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Vielleicht sollte man sich ein Nebelhorn anschaffen. Um 7:45 war es echt heftig grauweiß. Also Warnweste über und los. Soll nachher nur kein Autofahrer behaupten, er habe mich nicht gesehen. Den größten Teil der 18 km sind zwar Geh- und Waldwege, aber direkt auf unseren schmalen Landstraßen.... Ich hasse es nämlich als Autofahrer, wenn dunkel gekleidete Fußgänger aus dem Nichts auftauchen.
Man konnte keine 50 m weit sehen, es erübrigte sich also den Kopf zu heben. Man gut dass ich die Strecke kenne, trotzdem wäre ich an einer Ecke fast falsch abgebogen. Normalerweise kündigt sich die Kreuzung schon von weitem mit den ersten Häusern an, aber in der Nebelsuppe tauchte alles erst im letzten Moment auf. Nach 50 Minuten plötzlich Sonnenschein. Nicht zu fassen, 500 Meter weiter wieder dichter Nebel. Auf den normalerweise herrlichem Blick ins Bergische Land musste ich heute verzichten. Die nächste Straße kündigte sich mit Motorengeräuschen an, zu sehen war aber nichts. Schön vorsichtig auf die Straße, bloß nicht die Autofahrer erschrecken. Und dann schien wieder die Sonne. Es wurde echt warm. Die Warnweste war überflüssig, die langen Ärmel an meiner Jacke waren zuviel. Aber eh ich mich lange darüber geärgert hätte, wurde es um mich herum wieder grau. Die letzten 3 km ging es bergab. Der Nebel wurde etwas weniger, und man konnte schon ahnen, dass es wieder ein toller Tag werden würde. Ach, es ist einfach schön, zu laufen.

So long
Baduh

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