Benutzerbild von Ricamara

Vorbemerkungen:
1. Dies ist keine Neuauflage der Jammerarie - ich muß mich einfach mal besinnen, wo ich stehe und vielleicht um Hilfe bitten.
2. Ich trainiere nicht für den HH-Marathon sondern nur für den HM.
3. Ich bin 62.
4. Wer mir sagt, wie zufrieden ich doch angesichts meines Alters sein könnte, kriegt gleich eine (leider nur virtuell!) geknallt!

Mein Problem:
Ich bin Genußläuferin, was immer das sein mag, aber ich habe den Ehrgeiz, in meinem hohen Alter nicht zuletzt für meinen Papa, der Marathonläufer war, wenigstens einen Halbmarathon hinzulegen. Bei mir stapeln sich noch die Urkunden aus meiner Jugendzeit im Sprint, Weitsprung und Mehrkampf, alles ohne Training gewonnen. Ich sage das nicht um anzugeben, wäre ja auch lächerlich, sondern um zu zeigen, daß ich sportlich bin, aber vielleicht eher Sprintermuskeln mitbringe.
Nun quäle ich mich das erste Mal in meinem Leben, und der Erfolg will sich nicht so einstellen, wie ich es möchte.
Ich habe mir den Steffny-AOK-Plan für den HM (Ziel: nur ankommen) rausgesucht. Den habe ich schon mal angefangen, jetzt 7 Wochen lang brav befolgt - aber immer: etwas unter dem Soll. Tempodauerläufe gehen gar nicht, ich laufe halt so durch den Wald. Mal besser, mal schlechter. Heute ziemlich schlecht. Laut der Umrechnungstabelle soll ich den HM in ca. 2:20 h schaffen, aber das kann ich mir zur Zeit gar nicht vorstellen. Auch wenn der HM erst Ende Juni ist: ich bin bislang erst bei 14 km angelangt und habe dafür 104 min. gebraucht. OK, die Strecke war nicht ganz eben, aber wann ist sie das schon?
Ob es tatsächlich keine Trainingspläne für die AK 60, möglichst auch noch weibl. gibt? Oder muß man sich täglich mit dem Frust abfinden, statt der verlangten 6er pace eben nur die 7er oder noch weniger zu schaffen? Und daß mir ja keiner mit Intervalltraining kommt! Das habe ich schon als Jugendliche gehaßt (damals ganz modern: Zirkeltraining). Jetzt spiele ich an lauffreien Tagen meistens Tennis, da sprinte ich manchmal ganz schön. Muß reichen.
Ich freue mich sehr auf den HM, in Gedanken bin ich sogar so vermessen, mich den Marathon laufen zu sehen. Zur Zeit fahre ich mit meinem Smartie täglich über die blauen Strichellinien 28,0 und 31,0 km. Ich bin vielleicht besonders bescheuert, aber jedesmal freue ich mich und bekomme ein bißchen Herzklopfen.
Also: wenn man 62 ist, dann Ende Juni grad 63, und ein bißchen Schiß hat: was würdet Ihr machen? Ich habe wirklich Angst davor, vorher aussteigen zu müssen oder als letzte nach Stunden in der Hallerstraße angewankt zu kommen. Würdet Ihr es wagen?
PS: Kann mir mal jemand sagen, wie man einen blog ins forum kriegt? Es gibt ja so Künstler, die in nem blog sogar eine message verstecken können, die man nur anklicken muß (Vexillum), und das klappt!

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Paff, Aua!!!!!!!

Du solltest echt zufrieden sein was du in deinem Alter noch zu leisten vermagst.

So, jetzt kannst mir eine "scheuern"!!!!!!!!!!!!!

...... und immer am Laufen dran bleiben, und nicht stetig wimmern und endlos sabbeln; und immer irgendwelche Mißerfolge als Motivation für ein neues Ziel betrachten um weiterhin permanent den Spaß am Laufen für die Zukunft beizubehalten.

Ich (49 Jahre alt) habe mir den Trainingsplan (Steffny AOK für unter 4 Stunden) ausgesucht. Da heute mal wieder super schönes Wetter war habe ich mir einen streßfreien Spaßlauf durch das schöne Siegtal, additiv zum Trainingsplan, gegönnt. Habe mein Laufrevier mit vielen Rollerbladern, Radlern und Fußgängern sowie Hunden geteilt und mich bei einer Pace von 6.11 heute bei dem warmen Frühlingswetter echt super wohl gefühlt.

Auch ich schaffe es nicht immer die Ziele des Steffny-Plan bis auf die Sekunde genau zu erstreben, jedoch stelle ich heute fest, das mir

a) die Beine nicht mehr so schmerzen

b) ich lockere Läufe in immer einer besseren Pace laufe

c) bedingt durch den Trainingsplan von Steffny sich nun zu Beginn meines dritten Laufjahres viele neue Motivations-Kriterien heraus kristalisieren und ich somit immer noch sehr viel Spaß an meinem lieb gewonnenen Sport habe.

Läuferherz, was willste also mehr!

Viele Grüße

***Jörg***

Ps.:

"Den jungen Mann dort nehme ich auch gleich auch noch mit ins Haus!"

Wenn man, wie ich, mit fast 50 Jahren von einer jungen Frau, welche an meiner Laufstammstrecke wohnt, nach 15 Kilometern beim Endspurt auch noch den oben zitierten Satz, welchen sie zu ihrem kleinen Sohn, genau in dem Moment als ich gerade auf sie zulaufe sagt, zu hören bekommt, ja, dann kann man doch bestimmt schon mehr als nur motiviert sein mit dem Laufen weiter zu machen, oder?

Ich kann deine

Zweifel schon nachvollziehen. Ging es mir doch im Winter ähnlich bei meinem Silvesterlauf. Auch ich hatte Fracksausen. Den HM musste ich ja aus gesundheitlichen Gründen streichen.
Also ich habe jetzt mal in die Ergebnisliste vom letzten Jahr geschaut. Die langsamste Frauenzeit, die ich beim Überfliegen, gesehen habe, war 2:46h. Deine geplante Zeit liegt deutlich darunter. *Beruhigungschick*
Wichtiger finde ich, dass du deine Streckenumfänge erhöhst. 14 ist noch nicht so viel, aber darauf kann man aufbauen. Von der Pace, die du dafür brauchst verabschiede dich mal nach Möglichkeit.
14 --> 16 --> 18km, dann 13 --> 15--> 17 --> 19km würde ich versuchen. Wenn dir das zu viel Steigerung ist, geh in 1km-Schritten. Mir würde es angesichts deines Alters (wem musst du noch was beweisen?) reichen, wenn ich mit 2:30h durch komme. Das ist ein 7er-Schnitt.
Mir hilft es auch, wenn ich mir einen Leitfaden schreibe, an dem ich mich halbwegs halte. Wann will und kann ich trainieren und wie viel laufe ich. Vielleicht ist das ja auch eine Idee für dich.
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LG Inumi
Wenn nicht jetzt, wann dann?

Scheuer

mir eine, aber 14km in 104min findest du nicht ausreichend? Also bei meinem letzten langen Lauf vor 2 Wochen hatte ich 15km in 105min, ich bin 39 und bin den HM am Wochenende in 1:50 gelaufen, muss ich mich jetzt schämen???
Also, im Ernst, für meinen ersten HM bin ich als längste Strecke 16km in 2 Stunden gelaufen und lag drei Tage mehr oder weniger platt am Boden.
Bei den Computerproblemem kann ich dir auch nicht helfen, da bin ich zu blöd; aber für den HM sehe ich gar keine Schwierigkeiten! Falls es dir psychisch hilft: lauf langsam 2 Stunden, dann müssstest du bei 16 - 17km rauskommen, und die letzten vier schaffst du im Wettkampf sowieso und das Ganze schneller auch, keine Sorge!
Such dir für den HM einen netten Begleitläufer/-in, hat bei mir geholfen. Wenn ich helfen kann, wo läufst du wann?
liebe Grüße Ulrike

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos!

Don't panic!

Zweifel und Schiss ist normal und altersunabhängig! Mach' dir keine Gedanken, wenn die pace nicht genau passt, höre lieber auf deinen Körper (Puls, Gefühl) und habe Vertrauen, dass es beim HM einfach "läuft".

Gruppenduell BORN vs. Ruhr
Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos!

Gute Idee..

..wöchentlich einen km dranzuhängen. Die längste Strecke bei Steffny sind nämlich 18 km - dabei ist mir einfach mulmig. Und 2,30 h reichen mir auch. Na, mal sehn, was die nächsten Wochen so bringen..

Na ja, Trainingspläne ....

... sind wohl alle nicht für die höheren Altersklassen gemacht.
Ich bin 56, habe vor einem halben Jahr das Laufen (wieder) angefangen, bisher zwei 10-km-Volksläufe absolviert und für meinen bis dato längsten Trainingslauf, 13 km, genau 92 Minuten gebraucht. Nun trainiere ich für den Köln-HM im Oktober - und zwar völlig ohne Trainingspläne. Ich hasse solche präzisen Vorgaben, außerdem sind sie auch nicht immer mit dem Arbeitstag und anderen Verpflichtungen vereinbar.

Ich laufe also nach Gefühl, einfach alle zwei Tage zwischen 7 und 10 km, variiere die Strecken und damit die Anforderungen, lege ab und zu mal einen kurzen Lauf ein, mache auch mal ein paar Tage Pause (mit dem Erfolg, dass ich danach sogar schneller werde), und laufe etwa alle zwei Wochen einen Lauf von 1-2 km mehr als bisher. Vollkommen ohne Probleme!

Als Motivationstrick für die Streckenverlängerung habe ich entdeckt, eine schon bekannte Strecke einfach zweimal zu laufen - das macht weniger unsicher als eine ebenso lange unbekannte Strecke.

Das müsste zum Ankommen beim HM reichen. Außerdem soll das Ganze ja vor allem Spaß machen!

Viel Glück!

Steffny...

Ich bin vor meinem ersten HM auch "nur" 19 km als längste Strecke gelaufen - langsam, wohlgemerkt (Steffny-Plan für 1:59) und habe mich danach gefühlt wie vom Bus überfahren. Das geplante HM-Tempo hatte ich nur in den Intervall-Einheiten, also 2000 m "geübt". Und: der HM lief wunderbar. Ja, es war anstrengend, aber es lief! Man muss beim Laufen wirklich keine "Generalproben" machen, wie z.B. beim Musizieren. Ausdauer trainieren, ab und an das geplante Tempo und am Tag X passt alles zusammen.

Gruppenduell BORN vs. Ruhr
Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos!

Du hast recht..

Spaß soll's machen und macht es auch. Vor allem, wenn ich nicht wieder umkehren muß sondern irgendwo hin laufe und mich dann dort abholen lasse. Bislang bin ich auch immer "nur so" gelaufen, aber jetzt wollte ich's halt mal so richtig gut machen...

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