhärtungen. Meine Bücher zum Thema Sportmedizin sind veraltet. Also: Gesprächstherapie… jeder, der es wissen oder nicht wissen will, bekommt mein Leid geklagt. Die Kollegen wissen Bescheid, smse gehen in die Welt, die Familie wird informiert. Zuhause stinkt es nach Arnika, alleine die Konzentration in der Luft müßte helfen. Auf dem Beipackzettel "für äußerlich" steht, man muß keine Sorge haben, wenn man das Zeug mal versehentlich trinkt. Ok, dann kann Inhalieren (die Wickel trocknen auf der Heizung) auch nicht schlecht sein. Abends 3 Bier beim Fußball im Stadion, ich zähle das als Muskel-Entspannungstherapie. Schatzi fragt beim Heimkommen um Mitternacht mißtrauisch, was die kleine Teigrolle auf dem Sofa soll… nunja, was soll ich machen, wenn unser insuffizienter Haushalt noch nicht einmal über so einen Noppen-Holz-Massageroller verfügt? Im Geist für die Einkaufsliste notiert. Nachts wieder ein RetterSpitz-Erotik-Wickel, leider heizt das Finalgon von heute morgen darunter ausgerechnet JETZT gegen die Kühlwirkung an. Ich schlafe schlecht.

Donnerstag
6 Uhr morgens, ich habe schlecht und zu wenig geschlafen, meine Mannschaft hat verloren, und die Biere des Vorabends machen mich jetzt auch nicht mehr glücklich und entspannt. Der Wickel liegt irgendwo im Bett verteilt, aber die STELLE ist ruhig, immerhin. Heute muß ich mal die inzwischen malträtierte Haut darüber pflegen und massiere lediglich mit etwas Bodylotion, es muß eh schnell gehen. Gegen das ansonsten zerknautschte Gefühl hilft nur Kaffee und Abwarten… äh, Arbeiten. Zum Glück läßt der Tag wenig Zeit zum Grübeln, und gegen Abend lege ich Schatzi einen optimistischen Zettel hin: "17.30 Uhr, versuche Lauf, 15 Min. bis 1:30 je nach Aua, sonst morgen Doc". Bei Regen und Donnergrollen laufe ich los. Erstmal Einlaufen, umdrehen kann ich immer noch. Ich bleibe auf meiner kleinen 5-km-Runde, um nicht zu weit von zuhause liegenzubleiben. Nach 2 Kilometern Start des TDL, hurra es geht. Ich fühle mich insgesamt groggy, das verhindert wohl zu viel Konzentration auf die STELLE. 12 Kilometer TDL machen mich fertig (nie wieder Bier...), aber zusammen mit dem anschließenden Aus- und nach-Hause-Laufen schaffe ich 16 schmerzfreie Kilometer, jedenfalls was die STELLE angeht. Schatzi findet mich glücklich mit den Beinen auf dem Kornkissen auf dem Sofa vor, im Haus duftet es nach Erkältungsbad. Den Besuch beim Therapeuten streiche ich erstmal von der Liste.

Freitag
Ausgeschlafen, gut gelaunt, dynamisch und nach Pferdesalbe riechend… wenn nun heute abend auch ein lockerer Lauf klappt, habe ich wieder eine Woche überstanden. Bis auf den letzten langen Lauf vor Hamburg morgen… aber danach ist ja CoolDown und Tapering angesagt. Da hätte ich dann auch noch Zeit für einen Besuch beim Therapeuten ;o)

Es bleibt spannend,
LG Britta

4.833335
Gesamtwertung: 4.8 (6 Wertungen)

schön geschrieben. Vermute

schön geschrieben. Vermute das der Muskel einfach mal ne Auszeit brauchte und da ja Muskeln es nicht so enge nehmen mit dem Regenerieren wie Sehnen und Bänder, könnte ich mir Vorstellen heute geht wieder alles ok. waren wohl doch zu viele Wochenkilometer..aber wat mut dat mut

Kommt mir alles sehr


Kommt mir alles sehr bekannt vor. Bin auch grad in der Endphase der M-Vorbereitung angelangt, und hab gleich zwei dieser muskulären Stellen, die nie wirklich übel werden, aber auch nie wirklich gut. Der Orthopäde sagt, kaputt wäre nichts.

Aber vor jedem Training ist die Angst da, dass es das letzte werden könnte, wenn man eine falsche Bewegung macht.

Ich bilde mir mittlerweile ein, dass es einfach nur gereizte Nerven sind, die keine wirkliche Auswirkung auf die eigentlich Muskulatur haben. Das hilft (Also, die Einbildung :p ).

Da sind wir wohl alle mal durch...

...durch so eine Woche!

Aber es kommt darauf an wie man damit umgeht, und das was du schreibst liest sich taff - du schaukelst den Marathon schon nach Hause! :-)

"Ein Leben ohne Hunde ist denkbar, jedoch sinnlos"

Auf Marathon lieber verzichten

jr Der Körper schreit nach Ruhe und wehrt sich mit Wehwechen,da war bei der Marathonvorbereitung nach Plan möglicherweise das Tempo zu hoch,wahrscheinlich die Einheiten nach Tempoläufen wurden zu flott gelaufen.Wenn der Marathon unbedingt bestritten werden MUSS,hilft nur noch Regeneration,zunächst eine Woche kein Laufen(Formverlust gering),dann noch jeden 2. Tag locker joggen.
Laufen soll Spass machen und ohne Stress ablaufen,einen Marathon MUSS man nicht unbedingt bestreiten(auch wenn Startgeld verfällt),wenn die Vorbereitung unzureichend war,bzw.man nur noch unter Schmerzen laufen kann.

Einen Erotik-Tipp hätte ich noch

.... falls es nochmals Probleme geben sollte, und zwar Quarkwickel! Wirken Wunder!

Bezüglich des letzten geplanten langen Laufs, mach da lieber mal halblang - gerade jetzt, wo sich die ersten Überlastungsanzeichen gezeigt haben! Also statt 'nem 30er lieber 'nen 20iger, max. 25er! Wäre doch schade, wenn so kurz vor knapp doch noch eine Verletzung deine Premiere verhageln sollte!

Viel Erfolg für deine Premiere! Du wirst das Kind schon schaukeln!

:-)

"Ohne Fleiss, kein Preis" ...

... das hast du wirklich gut beschrieben ... z.T. auch sehr amüsant
Nachts ein RetterSpitz-Wickel mit Küchenhandtuch und Wollschal um den Oberschenkel,
Schatzi rollt vor lauter Erotik schon mit den Augen.

Lass "Schatzi" die Stelle doch mal "liebevoll" massieren ...

Ich stimme den anderen aber ein bischen zu. Lieber jetzt etwas weniger machen,
denn ich denke auch das deine Vorbereitung ausreichend ist und war.
Gönne deiner Stelle ruhig mal 3-4 Tage "volle Regeneration", und dann NUR noch
"in Bewegung" bleiben. Sehr wichtig für den Mara war der letzte "Lange" und
den hast du im Sack.
... oder wie würden hier einige sagen: "Pläne werden vollkommen überbewertet" ;-)
Das Zauberwort für dich heisst nun aber: REGENERATION

OK - für ein Mara - Debut ist ein "Trainingsplan", als Richtline, schon gut.
Auf was für eine Mara-Zielzeit hast du denn trainiert?

Ich freu mich drauf euch auf der HH-Mara-PastaParty zu treffen und denke
das du reif bist dein Mara-Debut erfolgreich zu finishen !

Gruss Markus, der "S.-H. Gruppen"

Füße für 3 Tage stillhalten und

sich von Schatzi verwöhnen lassen!!! DAS hilft garantiert, im Ernst!!! Einfach mal drei Tage nicht sporteln wirkt oft Wunder. Du bist sehr gut vorbereitet, Dir kann gar nichts passieren. Ich würd selbst den Crosstrainer meiden. Es ist nicht nur der Oberschnekel, die ganze Britta braucht mal eine Auszeit. Und kriegt sie die, gehts dem Schnekel auch wieder supi;-)

Tame:-)
BORN - denn sie wissen nicht was sie tun!

Liebe Schwester im Geiste,

ich kann dich so gut verstehen. Was habe ich im letzten Jahr nicht alles getan, damit es meinem rechten Fuß bis zum Marathontag wieder gut geht. Ich sag nur "basische Salzsocke" ;-) Aber es hat funktioniert (das Gesamtprogramm), ich konnte am Tag X laufen, wenn auch viel langsamer als ganz ursprünglich geplant. Es war ein grandioser 1. Marathon.
Du hast schon so viele lange Läufe im Kasten, dass du den morgigen deutlich kürzen kannst, ohne an Form zu verlieren, denke ich. Lieber jetzt etwas kürzertreten als die ganze nächste Woche erneut mit Sorge um die STELLE zu verbringen.
Toi, toi, toi und bis bald!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Nix gegen Teigrolle...

...son Ding liegt auch auf meinem Sofa und hilft bei verhärtenden Muskeln einfach super. ;-) Finde ich oft besser als solche Stellen wild zu dehnen, man hat halt doch Angst dass irgendwann mal was anreißt beim Dehnen.

Ihr habt ja Recht!

Danke für alles Bremsen und Eure geballte Erfahrung hier, Ihr habt ja Recht, und wie viele Eurer (manchmal leidvollen) Erfahrungen habe ich hier schon nachgelesen. Heute war ich einsichtig und habe echt nichts getan. Nein, ich war nicht laufen. Der Job war mal dankbarer Nutznießer... Gestern war Tempo, und selbst mir schien es heute beim Überdenken der vergangenen Tage mehr als grob fahrlässig, die gerade bekämpften Beschwerden mit einem auch noch so locker angegangenen Lauf wieder herauszufordern. Ein Ruhetag zwischen Läufen war lange (z.B. letztes Jahr in der HM-Vorbereitung) mein Credo, und zumindest heute habe ich mich mal wieder daran gehalten.

Morgen… ja, ich werde den Umfang des letzten langen deutlich herunterschrauben. Auf so etwa 20km, und das ganze sehr langsam. Ich laufe einfach ohne Trinkrucksack los, dann kann ich nicht so lange. Aber: Ganz verzichten… schlagt mich, das schaffe ich morgen nicht. DAnach ist dann Regeneration und Tapering, da will ich gerne alles beherzigen, was Ihr schreibt.

@Sonnenblume: Ja, über die basische Socke habe ich mich in Deinem Blog informiert. Hatte die Zutaten leider nicht zu Hand :) Unglaublich, wie positiv Du den Lauf dann erlebt und beschrieben hast, ich war sehr gerührt beim Lesen. Über mich und meinen Umgang mit meinen Zielen muß ich wohl noch einiges lernen…

@Tame und runner_hh: Ja, DAS würde Schatzi wohl gefallen… verwöhnen kann er. Ich werde es mal andiskutieren. Und dafür, daß er mal einen Partner-Massage-Kurs mit mir macht, war ich aus völlig uneigennützigen Gründen schon seit langem :))

@MagnumClassic : Ah, danke, ich habe den Quark im Kühlschrank letzte Woche echt übersehen bzw. irrtümlich für ein Lebensmittel gehalten… ja, Omas Quarkwickel, Du hast recht, um meinen Fuß hatte ich sowas vor Wochen auch schon einmal, tat gut!

@Salia: Nee, echt? Dann lasse ich die Rolle da liegen, ich fand auch, daß sie gut tat!

@rejokaa: Mhh, kam ich SO leidend bzw. selbstquälerisch rüber? Das war nicht meine Absicht und ist auch absolut nicht so. Nein, ich laufe nicht unter Schmerzen. Und ich starte auch nicht nur wegen der bezahlten Startgebühr… wie kommst Du auf so eine Idee? Wenn alle mit meinen - meiner Meinung nach noch verhältnismäßig geringen und nur in ein paar Tagen im Verlauf einer langen Vorbereitung aufgetretenen - Beschwerden gleich Ihren Lauf canceln würden, müßten so einige der großen Startfelder eigentlich deutlich kleiner ausfallen!?

@Dotterbart: Dir auch alles Gute und ganz viel Gesundheit für Deine "Stellen" für die restliche Vorbereitung!

@alle Hamburg-Starter und -Supporter: Ich freue mich auch, Euch alle auf der Pasta-Party zu treffen, bin schon sehr gespannt. Bleibt' gesund,

bis dahin
LG Britta

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