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Zusammenfassung:
Sieg, ja und zwar persönlicher Sieg über die geschaffte Distanz des Halbmarathons (21,1 Kilometer). Zwar war das Wetter suboptimal, denn bei den 2° Celsius und Windgeschwindigkeiten von bis zu 20 Km/h kam zeitweise noch Nieselregen dazu. Doch das Endergebnis mit 1:36:43 Std. für meinen ersten Halbmarathon stimmte. Bei meiner Zeit sei noch angemerkt, dass mein längster Lauf bisher lediglich 13,6 Kilometer lang und im Dezember letzten Jahres war. An der Organisation gab nichts zu meckern, nur der Besen als Türhalter der Männerumkleide war etwas gewöhnungsbedürftig (die Türe lies sich nur von Außen öffnen).

Ausführlicher Bericht:
Vorfeld:
Wie bereits in einem anderen Bericht erwähnt, habe ich mich relativ kurzfristig und ohne lang zu überlegen für den Halbmarathon in Oettingen entschieden. Auf eine Voranmeldung hatte ich verzichtet, da mein Umfeld mir von dem etwas riskanten Vorhaben abgeraten hatte. Bis zum Start hatte ich Zweifel. Aber zum Glück ging alles gut und manchmal muss man etwas Verrücktes tun, denn an diese Ereignisse kann man sich später am besten erinnern. Vorteil war dann natürlich auch noch, dass es eine relativ lange Schlange bei den Voranmeldern gab und ich meine Nachmeldung in 2 Minuten erledigen konnte (verkehrte Welt).

Die Strecke:
Die Wettkampfstrecke war ein Rundenkurs mit je 5,25 Kilometern. Leider mussten wir pro Runde ca. 3,5 Kilometer (also insgesamt 14 Kilometer) gegen kräfte raubenden Gegenwind angelaufen werden. Der Veranstalter versprach nicht zu viel, als ich in der Ausschreibung las, dass es sich um einen flachen Rundenkurs handeln sollte. Laut meinem Garmin Forerunner 305 nicht der Rede werte 10 Meter auf 5,25 Kilometer verteilt.

Der Lauf:
Pünktlich um 10:35 Uhr ging oder besser gesagt lief es los. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen mit einer Pace von 4:45 Min/Km die ersten 10 Kilometer abzuspulen und dann zu schauen, ob es in der zweiten Hälfte etwas schneller geht. Aber wie es eben bei einem Wettkampf so ist, lässt man sich von der Menge immer zumindest etwas hinreisen und so lief auch ich die erste Hälfte des Halbmarathons mit einer Pace von 4:30-4:40 Min/Km. Schnell hatte ich den Anschluss (nach etwa 2,5 Kilometer) zu Andreas May, der mich überhaupt erst auf die Idee gebracht hat, den Halbmarathon zu laufen – Danke hierfür.

Ab dem 3. Kilometer liefen wir gemeinsam. Nach einem weiteren Kilometer gesellte sich noch Michael Klaus (hoffentlich richtig geschrieben bzw. verstanden) dazu und komplettierte so unsere Gruppe. Relativ gerecht wechselten wir uns als Frontläufer bei Gegenwind ab. Merkwürdigerweise war unsere Pace bei Gegenwind immer besser als bei Rückenwind bzw. Windstille.

Nach ca. 11 Kilometer nahm ich zum ersten Mal einen Tee zu mir. Hierzu wechselte ich kurz ins Schritttempo, da es mir zu gefährlich ist mich unter dem Laufen mit süßem Tee zu verschlucken. Meine Laufkollegen machten es nicht anders, nur etwas schneller als ich. Aber den Anschluss hatte ich immer schnell wieder geschafft.
Wir liefen so 3 Runden gemeinsam, als Michael das Tempo verschärfte und ich mit ihm davon zog. Die letzten 5 Kilometer liefen wir mit einer Pace von 4:25 Min/Km und erlauften uns somit einen ordentlichen Vorsprung von Andreas May, der leider aufgrund von Muskelproblemen sogar noch eine Gehpause einlegen musste.

Auf den letzten 500 Metern startete ich meinen Endspurt (3:43 Pace) und kam somit als erster von uns Dreien mit einer Zeit von 1:36:43 ins Ziel. Nur wenige Sekunden nach mir Michael Klaus und auch Andreas May schaffte sein Ziel (unter 1:40) mit einer 1:38er Zeit.

Fazit:
Ich bin überglücklich mich an den Halbmarathon gewagt zu haben. Alle meine heutigen Ziele wurden erfüllt und sogar übertroffen. Es gab sogar meine erste Medaille (Finishermedaille) und eine Currywurst hab ich auch gewonnen (bei einer Wette mir Arbeitskollegen, die nicht an eine Zielzeit unter 1:50:00 glaubten…
Nun kam ich gute Gewissens einen Trainingsplan Sub 1:30 in Angriff nehmen.

Sport frei!
Thomas

Videos und Bilder vom Lauf unter:
www.Läufer-Blog.de

3.4
Gesamtwertung: 3.4 (5 Wertungen)

na feini

Schön wieder von dir zu lesen...mach das mal mit dem 1:30 h und denke das schaffst du.
Ich wäre auch gern an dem Quellort meines Lieblingsbieres gelaufen...

Sehr cooles Debut!

Auch mit "wenig" Vorbereitung eine sagenhafte Zeit!
Mit "richtigem" Plan ist die 1:30 dann ein mehr als realistisches Ziel!
Viel Erfolg dabei!

p.s.: Gegenwindzeiten schneller als Rückenwind? Muss daran gelegen haben, dass sich der jeweilige "Pacemaker" nichts vorwerfen lassen wollte... ;-)

Gruß, Dominik
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M43/69kg/1,81
"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Ich glaube, dass wir den

Ich glaube, dass wir den Gegenwind überschätzt haben und mit voller Kraft in den Wind gelaufen sind und als der Wind weg war, der Druck rausgenommen wurde und sich leicht erholt wurde. Aber du hast schon auch recht, als ich Pacemaker war, wollte ich mir nichts vorwerfen lassen und habe ordentlich Druck gemacht.

Sport frei!
Thomas

Läufer-blog.de

Ich bin ein großer Fan von

Ich bin ein großer Fan von WK-Berichten, finde deswegen blöd wenn das Ergebnis gleich am Anfang steht. Das bringt die ganze Spannung weg.

Werde das evtl. bei meinen

Werde das evtl. bei meinen nächsten Wettkampfberichten berücksichtigen.

Sport frei!
Thomas

Läufer-blog.de

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