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Auf dem Weg zum Hamburg-Marathon, den ich dieses Jahr laufen möchte, bot es sich dieses Wochenende an, einen Halbmarathon zu laufen.

Glücklicherweise fand einer direkt um die Ecke statt: der Osterlauf in Bawinkel - und das zum 25. Mal. Mit 5 Euro Startgebühr ein echter Geheimtipp.

Meine eigentliche Marathonvorbereitung war die letzten Wochen durch eine Knochenhautreizung am rechten Unterschenkel getrübt, weshalb ich mich im Training immer die ersten 3-5 Kilometer eher humpelnd fortbewegte, aber mein Arzt sagte mir: das läuft sich weg. Und - oh Wunder - genau heute war ich schmerzfrei.

Vielleicht lag es auch daran, dass ich Tags zuvor einen Kater hatte - die optimalen Wettkampfvorbereitungen halt.

Aber was solls.

Eine Zeitvorstellung hatte ich nicht - mein schnellster offizieller Halbmarathon lag im Oktober in Köln bei 1:59:56.

Heute ging es also um 15:00 Uhr in Bawinkel los. Das Wetter war trocken, sonnig, windig und kalt. Also lange Sachen an. Die Strecke war flach, großenteils Landstraßen und Publikum gab es praktisch nur im Zielbereich. Es mußte ein 7 KM Rundkurs dreimal durchlaufen werden.

Da das Läuferfeld mit unter 200 recht überschaubar war, dauerte es nicht lange, bis ich meine Geschwindigkeit gefunden hatte: 5:20 für den Anfang. Dank meiner Garmin (ohne GPS) konnte ich diese recht konstant laufen, was mir irgendwann einen Läuferpulk bescherte, der sich rangehängt hatte.

Ab Kilometer 10 dachte ich mir, es geht vielleicht noch mehr, und erhöhte auf 5:10. Kurz darauf hörte ich von meinem etwas entfernten Läuferpulk: "ich glaube, der ist schneller geworden". Das ging natürlich runter wie Öl.

Ich war schon einige Zeit dabei, einen ganz entfernt Laufenden zu verfolgen. Als ich diesen dann nach vielen Kilometern überglücklich eingeholt hatte und ihn von meinem Etappenerfolg unterrichtete, war dieser nicht ganz so glücklich wie ich - komisch.

Das Ziel rückte näher, der Gegenwind wurde stärker, der Puls ging höher, die Beine wurden schwächer. Nur noch weiterrennen, Tempo irgendwie halten, und keinen überholen lassen, war die Devise - eigentlich, denn ich erblickte meinen auch mitlaufenden Hausarztvor mir. Den mußte ich unbedingt noch einholen - geschafft.

Ins Ziel bin ich nach 01:46:06 gekommen. Meine vorgenommene Traumzeit war 1:50.

Auf meiner Garmin (die mit dem Laufsensor) stand allerdings erst 20,06 KM, was bedeutet, dass sie neu kalibriert werden muß und meine Pace-Zeiten alle nicht wirklich stimmten.

Jetzt freue ich mich auf Hamburg :-)

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